Recherchen
Gespräche zur GST
Beginnend mit meiner Lehrzeit ab 1959 hatte ich Kontakt zur GST.
Ausbilder der NVA/GT war eine Fortsetzung und mein Weg zum hauptamtlichen Funktionär im GST-Kreisvorstand in Schwarzenberg.
Als die Organisation 1990 aufgelöst war, arbeitete ich unter anderen an der Chronik der GST auf mehreren Ebenen.
Eine Vielzahl von aktiven Wegbegleitern konnte ich befragen und unser Wissen in die vorliegende multimediale Chronik einbeziehen.
Gespräche, Inhalte, Personen sind weitestgehend dem jew. Zeitpunkt entsprechend.
Kutznik - Günter / Bärbel
11.05.2007
Telefonat (35171)
Kutznik (Keune), Barbara
Tochter von Günther Kutznik.
„Bärbel“ war bereits als Schülerin aktive Wettkämpferin im
Militärischen Mehrkampf/Sommer/Winter. Beste und gute Plätze errang sie im
Kreis/Bezirk und zentral.
In der anschließemden Lehrzeit war sie dann weiterhin
außerhalb der KO-SZB aktiv.
Ihre weitere Entwicklung ist unbekannt.
Ihr Vater, Günther Kutznik, war
bereits in den Anfangsjahren der GST ehrenamtlich aktiv.
So war er Delegierter des I. GST-Kongresses für die KO-SZB.
Viele Jahre war er Fahrlehrer Kl. 1 (Motorr.) und Ausbilder
der VA.
Beruflich war er Lehrausbilder in der BBS-WGW-Grünhain.
Goßler, Rolf
09.05.2007
10 – 13 Uhr - persönliches Gespräch in Wohnung von Rolf in
Chemnitz
Goßler, Rolf
Stellv. Vors. GST-KV Kmstd. (ab 1968) – später Vors. KV
Ab 01.01.1991 als
Abwickler GST/BTSV BO im Auftrag der „Treuhand“ gearbeitet und
Objekte und Material verwaltet, verkauft, übergeben (Lochner
GmbH) bis 15.05.’91
Die Abwicklung der KO hat er nicht erlebt
Objekt KAZ in Schwarzenberg (KAZ, Wohnung, Garten ...) an
Stadtverwaltung (Frau Wiesner , Herr Thiele)
Debitz war für Ralf Ansprechpartner
Hat Film „Rote Jungfront“ (Einsiedel) über Pausch
bereitgestellt und CD der letzten Ehrenparade DDR/Berlin (1989) gegeben
Rolf hat nach 1990 und bis z.Z. (2015) jährliche Treffen der
(im wesentlichen) Chemnitzer GST-Mitarbeiter (BV u. entspr. KV) organisiert;
auch Besuche zu Geburtstagen und Teilnahme an Beisetzungen (Egon Fischer ...)
Seit ca. 2000 ist Rolf beim „Rotfuchs“ – halten dabei
persönlichen Kontakt.
Mitunter war dabei Heini Spitzner anwesend.
Über Rolf ist 2014 der persönliche Besuch bei Rudi Mohr
erfolgt.
Brückner, Frtz

18.04.2007
10:00 Uhr – Telefonat mit Schwiegertochter
Brückner, Fritz
Langjähriger Fotograf für den GST-Bezirksvorstand
Hatte eigenen Fotoladen einschl. Labor
- hat auch für GST-KV SZB Fotos angefertigt
- z.B,: Traditonsmarsch Johann’stadt
- Schneller-Ehrungen
- Teilnahme KO an BWS ...
Ich (G. Ryter) hatte zu Fritz gute persönliche Beziehung.
War sein Helfer zu einer BWS in Zwickau und habe ihn per Trabbi-Kübel zu den jew. Wettkampfstätten gebracht.
Zum Zeitpunkt des Telefonates ist Fritz zur Kur – war gestürzt – 93 Jahre alt.
Schwiegertochter wird Fritz am kommenden Wochenende besuchen und Grüße von mir ausrichten.
Will mich danach telefonisch informieren.
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Nachtrag 2014
Zwischenzeitlich persönliche Gespräche mit
Goßler, Rolf
Spitzner, Heini
Moor, Rudi
Genannte waren im GST-BV bzw. Stadtvorständen in Chz. Hauptamtlich tätig.
Konnten jedoch nicht helfen.
Fritz soll Fotoarchiv sehr gehütet haben – wollte Rechte nicht abgeben!
Drozd, Günter

11.05.2007
14 – 14:45 Uhr - persönliches Gespräch in Wohnung von Wohnung Frau Drozd (Heide)
Frau Drozd
Mutter von Günther Drozd (Humpi) – Körperbehindert
Frau Drozd hat mir einige private Fotos von Günther zum scannen überlassen.
Günther war leider einige Zeit vorher verstorben (Behinderung und Lebensweise).
Günther war ein sehr enger und langjähriger (ehrenamtlicher) Mitarbeiter im
GST-KV – auch als Waffeninstandsetzer tätig.
Insbesondere mit Enders, Josef (Pepp) ein unzertrennliches Gespann. Jahrelang war er fast ein Familienmitglied der „Enders’s“.
Fam. Enders wohnte in unmittelbarer Nähe des GST-KV. Dort befanden sich auch die Garagen für den „K30“, das Seitenwagengespann der „Molotow“ und des „P2M-Kübel“.
Das „Gespann“ wirkte noch längere Zeit auch im neuen KV (Schützenhaus).
Pepp war engagierter LKW-Fahrer für der KV/KO. Günther war immer der Helfer.
Die Fam. Enders bezog ca. 1975 die Wohnung im KAZ. Käthe, Enders war bis 1990 Reinigungskraft im KAZ. Die Wohnung bezog nach 1990 der letzte Vorsitzende des GST-KV (Debitz, Dieter) im „Ringtausch“ mit Käthe. Ihr Mann (Enders, Josef ) war kurz vorher verstorben.
Zeitweise gehörte noch Rainer Hirschmann zur genannten ehrenamtlichen Gruppe.
Dessen Frau war zeitweise als Reinigungskraft im GST-KV (Weidauer Str.) beschäftigt.
Günther zog sich in den letzten GST-Jahren zurück. Enders, Josef hatte aus mehreren Gründen seine Fahrertätigkeit (LO) aufgeben müssen und damit beendete das „Gespann“ seine Aktivitäten. Blieb jedoch mit der GST/KV freundschaftlich verbunden.
Im Verlauf seiner langjährigen Tätigkeit bei der GST hatte Günter Drozd eine Vielzahl von Erlebnissen, die kreis- und bezirksweit als Schnurren im Gespräch blieben:
- Munition nach einem KK-Wettkampf im Lagerfeuer „entsorgt“ (nähe Köhlerhütte).
- Treppensturz bei Köhler, Walter zum 50. Geburtstag.
- Kaffeekochen beim Sondereinsatz 1968 (CSSR).
- „Fahrstuhl“ mit Nitzsche Rolf zum 90. Geb. E. Schnellers.
- Kleiner Günther mit großen GST-Dienstmotorad (ES 175).
- Hatte seinen eigenen Sessel in der Wohnung der Familie Enders.
- Sturz ins „Schwarzwasser“ nach Gartenlaubenbau am Schloßwald.
Lang, Gotthard

11.05.2007
Telefonat (03773
58115)
Lang,
Gotthard (Gola)
Mitarbeiter Rat des Kreises – Inneres
Verantwortlich insb.: Feuerwehr
Vielfach Zusammenarbeit mit GST gepflegt – freundlich und
zuvorkommend.
Vielfach kulturell engagiert.
Hat u.a. eine GST-Festveranstaltung im neuen GST-KAZ
„moderiert“. Die „Wittigsthaler“ hatten musiziert.
Auch aktuell (2014) noch mit Leserbeiträgen (FP) präsent.
Hofmeister, Georg

11.05.2007 ~ 14 Uhr
persönliches Gespräch – Seniorenresidenz (ehem. Saxonia)
Frau Hofmeister
-
Ehefrau von Georg Hofmeister
-
Georg kurz vorher vestorben
-
Nach Oelsner und vor Köhler längere Zeit Kreisvorsitzender
-
Wurde wahrscheinlich als junger Offizier der KVP
(Flieger?) zur GST „delegiert“
-
Prägte Gesicht der GST-KO in der erweiterten Anfangszeit
-
Nach KV im Eisenwerk Erla Schlosser und GO-Vorsitzender
– später (80er) Louda
-
Georg hat gute Präsemtationen zur GST-GO (KV?) erstellt
– leider unauffindbar!
-
Hatte im Eisenwerk mit einigen GO-Kameraden (...
Enders, Stein, Vogel, Urban) gearbeitet
-
In den späten GST-Jahren Rückzug (Gesundheit?)
Köhler, Sabine

11.05.2007 ~ 15 Uhr
telefoniert (35371)
Köhler, Sabine
- war in Anfangsjahren kurzzeitig im KV als Funkt. Fi./Wi. beschäftigt
- hat mir Hinweise u.a. zu „Adda“, Torgau und Kutznik gegeben
- Köhler, Bernd (Ehemann, re.) hat viele Jahre als aktiver Ausbilder VA gewirkt
- Bernd Lehrmeister in Lehrwerkstatt-WGW in Grünhain und nach 1990 Lehrausbilder
- Bis 1990 intensiv Zusammenarbeit u.a. mit Noack, Kutznik, Katschke ...
Katschke, Dieter

11.05.2007
telefonisch, kurzes fast nutzloses Gespräch?!
Katschke,
Dieter
Grünhain, Beierfeld, Schwarzenberg
Fahrlehrer Kl. I, Ausbilder VA
Leiter Berufsausbildung BBS-Grünhain
Leiter Fuhrpark WGW-Schwarzenberg
Leiter Sektion Rennrodeln WGW
Dieter war bis in die 70er Jahre lngjährig aktiver
Funktionär der GST-KO.
Einige Jahre war er Sekretariatsmitglied im GST-KV.
Durch Wechsel zum Hauptwerk (Leiter Fuhrpark) wechselte er
von GST zu DTSB und im WGW zum Verantwortlichen für das im Kreis aufzubauenden
Rennrodeln (Johann’stadt).
Wurlitzer, Siegfried

11.05.2007
telefonisch, schwieriges Gespräch
Wurlitzer,
Siegfrid
Langjahriger herausragender GO-Vorsitzender der EOS
„B.Brecht“
Beim Telefonat wurde evtl. Alzheimer spürbar. Zeiten (GST,
Weltkrieg) und Personen unklar
War Russisch-Lehrer an EOS
Innerhalb GST-GO insb. in VA wirksam, jedoch auch guter
GO-Vorsitzender
Hatte Unterstützung gegeben, damit Debitz, Dieter
KV-Vorsitzender wurde
Kurz nach Telefonat verstorben – konnte mir zu möglichen
GST-Material kaum helfen
Entspr. Lehrer/Funktonäre nennen
und erläutern
Schulgebäude darstellen seit
bestehen
Bedeutung GO/Schule für BOB
Meine Teilnahme an
GST-Wahlversammlungen
Oelsner, Klaus

05.10.2007
telefonisch
Oelsner, Klaus
Vors. der GST-GO Formenbau.
Leiter der Berufsausbildung in Schwarzenberg und
Globenstein.
Mitglied des Sekretariates des GST-KV in o.g. Zeit.
Ausbilder in der vorm. Ausbildung.
Die AE-AVA erhielt 1972 als erste den Ehrennamen „Ernst
Schneller“
Der Kdr. der AE (Horst
Nestler) war Mentor meiner FS-Abschlußarneit (1976)
Die AE-VA war Sieger einer Bezirkswehrspartakiade u.
Teilnehmer an ZWS-Magdeburg und Erfurt.
Die telef. Auskünfte waren nichtssagend (abweisend!)
Obwohl es in der Lehrwerkstatt eine Traditionsecke
gab, kein(!?) Material zur seinerzeitig sehr aktiven GST-GO mehr vorhanden.
Am Ende, Diethard

08.08.2007
persönlich in Schule
Am Ende, Diethard
Aktiver MMK-Winter-Wettkämpfer und Kampfrichetr.
Lehrer an der II.POS in Johann’stadt – zum
Gesprächszeitpunkt Direktor.
Konnte mir eine Anzahl Material der GO/TZ-MMK mitgeben.
War in „Waffenkammer“ TZ gelagert.
Bartlel, Dieter

17.08.2007
persönlich
Bartel, Dieter
Lehrer/Wehrlehrer
Vorsitzender GO-Vorstadt Schwarzenberg (Ernst-Schneller-OS)
Sektionsleiter/Übungsleiter Motorsport (KKR-DDR-Liga
Mannschaft)
Hauptübungsleiter TZ-Pistole
Das zufällige Gespräch am Wohnhaus Dieters (neben Rathaus)
verlief schwierig.
Scheinbar war er (2007) von der Krebserkrankung beeinflußt,
an der er am 02.11.2011
verstarb. Weitere Gespräch hatte ich mit seiner Frau zwischenzeitlich geführt.
Sie hatte mich auch persönlich gebeten, an der Trauerfeier für Dieter
teilzunehmen. Seitens GST war ich leider der einzige Anwesende.
Demgegenüber waren einige Lehrer da (Tilk, Stark ...).
Seine Söhne, als Kinder und Jugendliche schon aktive
GST-Mitglieder, gestalteten die Trauerfeier für ihren Vater locker und
optimistisch. Die GST war in Wort und Bild entsprechend präsent.
Dieter war anfangs ~1969 spontan zur GST gekommen – AG-Leiter
Schießen POS.
Danach entwickelte er sich zu einem der aktivsten Fnktionäre
im Kreis.
Als Student war er u.a. „Indianer“ bei Gojko Mitic. Einige
Zeit als Wismutkumpel (vor oder nach dem Studium?) waren wohl für seine
Krankheit mitprägent.
In seiner mitreißenden Art gelang es Dieter, an seiner POS
eine GST-Organisation aufzubauen.
Zu dieser Zeit (70er Jahre) war das im Allgemeinen in der
Vobi noch recht schwierig.
Aber mit Hilfe des Direktors, Genossen Brehm und der
zupackenden Art von Dieter, hat die GST schnell und erfolgreich Fuß gefaßt.
Neben dem Schießsport konnte sich der Motorsport (KKR) schnell etablieren. Die
Besonderheit bestand darin, daß die GO zwar an der POS aktiv wurde, sich jedoch
als GO-Vorstadt formal in der Stadt registriert wurde.
Nachdem der GST-KV sein neues Objekt im ehemaligen
„Schützenheim“ am Haltepunkt (Vorstadt) bezogen hatte, schufen sich dort die
genannten Motorsportler ihren Trainings- und Reparaturstützpunkt. In kurzer
Zeit qualifizierten sich die Wettkämpfer bis in die entspr. DDR-Liga. Dabei war
Dieter der aktive Vorreiter.
Sowohl die POS, die GST-GO und das GST-KAZ trugen den
Ehrennamen „Ernst Schneller“.
Die POS war ein maßgeblicher Aktivposten bei den zentralen
Feierlichkeiten zu den 80., 90. und 95. Geburtstagen Ernst Schnellers. Dieser
war ja auch als junger Lehrer an ebendieser Schule tätig. Später war E.
Schneller in Berlin im Thälmannchen ZK der KPD.
Gemeinsam mit Paul Günther fand auch die „Übung
proletarischer Hundertschaften des RFB“ 1923 im Raum Johanngeorgenstadt teil.
Im Rahmen der Pflege der rev. Traditionen wurde diese Übung mehrfach zentral,
bezirklich und insbesondere unserer GST-KO nachgestaltet.
Später, als Wehrlehrer war Dieter an der „Paul-Günther-OS“
tätig.
Das Politbüromitglie Paul Verner war 1979 zur zentralen
Schneller-Ehrung anwesend. Ebenso der damalige GST-Vorsitzende Generalmajor Günther Teller. Der
Kreisvorsitzende Walter Köhler konnte die Ehrengäste noch am Kulturhaus
„Freundschaft“ am Formenbau begrüßen.
Dieses wurde später abgerissen, um für den
Werkzeugbau-Formenbau vebesserte Arbeitbedingungen zu schaffen. Dort wurden
z.B. Werkzeuge für einen peplanten Trabantneubau (nicht gabaut!) einem neuern
Wartburg und auch VW hergestellt.
Der Tätigkeitsbreich Dieters wurde sowohl als Lehrer, als auch
bei der GST umfangreicher. Als Wehrlehrer im Kreis und die Tätigkeit als
Hauptübungsleiter im TZ-Pistole waren Gründe, die Funktion als GO-Vorstzender
an Rainer Sykora (Wehrlehrer) abzugeben.
Schmidt, Lothar

28.08.2007
telefonisch, persönlich Besuch zu Hause in Zschorlau
(Mondputzer)
Schmidt, Lothar
Vors. GST-GO im Reichsbahninternat in Schwarzenberg
Leiter des Lehrlingswohnheim – Reichsbahnrat (?)
Besonderheit: Zugehörigkeit der Lehrlinge
(Eisenbahnschlosser...) einerseits zur GST-G0 des Ausbildungsbahnhofes Aue
(Kreis Aue) und andererseits zur GO-Lehrlingswohnheim am Bahnhof Schwarzenberg.
Insbesondere durch das Engagement des Heimleiters waren die
Jugendlichen im wesentlichen in der KO-Schwarzenberg aktiv. So nahmen diese an
den Kreiswettkämpfen (KM, KWS, G,F.) u. Beratungen teil (KAT, KDK, Anleitungen
im KV).
Die VA absolvierten sie in der AE der VA an der
Berusausbildungestätte in Aue.
Die Nähe zum wehrsportlichen Zentrum (KK-Stand,
Pistolenstand, Sturmbahn, Sportplatz der Kreisstadt) war ein Grund, daß die
Mitglieder der GO sich am Bau und der Erhaltung des KAZ beteiligten.
Bereits beim Vorgänger des Heimleiters (Marschner) und in
den weiteren Jahren war die Einrichtung durchaus problematisch. Die Lehrlinge
(oft weniger als 8. Klasse
abgeschlossen) waren „wilde Kerle“. (Rauchen, Alkohol, Gewalttätig) und es gab
auch tätliche Übergriffe untereinander, gegenüber dem Heinleiter und Erziehern,
jedoch auch im Ort.
Dennoch wurde in der GST-GO eine vergleichsweise gute Arbeit
geleistet.
Ein Lehrling der
frühen 70. Jahre war später als Schlosser im Eisenwerk tätig und dort einige
Jahre Vorsitzender dieser GST-GO
Lothar Schmidt fertigte seine Heimerzieher- Fachschularbeit
zum Thema GST an. Dazu nutzte er auch seine gute Zusammenarbeit mit dem
GST-KV.
Bei zwei persönlichen Besuchen im Wohnhaus Lotahrs in
Albernau (~ 1995) war er immer noch von seiner aktiven Reichsbahnertätigkeit
begeistert. Dabei betrachtete er auch seine GST-Tätigkeit herausragend. Andere
Aussagen bezüglich der politischen Entwicklung standen dem tw. entgegen.
Fritsch, Klaus-Jürgen

Anfang Oktober 2007
Zufallig im Kaufland getroffen – seine Frau dabei
Fritzsch,
Klaus-Jürgen
Vors. der GST-GO „Fritz Heckert“ im Schmiergerätewerk
Saxonia – Schwarzenberg
Automatendreher
Hatte im Gespräch entspr. Material angeboten und wollte mich
anrufen. Meine Visitenkarte hatte ich Kl.-Jürgen gegeben. Später ist leider
kein weiterer Kontakt erfolgt.
Er arbeitete im Gewerbegebiet Beierfeld – scheinbar TURCK.
Die GO-Saxonia entwickelte sich insb. durch die Aktivität
von Kl.-Jürgen zu einer niveaubestimmenden GO und konnte den Ehrennamen „Fritz
Heckert“ erringen.
Viele Jahre bedeutungslos, wurde die GO zunehmend aktiver.
Der frühere OI des GST-KV, Werner Kurth war einige
Zeit GO-Vors. Mit Werner hatte ich 1959 bis 1962 die BBS in Schwarzenberg
besucht und Schlosser gelernt. Werner in der Wema-Johann’stadt, ich im
Pappenwerk Raschau. Zum Ende meiner Armeezeit in Johann’stadt trafen wir uns
wieder (1967) und er warb mich für eine Tätigkeit im GST-KV. Diese Begegnung
war prägent für meine weitere berufliche Tätigkeit. Von Mai 1967 bis Dezember
1990 war ich dann hauptamtlich im GST-KV tätig. Vom Instrukteur (u.a.
Waffenverwalter) über Oberinstrukteur, Stellv. Kreisvorsitzender (AP/OP/PE) und
zwei Jahre amt. Vorsitzender konnte ich die KO maßgeblich mitentwickeln. 1972
bis 1976 studierte ich im „Abendstudium“ Staat und Recht.
Automodellsport wurde in der GO durch den Auer Modellbauer, Maler
und „Flugzeugnarr“ Axel Dietz im Speiseraum der Saxonia bekannt gemacht.
Axel wollte seinerzeit die Jack 18a, ein aus der GST ausgemustertes
Motorflugzeug erstehen. Dieses Ausbildungsflugzeug hatten wir im Gelände des
GST-KV/KAZ am Haltepunkt stehen. Später, nach 1990 hatte Axel Dietz in seiner
Wohnung solch ein Flugzeug-Cockpit eingerichtet – das war selbst in einem
Fernsehbeitrag zu sehen.
Im Bereich der Volksbildung gab es u.a. die AG-Automodellbau
im Schloß Schwarzenberg.
Diese AG wurde zudem der GST-GO Saxonia angegliedert und
trug wesentlich zur positiven Entwicklung der GO bei.
Das sehr engagierte Wirken des AG-und Sektionsleiters Jochen Neubert führte
dazu, daß wir im Kreis Schwarzenberg ab den 80er Jahren DDR-offene Wettkämpfe
im AMS durchfürten. Diese Veranstaltungen entwickelten sich zunehmend zu
Zuschauermagneten. Nach ersten Wettkämpfen in Schwarzenberg (Parkplätze am Rathaus
und bei der Wasserwirtschaft) erreichten wir ein gutes Niveau insbesondere auf
dem Parkplatz am MGW-Beierfeld. Herausragend entwickelten sich Zusammenwirken
und Unterstützung der GST-GO/Betrieb Saxonia mit dem GST-KV, dem GST-BV (Kam.
Birkholz), der Vobi, dem MGW u.a.
Die gesamte Entwicklung der GO, auch im Sportschießen und
Wehrkampfsort führte zu einer herausragenden Niveausteigerung. Ein Höhepunkt
wurde dann der erfolgreiche Kampf um den Ehrennamen „Fritz Heckert“ für die
GST-GO.
Im Schmiergerätewerk SAXONIA hatten im Verlaufe des
Bestehens der GST-GO eine große Zahl von Mitarbeitern Anteil an der
Entwicklung. Zu nennen wären z.B. der Werkleiter (Neubert), der Parteisekrerär Michael Lein, die
FDGB-Vorsitzende (), der Leiter des Reservistenkollektives (Tonar), Frank
Flemming, der Lehrausbilder Peter
Gehlert.
Der einstige Betrieb Saxonia besteht seit den 90ern nicht
mehr. Im seinerzeit (80er) neu erichteten Verwaltungsgebäude etablierte sich
das Arbeitsamt. Diese Einrichtung wurde auch für mich nach 1995 bedeutsam. (In
Eigeninitiative konnte ich erreichen, 1996/97 in Aue eine Ausbildung zur
„Multimedia-Fachkraft“ und 1998/99 in Auerbach/V. mich zum ITSS.Spezialisten
ausbilden lassen. Das vorliegende „Digitale Archiv GST“ ist ein Ergebnis
genannter Ausbildung.) Ein Hauptgebäude der Saxonia (zur Straße) wurde
abgerissen und an seiner Stelle eine „Altersresidenz“ gebaut. Dort wohnt seit
ca. 1997 die Frau des verstorbenen ehem. Kreisvorsitzenden Georg Hofmeister.
Der Betrieb Schmiergerätewerk SAXONIA stellte neben
einfachen Fahrrad-Luftpumpen auch hochkomplexe Schmiersysteme z.B. für die Schiffsflotte der DDR (innerhalb
RGW) her.
Der langjährige GO-Vorsitzende Fritzsch,
ein seinerzeit hochqualifizierter Automatendreher (schon computergesteuert)
konnte nach dem „verschwinden“ der Saxonia eine entsprechende Tätigkeit in
THURK aufnehmen.
Leider ist der Anfangs genannte zufällige Kontakt bisher
(bis 2015) ohne weitere Gespräche geblieben – Schade! Klaus-Jürgen war nicht
nur ein erfolgreicher GO-Vorsitzender, er war auch ein aktiver und
erfolgreicher Wehrsportler. Bei Wettkämpfen im Sportschießen und Wehrkampfsport
gehörte er meist zu den Siegern/Siegermannschaften. Bei alledem war er immer
aufgeschlossen, freundlich und bescheiden. Er war sich auch nie zu schade für
die Erfüllung einfachster oder auch wichtiger Aufgaben in seiner GO oder im
Kreis.
Wagner, Gunther

