Glossar - GST-Kreis Schwarzenberg

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Gernot Ryter
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Glossar

B
Beuchen
 
auskochen von Baumwollgeweben unter Druck in Laugen zur Reinigung, Entfernung der natürlichen Fette, eine Art Vorbleiche.
 
Beutelgaze
 
Das ist ein Stoff, der netzartige Beschaffenheit hat und aus ganz dünnen Seidenfäden hergestellt ist. Der Stoff wurde in Dreherbindung gewebt und z. B. in der Mühle als feines Sieb verwendet. Verwendung fand er auch im Spritzdruck (Schablonendruck).
 
Bevan
 
englischer Chemiker, dem 1892 zusammen mit Cross die Erfindung des Viskoseverfahrens gelang.

Biber
 
benannt nach der englischen Stadt Beaver
 
ein dicker einfarbiger, meistens roh oder gebleichter, beiderseitig sehr stark gerauhter Stoff; Verwendung für Bett- und Unterwäsche.
 
 
Biberbettzeug
 
Rauhcouvertüre, linksseitig (innen) angerauhter, köperbindiger Pers.

Bicolor
Allgemeinbezeichnung für zweifarbig gemusterte Stoffe.

Biese
 
1. Besatzmaterial mit einer dicken Seele aus geringwertigem Textilmaterial, die von einem hochwertigen,      meist endlosen Material so fest umwunden , so daß die Seele nicht sichtbar ist.
 
2.      in der Damenschneiderei eine Stoffnaht mit Schnureinlage

Bindekette
 
auf beiden Gewebeseiten unsichtbare Kette, die zum Verbinden von Ober- und Untergewebe bei Doppelgeweben dient
 
(z. B. bei Ulsterstoffen mit angewebten Futter). Die Bindekette wird bei Teppichen zur festen Abbindung freiliegender Fäden eingesetzt. Sie besteht meist aus dünnem, farblich neutralen Garn; vgl. Steg.

Bindemittel
 
bei der Herstellung von Faservliesen benötigte Chemikalien, die die Fasern des Vlieses dauerhaft miteinander verbinden sollen, und zwar nur an den Kreuzungspunkten, um die Poren und Zwischenräume zu erhalten. Meist verbessern die Bindemittel die Sprungelastizität, Knitterarmut oder Steifheit des Vlieses.
 
Sie erhöhen damit die Beständigkeit in der Wäsche oder Chemisch-Reinigung; vgl. Textil-Verbundstoffe.

Bindepunkt
 
Er ist die Verkreuzungsstelle zwischen einem Kettfaden und einem Schußfaden.

Bindungspatrone
 
So nennt man die zeichnerische Darstellung der Gewebebindung auf kariertem Spezialpapier (Patronenpapier) mit festgelegter Symbolik.

Bindung
 
Art der Fadenverkreuzung in Geweben. Sie gibt der Ware, die für den Gebrauch nötige Haltbarkeit, verleiht ihr zuweilen das Muster und bestimmt damit das Aussehen. In der Wirkerei und Strickerei bedeutet Bindung die Art der Vereinigung der einzelnen Maschen (Maschenbindung).
 
 
Bindungsrapport
 
Dabei handelt es sich um die kleinste Bindungseinheit sie wiederholt sich fortwährend in Kett- und Schußrichtung.

Birkenblätter
 
Sie werden zum Färben von Textilien verwendet. Der gelbe Farbstoff kann mit Beizen bis Olivgrün abgewandelt werden.
 
Bixin
 
ein zu den Karotinoiden zählender orange-roter Pflanzenfarbstoff. B. wird aus den roten Sa-menhüllen des Rukustrauches Bixa orellana (Orlean) oder durch oxydativen Abbau des Lykopins gewonnen.
 
Blasenkrepp
 
anderer Ausdruck für Kräuselkrepp, manchmal auch an Stelle von Cloqué verwendet
 
Blatt
 
auch Webblatt, Riet, Kamm genannt, ist derjenige Teil des Webstuhles, welcher an dem Webgeschirr zugewandten Teil der Weblade angeordnet ist, über die ganze Webbreite reicht und dazu dient, einmal den durch den Schützen in das Fach eingetragenen Schußfaden an das bereits fertige Gewebe heranzuschieben (anschlagen) und zum anderen dem Webschützen bei seinem Fluge durch das Fach allein oder in Zusammenarbeit mit der Ladenbahn als Führung zu dienen.
 
Blattfasern
 
aus Blättern von Pflanzen gewonnene Fasern, z. B. Manilahanf, Sisal, Alfa-Faser; vgl. Bastfasern
 
Blaudruck
 
Bezeichnung für farbechte Drucke auf Baumwoll-Kretonne für Schürzen, meist Ätz- oder Reservedrucke, neuerdings wieder bei volksechten Trachtendrucken angewendet.
 