10.10.2007
persönlich – am Kaufland getroffen
Wagner, Gunther
Flugmodellsporter der GST-GO im Eisenwerk Erla
Übungsleiter und aktiver Modellsportler (Fesselflug)
Teilnehmer an Wettkämpfen im Kreis, Bezirk, GST/DDR und
international
Gunther war seit seiner Kindheit Flugmollbauer. Gemisnsam
mit Steffen Oelsner waren sie in Schüler-AG’s tätig (Bermsgrün, Erla). Der
Vater von Gunther war meines Wissen nach der AG-Leiter der Modellbauer in Erla
bzw. Bermsgrün.
Flugzeug
im Baum – Feierstätte – Naturtheater – Glorreiche Sieben ....
Später, im Eisenwerk Erla organisierten sie selbst die
Sektion Modellbau. Im Verlaufe der folgenden Jahre bis 1990 wurde die Sektion
mitführend im Republikmaßsab.
In den späteren GST-Jahren nutzten Steffen und Gunther auch
die Möglichkeiten des Eisenwerkes und mit dessen hervorragenden Unterstützung,
um selbst leistungsfähigere Verbrennungsmotoren für die Flugmodelle
herzustellen. Das war recht aufwendig und kompliziert. Das wurde jedoch
zunehmend wichtig. Die sportliche und auch technische Konkurrenz wurde stärker
und die Motoren aus der offiziellen DDR-Produktion konnten mit Produkten aus
der UdSSR und anderen GST-Sektionen nicht mithalten. Typisch DDR: immer mehr
Modellsportsektionen in der GST bastelten an eigener Technik – erfolgreich. Das
traf übrigens auf viele Bereiche in der GST zu, die ja auch deshalb
Gesellschaft für Sport und Technik hieß.
Die Sektion im Eisenwerk erhielt auch u.a. vom Betrieb eine
hochwertige Mini-Drehmaschine zur kostenlosen Nutzung. Diese Drehbank war
seinerzeit Weltspitze (sonst war ja alles Marode!). Da vom Betrieb über K u.
S-Fond bereitgestellt und dort inventarisiert, verblieb die Drehmaschine im
Eisenwerk. Andererseits hatte die Modellsportsektion Räume im GST-KAZ am
Haltepunkt als Arbeitsmittelpunkt. Die meisten Fliugmodellbauer haben aber auch
einen Großteil an Basteltätigkeit jew. zu Hause vorgenommen.
Gunther in USA – teuer
Flieger im Baum der Feierstätte,
Freilichtbühne, Glorreiche 7
Schmidt, Gisela
15.10.2007
Telefonisch 25097 22749
Schmidt, Gisela
Ortsvorsteherin von Erla-Crandorf – vorher Bürgermeisterin
(PDS/Linke)
Bis 1990 Mitarbeiterin der SED-KL (Traditionarbeit)
Davor im Handel (KONSUM)
Anfrage insb. wegen Lothar Henkel – Kreisredakteur der
„Freien Presse“
Wollte versuchen, etwas über ABM zu Henkel u. GST zu
erfahren
Kennt zwar Henkel, aber nicht ferzeitigen Wohnort
Meine Anfrage bezog sich auch auf Panian u.a.
In SED-KL war Gisela auch als Sekretärin der
Traditionskommission zuständig
Ich war als Verterter des GST-KV ebenfalls Mitglied.
Troll, Manfred
15.10.2007
telefonisch – 19.00 h
Frau Troll
Ehefrau von Manfred Troll.
Manfred war viele Jahre Fu. Wi./Fi. In der GST-GO Pappenwerk Carolathal und nach 1990 in der GV-Erlabrunn tätig.
Die GO war in den frühen GST-Jahren sehr aktiv – später bedeutungslos.
Ein Sprengstoffschuppen der früheren WISMUT wurde später als KK-Waffenkammer genutzt. Eger, Walter war ein GST-Urgestein als Vors. genannter GO.
Aktivist der ersten GST-Jahre war auch dem Vernehmen nach (Köhler, Hofmeister ...) Günther Ohde im Pappenwerk Raschau. In diese – leider später recht instabile GO – wurde die GO-Carolathal integriert.
Im Pappenwek Raschau war ich selbst als Schlosserlehrling GST-Mitglied (1959 – 1964).
Am 1.Mai 1960 durfte ich am Mai-Umzug per Krad teilnehmen und einmal hatten wir im sehr bescheidenen Maße eine VA durchgeführt. Diese Aktionen waren jedoch eine Mischung aus GST-, FDJ- und Brigadenausflug. So verbrachten wir einmal ein Wochenende am Geyrischen-Teich.
Meine Lehrzeit über mehr als 2 Jahre verbrachte ich mit Karl-Heinz Riedel. Er ist bis in die Ggenwart mein Freund geblieben. Von ihm habe ich auch den Hinweis auf Günther Ohde erhalten. Dank Kalle hatte ich viele Jahre (während und nach NVA/GT-Zeit) und bis heute Kontakt zum Pappenwerk. Er war bis zu seiner Rente dort beschäftigt: als Schlosser, Kaderleiter und Technischer Leiter in der Verabeitung (Werk III).
In den frühen GST-Jahren gab es durchaus widersprüchliche Phasen bezüglich der GST-Arbeit. So hatte sich der ansonsten sehr agile Werkleiter Bohring schon mal recht „abfällig“
zur GST-GO mokiert.
Nach ca. 1962 gab es lange Jahre keine GST-GO im Pappenwerk.
Später arbeitete Klaus Schönlebe – nach einigen Jahren hauptamtlicher Tätigkeit im GST-KV – im Papenwerk und war zeitweise GO-Vors.
Eine weitere Episode war ein Kamerad Friedrich – wohl Jungingenieur – der sehr exaltiert war, jedoch die labile GO auch nicht beleben konnte. Ein Grund war sicher, daß es im gesamtenPappenwerk (einschl. Betriebsteile) keine männl. Jugendliche gab.
Eine Episode: zu einer Aussprache beim Parteisekretär (SED) wollte der Kam. Friedrich ein Kassettenbandgerät zwecks Gesprächsprotokoll mitlaufen lassen; das brachte den PS auf die Palme.
Das Pappenwerk hat die „Wende“ überstanden und ist noch 2015 ein stabiler Hersteller von Pappen und daraus div. Produkten.
Mittlerweile wurde ein neues Heizhaus anstelle des alte errichtet. Dort hatte ich als Schlosser desöffteren recht unschöne Reparaturen am Elevator vorzunehmen. Dennoch war meine Lehr- und Gesellenzeit schön und unvergessen.
2007 besuchte ich mit „Kalle“ mein Pappenwerk. Vieles hat sich verändert und ist moderner geworden. Die Schlosserei, mein Lehrbetrieb und Arbeitsplatz bis zur Armeezeit ist jedoch fast unveränert geblieben. Jedoch haben sich die Strukturen bei den Handwekern völlig geändert.
Nestler, Frank
15.10.2007
telefonisch
Nestler, Frank
Kreisredakteur der FREIEN PRESSE nach 1990
Bereits zuvor mit Uwe Tippner in der Kreisredaktion tätig.
Frank konnte mir bezüglich Henkel, Lothar nicht weiterhelfen. Beide kannten sich sicher recht gut, da beide beruflich miteinander zu tun hatten.
Henkel, Lothar war nach seiner längjährigen Tätigkeit als FP-Kreisredakteur im Meßgerätewerk Beierfeld der Redakteur der Betriebszeitung „Manometer“. Die FP und alle Betriebszeitungen unterstanden der SED-KL.
Frank meinte mir gegenüber, das sich L. Henkel nach 1990 nicht mehr sehen und hören ließ.
Er bezeichnete Lothar als schwierig und „hau drauf-Typ“.
Frank bot mir anderweitig Hilfe bei vorliegender Projektarbeit an.
Wir hatten bis 1990 auch ein gutes Verhältnis im journalistischen Bereich, da ich viele Jahre ehrenamtlicher Volkskorrespondent der FREIEN PRESSE war.
In dieser Eigenschaft berichtete ich über alle Aktivitäten unserer GST-KO. Wir hatten dafür einen Jahrespresseplan, wo alle wesentlichen Aktivitäten benannt waren über die wir als GST-KV und die betreffenden GO, Kommissionen etc berichten wollten/sollten. Diese Zusammenarbeit entwickelte sich seit ca, 1970 zunehmend effektiv und auch qualitiv. Dazu spielten die Kreisredakteure Henkel und Tippner eine fördernde und fordernde Rolle.
Ich lernte auch mehrere Redakteure der KR kennen: Lothar Gütter, Bernd Kaufmann,Uwe Tippner, Gläser ...
Die Redakteure der Betriebszeitungen (VEM, MGW, WGW, Stula, Modesta) kannte ich durch die Zusammenarbeit mit unseren GST-GO. Pressearbeit war Bestandteil meiner Verantwortung als Stellv. Vorsitzender des GST-KV für Agitation und Propaganda / Organisation und Planung. Dazu gehörte auch den Vertrieb der GST-Presse „Sport und Technik“, der Funktonärszeitschrift „konkret“ sowie weiterer Fachzeitschriften der jeweiligen Wehrsportarten.
Meine VK-Tätigkeigt führte auch dazu, daß ich Korrespondent für die zentrale GST-Presse und den Militärverlag wurde. Ein diesbezüglicher Höhepunkt war zweifellos als Mitarbeiter des Pressebüros beim VII. GST-Kongress 1977 in Karl-Marx-Stadt.
Leider sind meine Pressebeiträge für die SPORT und TECHNIK, KONKRET ... nicht mehr vorhanden. Die Beiträge für unsere Kreiszeitung „FP“ konnte ich weitesgehend im Kreisarchiv und dem Archiv der FP in Chemnitz einsehen und tw. kopieren. Damit konnte die gesamte Tätigkeit der GST-KO von 1952 (Gründung) bis nach 1990 (Auflösung) tw. rekonstruiert werdenFrau Panian
15.10.2007
telefonisch
Frau Panian
Frau Panian wohnt im Haus, in dem Lothar Henkel wohnte.
Der Sohn arbeitete im Eisenwerk Erla und war ein aktiver
Sportschütze.
Weitre Aktive gegen 1968 waren Horst Stein, Müntzner ...
Gerd Panian ging später zur VP und wurde Kriminaltechniker.
Der Ehemann von Frau Panian, Rudi, war Schlosser im
Pappenwerk Raschau.
Ein sehr angenehmer Kollege während meiner Lehr- und
Gesellenzeit im Pappenwerk.
Er war im II. Weltkrieg U-Boot-Matrose.
Frau Panian konnte mir bezüglich Henkel nicht helfen.
Leider hatte ich nach Gerd nicht nachgefragt.
Tippner, Uwe

16.10.2007
telefonisch
Tippner, Uwe
Kreisredakteur der FREIEN PRESSE in Schwarzenberg nach
Lothar Henkel.
In der Zeit von Uwe habe ich sehr intensiv als VK
(Volkskorespondent) für die GST-KO gewirkt. Dabei haben wir langfristig und
nach jeweiligen Presseplänen gearbeitet.
Wichtig war, daß alle Tätigkeitsbereiche dargestellt wurden.
Alle hauptamtlichen Mitarbeiter und etliche Funktionäre der
Goen/Kommissionen haben einen großen Anteil daran.
Auch das Zusammenwirken mit den Betriebszeitungen (VEM, MGW,
WGW, Stula, Modesta) war dabei wichtig.
Henkel, Lothar
17.10.2007 – 9-10,15 Uhr
telefonisch
Henkel, Lothar
Lothar war ca. seit Mitte der 1960er Jahre bis in die 1980er
Jahre Kreisredakteur er FREIEN PRESSE in Schwarzenberg. Anschließend war er
Redakteur der Betriebszeitung im MGW.
Nachfolger bei der FP war Uwe Tippner.
Er begann seine Lafbahn im Kreis als Volkspolizist im VPKA.
Im Objekt auf der Oberen Schloßstraße war zeitweise auch der GST-KV
untergebracht.
Hofmeister und Oelsner konnten sich wohl nicht sehr leiden.
Lothar kannte auch „Humpi“.
Frau Luther nannte er mir als Finanzerin im GST-KV. Ihr Mann
war später „Polit“ im VPKA.
Lothar lernte ich „näher“ kennen, als wir im GST-KV in der
Neustadt den 15. Jahrestag der GST feierten. Neben allen Gratulanten war er ein
extrem ausdauernder Gast (Schnapsglas auf dem Lampenschirm und Aal).
Aber mit Lothar hatten wir als GST-KV einen guten
Mitstreiter. Die GST-KO spielte in der FP eine sehr gute Rolle.
Wagner, Gunther

16.10.2007
telefonisch
Wagner, Gunter
Hatte lediglich wegen Umzug Fam. Enders nachgefragt.
Gunter arbeitete bereits etliche Jahre in der
Schwarzenberger Wohnungsverwaltung. Zuerst am Brückenberg (früher
Genossenschaft – auch der Gehringsberg gehörte dazu) und später im
Dienstleitungsobjekt Heide.
Wir (Arthur/Gernot) hatten Gunter eine von uns produzierte CD gegeben – diese
hatten wir für den Modellbauverein Ehrenfriedersdorf erstellt. Diese
digitale Erfassung modellsportlicher Tätigkeit noch aus GST-Zeit war auch die
wesentliche Anregung für das vorliegende GST-Projekt!
Ein Bestandteil der CD war neben vielen Materialien der
GST-Sektion und späterem Verein in Ehrenfriedersdorf ein Film des GST-ZV über
den GST-Modellsport. Teile des Filmes wurden am Wohnhaus von Seidel (E-dorf)
vom Armeefilmstudio gedreht. Diesen Film hatten wir vom Clubchef (Seisel) zum
Kopieren erhalten. Ebenfalls seinen 16mm-Filmprojektor konnten wir nuzen, um
den Film per Videokamera zu digitalisieren. Ein sehr nerviges Unterfangen, dar
der 16mm-Film öfters riß. Zu einem späteren Zeitpunkt konnte ich diesen Film
als digit. Kopie vom Filmarchiv Potsdam-Babelsberg erstehen. Diese und einige weitere
Kopien waren recht teuer.
Gähl, Bruno
17.10.2007 – 15.30 h
persönlich (Kaufland)
Gähl, Bruno
Anfrage wg. GO-Material erfolglos.
Hat mir Hinweis zu Neubert, Rolf (Bf. Grünstächel) gegeben.
Zu Löwe angefragt: hat Garten Nähe Bf.
Bruno war mehere Jahre Vors. GO Bf. Schwarzenberg.
Er arbeitete im wesentlichen mit dem Internat und Bf.
Grünstädtel zusammen.
Als GO Bf. SZB kaum in Erscheinung getreten – war eher
statistisch erkennbar.
Seine aufgedrehte und angeberische Art war fast nur
Show-Gehabe.
Die GO am Bf. Grüstädtel ist dagegen weitaus interessanter
zu betrachten.
Bereits in 50ern wurde beim Bf. GST-Tätigkeit benannt.
Danach jedoch geriet der Bf. Grünst. diesbezüglich in Vergessenheit.
Erst mit Löwe, Wolfgang (ca. 70er) wurden die Aktivitäten
neu angekurbelt. Als Zugezogener arbeitete er im Bahnhof Grünstädtel und
engagierte sich für das Sportschießen an der POS in Raschau. Wolfgang war
leider sehr widersprüchlich. Einerseits engagierte er sich vorbildlich für die
GST-GO, andererseits wurde er kriminell und müßte eine Freiheitsstrafe im Gefängnis
Kmst. Absitzen. Aber selbst im Gefängnis bemühte er sich weiter um
gesellschaftliche Tätigkeit. Wolfgang schrieb mir mehrere Briefe an den GST-KV
und ließ mich an seiner Haftzeit „teilhaben“. Auf seine Bitte hin besuchte ich
Ihn in der Haftanstalt-Kmst. Da es das erste und bisher einzige Mal war, daß
ich ein Gefängnis von Innen erlebte, war das schon ein besonderes Erlebnis für
mich. Der weitere Weg von W. Löwe ist mir nicht mehr geläufig. Der
Bf.-Grünstädtel blieb bis 1990 jedoch eine beachtliche GO im Kreis.
Die kleine Dieststelle hatte nur wenig Beschäftigte. Dennoch
entwickelte sich die GST-GO recht gut. So wurde auch eine kleine Waffenkammer
gebaut.
Mitte der 80er Jahre wurde sogar der Kampf um einen
Ehrennamen eingeleitet – konnte jedoch durch die Entwicklung 1989 nicht mehr
zum Erfolg geführt werden.
Zwischenzeitlich war ein weiterer Eisenbahner aktiv, der
Genosse war (Name derzeit nicht geläufig), jedoch wohl nach dem Höhren-Sagen in
jungen Jahren Fremdenlegionär war.
In den zurückliegenden Jahren bis 1990 war es insbesonere
der Dienststellenleiter Rolf Neubert, der sich für die Aktivitäten der GST-GO
einsezte.
Poller, Dieter

18.10.2007 – 20.00 h
Anruf von Dieter
Poller, Dieter
Lehrausbilder im Meßgerätewerk Beierfeld
Kommandeur der AE der vorm. Ausbildung
Engagierter Funktionär der GST-GO „Willy Irmisch“ im MGW
Dieter rief mich überraschend an, nachdem er vorher mit Rosi
Zech (Tochter von Köhler, Walter) telefoniert hatte. Rosi hatte Dieter an mich
verwiesen.
Grund seines Anrufes: Die Lehrausbilder des MGW wollten den
40. Jahrestag der Lehrwerkstatt feiern – diese LWS war seinerzeit eine recht
moderne Einrichtung im Kreis.
Beim Treffen der ehmaligen und lngjährigen Lehrausbilder
sollte der Einmarsch in den Gastraum in GST-Bekleidung und mit dem GST-Banner
erfolgen.
Dieter fragte deshalb bei mir nach, ob ich mit einer
GST-Fahne helfen könnte; konnte ich leider nicht direckt. Allerdings konnte ich
auf Rainer Hirschmann verweisen. Er hatte meines Wissens ein „Kreisbanner“ zu
Hause in Erlabrunn. Ein geplanter Treff mit Ihm ist leider noch nicht zustande
gekommen.
Dieter Poller meinte noch, daß er (oder sie) noch über viel
GST-Material verfügen würden.
Auch diesbezüglich konnte ich (versucht hatte ich es) keinen
Treff erreichen. Dieter wohnt in Rittersgrün – später hatten wir noch einen
telef. Kontakt.
- div. GO-Vors. (Diener, Wiesner,
Bochmann ...
- div. Funktionäre: Weidauer,
Heinz, Lange, Heiko, Bänsch, Seifert, Georgie, Kuhnert,
Geigenmüller, SP, NA, Mot ...
- gute Pressearbeit (verlinken)
- Bochmann später Vors. KK-WKS
- Forche Dieter: Leiter BA-
später Werkleiter PA
- Perteisekretär VEM-MGW-FP
(Pirnbaum/Frau ...)
- Hilfe bei Wettkämpfen AMS
(Parkplatz etc.)
Höhne, Jürgen

25.10.2007
persönl. Gespräch im Kaufland
Höhne, Jürgen
Fahrlehrer MKF
Langjährig aktiv in KO auch als „Fotoreporter“ für KV
Hatte keiner GO angehört – Mkf-Ausbilder über KAS
Auch VP-Helfer p. VPKA
Vielfach aktiv – „Windhund“
Judotrainer in Antonsthal
Private Fahrschule nach 1990
Das Gespräch war mühsam – Jürgen hatte einige Zeit vorher
einen Schlaganfall und ist leider nicht lange danch verstorben – ca. 50 jährig.
Jürgen Höhne war in den 70er Jahren in die TEGA gekommen und
wurde direkt über den GST-KV aktiv. Die genaueren Umstände sind mir leider
nicht mehr bekannt.
Er war überwiegend beim Stv. Ausb. des KV eingebunden. Beide
waren jedoch immer etwas auf Kontra. Andererseits hat Jürgen viele Jahre
erfolgreich MKF ausgebildet und auch vielfach als Kraftfahrer für die KO im
Einsatz.
Für mich hat er bei allen entspr. Wettkämpfen und
Veranstaltungen fotografiert.
Viele Filme (s/w-neg./Pos.) befinden sich von Jürgen im
Fundus dieses Projektes. So hat er mehrere KWS und div. Wettkämpfe aller Ebenen
fotografiert (z.B. BWS in Freiberg). Auch Konferenzen (Trad.konferenz
Beierfeld), Namensverleihungen (WGW) ...
Ende der 80er hat Jürgen über Monate hinweg am/im
LKW-Komplex im KAZ einen schrottreifen PKW (Alfa-Romeo) privat
zusammengebastelt. Aber ich glaube, daß ihn die „Wende“ erlöst hat.
Jürgen war unter den vielen GST-Fahrlehrern einer der
ersten, der nach 1990 eine private Fahrschule betrieb. Dazu etablierte er sich
mit seinem Büro und Schulungsraum im Schießstand an der Kampfbahn in
Sachsenfeld. Mir bot sich dort die Möglichkeit, ab und an für ein knnappes Jahr
den vorhandenen Telefonanschluß zu nutzen – gegen entspr. Bezahlung. So konnte
ich potentielle „Wegweiser-Kunden“ auswählen und deren Besuch vorbereiten.
Zeitgleich bemühte ich mich um einen eigenen Telefonanschluß bei der
Post/Telecom in Aue. Danach mußte ich nicht mehr bei Jürgen/Schießstand als
„Unter-Untermieter wirken.
Nach einiger Zeit gab Jürgen die Fahrschule in Schwarzenberg
auf, die Konkurrenz wurde zunehmend größer. So hatte u.a. der GST-Fahrlehrer
Hübner eine Riesenfahrschule installiert. Aber auch etliche andere Fahrlehrer
etablierten sich. Mittlerweile sind die meisten dieser Fahrschulen wieder
verschwunden. Es ist auch anderweitiger Nachwuchs entstanden.
Jürgen hat dann mehrere Jahre in den alten BL als Fahrlehrer
noch gearbeitet. Scheinbar hat er sich dabei physisch und psychisch übernommen
(nach seinen eigenem Bekunden) und einen Herzinfarkt erlitten.
Da half es Ihm scheinbar auch nicht, daß er jahrelang auch
aktiver Judosportler und Trainer in Antonsthal war.
Jürgen hat all die Jahre vieles in vielen Bereichen sehr
intensiv betrieben (Hans-Dampf in allen Gassen), konnte dem „Sensen-Mann“ aber
nicht enteilen.
Als Fahrlehrer war er intensiv mit dem Fahrschul-LKW (W50)
auf Achse. Dabei wurden – von allen Fahrlehrern – sehr viele diverse
Privatfuhren erledigt, allerdings auch viele gesellschaftlich wichtige
Transporte erledigt; in Abstimmung meist mit dem GST-KV.
Da konnte es auch passieren, das Fahrlehrer – konkret einmal
Jürgen – krummer Touren verdächtigt wurden. So wurde er einmal verdächtigt,
Baumaterial von einer Baustelle „mitgenommen“ zu haben. Der Verdacht verlief
jedoch im Sande.
Für mich karrte er eine Fuhre Wismutschotter zur von mir
genutzten Garage am LKW-Komplex im KAZ/KV.
Diese Garage wurde bereits am alten KV-Standort in der Neustadt genutzt. Dort
war seinerzeit der P2M
untergebracht. Dazu gäbe es anderweitige Erlebnisse.
So war es bei einem sehr strengen Winter, das wir beim P2M
die Fahrzeugbatterie mit Tüchern vor den niedrigen Temperaturen zu schützen
versuchten. Ich hatte dann am nächste Tag eine Fahrt zu erledigen. Dabei tauten
die feuchten Tücher und es kam dazu, das durch Kurzschluß eine Bleibrücke am
Akku schmolz. Demnach konnte das Fahrzeug nicht mehr gestartet werden.
Ich begab mich zu Fuß nach Hause (Damals ca. 1968 noch
Gehringsberg/Neuwelt) und holte mir von einer alten Batterie (Opel-Kadett )
einen entspr. Bleisteg, einen Schraubstock, Eisensäge, Hammer und Feile, um die
defekte Batterie des P2M provisorisch zu reparieren. Das Vorhaben gelang mir am
liegengebliebenen P2M bei klirrendem Frost. Es war natürlich eine Lehre für den
weiteren Umgang mit unsrer KFZ-Technik.
In Neuwelt (nahe Merkel-Felsen) hatte Jürgen Höhne auch
einen Garten/Bungalow in Nachbarschaft zu Jürgen Pietsch (auch ein
herausragender GST-Fahrlehrer –VEM).
Mit J. Pietsch hatte ich ebenfalls ein Gespräch nach 1990 im
Kaufland, welches jedoch fast ausschließlich allgemeiner Natur war – leider!
Zech, Rosi
25.10.2007
telefonisch – 19.00 bis 19.30 Uhr
Zech, Rosi
Tochter von Walter Köhler (langjähriger Vors. KV)
Meine Nachfrage galt insb. div. Materialien (Fotos, Dokumente ...).
Leider wäre nichts mehr vorhanden!?
R. will nach Fotoalpen sehen. Habe meine Telef.-Nr. gegeben und
angeboten, mit LapTop bei Ihr eine Präsentation vorzunehmen.
Lt. Rosi ist Walter von Parteischule der Wismut (Raschau – war dort Lehrer) zur GST gekommen.
Rosi und ihr Mann (Udo aus Lauter neben AX) waren auch tw. in GST-KV integriert.
Auch die Mutter (Erika) hatte sich der GST zugehörig gefühlt. Insb. bei div- Feierlichkeiten war sie neben Walter präsent.
Die Enkeltochter wurde von Walter auch gerne bei Öffentlichen Anlässen (1.Mai ...) mitgebracht.
Hänßchen, Hans-Jürgen
30.10.2007
persönlich 12.30 Uhr ... im Kreisarchiv Aue
09131 Chemnitz, Max-Saupe-Str. 52 / Telef. 0371 412821
Hänßchen, Hans-Jürgen
Zufällig während meiner mehrjährigen Recherchen im
Kreisarchiv in Aue getroffen.
In seiner euphorischen Art ein eigenartiges Gespräch
geführt. Dabei hat er mich angeregt, mit dem gleichzeitig im KA anwesendenden
Hans Klecha in Kontakt zu treten.
Seine Visitenkarte war eine Ansammlung vielfältiger
Tätigkeiten. Selbst bezeichnete er sich u.a. als Mitbegründer der GST in Kmst,
insb. dem Fallschirmsport.
Er kannte auch die seinerz. Mitarbeiter des BV.
Er hätte wohl ein umfangreiche „Archiv“ zur GST.
Bei einem späteren Telefonat blockte er jedoch ab und es kam
kein Kontakt mehr zustande.
Bukvic, Peter
29.10.2007
persönlich 12.30 Uhr ...
Schneeberg, Christian-Melzer-Str. 4
03772 55641
Bukvic, Peter
Vors. GST-KV Aue bis 1984. Zuvor
und danach Lehrer (insb.BBS-Schlema). Wurde nach Spitzner, Heini in diese
Funktion kooptiert/gewählt.
Peter war ein guter Lehrertyp -
Zuspätkommen sein „Markenzeichen“.
Mit ihm hatte ich zu GST-Zeiten
und auch bis ca.2010 ein gutes und aktives Wirken.
In der selbsorganisierten
RotFuchs-Lesegruppe Erzgebirge hatte Peter die inhaltliche Leitung unernommen.
Auf seine Anregung gestaltete ich einen Vortrag zur Diskussionseinstimmung über
gesellchaftliche Organisationen in der DDR. Natürlich war mein Thema die GST.
Der umfangreiche Vortrag mußte auf
ca. 15 Minuten komprimiert werden, um noch Zeit zur Diskussion zu haben.
Der Leserkreis löste sich später
stillschweigend auf. Peter hatte gesundheitliche Probleme und sicher das
allgemein hohe Alter der Mitstreiter tat sein Übriges.
Nach 1990 moderierte Peter u.a.
eine Wahlveranstaltung im Auer Kino (Postplatz) mit Gysi.Im Nebengebäude befand
sich bis `1990 der KA der Nationalen Front. Mein Vater hatte viele Jahre als
Stv. Kreissekretär im KA gewirkt.
So war er z.B. mehrfach in der
damaligen und noch heutigen (2018) Partnerstadt Solingen zu Gesrächen um die
damals angestrebte Deutschen Einheit. Aber ein gewisser Adenauer wollte „...
lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb“.
Als „Historiker“ hat er sich
insbesondere der Wettiner gewidmet. Dazu hatten wir (mit Arthur) bei ihm zu
Hause ein persönliches Gespäch.
Peter hat mir auch einige Hinweise
gegeben zu weiteren GST-Mitarbeitern des KV.
Müller, Rolf war ein Nachfolger
Peters im KV. Er wurde als Stv. Vors. des GST-BV für die fliegerische Tätigkeit
nach Aue „zwangsversezt“.
Die langjährige Finazerin im KV
bis 1990, Gisela Nötzel arbeitete noch mehrere Jahre mit Peter in einer
Werbefirma in Schlema zusammen. Dabei hatte ich auch einmal geschäftlichen
Kontakt im Rahmen meiner Tätigkeit im Heide-Wegweiser-Verlag. Er und seine
Firma gestalteten div. Werbeartikel auch touristischen Inhaltes aus der erzgeb.
Region. Diese kaufte ich als Werbegeschenke für meine Kunden in ganz Sachsen,
die dann in unsrem „Sachsen-Wegweiser“ (1990-1996) präsentiert wurden. Diese Wegweiser
beinhalteten touristische Ziele ganz Sachsens in einer Broschüre, die unser
Verlag allen Reiseunternehmen aller deutschsprachigen Länder kostenlos zur
Verfügung stellte. Jährlich waren wir (Arthur, Hein Wolter und ich) für
Karl-Heinz Kuhlow, dem Verlagschef, auf Tourismusmessen in München, Hamburg und
insb. in Leipzig präsent. Auch dort haben wir eine Vielzahl unserer Wegweiser
verteilt und weitere Kontakte zu potentiellen Kunden geknüpft.
Diesen „Wegweiser“ hat der Verlag
von allen Bundesländern und weiteren Staaten erstellt.
Der Verlag versuchte mit der Zeit
zu gehen und begann mit div. Video-Produktionen.
Doch für die intensive Entwicklung
im digitalen Bereich und des Internets/Handys/IPhon war der in den 1950er
Jahren sehr erfolgreich aufgebaute Tourismusverlag
wahrscheinlich etwas zu engstirnig gestrickt. Leider ist nach unserem (Arthur,
Gernot, Hein ...) Ausscheiden ca. 1996 der eigentlich sehr gute Kontakt
ebgerissen.
Eidam-entlassen
Link
zu WEGWEISER
Reeber, Manfred