 

Blauholz
Das ist das Kernholz eines in Plantagen kultivierten Baumes, z. B. in Mexiko und wird zum Färben von Naturtextilien und Leder verwendet. Die Farbstoffnuancen liegen in Blau-, Violett- und Schwarzbereichen.
Blautuch
wird ebenso wie Blauköper langsam bei Berufsbekleidung durch "modische" Farben wie Khaki oder Olive verdrängt. Die jahrhundertelange Beliebtheit der Farbe Blau für Strapazierkleidung aus Baumwolle kommt daher, daß vor der Erfindung der synthetischen Farbstoffe nur der von der Indigopflanze gelieferte blaue Farbstoff den Echtheitsansprüchen entsprach.
Bleichen
Behandlung mit oxydierenden oder reduzierenden Bleichmitteln, kann an Garnen und fertigen Geweben vorgenommen werden.
Ergebnis:         Beseitigung der Eigenfarbe
                       Erzielen eines bestimmten
Weißgrades
Faserstoffe:     Baumwolle, VI-F
(auch VI-S und synthetische
Faserstoffe)
Bett- und Tischwäsche,
Untertrikotagen
Bleichsoda
ein veraltetes Einweichmittel, das aus Soda und Wasserglas besteht.
                
Blenden
speziell zugeschnittenes Stoffteil, meistens in Streifenform, das zur Verzierung oder als Applikation auf der rechten Seite der Schnitteile des Kleidungsstückes aufgearbeitet wird.
Bluten, auch Ausbluten
Erscheinung in buntfarbigen Stoffen, bei denen die Farbe nicht genügend wasserecht ist oder als Druckfarbe nicht genügend Stand hatte; auch bekannt als "Auslaufen der Farben" in helle oder weiße benachbarte Stoffteile.
Blutlaugensalz
Trivialname für Verbindungen, die sich von der Hexazyanoeisensäure ableiten. Es dient zum Blaufärben von Wolle und Seide, im Kattundruck als Ätzmittel.
Bobine
1.      Spulenkörper zur Aufnahme eines Fadens
2.      Seiltrommel für flaches Förderseil, das in übereinanderliegenden Windungen aufge-wickelt und durch zwei parallele Speichensterne am seitlichen Abgleiten gehindert wird (bei Schachtförderung).
Bobinet
Das ist Tüll, ein leichter und durchsichtiger Stoff (z. B. Gardinen, Spitzen), der auf dem Bobinetstuhl hergestellt wurde. Ursprünglich war der Tüllgrund handgeklöppelt.
Bombage
Schwergewebe, die als elastische Unterlage zur Schonung der Gewebe beim Bedrucken als Umhüllung der Druck- und Führungswalzen bei Druckmaschinen verwendet werden. Die früher auch bei Ausrüstungsmaschinen üblichen Bombagen werden mehr und mehr durch dicke Gummiüberzüge ersetzt.
Boken
des Flachses, auch als Klopfen bezeichnet; fand Anwendung, um die Fasern geschmeidig zu machen und letzte Holz- und Rindenteile zu entfernen










 

 
 
 
 
 
 
40 (19.2.23)
A
Abfärben
Färbungen mit ungenügender Reibechtheit dürfen im feuchten Zustand nicht mit Weißwaren zusammenkommen, da sie abfärben können. Man spricht auch vom Abfärben, wenn Bekleidungsstoffe beim Tragen die weiße Leibwäsche anfärben, also die Stoffe nicht reibecht gefärbt sind.
 
Abgepaßter Druck
auf die Form des späteren Fertigteiles abgestimmtes Druckdessin, z. B. Rundum-bordüre für Schals oder Kopfkissenbezüge.

Affinität
das Aufnahmevermögen der Faserstoffe für Farbstoffe und Textilhilfsmittel

Alaun
ist ein weißes, kristallines Pulver, das in der Pflanzenfärberei oder Ledergerberei als Beizmittel eingesetzt wird

Alaunieren, Alaunen
 
Dieser Begriff stammt aus der Färberei, namentlich der Türkischrotfärberei. Als Alaunieren bezeichnete man die Behandlung der zu färbenden Stoffe zum Zweck der Aufnahme und Fixierung des aufzubringenden Farbstoffes.

Albumine
 
einfache Eiweißstoffe, die vorwiegend
 
Glutaminsäuren (bis zu 20%) und Asparaginsäure (bis zu 10%), Leuzin und Isoleuzin (bis zu 16%) enthalten.
 
Das technische A., das ein Gemisch unreiner Eiweißstoffe aus Hühnereiweiß und Blutserum von Rindern ist, diente als Klebmittel in der Kattundruckerei.

Alfa-Fasern
 
Blattfaser aus den Blättern der Stipa tenacissima, für Bekleidung und Haushalt-textilien kaum verwendbare Hartfaser.
 
Alginatfaserstoff
 
ein Chemiefaserstoff auf der Basis der Alginsäure oder deren Metallsalzen.
 
Die unendlichen Fäden stellen die Alginatseide (Alginatkunstseide) dar, die zerschnittenen Fäden die Alginatfaser (Alginsäure-faser, Algenkunstfaser, Seewolle). Die Alginatfaserstoffe sind unbrennbar und dienen als Effektfäden, die nachträglich wieder aus dem Gewebe herausgelöst werden, z. B. bei der „Luftspitzenherstellung“.

Alizarin
 
Das ist ein Beizenfarbstoff. Vor der Erfindung der synthetischen Farbstoffe war das aus der Krappwurzel gewonnene Türkischrot einer der wertvollsten und wichtigsten Farbstoffe.

Alizarinfarbstoffe
 
eine Gruppe von Teerfarbstoffen. Die A. sind wichtige Beizenfarbstoffe. Mit Aluminium- oder Chrombeizen ergeben sie auf Wolle Färbungen mit sehr guten Echtheitswerten, z. B. Alizarinschwarz.
 
Alkaliblau
 
Bezeichnung für verschiedene Sorten wasserlöslicher saurer Triphenylmethanfarbstoffe von brillanter blauer Farbe. Die Farbstoffe dienen u. a. zur Herstellung von Farblacken für Druck- und Buntpapierfarben. In der Textilindustrie  verwendet man sie nicht mehr wegen ihrer geringen Lichtechtheit

Alkalisch Abkochen
 
Ablösen von pflanzlichen Eiweiß- und Fettstoffen sowie anderen Verunreinigungen durch Behandlung mit Natronlauge
 
Ergebnis:         erhöhte Farbstoffaufnahme
 
Faserstoffe:     Baumwolle (Bw) oder Bw-
 
Mischungen; z. B. Bw/VI-F;
 
Bw/PE-F

Alkanna
 
ist eine Färbepflanze aus Südeuropa, auch Ochsenzunge genannt. Sie gibt rötlich braune Farbtöne, je nach Aufbereitung.

Aloefaser
 
der Sisalagave verwandte und ähnliche Faserpflanze; schmiegsamer, aber weniger reißfest als Sisal. Verwendung für Sackgewebe und die Seilerei.
 
Alpaka als Faser
 
auch Extrakt genannt, s. Kunstwolle

Alpaka als Gewebe
 
auch Lüster, Orleans und Mohair genannt, ist ein leinwandbindiger Stoff, dessen Kette Water oder Baumwollzwirn ist. Der Schuß ist je nach Güte des Stoffes Weft, Lüster, Alpaka oder auch Mohair. Die Kette wird roh geschärt und auf dem Baum gefärbt. Der Schuß wird roh eingetragen und das Gewebe im Stück gefärbt.
 
Alpaka findet Verwendung als Futter für
 
Jacken und Mäntel.
 
Alpaka
 
glänzender Damenkleiderstoff in Leinwandbindung, die Kette aus Baumwollzwirn und der Schuß aus Alpaka bestehend

Aluminiumazetat
 
ist ein weißes, in Wasser lösliches Pulver und wurde in der Zeugfärberei als Beize für Baumwolle verwendet.
 
 
Aluminiumchlorat
 
eine zerfließende Masse, die sich durch Zersetzung von Aluminiumflourosilikat mit einer siedenden konzentrierten Lösung von Kaliumchlorat bildet.
 
Kaliumchlorat und Aluminiumsulfat ergeben Alaun und eine Lösung von Aluminiumchlorat, die für den Zeugdruck verwendet wurde.

Aluminiumnitrat
 
ein weißes kristallines Pulver; die Verbindung wurde in der Zeugfärberei als Beize für Aliza-rinrot verwendet.
 
Anfärbbarkeit
 
Fähigkeit eines Textilmaterials, Farbstoffe aufzunehmen.

Anilinfarben
 
alte Bezeichnung für synthetische Farb-stoffe (siehe Teerfarbstoffe); sie rührt daher, daß sich in den ersten Jahrzehnten der Farbstoffchemie alle Synthesen organischer Farbstoffe auf das Anilin als Ausgangspunkt zurückführen ließen.
 
Der erste synthetische Anilinfarbstoff war Mauvein.
 
 
Anilinfarbstoffe
Anilinhydrochlorid, Anilinsalz
 
Das ist das wichtigste Salz des Anilins. Man gewinnt A. durch Einrühren von Anilin in wäßriger Salzsäure. Es dient zur Herstellung verschiedener Zwischenprodukte und Farbstoffe und wird besonders zur direkten Schwarzfärbung von Baumwolle und Wolle verwendet.
 
siehe Teerfarben, Teerfarbstoffe

Anilinhydrochlorid, Anilinsalz
 
Das ist das wichtigste Salz des Anilins. Man gewinnt A. durch Einrühren von Anilin in wäßriger Salzsäure. Es dient zur Herstellung verschiedener Zwischenprodukte und Farbstoffe und wird besonders zur direkten Schwarzfärbung von Baumwolle und Wolle verwendet.
 
Anilinschwarz
 
ein wichtiger schwarzer Entwicklungsfarbstoff; er wird fast immer auf der Faser direkt erzeugt. A. wurde bereits 1834 in Substanz von F. F. Runge entdeckt.