18.04.2007
12:30 Uhr - Telefonat
Reeber,
Manfred
Sektionsleiter Sportschießen der GST-GO im
Elektromotorenwerk Grünhain
Mitglied des Sekretariates des GST-KV Schwarzenberg
Vorsitzender der Kreiskommission Sportschießen der GST-KO
SZB
Übungsleiter und Kampfrichter im Sportschießen
Lehrausbilder (Dreher, Fräser ...)
-
angeregtes Telefonat zur GST.Tätigkeit;
-
will sich mit Klemm, Dieter in Verbindung setzen, um
gemeinsames Treffen zu ermöglichen;
-
hat mir Telefonnummer von Klemm, Dieter gegeben.
Später (?) mit Manfred in seiner Gartenlaube (Beierfeld)
persönl. Gespräch geführt.
Leider kein Material vorhanden. Belangloses Thema zu seinen
Hobbys.
In 70ern Auseindersewtzung nach
Wettkampfbeschwerde – KFA u. BV – Fleischer, Peter Vors. KFA
Klemm, Dieter

18.04.2007
13:30 Uhr - Telefonat
Klemm, Dieter
Vorsitzender der GST-GO Elektromotorenwerk Grünhain
Mitlied des Sekretariates des GST-KV
-
Gedankenaustausch zum Anliegen
-
Ruft zurück, wenn Kontakt mit Reeber erfolgte
-
Wohnt in „Sonnenleithe“
-
Als Rentner noch für seinen Sohn aktiv
Beuch in Sonnenleithe u. Präsentation
Hartig, Lothar

03.05.2007
11:00 Uhr - persönliches Gespräch
Hartig, Lothar
Mitarbeiter GST-BV ca. 1975 – 1990
Sektorenleiter Sportschießen BV
Verantwortlich Wirtschaft
Nach 1990 Mitarbeiter eines Autohauses in Glauchau
- Materialien des BV (Archiv und materielle Dinge) wurden per LKW auf Müllhalden bzw zum Verbrennen gebracht
- Hatte uns Dienstsiegel des BV angeboten
- Um KOen wurde sich nicht gekümmert – nur Mitarbeiter KV wegen Lohn und Rente
- Hat uns an Goßler, Rolf verwiesen – Rolf war für Abwicklung GST tätig
Generalmajor, Dr. Elze

18.04.2007
10:00 Uhr - Telefonat
Dr. Elze, Generalmajor a.D. (im Foto Oberst)
Stellv. Vorsitzender Agit.-Prop. des GST-Zentralvorstandes
Rentner, verstorben
Angeregtes und freundliches Gespräch
Hat Hinweise auf weitere ZV-Mitarbeiter gegeben (Endert, Uwe ...)
Zusammenhang zu König (Buch GST)
Ohde, Günther
30.10.2007 –telef. ~18.30 Uhr
Raschau: 86561
Ohde, Günther
War in der GST-GO Carolathal in den frühen GST-Jahren
aktiver Pistolenschütze.
Als Betriebsteil des Pappenwerkes Raschau gab es diese
dennoch eigenständige GO bis in die 1970er Jahre.
Eine KK-Waffenkammer- in einem ehemaligen
Wismut-Objekt- war wohl der praktische
Grund für diese Besonderheit.
In Erzählungen von Walter Köhler spielte Günther Ohde öfters
eine größere Rolle.
Leider konnte ich keine nennenswerten Infos mehr erhalten.
Zur GST-Tätigkeit Pappen
Riedel, Karl-Heinz

16.10.2007
telefonisch
Riedel, Karl-Heinz
Schlosser, Kaderleiter, Techn. Leiter Werk III im Pappenwerk
Raschau .
Meine Anfrage richtete sich hinsichtlich Günter Ohde. Dieser
war in den Anfangsjahren der GST ein aktiver Funktionär im Pappenwerk – neben
Oelsner, Siegmund oder auch Frenzel,
Günther ... Ohde war 2007 achtzig Jahre alt. Leider konnte ich keinen
Kontakt herstellen.
Ein weiterer Hinweis von Kalle betraf Werner Herberger,
Betriebsleiter in Carolathal.
Er hätte seinerzeit an einer Chronik (?) gearbeitet.
Mit „Kalle“ habe ich ab 1959 bis 1962 den Beruf eines
Betriebsschlossers erlernt. Auch in unserer jew. Armeezeit (`62 bis `67) und
auch weiterhin (z.Z. 2018) haben wir recht engen Kontakt gehalten.
Kalle war in Berlin – ich in Johann’stadt und im Vogtland.
In unserer gemeinsamen Lehrzeit im Pappenwerk von
1959 bis ca. 1961 bildete sich eine sehr enge Freundschaft heraus die quasi
lebenslang hält.
Gemeinsam Urlaub machten wir 1960 in einer Jugendherberge am
Fichtelberg (Eckstein Radfahrweltmeister mit Schur) und 1961 in Cunewalde (anstrengende
Eröffnungsveranstaltung in der blauen Kugel) .
Das Pappenwerk spielte auch eine spezielle Rolle in der GST.
In meiner Lehrzeit hatte ich schon einen ersten Kontakt, als
ich am 1.Mai 1960 mit dem Motorradkonvoi als Sozius mitfahren durfte.
Jedoch war die GST-GO des Pappenwerkes recht wechselseitig in
ihren Aktivitäten.
Dittmann, Wolfram
12.11.2007 pers. u. telef.
Schwarzenberg, Heide
23431
Dittmann, Wolfram
Vors. WG-PDL SZB-Heide und Redakteur der „Brennessel“
Bis ~1990 im VPKA für KFZ-Zulassung zuständig.
Meine telef. Anfrage betraf Frau Luther, war wohl in GST-KV
tätig /Finanzerin).
Wolfram hat mir angeboten und dann auch realisiert, mein
Anliegen (GST-Projekt) in der folgenden „Brennessel“
zu veröffentlichen.
1989 war Wolfram als Polizist im VPKA mit dabei, als unser
GST-KV die KK-Mpi komplett im VPKA einlagerte. Später wurden die Waffen
generell abgezogen. Eine spätere Rückführung erfolgte auf Grund der
konterrevolutionären Entwicklung nicht mehr.
Soweit bekannt, erfolgte deren „Verschleuderung“ an div.
Abnehmer im Ausland!?
Nach 1989/90 war ich noch einige Jahre in der SED/PDS-Gruppe
im Wohgebiet präsent.
Die GOen in den Betrieben waren liquidiert worden, auch um
einen zu erwartenden Verbot entgegen zu wirken.
Aus mehreren Gründen zog ich mich dann aus der WG zurück. So
war ich intensiv beruflich in Sachsen für einen Verlag unterwegs ... .
Mit W. Dittmann verband mich jedoch auch Weiterhin ein loser
Kontakt.
Unger, Karl-Fritz
12.11.2007 telef.
Schwarzenberg
Unger, Karl-Fritz
Direktor der EOS-Schwarzenberg
Er war GST-Mitglied vom ersten Tag an.
Meine Hoffnung auf viele Informationen war leider umsonst.
Den Kreisvorsitzenden Oelsner kannte er nicht. Er verwies
mich insb. an Marianne Jupe. Diese war viele Jahre Vorsitzende des Rates des
Kreises. Leider kam kein Kontakt mehr zustande.
K.-F. meinte noch, daß ich direkt mit der Schule
(EOS/Gymnasium) Verbindung aufnehmen sollte, um das Schularchiv zu sichten.
Auch die Kontakte mit weiteren Lehrern (Schulze, Debitz, Lindenau ...) war
weitestgehend erfolglos.
Frau Luther
12.11.2007 pers.
Schwarzenberg
Am Silbergang 40
23087
Frau Luther
Ca. 1955 bis 1960 als Funkt. Fi./Wi. im GST-KV tätig.
Dieser befand sich damals im VPKA. Diesem ersten KV
nach Gründung der GST 1952 folgten der „Hinterhof“ von Buch
und Kunst (Nähe Bahnhof) und nach 1974 das ausgebaute Gebäude „Schützenheim“
am Haltepunkt in SZB. Das erste Büro deutete darauf hin, das die GST unter
den Fittichen von Armee und KVP wirkte.
Ihr Mann war bis 1990 Polit-Stv. Im VPKA.
Fr. Luther beendete ihre Tätigkeit im GST-KV als der Sohn in
die Schule ging.
Kannte H. Oelsner noch kurz als GST-Kreisvorsitzenden.
Ihre Vorgänger und Nachfolger als „Finanzer“ im KV kannte
sie nicht
In ihrer Zeit im KV war Manfred Schmidt abenfalls
hauptamtlich tätig.
Frau Luther und Frau Schmidt waren befreundet.
Nach der GST-Tätigkeit und im Eisenwerk Erla betrieb er
mehrere Jahre die Gaststätte „Silberwäsche“ in
Antonsthal.Bereits beim RdStadt-SZB war Fr. Schmidt akt. GST-Mitglied im
Mot. Und SP. Der GO-Vors. war damals H. Riedel – späterer DSF-Sekr.
Wir hatten noch einen weiteren Kontakt geplant (ich mit
LapTop). Weitergehende Erkenntnisse oder Materialien für das Projekt-GST
erbrachte es leider nicht.
Zentralvorstand der GST - Neuenhaben (Berlin)
Der19.11.2007 tel.
Bürgerbüro Neuenhagen b. Berlin (ehem. Zentralvorstand der GST)
GST-ZV bis 1991
Die Existenz des seinerzeitigen GST-ZV war zwar bekannt, es ist jedoch nichts mehr vorhanden. Die Gebäude werden anderweitig genutzt (Seniorenheim) und Archivmaterialien wurden im wesentlichen dem Bundesarchiv in Koblenz übergeben.
Anfang 1990 war ich mit Dieter Debitz , von mir angeregt, zum ersten und letzten Mal im GST-ZV zu einer persönlichen Besprechung.
In der schon sehr spürbaren konterrevolutionären Situation in der DDR wollten wir uns über die mögliche weitere Entwicklung in der sich veränderenden GST/BTSV und damit auch im Kreis/KAZ informieren und um mögliche Hilfe bitten.
Im Nachhinein betrachtet waren das jedoch nur noch Spiegelfechtereien. Die DDR war zu diesem Zeitpunkt schon verraten und verkauft; insbesondere auch von der UdSSR und Gorbatschow. Bedingt durch den Jahrzehnte andauernden Niedergang der Sowjetunion war die sozialistische Staatengemeinschaft immer weniger Lebensfähig. Dazu muß man allerdings die gesamte Entwicklung Rußlands und der SU seit dem Ende des Zarenreiches, des 1. Weltkrieges, der Oktoberrevolution, dem Interventions- und Bürgerkrieg, der Verwerfungen der Jahre 1937 bis 1939, extrem schlimm des faschistischen Überfalls Deutschlands bis 1945 und die insgesamt daraus resultierenden Entwicklungen mit dem Kalten Krieg in Betracht ziehen. Besonders nach dem Sturz Chruschtschows wurden viele Fehlentwicklungen unter Breschnew zugelassen. Irreale politische, wirtschaftliche und militärische Vorstellungen und Entscheidungen schwächten die SU-RGW-Warschauer Vertrag, aber auch die weltweit eingeleitete antikapitalistische und antikoloniale Entwicklung.
Den Nagel zum Sarg des real existierenden Sozialismus schlug mit tödlicher Wucht die Hoffnung weckende „strahlende“ aber verräterische Erscheinung eines Generalsekretärs der KPdSU namens Gorbatschow ein. In der kapitalistischen Welt wurde er bejubelt. Im eigenen Land überwiegend verhaßt. Den Rest besorgte der Trunkenbold und erste Russische Präsident Boris Jelzin.
Zu diesem Kapitel könnte eine eigene GST-Geschichte geschrieben werden.
Während meiner Zugehörigkeit zur GST (Mitglied und hauptamtlich) hatte ich leider nie direkten Kontakt zu dem Objekt GST-ZV in Neuenhagen bei Berlin.
Allerdings gab es eine erstaunlich große Anzahl unterschiedlichster Maßnahmen, wo ich mehr oder weniger intensive Zusammentreffen mit dem GST-ZV hatte. Nachfolgend die wesentlichen Kontakte:
- 1963 DDR-Rundfahrt mit LKW-H3A zum Abschluß Fahrschule,
als LKW-Konvoi des Bezirkes u.a. ZAL-Schirgiswalde, zum Kyfhäuser, in Eisenhüttenstadt Fahrerlaubnisprüfung abgelegt. Der Fahrlehrer unserer Schwarzenberger Gruppe war Wenzel Schkranz aus Grünhain. Meine ursprüngliche LKW-Fahrschulausbildung erfolgte durch Gottfried Rößner. Beide Fahrlehrer waren viele Jahre fast die Fahrlehrerinstitutionen im Kreis. Ohne diese Aktivisten (später auch weitere Kameraden) gingen so gut wie keine Veranstaltungen im Kreis, Bezirk, DDR über die Bühne.
Während der DDR-Rundfahrt übernachteten wir auf dem LKW und im zentralen GST-Ausbildungslager in Schirgiswalde. Zu den weiteren Fahrschülern kann ich leider keine Erinnerungen beisteuern. (vorerst –Weigel, Schappitz , Kreusel...)
Zu den genannten Fahrlehrern gibt es eigene Darstellungen.
Die vorgenannte DDR-Rundfahrt war meine erste größere Aktion als GST-Mitglied.
1962 hatte ich meine Lehre als Betriebsschlosser im Pappenwerk Raschau erfolgreich abgeschlossen. In der BBS wurde ich als SaZ geworben und die danach folgende LKW-Fahrschule ergab sich logischerweise. Von der in späteren Jahren üblichen Miltärkraftfahrerausbildung konnte man damals noch nicht sprechen. Naja, ein wenig vormilitärisch war es schon.
Dieser Teil sollte eben mit der „DDR-Rundfahrt“ stattfinden.
Unser LKW-H3A wurde im GST-Bezirksvostand Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) in die Marschkolonne des Bezirkes eingegliedert. Der seinerzeitige Motorsportverantwortliche im BV war der Kamerad Pirk.
Die erste Etappe der Fahrt ging in das zentrale GST-Lager Schirgiswalde.
Danach fuhren wir täglich von Ziel zu Ziel. Jeder Teilnehmer absolvierte dabei wechselweise seine praktische Fahrausbildung. Ziele waren z.B. der Kyffhäuser. Meine praktische Fahrprüfung absolvierte ich in Eisenhüttenstadt.
Sicher gab es noch mehrere Erlebnisse, leider ist mir nichts weiter im Gedächtnis geblieben.
Von den ersten Lohnzahlungen als Geselle kaufte ich mir ein damals exzelentes Straßenrennrad von „Diamant“. Auch unsere Friedensfahrer (Täve) fuhren damit in aller Welt. Ich fuhr u.a. zur Arbeit und Nachmittags von Raschau nach Aue, Grünhain und zum Leichtatletiktraining nach Langenberg mit meinem Kumpel Kalle. Mit Karl-Heinz Riedel lernte ich gemeinsam den Beruf des Betriebsschlossers. Wir sind auch jetzt noch befreundet.
Ein knappes Jahr später (Mai 1964) trat ich meinen Ehrendienst bei den Grenztruppen im Ausbildungsbatalion-Johanngeorgenstadt an.
Dabei war es ein erfreulicher Zufall, daß mein Guppenführer (also mein direkter Vorgesetzter) der Unterfeldwebel Alfredo Beitzel aus Schwarzenberg wurde.
Alfredo hat mir mehrfach geholfen, meinen weiteren Weg erfolgreich zu bestreiten. So bewahrte er mich davor, nach der Grundausbildung ungerechtfertiger Weise von der Unteroffiziersschule ausgeschlossen zu werden (Namentsverwechslung!).
Nach dem Sommerlager an der Ostsee ging Alfredo aus gesundheitlichen Gründen vorzeitlich in die Reserve. An seiner Stelle wurde ich überraschend zum Gruppenführer ernannt, blieb natürlich weiterhin U-Schüler.
Ein herausragender Höhepunkt an der Ufz.-Schule war unsere Teilnahme an der Ehrenparade der NVA am 1. Mai 1964 in Berlin. Über Wochen trainierten wir auf der seinerzeit nicht befahrbaren Autobahn in Pirk im Vogtland. Damals endete das Autobahnstück unmittelbar vor der nicht fertiggestellten Steinbrücke kurz vor Hof. Der Abschnitt gehörte im übrigen zum Bereich der Grenzkompanie Heinersgrün. Und wie der Zufall es wollte, wurde ich ca. ein Jahr später in diese Kompanie als Gruppenführer versetzt. Philosophisch betrachtet gibt es jedoch keine Zufälle; es sind Schnittpunkte von Gesetzmäßigkeiten.
Wie dem auch sei, ich stellte in Heinersgrün alsbald ein Versetzungsgesuch zu meiner Ausbildungskompanie in Johanngeorgenstadt. Nach einer persönlichen Aussprache beim Regimentskommandeur in Plauen (Schöpsdreh) wurde ich zum Herbst 1965 wieder zurück versetzt. Dafür „bestrafte“ man mich ein wenig mit einer mehrwöchigen Verzögerung der regulär anstehenden Beförderung zum Unterfeldwebel. Hing ja schließlich auch ein etwas höherer Wehrsold dran. Aber ich war glücklich, wieder in Johanngeorgenstadt zu sein. Sehr wichtig dabei: ich konnte wieder fast täglich nach Dienstschluß nach Hause fahren. Bereits in dieser Zeit war ich auch schon aktiv in unserer FDJ-Ortsgruppe aktiv und unwissentlich schon eine Vorbereitung zu meiner späteren (ab Sommer 1967) hauptamtlichen GST-Tätigkeit.
Die 3 Jahre bei den Grenztruppen wurden mir eine sehr gute Grundlage meines spätern Lebens- und Berufsweges.
Die Uffz.-Schule absolvierte ich recht erfolgreich. Sportlich stand ich vor der Wahl, in eine Sportkompanie zu wechseln. Im 10-km-Geländelauf sollte ich an den Armeemeisterschaften teilnehmen.
Letzten Endes wurde ich dann militärischer Ausbilder in der Kfz.-Ausbildungskompanie in Johannstadt. Nach einem knapp halbjährlichen Zwischenpiel in der vogtländischen Grenzkompanie Heinersgrün (gegenüber dem westdeutschen Hof) leistete ich den weitern Dienst bis Mai 1967 wieder in meiner Kfz.-Ausbildungskompanie in Johannstadt. Das seinerzeitige Gebäude in der Mittelstadt in Johannstadt wurde in späteren Jahren (ca.1995) das Rathaus.
Und wie sich Kreise mitunter schließen, arbeitet ich einige Zeit später wieder mit Alfredo zusammen.
Im Waschgerätewerk arbeitete er wieder nach seiner Armeezeit. Kurzzeitig war Alfredo unser Vorsitzender der GST-GO im WGW. Zu dieser Zeit war der größte Betrieb im Altkreis Schwarzenberg leider mit einer kaum arbeitsfähigen GST-GO ausgestattet. Wobei zu bedenken war, das die BBS des WGW die zunehmend an Bedeutung gewinnende vormilitärische Ausbildung im Kreis und darüber hinaus zu organisieren hatte.
Alfredo verstarb leider sehr früh.
Im WGW war er einige Jahre auch für die Betriebsferienheime etc. zuständig, z.B. in Markgrafenheide an der Ostsee.
Mit unseren langjährigen Bekannten (Fischer) konnten wir auch einmal dort unseren Urlaub geniesen. In der unmittelbaren Nähe von Rostock/Warnemünde haben wir mittlerweile (2018) mehrfach „Am alten Strom“ Urlaub gemacht und dabei jeweils auch das damalige Ferienobjekt in Markgrafenheide aufgesucht. Erstaunlicherweise trägt ein Eingangstor auch jetzt noch das Logo vom VEB-WGW-Schwarzenberg. In der heutigen Zeit der generell abschschätzigen Hetze gegen alles was mit der DDR zu tun hat, eine erfreuliche Ausnahme.
- 1967 Lehrgang neueingestellter Mitarbeiter in der Funktionärsschule-Schönhagen,
dort befand sich der GST-Flugplatz. So konnten wir einen Rundflug mit der AN II machen. Eine sowjetische Maschine, mit der meist Fallschirmsringer abgesetzt wurden. Der erwünschte Flug mit tschechichen Motorflugzeugen mit den tschech. Kameraden fiel leider aus.
Dieser Funktionärslerhrgang war mein erstes intensives Zusammentreffen als hauptamtlicher Funktionär mit etlichen Kameraden/Genossen aus der gesamten DDR. Da ich erst wenige Monate zuvor meinen Ehrendienst bei den Grentruppen in Johanngeorgenstadt und im Vogtland als Unterfeldwebel beendet hatte – in der mehrjährigen Zeit in Johann’stadt war ich Ausbilder in der KFZ-Kompanie – fiel mir dieser Lehrgang nicht schwer.
Der sogenannte Grundlehrgang beinhaltete u.a. die Struktur der GST und den Werdegang als demokratische Massenorganisation. Bis nach 1990 war mir z.B.jedoch nicht klar, das wir als vormilitärische Wehrorganisation und auf direkte „Empfehlung“ Stalins geschaffen wurden. Nicht wie allgemein suggeriert auf Bitte und Empfehlung der FDJ. Diese hatte nach ihrer Gründung einige Sportarten betrieben, So z.B. Sportschießen oder Segelflug.
Der gedachte Name als Wehrorganisation wurde nicht verwendet, sondern der jugendgemäßere Begriffe für Sport und Technik. Was allerdings auch zutraf, den von Beginn an wurde Motorsport, Sportschießen, Geländesport, Nachrichtensport, Modellbau, Flugsport, Fallschirmsport, Seesport uns anfangs auch Tauben-, Pferde- und Hundesport betrieben. Damit konnten insb. Schüler, Jugendliche und ältere Mitglieder gewonnen werden. Nach relativ kurzer Zeit mußte sich die Organisation allerdings mit pazifistischen Tendenzen auseinandersetzen, die in der GST nur den Sport und nicht die Wehrerziehung sahen. Konkreter Hintergrund für die Schaffung der GST (07.August 1952) war der geplante Aufbau der KVP/NVA. Dies wiederum im Zusammenhang mit der Wiederbewaffnung der BRD. Der Nachkriegsschwur „Nie wieder ein Gewehr in die Hand nehmen“ war leider insb. durch die atomare Aufrüstung und den Kalten Krieg unhaltbar geworden. Das Angebot der Sowjetunion, mit einem geeinten Deutschland einen Friedensvertrag abzuschließen, wurde von den USA und auch der BRD strikt abgelehnt.
In allen Staaten des Warschauer Vertrages gab es somit analoge Organisationen (SVARZAM in der CSSR, LOK in Polen, MHS in Ungarn, in Rumänien, Bulgarien, Cuba und die DOSAAF in der Sowjetunion.
Im Verlaufe des Lehrgangs lernte ich einige Mitarbeiter des Zentralvostandes kennen. Diese waren als Dozenten tätig. Andere waren direkt an der Lehreinrichtung tätig.
Kurt Möller vom Bereich AP des ZV blieb mir sofort haften. Er war ein typischer „Icke“. In späteren Jahren hatten ich noch mehrmals Kontakt. So bei den Kongressen und nach Auflösung der GST, indem er mir umfangreiche Materialien für das geplante GST-Buch (König, Wünsche) zukommen ließ.
Die zentrale GST-Einrichtung in Schönhagen wurde auch anderweitig bekannt. So wurden des öffteren Filmszenen im Fliegermilieu gedreht, das „Unsichtbare Visier“, in der Serie „Zur See“ wurde südamerikanisches Flair geschaffen.
Allerdings gab es auch unangenehme Begebenheiten bezüglich von Republikfluchten. Aber das sind lediglich meine perlönlichen Erkenntnisse. Sicher hat das Objekt und der Flugplatz in der Zeit seines Bestehens noch viele weitere Geschehnisse parat.
Sehr beliebt war Schönhagen und seine Umgebung bei den Pilzsammern.
Einige Kreisvorsitzende waren zu bester Pilzzeit an freien Wochenendenden oder anderen Gelegenheiten dort und brachten Körbeweise Pilze mit nach Hause. In der sandreichen Gegend und den Kiefernwäldern wuchsen z.B. massenhaft Maronen und andere gute Speisepilze.
Einmal konnte ich für meinen Chef (Kreisvors. Köhler) sogar und wohl erstmals den Dienst-Wartburg fahren, um Walter K. von Schönhagen nach Hause zu bringen.
Die ersten Jahre meiner hauptamtlichen Tätigkeit im GST-KV waren vielgestaltig und auch aufregend.
Als Schlosser(Lehrling) und Ausbilder bei den Grenztruppen lief alles auf Anweisung des Meisters bzw. auf Befehl der Vorgesetzten.
Als Instrukteur im KV mußte ich mich zunehmend eigenständig in meine Verantwortungsbereiche hineinfinden.
Völlig neu war es dabei, als Waffenverwalter, im Sportschießen usw. auch mit den vielen Ehrenamtlichen in den Grundorganisationen zusammenzuwirken.
Bei der „Fahne“ konnte man seinen Soldaten Befehle erteilen – den ehrenamtlichen Kameraden im Kreis mußte ich im allgemeinen von unseren Anliegen überzeugen.
Nebenbei befand ich mich ja auch noch in meiner persönlichen Sturm-und Drangperiode mit meinen gerade 24 Lebensjahren. Meine damaligen Freunde insbesondere auf dem Gehringsberg brachten mich dazu, einen PKW-Oldie zu kaufen – einen Opel-Kadet-Cabrio, Baujahr 1934. An einer Seite stand der Schriftzug „Ehret das Alter“. Meist waren wir mit reparieren und dem Schieben des Oldis beschäftigt. Aber dennoch hat es viel Spaß gemacht, mit den Kumpels diverse Fahrten zu unternehmen. Auch diese langjährigen Freunde (Günther Staneczeck, Jürgen Groß, Peter Schrecker ...) sind nun (2018) im Rentenalter. Ab und zu fuhren auch noch weitere Kumpel mit und mußten mitunter auch mal mit schieben oder Unliebsames erleben.
Michael Hellering, Udo Lorenz, Michael Köhler waren mit auf Tour, soweit das Cabrio selbst fuhr, um zum Tanz nach Johannstadt, Zwönitz u.s.w. zu fahren.
Alle diese Freunde, etwa gleichaltrig, waren auch überwiegend im Jugendclub aktiv. Der Freundeskreis weitete sich auch dabei immer mehr aus. Das war auch ein Fakt, der mir half, meine Tätigkeit im GST-KV zu festigen.
Nach recht kurzer Zeit als Mitarbeiter im GST-KV besuchte mich der damalige Chef der MFS-Kreisdienststelle und wollte mich für eine hauptamtliche Tätigkeit zu gewinnen. Dabei berief er sich auch meinen Vater, der durch seine Arbeit u.a. bei der Nationalen Front als mein Vorbild galt, die DDR mit zu stärken.
Ich blieb jedoch ehrlichen Herzens bei „meiner“ GST und entwickelte mich vom Instrukteur bis zum zeitweise amt. Vorsitzenden des GST-KV. In der gesamten GST-Zeit konnte ich mich auch vielfach weiterbilden.
Das begann mit der Kreisparteischule, dem Abschluß der mittlerene Reife, einem 4-jährigen Fachschulstudium „Staat und Recht“ (Kurz vor Abschluß des Studiums sollte ich lt. BV die vakante Funktion des Auer GST-Kreisvositzenden übernehmen. Jedoch auch hier blieb ich meinem GST-KV-Schwarzenberg treu.) , mehreren zentralen Lehrgängen beim Zentralvorstand und der kontinuierlichen monatlichen Schulung im Bezirksvorstand.
Auch nach 1990 habe ich mich weitergebildet. So während und nach mehrjähriger Reisetätigkeit für einen Tourismusverlag.
Dabei ein Fernlehrgang für Verkäufer/Vertreter und einen ähnlichen Kurzlehrgang bei der IHK als freiberuflicher Handelsvertreter. Nach der Tätigkeit für den „Heide-Wegweiser-Verlag“ organisierte ich mir eine Ausbildung zur Multimediafachkraft für ein Jahr täglicher Ausbildung in Aue. Ein weiteres Jahr ebenfalls täglicher Ausbildung absolvierte ich in Auerbach i.V. zum ITTS-Spezialisten. Diese recht neuen und modernen Fachkenntnisse konnte ich anschließend mehrfach auch praktisch anwenden. Bereits nach der ca. 5jährigen Tätigkeit für den Heide-Wegweiser-Verlag hatte ich die große Menge an Material für unsere Tourismusbroschüren zu Sachsen in ein erstes interaktives-digitales Programm verarbeitet.
Mit meinem langjährigen Freund und Kollegen Arthur Beier aus Zschopau – zu GST-Zeiten waren wir in unseren Kreisvoständen von 1967 bis 1989 Amtsbrüder und waren danach bis ca. 1995 für den Wegweiser-Verlag (Buchholz i.d.N.) in und um Sachsen unterwegs um jährlich eine Tourismusbroschüre für Sachsen zu erarbeiten. Neben der umfangreichen Reisetätigkeit in Sachsen (auch tw. in Thüringen und Sachsen-Anhalt) waren die Kontakte mit hunderten potentiellen Kunden und sehr unterschiedlichen Ansprechpartnern in der sächsischen Landesregierung, den Regierungsbezirken, Landratsämtern, sehr vielen Stadtverwaltungen und Gemeinden und einer enormen Anzahl von Tourismusrelevanten Objekten (von großen Freizeiteinrichtungen a la Leipziger Zoo bis zur kleinsten Ausflugsgaststätte) sehr erlebnis- und erkenntnisreich. Alles in allem etwa tausend Gespräche mit vielgestaltigsten Menschen. Höhepunkte waren nach Fertigstellung unserer jährlichen „Sachsen-Wegweiser“ (die wir von den Vertragsabschlüssen mit unseren Kunden in ganz Sachsen, über die inhaltliche Gestaltung und unserer redaktionellen Mitarbeit, dem Leyout bis zum Druck begleiteten) die Präsentation der Broschüren direkt auf den jährlichen Tourismusmessen in München, Hamburg und insbesondere in Leipzig. Als Heide-Wegweiser-Verlag waren wir jeweils mit unserem eigenen Messestand anwesend. Arthur Beier, Hein Wolter und ich haben dabei weiterhin viele persönliche Gespräche mit den Messebesuchern, tw. unseren Wegweiser-Kunden und den unterschiedlichsten anderen Standbetreibern geführt. Insbesondere nach der Verlagstätigkeit begannen wir, unsere neuen Fachkenntnisse für eine Anzahl von digitalen Projekten umzusetzen:
- Historicher Bergbau Zschopau und Umgebung
- Burgen und Schlösser Kreis Zschopau und Marienberg
- Burg Rauenstein (Freiherr Karl-Wilhelm von Herder)
- Sach- und Zeitzeugen des historischen Bergbaus im MEK (ABM)
- Historie der sächsischen Textilindustrie
- Camman
- Schiffsmodellsport in Ehrenfriedersdorf
- GST im Altkreis Schwarzenberg (und BO,ZV)
Alle Projekte schufen wir rein privat/ehrenamtlich. Lediglich für „Cammann“ erhielten wir ein kleines Salär in Form einer Aufwandsentschädigung.
Ab ca. 2004 begann ich, inspiriert von der Arbeit für die Schiffsmodellsportler (eine ursprüngliche Sekton der GST) ein digitales Archiv zu meiner mich hauptsächlich prägenden hauptamtlichen GST-Tätigkeit zu gestalten. Gute Voraussetzungen konnte ich nutzen durch mein langjährig angelegtes Fotoarchiv im GST-KV. Sehr viele Fotos hatte ich anfangs selbst gemacht. Mein diesbezüglich im GST-KV eingerichtetes Fotolabor nutze ich dabei recht intensiv. Später hatte ich unter meinen Kameraden in der GST-KO noch weitere Mithelfer.
Jürgen Höhne als LKW-Fahrlehrer war auch bei sehr vielen Wettkämpfen und Veranstaltungen in der gesamten DDR unterwegs und war ein intensiver Fotograf.
Im Krankenhaus Erlabrunn war Dr. Volker Költsch, Dentist auch aktives Mitglied der recht aktiven GST-GO. Darübrt hinaus war er als VK für die „Freie Presse“ tätig. Wir kannten uns persönlich recht gut – ich war ebenfalls VK – und er fotografierte in den 1980er-Jahren fast alle Kreiswehrspartakiaden. Ich war dabei quasi sein Betreuer und brachte Volker meist mit dem Trabant-Kübel des Kreisvorstandes zu den Wettkampforten.
Ebenso als Betreuer war ich für unseren Star-Fotografen der GST-BO – Fritz Brückner – im Einsatz. Von Fritz konnte ich hochwertige Fotos von etlichen Bezirksveranstaltungen erwerben.
Als Lehrer der POS-Grünhain war Frank Schumann ebenfalls sehr aktiver VK und Mitglied der GST-GO des Elektromotorenwerkes Grünhain. Auch von ihm konnte ich mehrfach Fotos bekommen.
Weitere Helfer in Sachen Fotos und auch Pressebeiträgen waren z.B.:
- Frank Flemming (Saxonia)
- Dieter Gnüchtel (Kreis Zwickau)
- Uwe Tippner, Frank Nestler und Gläser (Freie Presse)
Eine Vielzahl unserer Funktionäre in fast allen GO waren des weiteren ebenso aktiv, um unsere Tätigkeit in der Kreis- und Betriebspresse zu veröffentlichen.
Wir hatten ab den 1970er Jahren zunehmend eine wachsende und planmäßige Zusammenarbeit mit genannten Medien. Dabei engagierten sich dann auch im wachsenden Umfang viele GST-Funktionäre im Kreis.
Ein positiver Aspekt war, daß ich schon jahrelang sehr aktiv in der FDJ im Kreis wirkte, viele Freunde kannte und damit schon einen guten Umgang mit vielen FDJlern im Ort u. Kreis hatte. Nicht wenige waren auch zugleich in den GST-GO aktiv. Einige Legislaturen wählte mich die Delegiertenkonferenzen in die FDJ-Kreisleitung – auch als Bindeglied zur GST-KO. In dieser Zeit war mein Freund K.-Heinz Riedel (mit ihm hatte ich im Pappenwerk Raschau die Lehre als Betriebsschlosser absolviert) Vorsitzender der Kreisrevisionskommision der FDJ im Kreis. Zugleich war ich ebenso Mitglied in der SED-Ortsleitung der Kreisstadt Schwarzenberg, dem Jugendausschuß beim Rat des Kreises und ehrenamtlicher Volkskorrespondent der Kreisredaktion der Freien Presse, im Elternbeirat der POS. In späteren Jahren gehörte ich dem Kreiskommitee der Antifaschistischen Widerstandkämpfer Stollberg-Aue-Schwarzenberg an.
Im damaligen Jugendklubhaus-Ottenstein leitete ich den Fotozirkel. Also, ich hatte vielfache Kontakte und unterschiedlichste Aktivitäten im Jugendfreizeitbereich. So begannen wir, mit tatkräftiger Unterstützung der FDJ-KL Faschingsveranstaltungen a la Kölner-Karneval im Ottenstein mehrere Tage eine große Fete durchzuführen – mit Elferrat, Kapelle der Bergschule-Breitenbrunn (spätere TU-Kmst.), Köstümen des Zwickauer Theaters ...
Auch im Jugendclub meines Wohnortes (Neuwelt) war ich sehr aktiv. Fast jedes Wochenende organisierten wir im ortseigenen Kulturhaus Tanzabende mit den damals im Umkreis bekanntesten und beliebtesten Jugendtanzkapellen (Reni, Roxi, Marico...,Eintritt 4.- Mark). Zudem gründete sich im Wohngebiet/Jugendklub eine eigen Band. Das Gebäude des Kulturhauses war bis nach ca. 1950 ein Betriebsteil der EDEKA, in den 1950er Jahren wurde von den Einwohnern in freiwilliger Arbeit – organisiert durch die NATIONALE FRONT im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerkes“ – zum Kindergarten und Kultursaal ausgebaut. Von vielen Einwohnern wurde viele Jahre (bis nach ca. 2000) dieses „Ortszentrum“ genutzt, um Schulanfang, Jugendweihe, Hochzeiten u.v.m. auszurichten. Sowohl der 1.Mai, Weihnachts- und Silvesterfeiern, Tanz- u. Kulturveranstaltungen, Wohngebitsfesten, führten somit sehr oft die Einwohner u.a. dort zusammen. Auch hier waren meine Aktivitäten als FDJ, Nat. Front, Volksbildung etc. verflochten.
Als FDJ-Ortsgruppe/Jugendclub waren wir mehrere Jahre recht aktiv. Das Kulturhaus war dabei unsere Heimstatt. Ich war zwar nie FDJ-Sekretär, habe aber z.B. die FDJ-Wahlversammlungen organisiert und geleitet. Dabei war ich eben auch der Beauftragte der FDJ-KL, der SED-OL ... und konnte dabei meine noch geringen Erfahrungen im GST-KV, aber auch meiner NVA-Zeit als militärischer Ausbilder einbringen und vor allem viele neue Erfahrungen sammeln.
Viele Jugendliche fanden sich als spätere Ehepaare. Auch ich lernte dabei meine spätere Ehefrau kennen. 1969 heirateten wir ; demnächst begehen wir die Goldene Hochzeit (2019).
Im übrigen ein Paradebeispiel für mein enges Verhältnis meiner FDJ- und zugleich GST-Tätigkeit. Den GST-Ausweis für Christa Wachsmann überbrachte ich persönlich und einige Zeit später heirateten wir.
1968 gab es jedoch auch ein zwiespältiges Geschehen.
Als Mitarbeiter des GST-KV hatte ich die Verantwortung u.a. für die KK-Waffen und das Sportschießen im Kreis. Da lag es Nahe, einen KK-Wettkampf in unserer FDJ-Gruppe im Wohnort Neuwelt zu organisieren. Also brachte ich alles Nötige (Waffen, Munition, Zielscheiben ...) in einen kleinen Steinruch.
Kurz nachdem die erste Schüsse knallten, kamen Volkspolizisten und wir mußten das Schießen beenden. Später erfuhr ich, daß einige Polizisten verdeckt mit der Waffe im Anschlag lagen und uns auch hätten Verhaften können. Der „Witz“ an der Sache war, das zum gleichen Zeitpunkt die konterrevolutionären Ereignisse in der CSSR abliefen. Der sogenannte „Prager Frühling“ konnte 1968 unterbunden werden. 1990 hat eine „samtene Revolution“ das damalige Ziel doch noch erreicht.
Ein in der unmittelbaren Nähe zum „Schießstand“ wohnender Polizist hatte unsere Aktivitäten gesehen und das Knallen der Schüsse vernehmen können. Pflichtbewußt meldete er seine Beobachtungen sofort dem VPKA.
Natürlich war es unsere politische Unerfahrenheit und Naivität, die uns in Schwierigkeiten brachte. Mit einem blauen Auge kamen wir dennoch davon.
Mein Chef (Vors. des GST-KV, Walter Köhler) hat für mich in fast väterlicher Art sehr positiv für mich gesprochen. Für die weiteren Jahre (bis 1990) ebnete er mir damit den beruflichen und somit auch gesellschaftlichen Lebensweg. Insbesondere 1989 wurde diese Entwicklung durch die dann konterrevolutionäre Entwicklung in der DDR und der gesamten sozialistischen Staatengemeinschaft beendet. Heute gehören alle Warschauer Vertragsstaaten und des RGW wieder zum Kapitalismus und sind auch an vielen Kriegen weltweit beteiligt. Das wahrscheinlich schlimmste gegenwärtig (2018) ist die russophobe Kriegstreiberei. Die Gefahr nuklearer Kriege wird wieder real.
Der sogenannte Westen (USA, Nato ...) will final den Osten (Rußland, China ...) unter seine Knute zwingen.
Ob dann noch irgend jemand diese vorliegenden Gedanken lesen kann, ist zu bezweifeln.
- 1969 Zentraler Militärischer Lehrgang in Glowe,
Damit wurde eine neue Phase der vormilitärischen Ausbildung unter dem neuen GST-Vorsitzenden Generalmajor Günter Teller eingeleitet. Aus allen KO der GST in der DDR wurden ehren- und hauptamliche Funktionäre in die neuen Ausbildungsprogramme der AVA eingewiesen.
Mich persönlich traf dieser Lehrgang recht hart, da ich wenige Tage zuvor geheiratet hatte und meine Frau schwanger war. Zudem war ich in das Org.-Büro für das Pfingsttreffen in Aue abkommandiert. Eine meiner Aufgaben bestand auch darin, ein erstes Schützenfest mit vorzubereiten (mit Kam. Rose vom BV). Bis dahin war ein Schützenfest allgemein verpönt, diese hatten einen kleinbürgerlichen Charakter und wurden eher in Bayern ... durchgeführt. Daneben waren wir auch dabei, im Kreis die erste Kreiswehrspartakiade in Angriff zu nehmen.
Diese überstürzte Delegierung nach Glowe habe ich dem Stv. Vors. des GST-BV, Fritz Riedel sehr Übel genommen. Andererseits hat mir dieser sehr gut und militärisch organisierte Lehrgang viel für meine weitere Tätigkeit im GST-KV gegeben. Selbst in der Folge die erfolgreiche mittlere Reife in der Volkshochschule auch als Voraussetzung des Studiums „Staat und Recht“ 1972 bis 1976. Mit dem Abschluß als „Staatswissenschaftler“ hatte ich viel Inspiration für neue und recht erfolgreiche Aktivitäten in meiner Funktion als Stellv. Vors. d. GST-KV für Agitation und Propaganda / Organisation und Planung. Meine Fachschulabschlußarbeit zum Thema „Soz. Wettbewerb“ beinhaltete bereits die wesentlichsten Aspekte meiner folgenden praktischen Tätigkeit in der GST-Kreisorganisation.
Mit und nach dem Fernstudium an der Fachschule-Weimar, deren Lehrveranstaltungen einmal wöchentlich bei den Räten des Kreises in Aue und Schwarzenberg stattfanden setzte ich schon erste Erkenntnisse in meinem Arbeitsbereich um. Insbesondere bei der „Organisation und Planung“ der positiven Entwicklung unserer GST-KO von einer schwachen KO im Bezirk zu den nieveaubestimmenden Kreisen leiteten wir eine gute Entwicklung ein.
Besonders erfolgreich waren die jährlichen „Komplexeinsätze“ der Mitarbeiter des GST-KV in allen Grundorganisationen des Kreises.
Längerfristig mit allen GOen abgestimmt, besuchten wir nach Zeitplan alle GO. Von Jahr zu Jahr wurden diese Arbeitsbesuche intensiver und ergebnisreicher.
Gemeinsam mit den verantwortlichen Funktionären der GO, allen Partnern der Betriebe und Einrichtungen (Staatl. Leitung, SED, FDJ, Reservistenkollektive, FDGB ...) wurden die Leistungen der GO eingeschätzt. Besonders wichtig wurde die gemeinsam beratene und abgesimmte weitere Entwicklung der GOen. Gemeinsam beraten (tw. kontrovärs) entstand für jede GO somit ein Plan für die Ziele der GO für das folgende Ausbildungsjahr.
Darauf basierte dann eine sehr detaillierte und kollektive (im Sekretariat) Auswertung im soz. Wettbewerb. Alle GO/Sekt./AE wurden demzufolge als nieveaubestimmend bis zurückbleibend eingeschätzt.
Viele Jahre war das gewählte Sekretariat des GST-KV nur formal und wirkungslos. In den 1980er Jahren änderte sich das. Überwiegend mit ehrenamtlichen Kameraden besetzt war es sehr praktisch und somit effektiv an der kontinuierlichen Entwicklung unserer KO beteiligt.
So arbeiteten alle Vorsitzenden der Kreiskommissionen/KAS im Wehrsport ihre Jarespläne (mit dem hauptamtl. im KV) aus.
Dem Sekretariat gehörten die Vorsitzenden der aktivsten GO an. Wie schon dargestellt, fast alle Kreiskommissionsvorsitzenden der Wehrsportarten, die Verantwortlichen des Kreisausbildungsstabes der VA, Vertreter unserer Partner der SED-KL, des Wehrkreiskommandos, der FDJ-KL und des Rates des Kreises/Berufsbildung und Inneres.
Die gewählten hauptamtlichen Mitarbeiter des GST-KV (Vors., Stellv., Funkt. Wi./Fi.) waren die Mitglieder des Sekretariates, die die Arbeit praktisch organisierten und die gemeinsam beratenen und beschlossenen Aufgaben in der Kreisorganisation umsetzten. Natürlich wiederum mit allen Ehrenamtlichen im Kreis und den vielen gesellschaftlichen Partnern im Kreis, im Bezirk und der Republik.
- 1970 Zentrale Ehrung für Ernst Schneller in Schwarzenberg,
E. Schneller war das zentrale Vorbild unserer GST. Die höchste Auszeichnung war die Ernst-Schmeller-Medaille (Br.,Si.,Gold).
Anläßlich seines 80. Geburtstagen fand die zentrale Ehrung in Schwarzenberg statt. Sein politischer Werdegang begann als Lehrer an der Schule in der Altstadt, die viele Jahre seinen Namen trug. Fast selbstverständlich: nach 1990 wurde sein umfangreich dokumentiertes Andenken aus dieser Schule entfernt. Das war die neue Variante in der „freiheitlich-demokratischen-Grundordung“
der Bücherverbrennung, die im weiteren auch im Altkreis in allen relevanten Bereichen (Betriebe, Bildung, Verwaltung ...) eifrige Nachahmung erfolgte. Diese Tatsache spürte ich allenthalben bei meinen Nachforschungen zum vorliegenden GST-Projekt im Kreisarchiv und leider auch oft bei Gesprächen mit früheren Weggefährten im Kreis.
An genannter POS fand ein Ehrenappell mit den führenden Genossen der SED des Kreises, Bezirkes und der DDR satt.
Darüber hinaus wurde eine Vielzahl weiterer Aktivitäten durchgeführt.
- 1973 Bau des neuen GST-KV/KAZ in Schwarzenberg,
Die Entwicklung der GST zu einer modernen, vielgestaltigen Wehr- und Sportorganisation erforderte eine größere politische und materielle Basis. Der bis 1973 bestehende Kreisvorstand war dem nicht mehr gewachsen. Unsere Kreisorganisation war im Bezirk Karl-Marx-Stadt auch nur im hinteren Drittel aller KO zu finden.
Republikweit entstanden neue KAZ und viele weitere Objekte.
Mit großer Unterstützung des GST-ZV/BV, der SED-KL und insbesondere des Rates des Kreises wurde 1973 begonnen, das frühere Schützenhaus am Haltepunkt in Schwarzenberg zum neuen GST-KV/KAZ umzubauen.
Das Objekt hatte vorher auch als Ferienheim eines bedeutsamen Bergbaubetriebes in Zwickau gedient.
Ein Genosse der Bauabteilung des ZV, mit Sitz in Erfurt, leitete die Baunaßnahme. In deren Regie wurden zu dieser Zeit etliche GST-Objekte auf allen Ebenen und in allen Bereichen geschaffen. Insb. sichtbar wurde das z.B. in den Ausstellungen bei den GST-Kongressen. Natürlich auch in den Pressemedien ...
Der neugeschaffene KV – später zum KAZ-Ernst-Schneller erweitert – war für unsere KO sehr positiv.
Die Räume des KV waren zweckmäßig. Der Saal wurde u.a. für KAT/KDK, Feierlichkeiten, Siegerehrungen nach div. Wettkämpfen ... genutzt. Das partnerschaftliche Zusammenwirken mit der Wehrorganisation der CSSR, dem SVARZAM, konnten wir mit einem „Musikalischen Frühschoppen“ im KAZ-Gelände und unseren Saal bekunden. Eine typisch tschechische Kapelle des SVARZAM sorgte für ausgelassene, heitere Stunden.
In weitern Räumen arbeiteten die durchgeführt. Flugmodellbauer, fand Nachrichtenausbildung satt, schraubten die Kleinkraftrad-Motorsportler.
LKW-Garagen waren die Basis für die Militärkraftfahrer-Ausbildung.
In Schulungs- und Beratungsräumen wurden Führerscheinlehrgäne
Aber auch die Sekretariatsitzungungen und Beratungen der jew. Kreiskommissionen (Motorsport, Sportschießen, Milit.Mehrkampf, Wehrkampfsport, Nachrichtensport, Modellbau, dem Kreisausbilungsstab für die Vormilitärische Ausbildung) und die Zusammenkünfte mit den Vorsitzenden der GO, deren Stellvertretern und Funkt. Wi./Fi. wurden weitestgehend im KAZ durchgeführt. Ein kleines Archiv – seit Gründung der GST stark vernachlässigt – fand seinen Platz. Einige Jahre betrieb ich ein bescheidenes Fotolabor, dessen praktischen Ergebnisse auch Bestandteil des vorliegenden Projektes sind.
Wichtiger Bestandteil des KAZ war der spätere Ausbau des Schießstandkomplexes im Gelände der Kampfbahn des Friedens. Dort bestand schon seit den 1950ern ein KK-Stand. Der neue Schießstand entsprach nun schon höheren Anforderungen. Wettkämpfe konnten dank entspr. Räumlichkeiten (beheizt, Aufenthaltsraum, Waffenkammer, Telefonanschluß) in hoher Qualität durchgeführt werden.
Noch in der Bauzeit des Schießstandes wurden auch einige Nebenarbeiten im Rahmen eines „Lagers der Erholung und Arbeit“ insb. von polnischen Pfadfindern geleitet.
Viele Arbeitsstunden leisteten auch unsere GST-GO mit Einsätzen und sogenannten „Subbotniks“.
Eine moderne Sturmbahn neben der Schießbahn komplettierte die Anlage und die gesamte Sportanlage der Kreisstadt, mit Turnhalle, Gaststätte, Fußballplätzen und Leichtathletikanlagen war unsere fast ideale Stätte für die Kreiwehrspartakiaden und vielfache weitere Wettkämpfe und Veranstaltungen. Etwas später kam noch der Pistolenstand hinzu. Dazu konnten wir die Pistolen-Schnellfeueranlage nutzen, die vorher für die DDR-Olympiaschützen im Olympiastützpunkt auf dem Rabenberg in Breitenbrunn im Einsatz war.
Der Schießstandkomplex war in den 1980er Jahren die Heimstatt unseres Trainingszentrums im Sportschießen. Eine Anzahl von guten Schützen wurden dabei für den Hochleistungssport herangebildet und die Delegierung zur KJS vorbereitet.
Dieses TZ wurde auch insb. von der SED-KL und dem Rat des Kreises stark gefördert. Dieter Barthel, als Cheftrainer und Dietmar Fritze als TZ-Leiter der GST-GO Formenbau waren maßgeblich am Erfolg beteiligt. Von der TU-Breitenbrunn war Ingrid Haberland als Trainerin aktiv. Ihre Tochter war auch eine Anwärterin für die KJS.
Wie so vieles wurde diese erfolgreiche Arbeit des TZ nach 1990 abgewürgt.
Heute wird dieser Schießstandkomplex von einem Schützenverein genutzt. Hier schließt sich der Kreis zu den seinerzeit nichtgewollten Schützenfesten. Kritiker meinten bereits in den 1970ern, daß mit den Schützenfesten der Weg zur bürgelichen Gesellschaft eingeschlagen würde. Nach 1990 war es eine meiner Aufgaben, den Weg zu bereiten, mit dem vorhandenen GST-Material der KO, entsprechende Vereine zu schaffen und dieses Material noch einer sinnvollen Nutzung zu zuführen. Damit entstanden dann einige Schützenvereine, Motorsportclubs, Modellbauvereine, Nachrichtenclubs etc.
Meinerseits konnte ich noch einen Fahrlehrerschein ablegen (Lehrer waren Rößner, Pietzsch und Schkranz). Dann begann ich jedoch meine Tätigkeit mit Arthur Beier für den „Heide-Wegweiser-Verlag“ in Buchholz i.d.N. (bei Hamburg).
Diese sehr intensive Reisetätigkeit im neuen/alten Bundesland Sachsen führte mich quasi täglich kreuz und quer durch Sachsen und tw. SAH und Thüringen.
Über rund sechs Jahre erstellten wir dabei als Broschüre für Reiseunternehmen den „Sachsen Wegweiser“ zu den touristischen Einrichtungen Sachsens.
Einige Monate konnte ich für meine Reisetätigkeit noch das Telefon im Schießstandgebäude nutzen. Dort hatten der GST- und nunmehrige Privatfahrlehrer Jürgen Höhne sein Quartier aufgeschlagen.
Es dauerte dann jedoch nicht mehr lange, bis ich privat einen Telefonanschluß erhielt.
Unmittelbar nach Beginn dieser aufregenden Zeit bin ich Mitglied im Jugendherbergsverband geworden und übernachtete dann oft und viel in fast allen Herbergen in Sachsen.
Das oben beschriebene KAZ am Haltepunkt, Heimstatt der Wehrsportler, der VA und des GST-KV wurde an Privat verkauft, mit Wohnungen erweitert und bis 2018 von einer „Mucki-Bude“ genutzt.
Der Vors. d. GST-KV, Dieter Debitz (1984 bis 1990) wohnte noch in der ursprünglichen Wohnung des Schützenhauses. Seine Frau wohnt noch 2018 dort. Dieter Debitz ist leide vor Jahren verstorben. Nach 1990 betrieb Dieter für ca. 2-3 Jahre in den Räumen der KKR-Sportler einen Reifensevice.
In den Jahren ca. 1975 bis nach 1991wohnte die Familie Enders in genannter Wohnung. Die Fam. Enders war ein fester Bestandteil des GST-KV.
Bereits im KV in der Neustadt waren Josef Enders, Günther Drozd, Rainer Hirschmann fast als „lebendes Inventar“ für die GST aktiv. So waren sie als Waffeninstandsetzer tätig, Insbesonere fuhren sie mehrere Verwaltungs-Kfz (K30, H3A, LO, P2M, Molotow, MZ-ES) bei einer Vielzahl von Veranstaltungen auf allen Ebenen. Überwiegend führten sie diese Aktivitäten in ihrer Freizeit durch.
Dank der seinerzeit üblichen Unterstützung durch die Betriebe und Einrichtungen gab es auch notwendige Freistellungen.
Käthe Enders war bis zur Auflösung der GST als Raumpflegerin die gute Seele des GST-KAZ. Sie war, ebenfalls wie „ihre Männer“ immer im Einsatz, um den KV in Schuß zu halten und viele Veranstaltungen mit abzusichern.
Der ebenfalls langjährige Stellv. Ausb. des KV, Wolfgang Böttger (1969 bis 1990), bezog nach Fertigstellung des Objektes die Wohnung über dem KV. So war das Objekt sinnvoll gesichert. Es befanden sich immerhin LKWs, PKWs, Kleinkrafträder, div. weitere Materialien und insbesondere KK-Sportwaffen und KK-Mpi in der Kreiswaffenkammer im KAZ. Dennoch wurde aus dem Gelände der KAZ in den 1980er Jahren ein LKW gestohlen.
Initiiert von Peter Hüttel, der im angrenzenten Geländer des GST-KAZ einen Garten mit Finnhütte hatte und nach 1990 ein Wohnhaus errichtete, hatte ich 1982 begonnen, einen Garten auf ungenutzten Hanggelände zu gestalten. Das ca. 600 qm große Grundstück befand sich, mir vorher nicht bekannt, dort, wo in den 1950er Jahren die Bauarbeiterunterkünfte der Gleisbauer standen. Bedingt durch die enorm gewachsene Bedeutung der Wismut, den hohen Bedarf des Personenverkehrs, wurde zwischen Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt das zweite Eisenbahngleis erforderlich. Die Wichtigkeit der Uranförderung – notwendig zur Brechung des Atombomben-Monopols der USA - zeigte sich z.B. auch daran, daß W. Molotow in Joh.-stadt auftrat.
Bei meinen „Grabungen“ für den Garten stieß ich auch auf einige Dinge, die an diesen Gleisbau erinerten. So mußte ich viele Steine ausbuddeln, auf denen seinerzeit die Unterkunftsbaracken standen. Generell hatte ich somit über einige Jahre Tonnen von Steinen aus dem Boden geholt. Sehr viele nutzte ich dann für eigene „Baumaßnahmen“, für das Fundament meiner Gartenlaube u.a.
Leider hat die konfuße Zeit der tw. planlosen GST-Abwicklung/Vernichtung auch große Lücken im Projekt erzeugt. Einzig mein Fotoarchiv konnte ich komplett einbringen. Alles andere an Dokumenten ... wurde unsinnigerweise vernichtet. Diese Vernichtung betraf allerdings sehr viele Einrichtungen und Betriebe und damit auch unsere GST-GO im Kreis und setzte sich sowohl im Bezirk und tw. ZV fort. Auch das war so eine unsinnige „Bilderstürmerei“.
Bei meinen Recherchen im Sächsischen Staatsrchiv in Chemnitz konnte ich lediglich einige ordentlich erfaßte Materialien der KO-Reichenbach finden und tw. nutzen.
Recht erfolgreich hingegen waren die Recherchen im Kreisarchiv in Aue. Dank der sehr guten Unterstützung durch Frau Ullmann – sie war die stellv. Leiterin und ihr Ehemann war ein erfolgreicher KKR-Motorsportler im KAZ – konnte ich alle Ausgaben der „Volksstimme/Freien Presse“ von 1952 bis 1992 im Original durchforsten und nutzen. Insgesamt wurden mir vom Archiv viele Kopien angefertigt.
Neben der Zeitung gab es viele Dokumente aus den Städten und Gemeinden, dem Rat des Kreises, SED-KL, Nat. Front, FDJ-KL u.a.
In Chemnitz recherchirte ich auch direkt bei der FP. Nebeneffekt war ein sogenannter PKW-Totalschaden und ein neues Auto. Der Unfall war zwar sehr ärgerlich, erfreulicherweise aber ohne Personenschaden.
- 1978 Org.-Büro Zentrale Wehrspartakiade in Halle,
Die zeitlich längste und intensivste Kommandierung zu einer zentralen Veranstaltung war für mich die zentrale Wehrspartakiade in Halle. Für ca. 3 Monate war ich im Org.-Büro im Bereich Agit.-Prop im wesentlichen tätig für die Schaufenstergestaltung in der Stadt und die Ausgestaltung der Wettkampfstätten/Veranstaltungsorte mit Sichtagitation (Fahnen, Losungen ...) in und um Halle.
Wöchentlich bin ich mit dem Zug nach Halle und nach Hause gefahren. Das war wohl meine intensivste Zeit, mit dem Zug zu fahren. Täglich fuhren wir mit der Eisenbahn vom Hauptbahnhof nach Haneu. Tagsüber waren wir recht viel mit der berühmt-quwietschenden Straßenbahn auf Achse. Erst in der unmittelbaren Phase der Spartakiade hatten wir für unsere operative Arbeit einen Trabbi-Kübel zur Verfügung. Der Abbau und die Rückführung der Sichtagitation war mit der Staßenbahn schlecht möglich.
Untergebracht waren wir in einem Lehrlings-Internat in Haneu (Halle-Neustadt)
Besonders erinnere ich mich da an unsere Skatabende und die seinerzeitige Fußballweltmeisterschaft – u.a. mit einem Traumtor von Pele.
Anfangs hatte ich kein gutes Gefühl in Halle. Als Erzgebirger war mir die Stadt und deren Umgebung zu langweilig. In der Folgezeit fand ich zunehmend Gefallen an Halle und Umgebung. Galgenbergschlucht, Süßer See, Stadtzentrum, Haneu, Heide, Bruchsee, Zoo, Schloß, Heidekrug, Peißen-Halbinsel u.v.a. fand ich zunehmend liebenswert.
Halle ist ja auch recht bekannt für die Salzgewinnung. Diese Leute sind bis Heute als die „Halloren“ bekannt. Günter Teller –der langjährige Vors. der GST war ebenfalls ein Hallore.
Von den Wettkämpfen konnte ich kaum etwas intensiver erleben. Höhepunkte waren die emotionale Eröffnung in der Galgenbergschlucht und die abschließende Flugschau am Fluglatz der GST in Halle-Opin.
Ein kleines Geheimnis kann ich jetzt verraten. Beim nachbereiten der Ausgestaltung sicherte ich für unsere eigenen KWS spezielle Fahnen. Diese verwendete ich bis zur letzten KWS 1989.
- 1977 GST-Kongreß in Kmst. als Korrespondent im Prressebüro,
Vom Beginn meiner hauptamtlichen Tätigkeit an im GST-KV (1.Mai 1964)
widmete ich mich der Öffentlichkeisarbeit. Am 1.Mai fotografierte ich unseren Kreisumzug mit KFZ und der Präsentation einiger Wehrportarten.
Später wurde ich Volkskorrespondent der Kreiszeitung der FREIEN PRESSE und Korrespondent für die zentrale GST-Presse (ZV). Auch für die Presse der NVA wurde ich tätig (Paul Günther z.B.).
Vorgenanntes war sicher auch Anlaß, mich in das Pressebüro des Kongresses zu kommandieren.
Vor Kongreßbeginn hatten wir viele Berichte und Beiträge aus der geamten DDR/GST zu sichten, um daraus Pressemeldungen für die Kongreßberichterstattung formulieren. Erstmals erlebte ich auch eine Pressekonferez. Im Verlauf des Kongresses waren wir täglich und ganztägig im Umfeld der Beratungen bei Rahmenveranstaltungen und bei den Delegationen aus den Bezirken um weitere Informationen für die Bulletions zu erstellen. Öfters saß ich in den Parkanlagen der Stadt oder im Foyer des Kongreßgebäudes (Interhotel), um meine Notizen zu den von mir erwarteten Pressebeiträgen zu formulieren.
Seitens der NVA gab es für die ständig aktuellen Presseberichte eine moderne Feld-Druckerei. Auch an solchen Details war ersichtlich, daß wir als GST –als Schule der Soldaten von morgen-
direkt unter Verantwortung und mit enormer Unterstützung durch das Ministerium für Nationale Verteidigung unsere vormilitärische und wehrsportliche Tätigkeit ausübten.
Staatlicherseits waren für die GST die Minister für Nationale Verteidigung – von Willi Stoph über Heinz Hoffmann bis Heinz Keßler - zuständig.
Fast alle leitenden Fünktionäre der GST – vom ZV bis in die Kreisorganisationen (Hauptamtliche) waren von Beginn an aktive Offiziere bzw. Reservisten. Auch in den GO, Sektionen und Ausbildungseinheiten waren die große Mehrheit der Funktionäre, Ausbilder und Mitglieder Reservisten. Die engste Zusammenarbeit mit den Reservistenkollektiven komplettierte unsere Arbeit. Natürlich wirkten wir als GST auch mit allen weiteren gesellschaftlichen Kräften der DDR zusammen. Um einen falschen Eindruck zu vermeiden möchte ich erwähnnen, daß in allen Bereichen der GST viele Mädchen und Frauen aktiv waren. Nicht nur im Bereich Wi./Fi., auch in eigentlich allen Wehrsportarten spielten weibliche Akteure ihre angemessene und auch herausragende Rolle. Bis hin zu Meistern auf allen Ebenen. So nur andeutungsweise zu nennen im Sportschießen, Fallschirmsport, Modellbau u.s.w.
Die komplette Materielle Sicherstellung zur Durchführung der vormilitärischen Ausbildung und des Wehrsports wurde über die NVA bereitgestellt, bzw. im Staatshaushalt Finanziell abgesichert.
Alle hauptamtlichen Mitarbeiter wurden gleichfalls durch die erforderlichen Planstallen geplant und entlohnt.
Im Pressebüro, geleitet vom GST-Urgestein Hilder Ender- arbeitete ich auch eng mit Uwe Ender zusammen. Er war ein junger und inteligenter Genosse. Später promovierte er und rückte im ZV in die Verantwortung für die Pressearbeit auf.
Nach 2000 hatte ich mit ihm einen telef. Kontakt zum vorliegenden Projekt, auch auf Hinweis von Kurt Möller bzw. General Elze. Leider waren kaum nennenswerte Informationen zu bekommen. Möglicherweise war seine Orientierung nach 1990 eine andere und dabei störte seine frühere GST-Tätigkeit. Meine diesbezügliche Ansicht ist jedoch spekulativ.
Leider endete der Kongreß bei wolkenbruchartigen Regen und die geplante Flugschau in K.-M.-Stadt mußte ausfallen.
Die Tätigkeit im Rahmen des GST-Kongresses war insgesamt für mich eine sehr interessante Erfahrung. Ich lernte viele Kameraden aus der gesamten Republik kennen. Der organisatorische Ablauf und die vielen Rahmenveranstaltungen fanden auch in meiner weiteren Tätigkeit in unserer Kreisorganisation seine nützliche Fortsetzung.
Fast meine gesamte Zeit im KV (1967-1990) war ich z.B. der Organisator und Leiter der KDK, KAT, Eröffnungsveranstaltungen der KWS ...
Desweiteren konnte ich eine immense Anzahl an Pressebeiträgen als VK der Kreispresse, den entspr. Betriebszeitungen, in unseren zentralen GST-Presse und anderen Medien, zur Darstellung unserer GST-Aktivitäten veröffentlichen.
- 1977 Dreharbeiten zum E.-Schneller-Film Schwarzenberg, Markersbach, Sosa,
Die Vorhut für den geplanten Film über Ernst Schneller begann in Schwarzenberg mit der Suche nach geeigneten Drehorten. Da wir als GST eine
Besonders engen Verbindung zu E. Schneller hatten, waren wir als GST-KO auch in die Filmvorbereitung einbezogen.
Mit einigen Leuten des Drehteams war ich einige Male unterwegs, als Ortskundiger geeignete Drehorte such suchen. Soweit in mich noch erinnere waren wichtige Orte der Markt, die POES, der Rößelberg, das Oswaldthal in Langenberg, die Eisenbahnstrecke kurz vor Markersbach und in Sosa. In Richtung Talsperre in Sosa wurde als Attrappe das „Arbeiterheim“ von Bermsgrün aufgestellt. In Markersbach stürmten „SA-Horden“ aus einem Güterzug (auch einige GST-Kameraden waren als Statisten aktiv) zum Arbeiterheim, - Filmschnitt - um dann in Sosa die Kulisse des Arbeiterheims zu stürmen und abzufackeln.
Schon recht spannend zu erleben, wie dann im fertigen Film die Filmidee sich wieder sinnvoll zusammen sezte, ohne zu merken, das die Örtlichkeiten völlig unterschiedlich waren.
Ähnliches wäre zu nennen, als im Oswaldthal zu Szene des Grenztreffens von Johanngeorgenstadt an der deutsch-tscheschichen Grenze entstand. So liefen die Statisten erst die eine Seite des Hanges ins Tal. Dannach waren die selben Statisten erneut im Einsatz, um die jeweils anderen Teilnehmer des Grenztreffens darzustellen.
Den Hauptdarsteller des Ernst Schellers (Horst Schulze) erlebte ich nur einmal in der Massenszene auf dem Rathausplatz. Dort war Schulze auf dem Balkon des Ratskellers (Haus der Einheit) und rief die Demonstranten, die revolutionären Massen auf, sich zu bewaffnen usw.
Die Demonstranten waren weitestgehend die gleichen Statisten, die auch bei den vorgenannten Szenen aktiv waren.
Mit Rudi Kurz, dem Regiseur, hatten wir einen freundschaftlichen Kontakt.
Viele Akteure der Filmproduktion trafen sich später auch wieder im Haus der Einheit zu zumindest einer Danke-Veranstaltung – natürlich mit den Spitzen unseres Kreises.
Für mich war das ein aufregendes Erlebnis meiner hauptamtlichen GST-Tätigkeit. Letztlich jedoch nur eine Episode von recht vielen in der ca. 23jährigen Zeit.
- 1978 Erfahrungsaustausch GST-Korrespondenten in Schönhagen,
Fast vom Beginn an meiner hauptamtlichen Tätigkeit in der GST-KO war ich als Volkskorrespondent für die Kreispresse tätig.
Fast zwangsläufig entwickelte sich auch meine Korrespondententätigkeit für den Bezirk und die zentralen GST-Medien. Als Stellvertretender Kreisvorsitzender für Patriotische Erziehung / Organisation und Planung war ja die Öffentlichkeitsarbeit ein wesentlicher Bestandteil meiner Funktion.
Diese Aktivitäten führten auch dazu, daß ich u.a. beim GST-Kongres 1977 in Karl-Marx-Stadt im Pressebüro tätig war.
Wohl insbesondere der Trationsmarsch in Johanngeorgenstadt – der republikweit bekannt war – war Anlaß dafür, daß ich zum Treffen in Schönhagen eingeladen wurde. Bei der Diskussion wurde ich gebeten, meine Erfahrungen darzulegen. Als Dank und Annerkennung wurde mir ein exklusiver Bildband von Oberst Pitschel überreicht.
- 1978 Milit.pol. Forum Modesta Johannst, Im Rahmen einer der mehrfachen zentralen
GST-Meidterschaften im MMK/Winter in Johanngeorgenstadt (die GST-KO Schwarzenberg hatte an der POS II ein leistungsstarkes Trainingszentrum unter der langjährinen Leitung Roland Rieglers) fand diese Forum im Zusammenhang mit der „Woche der Waffenbrüderschaft“ statt.
Führende Genossen des GST-ZV, des BV und unseres Kreises waren Gäste und Gestalter der Veranstaltung.
Die GST-GO Modesta war als Gastgeber ausgewählt, auch um die sehr junge GO aufzuwerten. Dieser Betrieb hatten die Eigenheit, das sie im wesentlichen weibliche Beschäftigte hatte. Die Mädchen und Frauen fertigten hochwertige Kinderbekleidung. Insbesonder auch für den Export. Die ansonsten maßgebliche vormilitärische Ausbildung fand also nicht statt. Aber neben der Ausbildung für die Zivielverteidigung wurde im Sportschießen und dem MMK aktiv Wehrsport betrieben. Sowohl die staatliche Leitung, die Parteileitung, die FDJ und ein doch aktives Reservistenkollektiv wirkten sehr engagiert mit unserer GST-GO zusammen. Zu herausragenden Leistungen konnte die GST-GO sich leider nicht aufraffen. Dennoch war sie in unserer KO eine sinnvolle Bereicherung.
Die MODESTA hat sich nach der Konterrevolution, wie so viele Betriebe im Altkreis SZB aufgelöst. Neben der WEMA, Möbelbox, Handschuhmacher, Besteckwerke war die Modesta einer der größten Betriebe mit hunderten von weiblichen Beschäftigten aus einem recht großen Einzugsgebiet. Vom Betrieb ist auch bezüglich der Gebäude in der Mittelstadt und Nähe Bahnhof fast nichts mehr vorhanden. Die „Bilderstürmer“ haben extrem in Johannstadt gewirkt.
Schlimme Beispiele, neben den Betrieben, sind der Abriß des Kreiskulturhauses in der Neustadt, auch das größte Kaufhaus des Altkreises wurde dem Erdboden gleichgemacht.Zugleich fiel dem Abriswahn die Gastronomische Einrichtung TOURIST zum Opfer. Aber diese Objekte waren zu DDR-Zeiten durch sie Wismut enstanden und waren nun verpönt. Seinerzeit von unzähligen Gästen aus dem ganzen Land gerne besucht wurden diese Altlasten (Neubauten der Wismut aus den 1950er Jahren) unrentabel. Viel Älter und mittlerweile vergammelt steht demgegenüber noch immer als Schandfleck das ehemalige Hotel „Deutsches Haus“ (Jugendstil) in Bahnhofnähe. Aber das „Hotel“ weist nunmehr wenigstens den massenhaft vorbeifahrenden Tank- und Einkaustourisen den Weg zum sogenannten Tschechenmarkt. Dieser wird jedoch überwiegend von Vietnamesen betrieben. Die Staatsmacht drückt dabei alle nur denkbaren Augen zu, um die tw. offensichtlichen verbotenen Produkte anzubieten. Das sind z.B. Waffen, Zigaretten, Feuerwerkskörper, Musik-CDs. Sprunghaft sind nach 1990 die Rauschgiftkriminalität und diverse kriminelle Praktiken neu entstanden und weiten sich permanent aus. Alibigemäß finden ab und zu auch schon mal div. Kontrollen und Verhaftungen statt. Aber das sind offensichtlich die bekannten Eisbergspitzen.
Auch die sogenannten „wilden Wismutzeiten“ der 1950er Jahre waren nichts für Zartbesaitete. Die neuen Freiheiten im freiheitlich-demokratischen-Kapitalismus sind jedoch um vieles effektiver, bunter, glitzernder! Zudem können sie das dumme Wahlvolk wunderbar von den immer aktiver werdenden Zielen der Kriegstreiber des Kapitals ablenken.
Durch die WISMUT wurde mitgeholfen, Das Atommonopol der USA zu brechen und bis in die Gegenwart einen Atomkrieg und die Vernichtung der Menschheit zu verhindern. Diese unselige Krieggefahr wird heute leider wieder größer und akuter.
Heute (2018) prahlt ein „Jungunternehmer“ an Stelle des TOURIST/Kaufhaus mit dem weltgrößten, freistehenden Schwibbogen und der ebenfalls weltgrößten Pyramide (aus Edelstahl). Diese Attraktionen sind sehr sehens- und bewundernswert, jedoch zu welchem politischen Preis!
Ein früherer sehr aktiver GST-GO-Vorsitzender hat als Wende-Bürgermeister nach 1990 sehr unrühmlich diese „Bilderstürmerei“ wesentlich zu verantworten. Das weithin bekannte Kulturhaus mußte auch deshalb verschwinden, weil in der DDR-Zeit im Haus Jugendweihefeiern durchgeführt wurden.
Viele bekannte Künstler der DDR (Schöbel etc.) und des Auslandes haben jahrzentelang viele tausend Besucher aus einem weiten Umkreis des Erzgebirges und Urlaubern der DDR erfreut.
Im „Kleinen“ wurde somit in Johanngeorgenstadt fortgesetzt, was u.a. mit dem Berliner Palast der Republik ... von wutentbrannten Geistesriesen auf den Weg gebracht wurde.
Johanngeorgenstadt ist nicht ein üblicher Ort wie jeder anderer im Altkreis.
Vor Jahrhunderten kamen sogenannte Exulanten aus Böhmen und siedelten sich im Erzgebirge an. Der seinerzeitige sächsische Kurfürst Johann-Georg erteilte den böhmischen Glaubensflüchtlingen die Genehmigung zur Besiedelung und wurde Namensgeber für den Ort: Johanngeorgenstadt.
Mit der Uranförderung (Wismut) wuchs der kleine Grenzort von einigen hundert Einwohnern zu einer zeitweise eigenständigen Kreisstadt von ca, 50.000 Einwohnern. Der mittelalterliche Bergbau und die Uranförderung nach dem II. Weltkrieg waren für Johanngeorgenstadt mit entwicklungsbestimmend, jedoch auch negativ-belastend.
Aber ebenso dramatisch war die Entwicklung nach 1990.
Die Vielgestaltigkeit der Stadt bezüglich Industrie (insb. nach der Wismutzeit entwickelt – Wema, Modesta, Handschuhmacher, Besteckwerk, ZAS) und als Urlauberstadt bis zur Konterrevolution hat sich extrem gewandelt.
Eine extrem stark abgenommene Einwohnerzahl, kaum Industrie und fast keine Urlauber mehr prägen gegenwärtig die noch-Stadt. Fast ein Trauerspiel!
- 1979 GST-Meisterschaften im MMK-Winter in Johanngeorgenstadt,
wie beschrieben, war Johanngeorgenstadt bereits seit Jahrzenten allgemein anerkannt in der DDR ein sehr beliebter und stark frequentierten Ort für Urlauber und Wintersportler. Mit Oberwiesenthal und dem Fichtelberg konnte sich Johannstadt zwar nicht messen, aber der Auersberg war und ist auch beachtlich.
Johannstadt hat in der jüngeren Vergangenheit und auch in der Gegenwart eine Vielzahl herausragender Sportler hervorgebracht. Z.B.: Spezialspringer Sven Hannawald, Nordisch-Kominierer Jörg Kircheisen um lediglich zwei zu nennen.
In Johannstadt lernen schon die Kleinstkinder das Skifahren. Der Schulweg im Winter erfolgt im Normalfall mit Schiehern und ist quasi ein Schulfach.
Somit nicht verwunderlich, daß unsere GST-KO ein Trainingszentrum für den MMK/Winter (analog Biathlon) schuf. Dabei wurden wir sehr stark vom Zentralvorstand der GST und unserem BV unterstützt.
Das Trainingszentrum-MMK war demzufolge auch mehrfach als Ausrichter von zentralen Meisterschaften der DDR/GST.
Diese Höhepunkte der GST-Tätigkeit waren auch für mich sehr ereignis- und arbeitsreich und ich konnte bei meiner Mitarbeit in den Organisationsbüros viele Erfahrungen sammeln.
- 1980 Zentrale Ehrung für Ernst Schneller in Schwarzenberg
Mittlerweile war die GST-KO-Schwazenberg Republikweit schon recht bekannt geworden. Das hatte mehrere Gründe.
Ernst Schneller war maßgeblich daran beteiligt.
Der Namensgeber der höchsten GST-Auszeichnung hatte seine politische Laufbahn als Lehrer in Schwarzenberg begonnen (ESOS, heutige Stadtschule in der Altstadt). In dieser Zeit kam es auch zu revolutionären Aktionen gegen den kapitalistischen Staat und der faschistischen Entwicklung. E. Schneller wurde zum militärischen Kopf der KPD. Im Fernsehfilm von Rudi Kurz in den 1970er Jahren wurde diese Zeit auch dargestellt.
Der sogenannte Sternmarsch des „Roten Frontkämpfer Bundes RFB) im Raum Johanngeorgenstadtes und das legendäre Grenztreffen zu Böhmen (auch im genannten Fernsehfilm dargestellt) wurde von unserer GST-GO ab den 1970er Jahren als bezirksweite Traditionsveranstaltung nachgestaltet.
Durch meine Tätigkeit als ehrenamtlicher GST-Korrespondent wurden diese Aktivitäten unseres Kreises auch Republikweit bekannt.
Das und einiges Andere waren wohl beteiligt, daß ab 1970 die zentralen Feierlichkeiten für Ernst Schneller in Schwarzenberg stattfanden.
Zwar war 1970 das Politbüromitglied Paul Verner anwesend, doch die Feierlichkeiten 1980 umfangreicher.
1970 war der GST-Vorsitzende Günther Teller und 1980 Ge. Kutzschebauch, der übrigens ein Erzgebirger aus Marienberg war.
- 1981 Zentrale Wehrspartakiade in Erfurt
Im Gegensatz zur ZWS-Halle (tätig im Org.-Büro) war ich in Erfurt Delegationsleiter unserer KO. Insbesondere mit Peter Kressig, Kommandeur des Ausbildungseinheit der VA, war dieser sehr engagiert mit seinen Kameraden/Schülern der BBS am guten Abschneiden der Bezirksorganisation Karl-Marx-Stadt beteiligt.
Neben den Wettkämfen erlebten wir schöne Tage in Erfurt.
Das begann mit dem LKW-Transport. Einen Zwischenstopp legten wir u.a. am Fußballstadion in Jena ein.
An die Unterbringung in Erfurt kann ich mich nicht mehr erinnern.
Ansehenswert war eine attraktive Modenschau mit Unterwäsche weiblicher Models.
Die Abendveranstaltung für unsere Bezirksdelegation in einem (seinerzeit) republikweit bekannten LPG-Kulturhaus war ausschweifend. Es fiel jedoch aus dem sogenannten Rahmen. Besonders begeistert waren unsere Teilnehmer bei dem international bekannten Lied „Gib dem Frieden eine Chance“.
Doch der eigentliche Höhepunkt, neben der Eröffnungsveranstaltung auf dem Domplatz in Erfurt war die Bestenermittlung aller Züge der VGA der DDR/GST bei brütender Hitze im NVA-Gelände am Rande Erfurts. Die Jungs unseres Zuges kämpften quasi bis zum Umfallen. Peter Kressig, ihr Zugführer und Lehrer an der BBS war Vorbild im besten Sinne. Viele Wettkämpfer waren Anwärter für den milit. Berufsnachwuchs (BOB, BUB, SaZ) und besonders motiviert. Leider ließ dieses Engagement in den folgenden Jahren und Jahrgängen bis zum unrühmlichen Ende der DDR nach. Es ist mir nicht bekannt, was aus den vielen engagierten Jungs geworden ist. Es wäre nützlich, dazu eine wissenschaftliche Untersuchung zu machen.
Viele waren möglicherweise Offiziere/Uffz. und haben noch dazu beigetragen, daß die NVA die erste deutsche Armee war, die den Frieden bis 1989 erhalten hat.
Seitdem stehen wieder „Großdeutsche“ Soldaten in etlichen Regionen der Welt mit den Waffen im Anschlag und benutzen diese auch. Und leider sterben junge Männer wieder für das kriegslüsterne Kapital.
- 1983 Zentrale Funktionärsberatung in Klein-Machnow (Zentr.Parteischule der SED)
An dieser Beratung nahmen alle Kreisvorsitzenden, die führenden Genossen der Bezirksvorstände, die Leiter aller zentralen Einrichtungen der GST und alle führenden Genossen des ZV teil. Ab 1982 war Vizeadmiral Kutschebauch der Vors. (Gen. Teller war zuvor überraschend gestorben.)
Diese Zusammenkünfte hatten (insb. seit Teller) eine ausgeprägte militärische Ausrichtung.
Verständlich, fast alle Teilnehmer waren aktive Offiziere bzw. entspr Reservisten. Die demokratische Massenorganisation bezog sich, wenn überhaupt, auf „Sport und Technik“. Die vormilitärische Grund- und Laufbahanausbildung war der eigentliche Grund der Schaffung der GST 1952.
Meine Teilnahme war der Tatsache geschuldet, daß ich als Stellv. PE/Org. des KV als Kreisvorsitzender amtierte. Walter Köhler war im Herbst 1982 aus ernsthaften gesundheitlichen Gründen vorzeitig (62 Jahre) in Rente gegangen. Deshalb mußte ich im Herbst 1982 ziemlich überstürtzt die Durchführung der jährlichen Kreisaktivtagung übernehmen. Walter ist ja dann leider 1992 verstorben.
- 1985 Funktionärlehrgang in Bad Blankenburg
Nachdem ich zwei zentrale Lehrgänge in Schönhagen (1967 und 1970er) absolviert hatte, wurde ich nochmals in die neueingerichtete Funktionärsschule in Blankenburg (Harz) beordert. Aus dem Bezik K.-M.-Stadt waren wir gemeinsam mit dem Privat-PKW von Arthur Beier aus Zschopau, den Stv. PE/Org. aus Annaberg, Rudi Mohr aus Kmst. am Lehrgang beteiligt.
Da wir auch gemeinsam ein Zimmer belegten, hatten wir neben den Seminaren, Vorträgen etc. viele indiv. Gespräche. Insbesondere mit Rudi Mohr besprachen wir viele private und politische Themen.
Rudi war ein „altgedienter“ Funktionär im GST-BV in Kmst. Lange Zeit war er leitender Verantwortlicher fur den Bereich Nachrichten im BV. Ursprünglich war Rudi Lehrer. Er hat aber nie den „Besserwisser“ herausgekehrt. Uns jüngeren aus den Kreisen hat er eher den väterlichen Kameraden gezeigt.
- 1985 Zentrale Ehrung für Ernst Schneller in Schwarzenberg
- 1985 Traditionsberatung in Beierfeld
Nach den Ehrungen für E. Schneller 1970 und 1980 fand diese zentrale
Veranstaltung erneut in der GST-KO Schwarzenberg statt. Gedacht als
Höhepunkt für die langfristige Vorbereitung zum 100. Geburtstag E. Schnellers 1990, trafen sich in der renomierten Gaststätte „Krone“ in Beierfeld die Träger von Ehrenamen der GST-BO zum Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer nahmen dann sinnvollerweise an den weiteren Höhepunkten – Kranzniederlegung am E.-Schneller-Ehrenmal und Kampfappell auf dem Markt – teil.
Im Saal der „Krone“ hatte der BV und auch wir als KO eine Vielzahl informativer Schautafeln zur Traditionsplege der GST präsentiert.
Dabei wurde auch ersichtlich, daß die KO-Schwarzenberg diesbezüglich im Bezirk Kmst. mit niveaubestimmen war. Alle GO des Kreises hatten ihre jew. GO vorgestellt.
Anwesend bei der Traditionsberatung waren ein Vielzahl prominenter Gäste: General Elsner vom ZV, Paul Roscher (ehem. 1.Sekr.d.SED-BL), Paul Korb als Mitstreiter E. Schnellers in Schwarzenberg u.a.
Vizeadmiral Kutzchebauch, der GST-Vorsitzende und weiter Genossen aus den Bezirken und Kreisen waren dann an den weiteren Veranstaltungen der zentralen Schneller-Ehrung beteiligt.
1989 wurden erste Absprachen mit den betreffenden Verantwortlichen im Kreis getroffen, um die sicher umfangreichen Aktivitäten für den 100. Geburtstag Ernst Schnellers einzuleiten.
Die konterrevolutionäre Entwicklung ab Sommer/Herbst 1989 setzte dem und vielen weiteren Vorhaben jedoch sang- und klanglos ein Ende.
Bürokratische „Notwendigkeiten“ und im Nachhinein nutzlose Scheinaktivitäten traten in den Vordergrung, um die DDR und somit auch unnsere GST zu erhalten.
Die Wehrorganisation benannte sich um – Bund technischer Sportverbände (BTSV) – und jede bisherige Wehrsportart schuf eigene Führungsgremien zum erhofften Überleben und biederte sich den betreffenden Gremien im Westen an.
Alles letztendlich vergebens. Die GST-KO und ihre ca. 35 Grundorganisationen, deren etwa 150 Sektionen des Wehrsports und die ca. 10 Ausbildungseinheiten der vormilitärischen Grund- und Laufbahnen lösten sich formlos in Nichts auf.
Ich widmete mich noch der Aufgabe, alle Materialien im Kreis und den Org.-Einheiten zu bewerten, eine sogenannte Eröffnungsbillanz zu erstellen, was zu verkaufen war zu verscherbeln und insbesondere die noch nutzbaren Materialien der Wehrsportbereiche neu zu entstehenden Vereinen bereit zu stellen.
Der „Westen“ hatte die DDR mit „Sack und Pack“ einkassiert und bestimmte dann den weiteren Fortgang der Hilfe für die „Brüder und Schwestern“ im Osten. Das Ziel war seit Jahrzenten klar und geplant: Kapitalismus. Die Gier nach der D-Mark und die „bunten Schaufenster“ des Westens vernebelten vielen Menschen den klaren Blick auf die zu erwartende Realität. Nach dem Erleben vieler durchaus schöner Dinge war dann der alsbald einsetzende Katzenjammer um so schmerzhafter.
Fast jeden traf z.B. die Keule der Arbeitslosigkeit. Schlagartig stülpte die alte kapitalistische Gesellschaft ihr Modell unseren bisherigen Erfahrungen und Gewohnheiten über.
Die sogenannte „Treuhand“ war intensiv beschäftigt, die Errungenschaften der DDR zu zerschlagen. Das war staatlich organisierte Kriminalität, gelenkt vom Kapital der BRD. Nach 1945 war das schalten und walten der kapitalistischen Eliten auf das vorgenannte gerichtet. Im Osten (DDR) entstand dann 1990 ein ungezügelter und raffgieriger Kapitalismus, wie ihn der Westen so kaum je kennengelert hatte.
Vortrag „GST“ duchforsten
- 1987 GST-Kongreß Karl-Marx-Stadt als Delegierter
Bis 1982 war Walter Köhler langjähriger Kreisvorsitzender. Er nahm meines Wissens nach an allen GST-Kongressen als Delegierter teil. Nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden hatte ich mich als amtierender Vorsitzender bzw. als mittlerweile ebenfalls langjährig hauptamtlicher Mitarbeiter im GST-KV auf die Kandidatenliste für die Delegierung zum Kongreß 1987 in Kmst. setzen lassen. Ich wurde gewählt und konnte somit erstmals das höchste Organ der Organisation persönlich erleben. Das Fluidum und die organisatorischen Abläufe waren mir bekannt. Hatte ich doch bereits 1977 am selben Ort im Pressebüro des Kongresses als Korrespondent sehr intensiv gearbeitet.
Walter Köhler war allerdings auch als Gastdelegierter anwesend. Ebenso weitere ehemalige langjährige Veteranen der GST.
Die Nacht vor Kongreßbeginn verbrachte die gesamte Bezirkdelegation in der Jugendherberge am Geyrischen Teich (Homersdorf). Dabei wurde die ganze Truppe noch’mals auf die kommenden Tage eingeschworen.
Zum Zeitpunkt des Kongresses deutete noch nichts auf den jämmerlichen Zusammenbruch der DDR (und somit auch der GST) und des Warschauer Vertrages hin. Die Fotos zeigen eine optimistische Situation.
Es galt noch der Spruch: Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!
Dieser schön gedachte Lauf wurde dann jedoch 1989/90 doch sehr hart unterbrochen.
Aus heutigem Wissen ist zu erkennen, daß die Sowjetunion und in ihrem Gefolge die RGW-Staaten sich selbst extrem untergraben hatten. Gorbatschow und Jelzin waren nur die letzten Aushängeschilder des Untergangs.
...
.
- ? Fortbildungslehrgang HA-Mitarbeiter in Schönhagen,
- ? GST-Meisterschaften MMK-Winter in Johann´stadt,
- ? DDR-offene PWK im Automodellsport in Beierfeld (mehrfach)
-? Zentrale Militärpolitische Konferez in Straußberg
In der Zeit als amtierender Kreisvorsitzender der GST (1982-1984) nahm ich in Klein-Machnow an der jährlich stattfindenden Beratung der leitenden GST-Funktionäre teil. Eine weitere zentrale Beratung war die militärpolitische Konferenz in Straußberg, dem Sitz der NVA-Führung. Neben den allgemeinen Problemen ging es insbesondere um den weiteren Ausbau des Wehrkampfsporten und somit die verstärkte Einbeziegung der Reservisten in die Wehrerziehung und den Wehrsport.
- 1990 Persönliche Besprechung im GST-ZV Neuenhagen,
Seit dem Herbst 1989 befanden wir uns alle Mitarbeiter des Kreisvorstandes
der GST, wie die meißten bewußten Menschen der DDR, in einem extremen angespannten Zustand.
Viel erfolgreicher waren meine telefonischen Kontakte mit einigen verantwortlichen Mitarbeitern des GST-ZV.
Ausgangspunkt war der intensive Kontakt mit dem Autor/Initiator mehrer Bücher, die insb. mit dem seinerzeitigen Verantwortlichen für die GST-Presse im NVA-Militärverlag erschienen. Herr König aus Dippoldiswalde, den wir zu Hause an der Maltertalsperre besuchten, war extrem aktiv und wollte auch mit uns (Beier/Ryter) ein GST-Buch auf den Weg bringen. Selbst war er als Jugendlicher auch aktives GST-Mitglied (Seesport).
Bei unseren umfangreichen pers. u. telef. Kontakten erhielten wir einige Anschriften und Telefonnummern von genannten ZV-Mitarbeitern: Generalmajor Dr. Eltze, Kurt Möller, Ulli Berger, Dr. Uwe Endert.Im weiteren Verlauf schickte mir Kurt Möller das umfangreiche Material für das geplante GST-Buch. Leider kam dieses Projekt nicht mehr zustande.
Oberst a.D. Dr. Wünsche fühlte sich nicht mehr dazu in der Lage (Alter, Gesundheit).
Mit genannten ZV-Mitarbeitern hatte ich noch mehrfach telef. Kontakte, die recht informativ waren.
Links zu Personen ...
Mittelbach, Erich