Anthozyane
 
Das ist eine Gruppe chemisch verwandter Pflanzenfarbstoffe mit roten, violetten, blauen und schwarzen Farbnuancen. Die A. findet man oft in Blüten und Früchten, gelegentlich auch in Blättern, Wurzeln und Knollen. Wichtige Vertreter der A. sind u. a. da Zyanin, Pelargonin, Delphin, Malvin, Petunin, Päonin, Önin und Chrysanthemin.

Anthralanfarbstoffe
 
eine Gruppe von Säurefarbstoffen, die sich durch große Lichtechtheit auszeichnen und auf der Faser, vor allem auf Wolle, eine gleichmäßige Färbung liefern.
 
 
Anthrapurpurin
 
ein synthetischer Farbstoff aus der Gruppe der Alizarinfarbstoffe. Es dient zum Scharlach-rotfärben von mit Tonerde gebeizter Wolle und Baumwolle.


Anthrazenblau
 
ein rein blauer, synthetischer Farbstoff, gehört zur Gruppe der Anthrachinonfarbstoffe. Es dient zum Färben von gebeizter Wolle, wird aber auch in der Baumwollfärberei verwendet.
 
 
Antiker Purpur
 
ein im Altertum sehr geschätzter mattvioletter Tierfarbstoff, der aus dem Saft der Purpur-schnecke Murex brandaris gewonnen wurde. Der Farbstoff ist in einer Drüsenflüssigkeit dieser Schnecke enthalten.
 
Anzugsstoffe
 
So nannte man die Gewebe, die zu Anzügen verarbeitet wurden, besonders Tuche, Buckskin, Loden, Cheviot, Kammgarnstoffe.
 
apparare
 
lat: zurichten, ausrüsten

Appretur
 
Ausrüstung (Veredlung) von Garnen, Geweben, Gestricken und Gewirken
 
A. im engeren Sinne bedeutet behandeln mit Appreturmitteln, z. B. Stärke, Leim, Gummi u. a., denen Fette, Seife, Paraffin und anderes zugesetzt sind.
 
Unter A. versteht man im weiteren Sinne Walken, Rauhen, Scheren, Schleifen, Sengen, Kalandern, Mangeln, Pressen, Ratinieren, Wellinieren, Moirieren und Gaufrieren, Beschweren, Wasserdicht-, Flammensicher-, Fäulnisbeständig-, Mottensichermachen (Eulanisieren) u. ä..
 
Die Appreturmittel zählen zu den Textilhilfsmitteln.

Asbest
 
(aus dem Griechischen: unverbrennbar)
 
Das sind faserige Bestandteile silikatischer Minerale. A. findet man in der Natur vor allem in Kanada in reinster und bester Form. Weitere Vorkommen sind u. a. in Italien, Finnland, Zypern, Rußland und USA. A. wird vor allem in Tagebau gewonnen.
 
Verwendung:
 
Langfaseriger A. läßt sich unter Zusatz von organischen Tragfasern zu Garnen verspinnen, aus denen man Schnuren, Bänder, Gewebe und Gewirke herstellen kann. Kurze Fasern verwendet man u. a. zur Herstellung von Papier und Pappe. A. ist unbrennbar und eignet sich daher hervorragend zur Verarbeitung von feuerfester Bekleidung und sonstiger textiler Ausstattung, z. B. für Dekostoffe, Vorhänge und Wandverkleidungen. A. wurde wegen seiner Feuerbeständigkeit, wegen seines Isoliervermögens gegen Hitze (hohes Wärme-dämmungsvermögen) und Elektrizität, seiner Unempfindlichkeit gegen Laugen und Säuren und seiner guten Beständigkeit gegen scharfe Chemikalien vielseitig in der Technik eingesetzt.
 
Heute wird er wahrscheinlich nicht mehr die große Bedeutung haben, wie noch in den 60er und 70er Jahren, da dem Asbest nachgesagt wird, krebserregend zu sein. Es gibt sicherlich auf Grund dieser Eigenschaft Verwendungsbeschränkungen.
 
Alternativen sind je nach erforderlichem Temperaturbereich Glas-, Keramik- und Graphitfasern und neuentwickelte Faserstoffe.
 
Äterna
 
Bezeichnung für Bettücher, bei denen die Kettendichte von beiden Gewebeleisten aus bis zur Mitte regelmäßig zunimmt. Dadurch wird erreicht, daß die Mitte der Bettücher, die ja mehr beansprucht wird als die Seitenteile, nicht vorzeitig unbrauchbar wird. Äterna wurde in Reinleinen und Halbleinen hergestellt.

Atlas
(franz.: ras; engl.: rash; ital. und
 
span.: raso)
 
1.      Seidenstoff, Begriff später auch für ähnliche Woll- und Leinenstoffe angewendet;
 
2.      Grundbindungsart; Kettfäden sind wenig gebunden, dadurch entsteht eine glänzende Oberfläche


 
Ätzdruck
 
Dieser bewirkt die örtliche teilweise oder vollständige Zerstörung eines bereits auf der Textilgrundlage befindlichen Farbstoffes durch die entsprechenden Chemikalien. Kombination von Direktdruck und Reservedruck oder von Direktdruck und Ätzdruck führen zu den sogenannten Buntreserven und Buntätzen.