10.12.2007
09:30 Uhr persönlich
Mittelbach, Erich
Aktiver und
erfolgreicher Sportschütze
Erich war auf dem Gehringsberg in Schwarzenberg-Neuwelt bis
1969 mein Nachbar. Außerdem war sein Vater der Bruder meiner Oma-
mütterlichseits. 1967 für meine SED-Mitgliedschaft war Erich mein persönlicher
Bürge.
Wir hatten ab und zu Schießtraining mit seinem Luftgewehr
absolviert. Mit Interesse habe ich schon als Kind mitbekommen, wie er für sein
Sportschießen eine Maßanfertigung für sein Wettkampfgewehr schnitzte.
Erst Jahre später bin ich mit Erich in Kontakt getreten, um Details
aus seinem aktiven Sportleleben zu erfahren.
Persönlich hatten wir zwischenzeitlich weiterhin Kontakte.
Mein Besuch in seiner Wohnung im Heide-Wohngebiet in
Schwarzenberg war recht erfolgreich. Er stellte mir Fotomaterial u.a. in
Ausssícht. Im Übrigen war Erich auch hier wieder mein Nachbar.
Erich war Ende der 1950er Jahre aktiv im Bezirksmaßstab tätig.
Mehrfach war er zu längeren Trainingslagern in Glauchau.
Sein Bruder Fred Mittelbach war ebenfalls aktiver
Sportschütze. Meine dementsprechende Nachfrage wegen geeigneten Material zum
Digitalisieren mußte mir Erich abschlägig beantworten.
Mit Erich hatte ich abschließend einen weiteren
Besuchstermin vereinbart . Dazu wollte ich meinen Laptop mitbringen.
17.12.2007
14 bis 14:45 Uhr persönlich
Mittelbach, Erich
Aktiver und
erfolgreicher Sportschütze
Mein zweiter Besuch bei Erich war sehr nützlich. Ich konnte
ausreichend Material erhalten.
Fotos von Wettkämpfen, Urkunden und Medaillen
aus den Anfangsjahren der GST-Schießsporttätigkeit der 1950er Jahren.
Meinerseits habe ich Erich den seinerzeitigen Stand des
digitalen GST-Projekts zeigen können.
Ich hatte auch weitergehende Fragen zu den Fotos und
damaligen Tätigkeit der Schwarzenberger Sportschützen. Organisiert waren diese
in der damals sehr aktiven GST-Grundorganisatin der SED-Kreisleitung.
Eidam, Erwin
02.01.2008
telefonisch
Stellv. Kreisvorsitzender für PE/Org.-Planung im KV-Aue
Eidam, Erwin
War ~1979 bis 1980 im KV-Aue mein Amtsbruder im Nachbarkreis.
Erwin war ein aktiver und erfahrener Funktionär des
Kreisvorstandes. Er hatte die Angewohnheit, fast alles was im KV anlag, sich in
seine Verantwortung zu nehmen. Insbesondere der damalige Kreisvorsitzende,
Peter Bukvic, fand dies nicht immer gut. Erwin wurde dann auch aus dem GST-KV hinauskomplimentiert.
Ich hatte mir erhofft, von Erwin viele Hinweise aus dem
Bereich des Kreises Aue zu erfahren.
Mittlerweile war er Rentner. Meine Anfrage nach Mateial und
Informationen wurde allgemein abschlägig beantwortet. Dennoch hatte er Hinweise
zu früheren Mitarbeitern des KV-Aue. Der Kreisvorsitzende nach Peter Bukvic war
Werner Müller aus Lößnitz. Jahrelang war er Stellv. Vorsitzender Bereich
Fliegerische Ausbildung/Fallschirmsport im Bezirkvorstand der GST-Kmsdt. wurde
jedoch von dem Amtseiferer Hempel aus dieser Fuktion gedrängt.
Erwin gab mir Hinweise zu den früheren Oberinstrukteur
Alfred Rinas. Alfred war u.a. für Waffen und Munition zuständig und half mir in
gleicher Funktion in Schwarzenberg (1967) bei meiner Einarbeitung.
Mein Vater war in dieser Zeit Stellv. Bürgermeister für
Inneres in Aue und hatte funktionsbedingt somit Kontakt zu Alfred Rinas. Diese
Tatsache wurde mir jedoch erst zum Zeitpunkt des aktuellen Gespräches mit Erwin
Eidam bekannt.
Krauß, Martin

07.03.2008
persönlich
SZB-Kratzbeersteig
Mitarbeiter der SED-KL, Parteisekretär in der Papierfabrik
Antonsthal
Krauß, Martin
Martin war GST-Mitglied seit dem Gründungsjahr der
Organisation und aktiv in der Grundorganisation der SED-Kreisleitung gewesen.
Mein Besuch bei Martin galt zum
Einen seiner langjährigen Mitgliedschaft, seit dem Gründungsjahr 1952, und
damit im Zusammenhang der Frage nach weiteren Funktionären der
Kreisorganisation im Kreis und im Bezirk.
Insbesondere der frühere
Kreisvorsitzende Oelsner,
Herbert war für mich von Interesse.
Vorerst zu Krauß, Martin: Nach
2.Weltkrieg und Gefangenschaft arbeitete er in der Papierfabrik Antonsthal.
Zeitweise war er FDJ-Sekretär, evtl. in der Papierfabrik.
Er qualifizierte sich in einer
Meisterschule, war Lehrausbilder und lange Zeit und Parteisekretär im Betrieb.
In der SED-KL in Aue war er
Instrukteur und wurde von Arthur
Müller nach Schwarzenberg geholt. Müller war jahrelang 1.Sekretär der
SED-KL.
Martin Kraus arbeitete in
unterschiedlichen Funktionen in dieser Zeit.
1969 war er z.B. einer meiner Lehrer der Kreisparteischule
während meiner SED-Kanditatenzeit. Aber ich denke. daß er seinerzeit schon
Parteisekretär in der Papierfabik in Antonsthal war.
Das Prinzip des „Demokratischen Zentralismus“ wurde von Lenin in seinem Buch
„Was tun?“ (1901/1902) entwickelt, in dem er sich
an der SPD in Deutschland orientierte. Lenin forderte in
diesem Buch
- einerseits eine Zentralisierung des Parteiapparats, das heißt, jede niedrigere Instanz der Partei sollte der höheren untergeordnet sein (die höhere Instanz ist gegenüber der niedrigeren weisungsberechtigt),
- andererseits die Rechenschaftspflicht aller Leitungen gegenüber ihren Wählern und die Absetzbarkeit von Leitungen durch ihre Wähler,
- eine strenge Parteidisziplin, also auf allen Ebenen die Unterordnung der Minderheit unter die Mehrheit.
Egon Fischer, der
langjährige Vorsitzende des GST-BV, war in der genannten Zeit der
Parteisekretär in der Schwarzenberger SED-KL und Martin Krauß sein Stellvertreter.
Egon Fischer stammte aus Beierfeld wohl von Beruf ursprünglich Schuster.
Nochmal zu Herbert Oelsner: Nach
seiner Funktion als GST-Kreisvorsitzender war er jahrelang Sichheitsinspektor
im Meßgerätewerk-Beierfeld.
Diesen Fakt aus seinem Lebeslauf
erfuhr von Harald Beyreuther, der
auch viele Jahre als Wirtschaftsekretär in der SED-KL fungierte.
Beyreuther, Harald
10.03.2008
Telefonisch SZB-Am Rockelmann 2
Wirtschaftsekretär der SED-KL
Beyreuther,
Harald
Er war bis in die 1980er Jahre
Parteisekretär im Meßgerätewerk in Beierfeld SED-Parteisekretär.
Er kannte H. Oelsner als
langjährigen Sichheitsinspektor im MGW.
Die Tochter von Oelsner wohnt in
seiner Nähe.
Das Wohnhaus am Pappelweg, in dem
Oelsner wohnte wurde vor Jahren abgerissen.
Enders, Peter