Ätzen
 
Darunter versteht man im Textildruck das lokale Entfärben von gefärbten textilen Flächengebilden. Das Ätzen erfolgt durch Aufdruck geeigneter Ätzpasten (siehe Ätzdruck). Sind die Zersetzungsprodukte farblos oder wasserlöslich, so ist der betreffende Farbstoff zur Erzeugung von Weißätzen verwendbar.
 
Durch Zusatz von ätzbeständigen Farbstoffen erhält man Buntätzen.

Ätzsamt, Ausbrenner
 
Das ist ein Samt aus zwei verschiedenen Rohstoffen, z. B. Viskose und Azetat oder Baumwolle und Wolle. Der Flor ist teilweise dem Muster entsprechend aus dem georget-teartigem Grund herausgeätzt. Verwendung: Blusen- und Kleiderstoffe.
 
 
 
Ätzspitze
 
Stickereispitze, siehe unter Luftspitze

Aufheller, optische
 
siehe unter optische Aufheller
 
                    
Aufmachung
 
von Garnen, Art der Aufwindung, in der das betreffende Garn in den Handel kommt z.B. Stränge, Spulkränze, Kreuzspulen, Docken, Wickel, Knäuel, Spinnkuchen, Holzrollen, Bobinen, und Conen.

Ausbluten
 
auslaufen einer meist dunkleren Farbe in hellere Töne

Ausbrenner
 
Bezeichnung für Gewebe und Gewirke aller Art aus gemischten Garnen, bei denen ein Faseranteil herausgeätzt ist. Es entstehen dichte Muster auf durchscheinendem Grund.

Ausrüstung
 
Sammelbegriff für alle Verfahren der Textilveredlung, die nach der Herstellung (z. B. Weben oder Wirken) den Gebrauchswert einer Ware erhöhen, seinen Charakter oder seine Oberfläche oder sein Erscheinungsbild verändern und die Ware marktfähig machen. Zur Ausrüstung gehö-ren z. B. die Appretur, die Permanentausrüstung, das Scheren, Rauhen, Färben, Fleckenschutz, Antipilling, Imprägnieren u. v. m..

Ausziehverfahren
 
Darunter versteht man das Färben einer begrenzten Textilmenge aus wäßriger Flotte (in der der Farbstoff gelöst ist) bis zum Erreichen der gewünschten Farbtiefe. Die Flotte verliert dabei an Farbstoffkonzentration (zieht aus).

Avivage
 
Weichmachen von Garnen und Geweben durch Nachbehandlung mit Seifen und Ölen.

Axminster-Teppich (Chenilleteppich)
 
Das ist eine Florteppichart, deren Flor durch Einweben von Chenille gebildet wird.

Azetatfaserstoff
 
Das ist ein Chemiefaserstoff auf der Basis von Zelluloseazetat. Der A. ist feiner als die Viskosefaser, jedoch in seiner Herstellung wesentlich teurer und nur mit Dispersions-farbstoffen anfärbbar sowie in vielen organischen Lösungsmitteln löslich. Darum wird der A. nur in bestimmten Zweigen der Textilindustrie verwendet, wo in gewebten oder gestrickten Textilien bestimmte Glanz- oder Farbeffekte erzielt werden sollen.

Azofarbstoffe
 
Die umfangreichste Gruppe der synthetischen organischen Farbstoffe. Die A. übertreffen in der Anzahl alle anderen Farbstoffklassen zusammengenommen. Sie sind vertreten in den Gruppen der Säure-, Chromier- oder Beizen- und Direktfarbstoffe und werden besonders zum Färben von Wolle, aber auch von Seide, Baumwolle, Zellwolle und Kunstseiden verwendet.
 
 
 
 
                                       
 
























 

48 (19.2.23)
D
Damassé
 
jacquardgemusterter Seidenstoff für Steppdeckenbezüge, festliche Kleider und als Futter, häufig mit Matt/Glanzeffekt.
 
Damast (italien. Bezeichnung nach der Stadt Damaskus in Syrien)
 
wurde früher als Gewebe und Bindungsart angesehen, heute mehr als fertiges Produkt.
 
Im weiteren Sinn ist das ein einkettiger und einschüssiger Bettwäschestoff mit Jacquard-musterung. Echten Damast erkennt man an den gruppenweise abgestuften Konturen, Abstufung erfolgt je nach Qualität 2 bis 8 Fäden auf der Damastjacquardmaschine
 
Diesen Damast nennt man auch Jacquard - Damast, weil je nach Lichteinfall die Webmuster durch hell und dunkel plastisch hervortreten.
 
Verwendungszweck: Bett- und Tischwäsche sowie Möbelbezüge
 
 
C
Cachenez
 
Zunächst bezeichnete man nur reinseidene Halstücher mit diesem Namen, später erfolgte die Fertigung (Weben) auch aus halbseidenen Materialien. Die Tücher waren mehrheitlich farbig, kariert oder bedruckt. Die Cachenez zeichnen sich durch besondere Weichheit aus.
 
Die C. waren also Vierecktücher für den Herrn, im Gegensatz zum Langschal quadratisch. Der früher allgemein übliche Ausdruck wird heute vor allem für die zum Gesellschaftsanzug getragenen weißen Tücher verwendet.
 

Camaieux
 
"Grau in Grau", abschattierende Farbgebung aus gleichen, aber verschieden hellen Farbtönen.
 
Gegensatz: Ton in Ton, hier hebt sich das Muster von einem farbähnlichen Fond durch die veränderte Farbe ab, während bei C. das Muster durch die Abschattierung gebildet wird.
 
Die Färbereitechnik bezeichnet als C. auch Zweiton-Färbeverfahren für Wolle mit dem Ziel, die Spitzen der Wollfasern anders als die Haarwurzeln anzufärben.
 
F
Faconné
schaftgemusterte Gewebe, also Stoffe, die in sich oder farbig durch Bindung gemustert sind. Durch geschickte Anlage der verschieden einbindenden Kettfäden lassen sich auch größere Rapporte mit der Schaftmaschine herstellen, jedoch bleibt der Ausdruck Faconné den kleinen Figuren vorbehalten. Gleichwertige Schaftmuster sind, da technisch einfacher und schneller herzustellen, billiger als Jacquardgewebe; vgl. figurierte Gewebe, Jacquard.

Faden
1.                  Gebilde, das durch die mechanische Vereinigung vieler Einzelfäden oder durch die
chemische Ausspinnung zustande kommt
2.                  in älterer Form Faden, ein altes Längenmaß; als Garnmaß die Länge eines Haspelum-
fanges, also sehr verschieden; eine Anzahl Fäden bildeten ein Gebinde
Fach
im Webstuhl durch Heben und Senken der Kettfäden gebildeter Raum vor dem Riet, durch den der Schußfaden eingeschossen wird.
E
Einschlagtuch
auch Überschlaglaken oder Oberleintuch genannt, dient zum Überziehen von Daunen- und Steppdecken. Man knöpft es unter die Steppdecke und schlägt dann ein etwa 50 cm langes Stück über die obere Kante der Steppdecke. Zusammen mit Kopfkissen bilden passende bestickte Einschlagtücher eine Bettwäschegarnitur. Mit dem Vordringen der Flachbetten haben die Einschlagtücher an Bedeutung verloren.

Einschütte
daunendichte, sehr feine Steppdeckeneinfüllstoffe, auch bedruckt aus Baumwolle oder Naturseide; vgl. Inlett, Daunenbatist.
H
Hachur
feine, nebeneinander liegende und schräg zur Laufrichtung des Gewebes angeordnete Rillen innerhalb der Gravur von Druckwalzen, die einen gleichmäßigen Farbauftrag hervorrufen und verhindern , daß die Farbe aus der Gravur durch das Rakelmesser herausgestrichen wird.

HAKA
in der Textil- und Modefachsprache übliche Kurzbezeichnung für Herrenbekleidung.

Häkelborten (Häkelgalons)
auf der Häkelgalonmaschine hergestellte bandartige Häkelwaren. Lassen sich an ihrer reihenweisen Anordnung von Maschenstäbchen und deren mustermäßiger Querfäden-verbindung (Schußfäden) erkennen.

Häkelgalon
Das ist eine zwischen Gewebe und Kettenwirkwaren einzuordnende Gruppe textiler Flächengebilde, vor allem Spitzen. Die Häkelgalonmaschine gehört zu den Kettenwirk-stühlen, arbeitet aber mit einem in Längsrichtung verlaufenden Kettsystem und einem quer hierzu verlaufenden Schuß. Die Maschenbildungswerkzeuge sind die waagerecht angeord-neten Zungennadeln.

Halbleinen
Erzeugnisse (z. B. Geschirrtücher) mit einer Kette aus reiner Baumwolle und einem Schuß aus reinem Leinen, bei denen der Anteil des Leinens nicht weniger als 40% Gesamtgewichts des entschlichteten Gewebes ausmacht.
Bei derartigen Erzeugnissen ist unbedingt die Angabe "Kette reine Baumwolle – Schuß reines Leinen" erforderlich.
G
Gallein (Alizarinviolett)
 
wird als Farbstoff für chromgebeizte Wolle und Baumwolle sowie für Seide verwendet.

Gabardine
 
kahl ausgerüstete, sehr dichte Woll- oder Baumwollgewebe, die auch mit Synthetics gemischt sein können, in einer typischen Köperbindung. Wegen seiner Dichte wird G. für Röcke, Kostüme, Regenmäntel, Sportkleidung und Skihosen verwendet.
 
Wz. (Schweiz) ein Teerfarbstoff aus der Klasse der Oxazinfarbstoffe. Er wird zur Färbung von chrom-gebeizter Wolle und im Baumwolldruck verwendet.
 