20.12.2007
17 bis 17:45 Uhr persönlich
Sohn von Käthe und Josef Enders
Wohnt in SZB-Sonnenleithe, Am Hang
Enders, Peter
In der Familie Enders sind wohl keine Materialien zur GST
vorhanden – sehr schade.
Schade auch insbesondere deshalb, weil alle Familienmitglieder
viele Jahre sehr eng mit der GST
verbunden waren.
Josef war lange Zeit ehrenamtlicher Waffeninstandsetzer und
Kraftfahrer. Bei fast allen Ereignissen war er im Einsatz. Zunehmend war auch
sein Sohn Peter mit aktiv.
Käthe als „Raumpflegerin“ war bis zur Auflösung der GST im
GST-KV beschäftigt. Die Familie Enders wohnte von ca. 1975 bis nach 1990 im
Objekt des GST-KV (KAZ) und war permanent aktiv.
Die Tochter Petra hatte eine Kind, dieses gleichaltrige
Mädchen wuchs gewissermaßen mit unseren Sohn Ralf im GST-Objekt auf. Wir (Fam.
Ryter) hatten 1980 begonnen, einen Garten im ungenutzten GST-Gelände anzulegen.
Peter wollte dennoch in ihrer „Bilderkiste“ nocheinmal
nachsehen.
Ich wollte später nachfragen und evtl. eine entspr CD
brennen.
Dr. Berger, Ullrich
07.12.2007
11.45 bis 12.00 Uhr telefonisch
Dr. Ullrich BERGER
25 Jahre Chefredakteur der Zeitschrift SPORT und TECHNIK
Sehr intensives
Gespräch wegen Hans Klecha wegen eines möglichen Buches, umfangreicher
GST-Archivalien. Weitergehend Anfrage zu Malte Kerber …
Hat mich u.a. an Kurt Möller verwiesen und Oberst Münch der
zeitweise auch Stellv. Vors des GST-ZV war.
Frau Lauckner (zu Herbert Oelsner)

11.03.2008
telefonisch
Frau
Lauckner (Tochter von Herbert Oelsner/Foto)
Herbert
Oelsner war Soldat im 2. Weltkrieg und danach im Waschgerätewerk beschäftigt.
In den1950er Jahren wurde er Vorsitzender im 1952
geschaffenen GST-Kreisvorstand.
Leider konnte ich keine weiteren Unterlagen zu HerbertOelner
bekommen. Nur das Foto von Herbert als Vorsitzender während seiner Rede auf der
Kreisdelegiertenkonferen.
Im Telefonat mit seiner Tochter in Schwarzenberg erfuhr ich,
daß Herbert drei Töchter und drei Söhne hat und die Tochter, Frau Lauckner,
ihre Geschwister befragen wollte wegen eventuell vorhandenen Unterlagen.
Weitere Hinweise von Frau Lauckner waren zum Werdegang ihres
Vaters Herbert, daß er nach seiner Tätigkeit als GST-Kreisvositzender in der
Verwaltung der Kreis-Konsum-Genossenschaft in Raschau beschäftigt war. Lange
Zeit war er dann Sicherheitsinspektor im Meßgerätewerk in Beierfeld bis zum
Renteneintritt.
Schmidt, Manfred

16.04.2008
13.00 Uhr
telefonisch mit Ehefrau
SZB Erzstraße 32
Mitarbeiter KV
Schmidt Manfred
Manfred war vom 16.08.53 bis 03.04.61 im KV als Instrukteur
und Oberinstrukteur tätig.
Georg Hofmeister war bei seinem Ausscheiden lt. Versicherungsdokument wahrscheinlich
Kreisvorsitzender.
Frau Schmidt nannte Kameraden Teche aus Pöhla. Auch die
damaligen betriebenen Tierportarten (Hundesport, Reiten,Sporttauben, Jagd)
waren im Gespräch, und die nicht einfachen Bedingungen der Versorgung und
Betreuung der Tiere verlangte auch von den Funktinären manches ab. Die genannten Bereiche wurden wenig später ausgegliedert
und z.B. dem VKSK übertragen.
In der GST konzentrierte man sich intensiv auf die technischen
Bereiche und die vormilitärische Ausbildung.
Georg Hofmeister kannte Frau Schmidt gut. Die Familien im KV
hatten persönliche Kontakte untereinander.
Am 21.04. (14.00 Uhr) war ich noch einmal bei Frau Schmidt persönlich und
zeigte ihr Fotos von den Kreisvorsitzenden Lippold und Oelsner.
Oelsner, Steffen

10.10.2007
persönlich – in Wohnung aufgesucht
Oelsner, Steffen
Sektionsleiter Flugmodellsport der GST-GO im Eisenwerk Erla
Mitglied des Sekretariates des GST-KV Schwarzenberg
Vorsitzender der Kreiskommission Modellsport der GST-KO SZB
Übungsleiter und aktiver Modellsportler (Fesselflug)
Teilnehmer an Wettkämpfen im Kreis, Bezirk, GST/DDR und
international
Modellbauer im Eisenwerk Erla
Hat mir
seine Filme/Dias, Plakate und Urkunden von diversen Wettkämpfen zur
Digitalisierung geliehen
Steffen war seit seiner Kindheit Flugmollbauer. Gemeinsam
mit Gunther Wagner
waren sie in Schüler-AG’s tätig (Bermsgrün, Erla). Der Vater von Gunther war
meines Wissen nach der AG-Leiter der Modellbauer in Erla bzw. Bermsgrün. Später, im Eisenwerk Erla organisierten sie
selbst die Sektion Modellbau. Im Verlaufe der folgenden Jahre bis 1990 wurde
die Sektion mitführend im Republikmaßsab.
Steffen hat nach seiner Lehre als Holzmodellbauer und
NVA-Zeit im Eisenwerk als Modellbauer gearbeitet. Diese Tätigkeit war sicher
nützlich für den Flugmodellbau. Im Beruf wurden allerding die Modelle für den
Guß von Teilen für die Industrie (u.a. Kompressoren, Motoren etc.) hergestellt.
In den späteren GST-Jahren nutzten Steffen und Gunther auch
die Möglichkeiten des Eisenwerkes und mit dessen hervorragenden Unterstützung,
um selbst leistungsfähigere Verbrennungsmotoren für die Flugmodelle
herzustellen. Das war recht aufwendig und kompliziert. Das wurde jedoch
zunehmend wichtig. Die sportliche und auch technische Konkurrenz wurde stärker
und die Motoren aus der offiziellen DDR-Produktion konnten mit Produkten aus
der UdSSR und anderen GST-Sektionen nicht mithalten. Typisch DDR: immer mehr
Modellsportsektionen in der GST bastelten an eigener Technik – erfolgreich. Das
traf übrigens auf viele Bereiche in der GST zu, die ja auch deshalb
Gesellschaft für Sport und Technik hieß.
Die Sektion im Eisenwerk erhielt auch u.a. vom Betrieb eine
hochwertige Mini-Drehmaschine zur kostenlosen Nutzung. Diese Drehbank war
seinerzeit Weltspitze (sonst war ja alles Marode!). Da vom Betrieb über K u.
S-Fond bereitgestellt und dort inventarisiert, verblieb die Drehmaschine im
Eisenwerk. Andererseits hatte die Modellsportsektion Räume im GST-KAZ am
Haltepunkt als Arbeitsmittelpunkt. Die meisten Fliugmodellbauer haben aber auch
einen Großteil an Basteltätigkeit jew. zu Hause vorgenommen. Steffen z.B. hatte
und hat auch gegenwärtig im seinem winzigen Keller eine Werkstatt. Zwar nicht
mehr (2015) in der sienerzeitigen GST-Sektion aktiv (besteht ja seit Auflösung
der GST 1990 nicht mehr) stellt er immer noch diverse Teile für andere
Modellsportler her.
Lorenz, Liesbeth

25.10.2007
telefonisch – später Besuch in Wohnung
Lorenz, Liesbeth
Sachbearbeiter Finanzen im GST-KV 1967 – 1969
Leider kannte Liesbeth keine ihrer Vorgängerinnen. Eine
geringe Anzahl von Fotos und Dokumenten sind im Projekt eingebunden.
Dennoch spielte sie für die kurze Zeit im KV eine
wesentliche Rolle.
Die regelmäßigen Fahrten zum BV versuchte sie zu vermeiden,
da sie die Busfahrten nicht vertrug. Die Reinigungskraft – Frau Schuffenhauer –
erledigte das mehrfach für Liesbeth.
Insbesondere wenn Abzeichen etc. benötigt wurden. Frau
Schuffenhauer ging gerne in den Wirtschaftskeller zum ... Dafür konnte L.
Gitarre spielen und sorgte auch mal für Stimmung bei der Weihnachtsfeier der
KV-Mitarbeiter.
Problematisch wurde für L. zunehmend, wenn sie diverse
Einnahmen von Veranstaltungen (Fallschirmspringen, Schießbuden bei Gartenfesten
usw.) für fehlende Beiträge aus den GOen verwendete. Das wurde zwar in allen KO
praktiziert, war jedoch unkorrekt und verschleierte zudem den wirklichen
Mitgliederbestand im Kreis.
Ihr Ehemann (Rolf Lorenz) drängte darum seine Frau, die
Arbeit im KV zu beenden. Somit war L. auch nur recht kurze Zeit unsere „Finanzerin“.
L. arbeitete später in der Verwaltung der Schwarzenberger
Wohnunggenossenschaft. Rolf war noch nach 1990 Revisor bei der SED/PDS. Noch in
den Räumen der SED-KL trafen wir uns dort bei einer Wahlversammlung.
Meine anfängliche Mitarbeit in der PDS habe ich dann –
obwohl weiterhin Mitglied – aufgegeben. Bedingt durch meine umfängliche
Reisetätigkeit für den HEIDE-WEGWEISER-VERLAG 1990 – 1996 und daran sich
anschließenden Fortbildungen bis 2000 zur „Multimedia-Fachkraft“ in Aue und
ITSS-Spezialist in Auerbach i.V. sowie einer eigens mit Arthur Beier
organisierten ABM in Hohndorf/Zschopau zur Historie des Bergbaues im MEK bin
ich nicht mehr zu den Zusammenkünften der PDS-Gruppe gegangen.
Ich hatte noch über viele Jahre Kontakt zu Liesbeth Lorenz.
So machten wir auch mehrfach Urlaub auf dem Campingplatz am „Geyrischen Teich“.
Die Kreis-Konsum-Genossenschaft des Kreises Schwarzenber hatte dort zwei
Campingwagen stehen, die wir recht gerne nutzten. Anfang der 70er Jahre machten
wir dort mit die schönsten Sommerurlaube. Gemeinsam mit den „Fischers“
verlebten auch unsere Kleinkinder die Ferien. Eine „Sektaktion“ wäre
nennenswert: Eine Flasche Sekt – für den Abschiedsabend – explodierte im Kühlschrank. Wir wollten den eisigen Sekt
noch retten und versuchten mit dem Föhn die Eisbrocken aufzutauen. Eine
mißlungene Aktion. Der Sekt war fade und mit Glassplittern durchsetzt.
Über diese Aktion haben wir immer mal wieder Gelacht.
Diverse Urlaubserlebnisse gäbe es noch mehr zu erzählen, gehören jedoch nicht
hierher.
Der Geyrische Teich hat schon in meiner Jugendzeit und bis
in die Gegenwart eine herausragende Rolle gespielt.
-
Als Kinder waren wir – bis heute – oft dort baden,
paddeln, campen ...,
-
Als Lehrling habe ich mit Kalle ... „VA“ absolviert,
-
Mit der FDJ waren wir zu den ersten Pfingsttreffen,
-
Zu GST-Zeiten wurde dort in der alten Jugendherberge
richtige VA durch das MGW durchgeführt,
-
Im Umfeld des Teiches fanden BM im MMK-Winter statt
-
Greifensteine ...
Tochter
G.Teich: auch VA-MGW
Jugendherberge – Kongreß
Wendler, Wolfgang

29.10.2007
telefonisch / 0371 641 788
Henriettenstr. 20
Chemnitz
Wendler, Wolfgang
Mitarbeiter im GST-BV (ca. 1970 bis 1990) in AP
Ausgiebiges Gespräch wegen Materialien AP im BV. Wurde nach
Jahnsdorf (Flugplatz und neue Geschäftsstelle BV bis Auflösung 90/91) gebracht
und dort „eingelagert“:
Habe W. mein Anliegen (digit. Projekt) erläutert u. insb.
nach Spitzner, Heine gefragt.
Später hatte ich mehrere Jahre persönlichen Kontakt mit
Heine bei den RotFuchs-Zusammenkunften in Chemnitz. Heini ist mittlerweile
(~2015) verstorben.
In den ersten Monaten meiner Tätigkeit im GST-KV SZB war
Heini (von Köhler, Walter organisiert) mein väterlicher Betreuer; war der Vors.
im Nachbarkreis Aue.
Einige Jahre später ging Heini zum BV und arbeitete bis
Ende-GST mit Wendler, W. zusammen. Auch in dieser Zeit hatte ich zu Heini einen
freundschaftlich-fachlichen Kontakt. Im Gegensatz zu denen, die glaubten „das
Pulver erfunden zu haben“.
Habe W.W. gebeten, mein Anliegen bei div. Zusammenkünften
anzusprechen. Weitere Kontakte mit BV-Mitarbeitern hatte ich zwar, jedoch
selbst vorgenommen.
So mit:
Beier, Arthur –
Stv. AP/OP KV-Zschopau (langjährig vielgest. intensive Zusammenarbeit).
Dengler, Johannes – Sicherheitsbeuftr. BV – später
Tankstellenbetreiber und Weinvertreter.
Otto, Rolf – Stv
Ausb. BV dann Möbelhandel.
Bauer, Rudolf – Stv. AP BV.
Hartig, Lothar – langjähr. Leiter Sportsch. BV u.
Wirtschaft. Verkäufer Autohaus Glauchau.
Mocigemba, Reiner - Vors. KV-Stollberg, Geschftsstellenltr.
BV (Jahnsdorf-Flugplatz)..
Goßler, Rolf – Vors St.Vorst. Kmst.Stadt – Verantw.
Abwicklung BO(Jahnsdorf-Flugplatz) .
Mohr, Rudi – Langjähr. Leiter Bereich Na.sport BV.
Bukvic, Peter – Vors. KV-Aue.
Spitzner, Heini – langj. Vors. KV-Aue dann Mitarb. BV (AP).
Dr.
Elze, Gen.Major NVA /Stv. AP ZV.
Möller, Kurt - Mitarb AP-ZV. Material für geplantes GST-Buch
bekommen.
Berger, Presse ZV (S+T...).
Scholtke, Kurt - Stv. AP-BV Cottbus , hat Bücher über
GST-Abzeichen mit verfaßt.
Müller, Rudi – Vors. KV-Reichenbach.
Paul, Rudi - Vors. KV-Auerbach.
Eidam, Erwin – Stv. AP/OP KV-Aue.
Dr. Endert, Uwe – Pressestelle GST-ZV.
Bausch, Wolfgang – GO „Rote Jungfront“ BK-Traditionsarbeit.
Brückner, ... – Sohn
von Fritz B., langjähriger ehrenamtl. Fotograf des GST-BV.
Klecha,
Hans – GST-Pilot, Kunstflugstaffel der GST. Legendärer Lebenslauf.
König, ... – Dippoldiswalde, Filou und hat GST-Bücher mit
initiiert (Möller ...).
Berger, Ullrich – Chefredakteur GST-Zeitschrift S+T.
Hänßchen, Hans-Jürgen – Filou aus Kmst. Hat mich mit Klecha
kontaktiert.
Seidel, Siegfrid–Schiffsmodellbau, Ehrenfriedersdorf,
GST-Film-Modellbau, Projekt ebenda.
Bönhoff, Christian

19.12.2007
Mehrere Stunden persönlich
in der Wohnung seiner Lebensgefährtin in Erla/Crandorf
Bönhoff, Christian
Christian war der erste und bisher Einzige, der auf meinen Pressebeitrag
in der „Brennessel“ reagierte und sich telefonisch mit mir in
Verbindung setzte.
Dieser Artikel wurde von Wolfram Dittmann (damals Vors. der
Ortsgruppe der PDS/Linke) initiiert, der auch die genannte Zeitschrift
herausgab.
Ich kannte Christian schon aus seiner Zeit als
Sportfunktionär im Waschgerätewerk, aber auch als Mitglied der Betriebskampfruppe. Kontakte gab es
unbekannterweise schon in dieser Zeit. Unbekannt war mir jedoch, das Christian
schon 1954 aktiver GST-Motorsportler in Erlabrunn war. Er stellte mir ein Buch zum GST-Motorsport für das GST-Projekt zur Verfügung.
Hintergrund für unser geplantes Treffen, mit Laptop und
damit ausführlicher GST-Projekt-Darstellung war, das Christian für den
bevorstehenden Sachsentag in Schwarzenberg einen Textbeitrag erstellen sollte.
Darüber und viele weitere dementsprechende Themen hatten wir dann mehrere
Stunden ausgiebige Konversation.
Hänßchen, Hans-Jürgen
02.01.2008 persönlich
und telefonisch
Multitalent aus Chemnitz/Karl-Marx-Stadt
Hänßchen, H.-Jürgen
Zufälliger Weise traf ich dieses Filou im Kreisarchiv in
Aue. Dort hatte ich schon Monate für das vorliegende GST-Projekt umfangreich in
der Presse und Akten der Verwaltung recherchiert. Unser Gespräch war hektisch
aber interessant. Er machte mich bekannt mit Hans Klecha, der bei der Leiterin
des Kreisarchives zu tun hatte. Hans Klecha
war eine sehr spannende Person, worüber ich an anderer Stelle
umfangreich berichte.
Mit Hänßchen hoffte auf weiteres Material verschiedenster
Art und Thematik. Seine Visitenkarte wies auf etliche Tätigkeiten hin und das
persönliche Gespräch machte mich in kürzester Zeit auf einige Bereiche
neugierig. Leider war mein späterer telefonischer Kontakt erfolglos.
Unser Gespräch im Auer-Kreisarchiv befaßte u.a. mit Militärs
der NVA, die schon bei der faschistischen Wehrmacht tätig waren. Auch seine
GST-Aktivitäten im Fallschirnsport u.a. waren Gesprächsthema und so auch der
Flugsport mit dem Kunsflugpiloten Hans Klecha.
Leider fand der „Multukulti“ Hänßchen dann keine Zeit für
meinen angestrebten Besuch bei ihm in Chemnitz. Etwa im August 2020 hatte ich
ein kurzes Telefonat mit Ihm. Er stellte in Aussicht, im kommenden Herbst evtl.
Kontakt aufzunehmen.
Lippold, Rolf

10.03.2008
Persönlich in Wohnung in Bermsgrün, Schulstraße
Ehefrau von Rolf Lippold (Vors. GST-KV)
Lippold, Edith
Rolf war lt. Sozialverschersicherungsbuch vom 01.09.1952 bis 16.09.1955 im GST-KV beschäftigt. Eine Besonderheit ist der Stempel der GST-KO mit der Benennung als „Initiativkomitee“. Er war zuvor beim Rat des Kreises tätig und nach der Zeit als Hauptinstrukteur und Kreissekretär – auch nicht übliche Titel – ab 1959 bei der BDVP angestellt.
Er hatte scheinbar den Beruf als Werkzeugmacher gelernt. Diese Tätigkeit übte Rolf im Formenbau aus.
Nach seiner Tätigkeit bei der GST und bis zur Invalidenrente (?) war er beim „Luftschutz“ Aue/Schwarzenberg und später der Zivilverteidigung in der Schule in Alberoda beschäftigt.
Danach war er noch Hausmeister im Bermsgrüner Kindergarten.
Mit 70 jahren starb Rolf Lippold.
Leider habe ich ihn nicht kennengelernt.
Nach Darstellung seiner Frau sollen die GST-Jahre auch nicht ganz einfach gewesen sein.
Scholtke, Kurt
16.04.2008
14.00 Uhr
telefonisch
Calau, Am Spring 1
Stellv. Org.-Planung im GST-BV Cottbus
Kurt Scholtke
Kurt ist seit 1957 hauptamtlich bei der GST tätig. Er wirkte
im GST-KV und danach im BV-Cottbus.
Meine Anfrage betraf das „Scharfschützenabzeichen“.
Dieses gab es nur in der O-Serie und sollte für die Kernmannschaft im
Sportschießen verliehen werden.
Der ungeplante Kontakt kam zustande, durch ein vorheriges
Telefonat meinerseits mit Rudolf Bauer. Er hatte mich wahrscheinlich zu meinem
65. Geburtstag angerufen. Ebenso erhielt ich telefonische Glückwünsche von Rudi Moor und Rolf Otto.
Dieser Kontakt mit Kurt Scholtke hatte sehr gute Erfolge.
Viele GST-Abzeichen und wohl alle GST-Uniformen/Bekleidung
bewahrte er als private Sammlung auf. Leider war es mir nicht gelungen,
gemeinsam mit Arthur Beier (mit dem ich das vorliegende Projekt begonnen hatte)
aufzusuchen.
Unmittelbar danach ließ er mit Bücher/Broschüren zukommen,
die ich käuflich erwerben konnte.
Es handelte sich um die Darstellung fast aller GST-Abzeichen/Orden/Medaillen
der GST.
Recht interessant ist auch eine Dokumentation zur FDJ-Aktion
„Dienst für
Deutschland“. Kurt ist leider später verstorben.
Neubert, Gotthard

16.04.2008
telefonisch
Schwarzenberg
Lehrer der BBS u. Ausbilder der AVA
Gotthard Neubert
Als Lehrer an der BBS war mir Gotthard schon seit meiner
Lehrzeit (Betriebsschlosser, 1959 bis 1962) bekannt. Soweit ich das noch in
Erinnerung habe, war er ein guter und freundlicher Lehrer. Er war auch sehr eng mit der Schule
verbunden
Zu seinem 50. Geburtstag hatte ich ihm als amt. Kreisvorsitzender
Gratuliert. Zu dieser Zeit wohnte er in dem recht repräsentativen Neumann-Haus in
der Nähe des Schwarzenberger Bahhofs.
Gotthard war wohl sein gesamtes Berufsleben bis zu seinem Rentenalter
an dieser wunderschönen
Lehreinrichtung tätig. Viele Lehrer
dieser BBS der
Stadt/Kreis Schwarzenberg und später des Waschgerätewerkes haben sehr viele
Schüler und jahrzehntelang in etlichen Berufen ausgebildet und auch zu guten
Fachleuten herangebildet. Es wurde auch das Abitur mit Berufsausbildung
erfolgreich praktiziert.
Zu den mir bekannten Persönlichkeiten gehörten u.a. Heinz
Martin (Direktor), Dr. Müller, Werner Hanschmann, Peter Kressig, Karl Mann,
Herr Sehgers, H.J. Krüger, Horst Keller. Eine Vielzahl der Lehrer der BBS waren
direkt oder indirekt an der vormlilitärischen
Grundausbildung beteiligt.
1960 in etwa habe ich selbst an einer „vormilitärischen
Ausbildung“ in einem GST-Zeltlager an der Ostsee teilgenommen. Überwiegend
bestand das Ausbildungslager jedoch aus dem aalen am Badestrand. Insgesamt war
diese VA dennoch ein prima Erlebnis. Das spätere Gemeinschaftsgefühl in der
NVA-Zeit wurde schon herausgebildet. Militärisches Marschieren fand auf dem Weg zum Strand und
zum GST-Lager statt.
In den späteren Jahren meiner haupamtlichen Tätigkeit im
GST-KV habe ich dann überwiegend „echte“ militärische
Ausbildung in unseren Ausbildungseinheiten miterleben können.
In vielen Jahren der GST-Aktivitäten der BBS-Ernst-Scheffler
wurden viele und unterschiedliche Dokumente zusammengetragen. Einiges ist im
vorliegenden Beitrag ersichtlich. Dennoch hoffte ich auf weitere Archivalien.
Mein Telefonat mit Gotthard Neubert sollte beitragen, weitere Materialien für
das GST-Projekt nutzbar in die Gestaltung enzubeziehen.
Leider war Gotthard zu diesem Zeitpunkt etwas zugeknöpft.
Wie viele andere, mit denen ich in dieser Zeit Kontakt hatte, wollten sie nichts
mehr von ihrem früheren Engagement Wissen.
Gotthard verwies mich an die aktuelle Direktorin (Frau
Lippert).
Dr. Steiniger, Klaus