Galläpfel
 
sind hohle Gebilde und Gewebswucherungen bei Pflanzen, die durch tierische Gallmücken, Gallwespen oder Pilze verursacht werden. Sie enthalten Gerbstoffe (Tannine), die in der Färberei eingesetzt werden.
 
K
Kabel
 
(auch Spinnkabel oder Elementarfadenkabel); Fadenbündel aus einer Vielzahl von Elementar-fäden, verwendet als Feinkabel zum Texturieren, Weben oder für das Direktspinnverfahren, als Großkabel durch Reißen oder Schneiden zur Herstellung von Faserband.
 
Kadett
 
Kräftiger Baumwollatlas mit blauweißen Längsstreifen für Fleischerblusen und Anstaltskleidung


Kalander
 
Ausrüstungsmaschine mit 2-12 übereinander angeordneten, unter Druck stehende Walzen, zwischen denen die auszurüstende Ware breitgespannt hindurchläuft.
 
Man unterscheidet Wasserkalander (zum Entwässern), Roll- und Glättekalander (Walzen laufen mit gleicher Geschwindigkeit) zum Glätten, Verdichten und Verbessern des weicheren Griffs, Riffelkalander mit gravierten Metallwalzen zur Vermittlung eines seidigen Glanzes (Schreiner-Finish), Friktionskalander (mit schneller laufenden Metallwalzen) zur Hochglanzausrüstung (Chinz) und Prägekalander oder Gaufrierkalander mit gravierten Metallwalzen für plastische Effekte (Everglaze, Gaufré). Gegensatz zur Kalander ist die Mangel.
 
Kalandern
 
Glätten, Mustereinprägen oder Imprägnieren von Papier und Gewebe beim Durchlauf zwischen zwei oder mehreren übereinanderliegenden Walzen, von denen eine oder zwei geheizt sind.
 
Das Kalandern hat den Zweck, Geweben und Maschenwaren ein geschlossenes Aussehen, größere Dichte und Glätte sowie auch erhöhten Glanz zu verschaffen. Durch den Walzendruck werden die Poren des Gewebes geschlossen und die Fäden plattgedrückt.

Kaliumkarbonat, Pottasche, Weinsteinsalz
 
Das ist ein weißes, hygroskopisches, kristallines Pulver. K. wird verwendet in der Bleicherei und der Färberei.

Kaliummanganat(VI)
 
Man verwendet K. auf Grund seiner oxydierenden Eigenschaften zum Desinfizieren, Beizen und Bleichen.

Kaliumpermanganat (Kaliummanganat(VII)
 
Es ist sowohl im festen Zustand als auch in Lösung ein Oxydationsmittel. Verwendet wird es vor allem zum Bleichen von Wolle, Baumwolle, Seide u. a. und im Zeugdruck.
 


 
Kalkuttahanf
 
andere Bezeichnung für Jute

Kalmuk
 
sehr dicker weicher Bettwäschebaumwollstoff mit ganz starken Schußfaden, Gewebe ist auf beiden Seiten sehr stark gerauht, so daß der Stoff pelzartige Beschaffenheit hat, besitzt großes Wärmehaltevermögen. Kalmuk wird vor allem als Unterlagen von Tischdecken verwendet.

Kalt-Mercerisation
 
Behandlung von Baumwollgeweben mit tiefgekühlter Alkalilauge unter Spannung. Batiste werden durchsichtig, steifer und glänzender, ohne den Glanz von Transparent zu erreichen. Kretone erhalten einen waschbeständigen, leinenartigen Glanz
 
 
 
Kalziumrhodanid
 verwendet man in der Zeugfärberei.

Kamelhaar
 
zum Verspinnen geeignetes Flaumhaar des arabischen einhöckerigen Kamels (Dromedar) und des ostasiatischen zweihöckerigen Kamels (Trampeltier). Verwendung für Schlafdecken und für hochwertige, im Verhältnis zu ihrer Fülligkeit sehr leichte Herrn- und Damenmantelstoffe, als Flocke auch für Steppdeckenfüllungen
 
 
Kamm
 
dient in der Weberei zum Anschieben des zuletzt in das Fach eingetragenen Schußfaden gegen die vorhergehenden Schußfäden.

Kämmen
 
1.      der Wolle: Auskämmen von kurzen Fasern, der Noppen und der Reste pflanzlicher Bestandteile aus dem Vorstreckenband, bei zunehmender Parallelisierung des gekämmten langen Fasergutes (Kammzug) à Ergebnis: Kammgarn, Abfääe sind die Kämmlinge
 
2.      der Baumwolle, besonderer Arbeitsgang der Baumwollspinnerei zwischen Karde und Vorspinnmaschine.


 
Kammgarn
 
feines, glattes Wollgarn aus besten Kammwollmarken mit langem Stapel und mit möglichst gleich langen, parallel liegenden Haaren

Kammgarnspinnerei
 wichtigster Zweig der Wollspinnerei für feine Garne

Kammgarnn-Spinnverfahren
 
Fadenbildung aus wollartigen Textilfasern durch mehrmaliges, stufenweises Verziehen der Faserbänder (Kammzug) unter gleichzeitigem Verdrehen (Drahtgebung) zum Vorgarn, wo-durch eine Verringerung der Fasern im Querschnitt und eine Verfestigung erreicht wird. Durch mehrmaliges Doppeln und Strecken erfolgt eine zusätzliche Egalisierung (Streck-spinnverfahren). Das Fertigspinnen erfolgt auf der Ringspinnmaschine

Kämmlinge (franz.: dechet; engl.: noils)
 
Bezeichnung der kurzen Woll- oder Baumwollfasern, die bei der Ausspinnung des Kammgarns ausgekämmt werden und für Streichgarn Verwendung finden
 
Heute finden z. B. die Kämmlinge Verwendung in der Autoindustrie bei der Herstellung von gepreßten Autoteilen

Kammzug
 
durch Kämmen von kurzen Fasern bis zu einer bestimmbaren Höchstlänge befreites Spinngut, wobei gleichzeitig die parallele Lage der einzelnen Fasern zueinander nachhaltig verbessert und Fasernoppen (Nissen) und pflanzliche Verunreinigungen ausgeschieden werden. Weiter-verarbeitung im Streckspinnverfahren zu Vorgarnen für die Kammgarnspinnerei


 
 
 
 
 
 
 
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I-J
Ikate-Muster
Webdessinierung geometrischen Charakters indonesischer Herkunft mit Hilfe von partiell gefärbten Garnen mit verzogenen oder ausgefransten Konturen.
Imitatgarn
ist eine Nachahmung des Streichgarnes aus Baumwolle.

Imitation
Nachahmung, Ersatz in niedriger Preislage.

Imprägnieren
Durchtränken von Geweben mit Flüssigkeiten (Imprägniermittel) zum Wasserdichtmachen, Unverbrennbarmachen u. s. w.

Imprimé (frz.)
französisch für Stoffdruck

Inch
Engl. Zoll, 25,4 mm

Indanthrenfarbstoffe
geschützte Qualitätsbezeichnung für eine Auswahl von Farbstoffen aus sämtlichen Farbstoff-klassen, insbesondere von Anthrachinonküpenfarbstoffen, die sich durch hohe Licht- und Waschechtheit sowie große Leuchtkraft auszeichnen. Die I. gelten als die färberisch wertvollste Farbstoffklasse. Der Name Indanthren ist eine Zusammenziehung aus Indigo und Anthrazen, weil der erste Indanthrenfarbstoff das Indanthren, eine indigoähnliche Färbung lieferte und ein Abkömmling des Anthrazens war.

Indienne
  1. klassischer Blaudrucke auf Baumwolle
  2. Historischer, besonders dichter feinfädiger bedruckter Kattun;     Anfang des 17. Jahrhunderts aus Indien und Persien nach Europa eingeführt,     wurden Indiennes nach den sehr dekorativen Originaldessins für Kleider und     Möbelbezüge in Modeldruck-technik kopiert.

Ikate-Muster
Webdessinierung geometrischen Charakters indonesischer Herkunft mit Hilfe von partiell gefärbten Garnen mit verzogenen oder ausgefransten Konturen.
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L
Lackmus
ein Pflanzenfarbstoff, gewonnen aus Flechten (besonders Roccella fuciformis, Roccella tinctoria), die an der Mittelmeerküste sowie an den Küsten Frankreichs, Englands und Skandinaviens vorkommen. Hauptbestandteil des Lackmus ist Azolitmin, ein Indophenol. Lackmus ist bekannt als Indikator im pH-Bereich von 5,0 bis 8,0; dabei erfolgt ein Farbumschlag von Rot nach Blau. L. wird in Form von Lackmustinktur bzw. Lackmuspapier verwendet.
Früher verwendete man Lackmus auch zum Bläuen der Wäsche. Für die Textilfärberei eignet sich L. nicht wegen seines Farbumschlages in Säuren und Laugen.

Lade
Vorrichtung am Webstuhl, die mit Hilfe des gitterförmigen Riets den frisch eingeschlagenen Schuß an den vorangegangenen anschlägt und mit den sich kreuzenden Kettfäden das Webfach bildet, durch das der Schuß eingetragen wird; vgl. Knicklade
Lahn
(frz.: La Lame, engl.: finsel, it.: Lame)
heißt der dünne, geplättete Metalldraht, der entweder über Seide gesponnen oder allein zu Spitzen, Zeugen, Borten oder dergleichen verarbeitet wird. Es gibt Goldlahn, Silberlahn, leonischen oder unechten Lahn. Lahnbänder (Lahn und Seide zusammengewebt); werden noch in Annaberg gefertigt und für gewisse Volkstrachten gebraucht.
Metallfaden zum Einweben in teure Stoffe
Laken
anderer Ausdruck für Bettuch (Überschlaglaken,, Oberleintuch, Einschlagtuch)


 
 
 
 
 
 
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