14.04.2008
telefonisch
Berlin
Redakteur der Zeitschrift „RotFuchs“
Dr. Klaus Steiniger
In der Monats-Zeitschrift „RotFuchs“, deren Leser ich seit
meiner Mitgliedschaft im Förderverein bin, war ein Beitrag zum Thema
„Archivieren“ veröffentlicht. Ich wollte den Verfasser erfahren und rief
deshalb Dr. Steiniger an. Ich hatte ihn bereits bei einer Veranstaltung in
Chemnitz erlebt. Klaus war ein weltgewadter und kluger Journalist. Viele Jahre
beim ND als Auslandskorrespondent, u.a. in China und USA, Südamerika, Spanien
und Portugal. Seine Beiträge waren und sind sehr eingängig und interessant
verfasst. Leider ist Klaus Steiniger inzwischen verstorben. Seine Beiträge sind
bisher nicht ersetzbar gewesen. Seine Ehefrau war Bruni Steiniger, die noch an
leitender Stelle im RotFuchs tätig ist.
Bruni war in früheren Jahren (ca. 1970er Jahre) die 1. Sekretärin der FDJ-BL in
Karl-Marx-Stadt. In dieser Zeit hatte auch ich als GST-Kreisfunktionär
indirekten Kontakt zu Bruni.
Krämer, Ernst

16.04.2008
telefonisch
Schwarzenberg
Leiter BB, Rat des Kreises
Redakteurin „Taktband“ WGW
Ernst Krämer und
Frau Krämer
Bei Frau Krämer hatte ich wegen einer Anschrift und
Telefonnummer zu Hans-Joachim
Krüger nachgefragt. Dieser hatte
einige Jahre nicht nur als VA-Ausbilder der BBS gewirkt,sondern auch
lange Zeit als Korrespondent für die Betriebszeitung
des WGW eine Vielzahl unterschiedlichster Beiträge verfasst. Auch in der
FREIEN PRESSE war er, insbesondere GST-Themen, mit seinen Artikeln präsent.
H.J. Krüger war mir somit einige Jahre ein wichtiger und
erfolgreicher Mitstreiter für unsere GST-Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere
bei der Pressearbeit.
Diese Tätigkeit war zunehmend – insbesondere in der 1980er Jahren – mit der Kreisredaktion
der FREIEN PRESSE, den Redaktionen der Betriebszeitungen im Altkreis
Schwarzenberg, unter der Anleitung des GST-BV und auch geleitet vom
Zentralvorstand unserer GST sowohl qualitativ und vielgestaltischer geplant und
realisiert worden. Eine Vielzahl von aktiven Kameraden fast aller
seinerzeitigen GST-GO konnte ich in diese Darstellung aller Bereiche
der wehrpolischen und –sportlichen Aktivitäten gewinnen und einbeziehen. Nennen
möchte ich nur einige Wenige, die unsere GST-Aktivitäten in die Medien
brachten: VEM- Klemm, Reber, …, MGW- Bochmann, Poller …, WGW- Krüger, Adler, …
Formenbau-Nestler, Oelsner, …, Saxonia - ……………
Harald Wunderlich, der lange Jahre auch für das Fotoarchiv
im WGW zuständig war, wurde mir als evtl. Kontaktperson genannt. Mit Harald war
ich 1959 bis 1962 Schüler der BBS und wir haben seinerzeit die Ausbildung als
Schlosser absolviert. Leider hatte mir dieser Hinweis nichts mehr an erhofften
Archivalien gebracht. Auch in den Betrieben aus DDR-Zeiten wurden, so wurde
zumindest gesagt, alles was an DDR-Zeiten erinnern könnte, Beiseite geschafft.
Das würde ich unter die Rubrik „Kultur-Barbarei“ einordnen.
Bei meinen Recherchen zum vorliegenden und anderen Projekten
hatte ich jedoch auch erfreulichere Erfahrungen gemacht. So wurden mitunter von
bewussten Menschen unterschiedlichste Materialien vor sinnloser Vernichtung
bewahrt. Das wäre übrigens eine Anregung, entsprechende Forschungen zu
betreiben, um diesen Teil der „friedlichen Revolution“ zu hinterfragen.
Erstaunlicherweise (oder nicht erstaunlich) fand ich dementgegen, in den
Archiven von Verwaltungen, Dokumente aus der Zeit des deutschen Faschismus.
Das mit Frau Krämer begonnene Telefonat führte ich dann mit
ihren Ehemann Ernst Krämer fort. Wir hatten einen längeren Gedankenaustausch
über eine Vielzahl weiterer GST-Funktonären, die meist auch Lehrer der BBS und
Lehrausbilder im Kreis Schwarzenberg waren. Ernst Krämer war in seiner Funktion
als Stellvertreter des Vorsitzenden des Rates des Kreises u.a für die Berufswahl
und Berufsausbildung verantwortlich. Wir, der GST-KV, wirkten mit Ernst sehr
eng zusammen. Im Rahmen der Ausbildung aller Lehrlinge wurde seit Jahrzehnten
die vormilitärische Grund- und Laufbahnausbildung geplant und durchgeführt.
Ernst Krämer war – sinnvoller Weise – einige Wahlperioden Mitglied des
Sekretariates des GST-KV.
Die GST – als sozialistische Wehrorganisation der DDR – wurde
1952 auf Anregung der UdSSR in`s Leben gerufen. Ähnlich der DOSAF der SU, der
polnischen LOK, der SVARZAM in der CSSR, der MHS Ungarns und weiterer
gleichartiger Wehrorganisationen in Rumänien?, Bulgarien, der Mongolei,
Vietnams? und in Cuba. Nicht bekannt ist mir, ob in China und Nord-Korea oder
weiteren Staaten solche Wehrorganisationen bestanden.
Neben Ernst Krämer im Bereich BB, hatten wir auch eine gute
und enge Zusammenarbeit mit anderen Verantwortlichen des Rates des Kreises. Aus
späterer Sicht verständlich, da wir mit der GST-Gründung unter Verantwortung
des Ministeriums des Innern (W. Stoph) und dann dem Verteidigungsministerium
(H. Hoffmann) standen.
Genau so eng und erfolgreich wirkten wir mit der Abteilung
der Volksbildung zusammen. In den Anfangsjahren der GST gab es längere Phasen
der Widersprüche und Missverständnisse zwischen GST und Volksbildung. GO der
Schulen wurden aufgelöst oder nicht mehr gebildet. Jedoch ab der 1970er Jahre,
nachdem General Teller GST-Vorsitzender wurde, trat ein spürbarer Umschwung in
der Zusammenarbeit ein.
Die seinerzeitige Kreisschulrätin Christa Lauckner und
insbesondere ihr Stellvertreter Heinz Weihrauch unterstützten
die GST sehr aktiv. Seitens der GST wurde den Schulen vielfach bei Wettkämpfen
und Veranstaltungen Hilfe zuteil (…Mannöver Schneeflocke, Wehrausbildung
…).Diese Zusammenarbeit war auch zu betrachten, durch das enge Zusammenwirken
mit der FDJ auf allen Ebenen im Kreis.
In der Regel waren die 2. Sekretäre der
FDJ-Kreisleitung Sekretariatsmitglieder im GST-KV.
Mehrere Wahlperioden war ich gewähltes Mitglied der FDJ-KL.
Zudem waren wir als Parteigruppe gemeinsam mit dem DTSB-KV und der FDJ-KL eine
SED-GO.
So, wie die GST seit ihrer Gründung durch das Ministerium
des Inneren – später durch das MfNV -betreut und geführt wurde, waren der Stellv. Inneres
des Rates des Kreises und er Leiter des
Wehrkreiskommandos für uns sehr enge Partner.
Für einige tatkräftige Aktivitäten, zum Beispiel der
Schaffung und dem Funktionieren der Trainingszentren im Sportschießen und MMK,
halfen der GST-KO die Mitarbeiter des Bereiches
Jugend und Sport des
Rates des Kreises.
Mich hatte der Rat des Kreises in die entsprechende Kommission
in den Kreistag berufen.
Die weiteren Bereiche beim Rat des Kreises waren ebenso
unterstützend für unsere Tätigkeit wichtig und diese nutzten wir all die Jahre
des Bestehens der Wehrorganisation.
Die langjährige Vorsitzende des Rates des Kreises, Marianne Jupe war z.B.
maßgeblich in ihrer verantwortlicher Funktion für den Bau unseres neuen Kreisvorstandes
führend.
Das VPKA (Volkspolizei-Kreisamt)
war mit seinen Bereichen (Erlaubniswesen, Verkehrspolizei)
ebenso ein aktiver Unterstützer der GST. Für die Fahrschulen
der GST (Führerscheine, Ausbildung der Fahrlehrer, Wartung der KFZ-Technik …)
war die VP von Anfang an unerlässlich. Auch für entsprechende Erlaubnisse und
dem Schutz von Waffenräumen und Schießständen und Anfangs dem Jagdwesen war das
VPKA wichtig und hilfreich.
Da ist es bezeichnend, das 1952 für einige Jahre im Objekt
des VPKA auch der GST-KV untergebracht war. Ende 1989 waren dort die GST-Ausbildungswaffen
(KK-MPi) eingelagert.
https://www.youtube.com/watch?v=exWXcS7z5S0
Diese Waffen wurden später wahrscheinlich anderweitig (wer
weiß wohin!?) verhöckert.
Die Mitarbeiter des GST-KV waren ihrerseits in Gremien des
Kreises integriert. So war der
Vorsitzende (Köhler, Debitz) im Kreisausschuß der Nationalen Front, der
Kreiseinsatzleitung und der Kreiskommission für sozialistische Wehrerziehung aktiv.
Als Stellvertreter PE/Org.-Planung war ich zumindest ab den
1970er Jahren im Kreiskommite der antifaschistischen Widerstanskämpfer,
Mitglied der FDJ-KL, in der Kommision Traditionspflege der SED-KL, der
Kommision Jugend und Sport und in der Kreisredaktion der „Freien Presse“ als
Volkskorrespondent und für zentrale GST und weiter Medien tätig. Darüber hinaus
waren die hauptamtlichen Mitarbeiter noch in Gremien im Bezirk und auf
zentraler GST-Ebene berufen. Auch ehrenamtliche Funktionäre wurden in diverse
Areitsgruppen aktiv, so im Spertschießen, Milit. Mehrkampf, Motorsport,
Modellsport, Nachrichtensort.
Vollert, Dieter
19.03.2008
10.00 – 11.45 Uhr im
Ratssaal der SV
Chronist in Johanngeorgenstadt
Dieter
Vollert
Eingangs haben wir uns ausgiebig über Archivierungsform und
Ziel unterhalten.
Wir hatten ja schon intensive Kontakte 2008 im Kreisarchiv
und 2002 bei meinem kurzen Einsatz in der ABM der Stadtverwaltung.
Im Kreisarchiv nutzte ich seine Johanngeorgenstadter-Chronik
in ausgiebiger zweibändiger Buchform, die sehr umfanreich und gut recherchiert
ist.
2002 hatten wir ein intensives Gespräch zu den Problemen der
touristischen Arbeit in der Stadt. Die historische Entwicklung seit der
Stadtgründung (Exulanten aus Böhmen, Berggeschrei Altbergbau, Wismutzeit,
Kasernenstandort, DDR-Übenahme durch BRD)
hatte über diesen langen Zeitraum eine vielgeschichtete
Bevölkrerung geschaffen. Das recht unterschiedliche Intresse der jeweiligen
Gruppen führt oft dazu, daß jeder seinen eigenen Vorstellungen nachgehen will.
Im Endeffekt kommt kaum zielgerichtetes-gemeinsames Handeln zustande.
Im aktuellen
Gespräch habe ich Dieter mein Anliegen erläutert und meine Fragen genannt.
Die Wismutzeit im
„Kreis“ Johann-stadt und im Zusammenhang mit dem Kreis Schwarzenberg blieb
unklar. Einige Zeit in der Hochphase des Uranbergbaus
wuchs die Bevolkerung enorm an. In dieser Situation wurde Johanngeorgenstadt
ein eigener Kreis. Dieter wies mich auf das Wismut-Archiv in Chemnitz und
Schlema hin.
Das GST-Objekt
hinter der Grenzlandbaude war ausgiebiges Thema. Dort war der Stützpunkt
der der Wismut-KO. Im Gelände hinter der genannten „Grenzlandbaude“ befand sich
damals ein KK-Schießstand, ein Motorsportstützpunkt, auch die
Fallschirmspringer und Reitsportler
hatten dort ihr Domizil. Im Reitsport benannte Vollert die Kameradin Regina
Barthel, die ich besuchte und die mir ihrerseits den Hinweis den Tipp gab,
mich mit den Kameraden
Haase in Verbindung zu setzen. Regina Bartel war ihrer Auskunft nach
Parteisekretärin (SED) in der ZAS-Neuoberhaus.
Interessanterweise wurde mir angeraten, das Archiv der LPG-Bermsgün
aufzusuchen. Das GST-Objekt lag wohl auf dem Gelände der Bermsgrüner LPG.
Meine weitere Frage
betraf das leider nach 1990 abgerissene Kulturhaus
in der Neustadt. Diese Kultur- und Gaststätte war prägent für den Kreis
Schwarzenberg. Bis 1989 fanden alle repräsetativen Veranstaltungen dort statt.
Das frühere Kulturhaus am Formenbau in Schwarzenberg existierte schon etliche
Jahre nicht mehr. Um so mehr war also das Kulturhaus „Karl Marx“ in der
Bergstadt-Johanngeorgenstadt stark frequentiert. Die Stadt war bis 1990 jeweils
ganzjährig für tausende Urlaubern ein sehr beliebter Urlaubsort. Insbesondere
im Winter wurde viel Skisport in und um Johanngeorgenstadt betieben. Die Sprunschanzen
boten oft Wettkämpe und diese waren gut besucht. Nach 1990 blieben schlagartig fast alle
Urlauber weg. Das Kulturhaus verlor seine bisherige Bedeutung. Die nunmehrigen
Wichtigtuer in der Stadt, und diejenigen im Land (BRD), hatten die Aufgabe,
alles was für die bewußten DDR-Menschen von Bedeutung war zu vernichten.
Eine Kulureinrichtung, wo unter anderen jahrzehntelang
hunderte Jugendliche ihre Jugendweihe erhielten und ein Gelöbnis für unseren
sozialistischen Staat DDR ablegten, musste vernichtet werden. Und diese Vernichtungsorgie
zog sich über die gesamte bisherige DDR. Kulturhäuser, Polikliniken, LPG, alle VEB und
viele andere Dinge wurden vernichtet. Auch viele Menschen ließen ihr Leben oder
büsten ihre soziale Sicherheit ein. Millionen Menschen verloren ihre Arbeit und
wurden auf den „Müllhaufen“ der „neuen Demokratie“ entsorgt. Soviel zum Beriff
der sogenannten „friedlichen Revolution“.
Als junger Grenzsoldat bzw. Unteroffizier feierte ich im
K.-Marx-Kulturhaus mehrmals Faschingsfeten in allen Räumen, Bunte Revuen (z.B.
mit Frank Schöbel) und besuchte im Ausgang mehrfach die niveauvolle Gaststätte.
Nach meiner Grenzerzeit 1967, die ich fast drei Jahre in
Johann’stadt absolvierte, bin ich hauptamtlicher Funktionär im
GST-Kreisvorstand in Schwarzenberg geworden und hatte somit weiterhin intensive
Kontakte und Betätigunsfelder zu „meiner
Johann-Stadt“.
Als langjähriger Stellv. Kreisvorsitzender muste ich ab 1982
meinen Chef, Walter Köhler, vertreten. In dieser Zeit fand eine der vielen
DDR-und bezirklichen Veranstaltungen statt. Eine Eröffnung der
DDR/GST-Wettkämpfe fand am Kulturhaus „Karl Marx“ statt.
Mehrfach fanden Traditionsmärsche
statt, die ihren Hintergrund beim Rot-Front-Kämpferbund der 1920er Jahre, unter
der Leitung Ernst Schnellers hatten.
Desweiteren fanden regelmäßig eine Vielzahl
unterschiedlichster wehrsortlicher und vormilitärischer Aktivitäten sowohl in
den Johann’städter Grundorganisationen, auf Kreis-, Bezirks- und DDR-Ebene
statt.
Ich hatte noch
einige Fragen in petto, die ich mit Dieter Vollert besprechen wollte.
Da Dieter vormals in der Wema als BGLer tätig war, galt mein
Interesse den vielen GST-Funtionären der GST-GO und ihren weiteren Werdegang.
Göbel, Achim (de Eich) war bis nach 1989 aktiver Fahrlehrer
und allgemein ein rühriges Mitglied in der GO. Einige Zeit war er auch Leiter
der Lehrwerkstatt im „Lehmer
Grund“. Zuvor war Joachim
Smettana Chef der Berufsausbildung.
In der weiteren
Unterhaltung ging es scheinbar etwas durcheiander, dennoch nicht uninteressant.
Genannt wurde von Dieter u.a. Franz Lang, den ich nicht
kannte. Er war wohl früher der Ortschronist und in der VP-Dienststelle der
Bergstadt tätig.
Eine weitere Frage
galt meinem früheren Zugführer Obltn. Lutzke
in der Kfz-Kompanie der Grenztruppen. Ich sollte diesbezüglich in der
Stadtverwaltung beim Hauptamtsleiter oder bei Beilfuß nachfragen.
Weiter Namen nannte
Dieter Vollert, bzw. auch ich im Gesprächsverlauf.
Roland Ogrcewalla, Stellv. Betriebsdirektor und später der
Leiter des Lehrbetriebes,
Wolfgang Abratis war langjähriger Lehrmeister,
W. Kreagel auch lange Lehrmeister.
Der mehrjährige GO-Vorsitzende Hans-Joachim Hermann
war auch ein Thema. Er war durchaus ein guter GO-Vorsitzender, aber auch ein
beachtlicher Sportschütze. Seinen Rücktritt begründete er,als Alibi, mit seinem
zunehmenden Engagement als CDU-Mitglied. Mit den nachfolgenden GO-Vorsitzenden
konnten wir bis zum Ende der GST in der GO-Wema nicht mehr anknüpfen. Der
inhaltliche und organisatorische Mittelpunkt der GO war überwiegend die
Lehrwerkstatt im Lehmergrund mit dem Schwerpunkt der vormilitärischen Ausbildung,
dem Schießsport, dem selbsgeschaffenen
KK-Schießstand, der Waffenkammer und der Sportwaffen (LG u. KK), dem Nachrichtenkabinett
u.a. Nach 1990 wurde dieser Betriebsteil
nach und nach beseitigt. Mittlerweile erinnert nichts mehr an die Zeit, wo
Jahrzehntelang viele Jugendliche unterschiedliche Berufe erlernten und auch
technische Spitzenleistungen bei der Herstellung damals modernster
Spritzgussautomaten erbracht wurden.
Eröffnung GST-Meisterschaften
Traditionsmarschllgemein
Fotos KK-Stand u.a.
Bartl, Regina

16.05.2008
Persönlich, gegen 11.00 Uhr am Wohnhaus (Nähe
Sportplatz-Neustadt)
Johanngeorgenstadt
Reitsportlerin – Wismut
Regina Bartl
Frau Bartl war in der Wismut-Jahren (~1955) Reitsportlerin. Hinter
dem Gelände der Grenzlandbaude in Johanngeorgenstadt waren ihr
Übungsgelände und ihre Pferdeställe.
Nach der Wismutzeit betrieben die GST-Sportler den Reitsport
noch entsprechende Jahre weiter, sowohl im Sportclub als auch privat.
Das Gespräch führte ich mit ihr auf Hinweis des
Ortschronisten Vollert.
Sie nannte mir im Verlauf des Gespräches noch einige Namen.
Insbesondere Dieter Haase
war ein sehr aktiver Reitsportler, der auch als Organisator eine führende Rolle
spielte. Mit Dieter hatte ich später noch ausgiebig und einen nutzvollen Kontakt.
Wahrscheinlich von Vollert hatte ich erfahren, das Regina
Bartl zeitweise SED-Parteisekretär in Neuoberhaus war. Von ihr selbst wurde
gesagt, das sie etliche Jahre Busfahrerin, auch unter wiedrigen
Verhältnissen im Winter war.
Erst einige Jahre später habe ich Frau Bartl mehrmals
getroffen. Sie war im „Loipenhaus“ der Johann’städter Wintersportler in der
kleinen Gaststätte tätig.
Riegler, Roland

17.08.2007
persönlich (am Wohnhaus)
Riegler, Roland
Lehrer
Leiter TZ-MMK Johann’stadt.
Auch Vorsitzender der GST-GO der II. POS Johnann’stadt.
Langjährig Vorsitzender der KK-MMK und Sekretariatsmitglied.
Leiter der Touriststation der Vobi. in Johann’stadt (direkt neben II.POS)
War insbesondere der Verbindungsmann des Kreisschulrates; zusammenwirken mit der Vobi dadurch sehr effektiv. Wehrsportsektionen (MMK, SP, Mod, Na, Mot ...) konnten entwickelt uns stabilsiert werden.
Roland war einer der aktivsten und engagiertesten Funktionäre der KO-SZB.
Die GO hat auch viele aktive ältere Wintersportler (insb. Langläufer) in den Wettkampfsport integriert. Diese waren ihrerseits vielfach auch Übungsleiter und Kampfrichter.
Bei einer Vielzahl von Wettkämpfen bis zu internationalen Meisterschaften war das TZ-MMK der tragende Organisator und bis zum GST-ZV hochgeschätzt.
Die GST-KO konnte Dank der MMKler, neben den Sportschützen (Windisch, Barthel ...) Motorsportlern (Barthel ...) Modellsportlern (Oelsner/Wagner, Hientzsch, Neubert) Nachrichtensportlern (Traxler ...) und den AE der VA (Nestler ...) sich über viele Jahre im Bezirk, auf DDR-Ebene und auch international mit achtenswerten Leistungen beweisen.
Roland war bei unserem „Zufallsgespräch“ etwas reservirt, hat mir jedoch einige Hinweise gegeben. Dadurch konnte ich mit Diethard Am Ende in Kontakt treten und dennoch diverses Material der GO zum digitalisieren erhalten.
Riegler, R. vertrat die KO mehrfach bei Bezirksdelegiertenkonferenzen und GST-Kongressen.
Nach 1990 leitete er noch einige Zeit das „Waldschulheim“ (ehem. Touriststation). Insbesondere
Tierhaltung und Pflege war sein Metier.
Wie leider üblich in der sogenannten Wendezeit (besser als Konterrevolution zu bezeichnen, den es wurde die sozialistische Entwicklung der DDR in eine kapitalistische Rückentwicklung vorgenommen) wurde Roland als Lehrer aus seiner langjährigen Tätigkeit bei der Volksbildung „ausgesondert“! – Vorwurf: IM
Evtl Kreisschulrätin u. a. aktive Vobi-Leute nennen.
Haase, Dieter

16.05.2008 ?
persönlich (in Wohnung Nähe Milchbar) Johanngeorgenstadt
Reitsportler
(Wismutzeit)
Dieter Haase
Insbesondere lt. Gespräch mit Ortschronist Vollert und der
Reitsportlerin Regina Bartl
war Dieter
Haase ein besonders aktiver
Reitsportler der Sektion der GST-GO/KO Wismut-Johanngeorgenstadt. Da die
GST später (nach 1960) einige Sportarten ausgliederte, waren danach die Reiter
in der SG-Dynamo in Johann’stadt weiterhin aktiv.
In der GST konzentrierte sich die Wehrorganisation auf ihre
Hauptrichtung der vormilitärischen Grund- und Laufbahnausbildung, den
technischen Sportarten (Schieß-, Motor-,
Nachrichten-, Flug-, Fallschirm-, Modellbau-, Seesport, den MMK, später WKS).
Den Reitsport, Taubensport, Hundesport und den Jagdsport betrieben
die ursprünglichen GST-Mitglieder dann in anderen
Trägerorganisationen.
Daubner, Joachim
16.05.2008 ?
persönlich (in Eigenheim im Ortsteil Pachthaus)
Johanngeorgenstadt
Stellv-Leiter
Kulturhaus „Karl Marx“
Joachim Daubner
Bevor „Achim“ im Kreiskulturhaus
„Karl Marx“ der Stellvertreter des langjahrigen Leiters Heidenreich wurde, hatte er einige Jahre in
der FDJ-KL gewirkt. Er war seinerzeit Sekretär für Kultur. Somit war sein
Werdegang in das Kreiskulturhaus folgerichtig.
Ich kannte Joachim schon seit meiner Zeit im GST-KV. Nun
hatte ich die Vorstellung, dass er mir recht viel interessantes aus der
Wismutzeit des Kulturhauses berichten und auch Material zum digitalisieren
leihen könnte. Achim hatte mir angedeudet, im Archiv des Kulturhauses wären
Filme der 1950er und späterer Jahre vorhanden wären. Dabei evtl. 1.-Mai-Feiern
mit GST-Beteiligung. Leider hatte ich diese Info nicht intensiv weiter
verfolgt.
Das große und auch repräsentative Kulturhaus wurde in der Hochphase der
Wismuttätigkeit (1950er Jahre) errichtet. Im Rahmen der Schaffung der
Johanngeorgenstädter-Neustadt entstand dann auch dieses Kulturobjekt.
Der extrem intensive Bergbau hatte auch zur Folge, dass
Teile der Altstadt abgerissen werden musste. Die Erde unter den Häusern war
sehr unterhölt und es drohte der Einsturz vieler Häuser. Diese Bewohner der
Altstadt und die große Anzahl der hinzugezogenen Bergarbeiter brauchten
Wohnraum. Es gab mehrere Standorte dafür. Im Ortsteil Pachthaus, auf dem
Mühlberg, in Neuoberhaus, der Schwefelwerkstraße und der Mittelstadt wurden
viele unterschiedliche Siedlungen errichtet, die teilweise noch bestehen.
So ist das gegenwärtige Rathaus in einem seinerzeitigen
Kasernengebäude untergebracht. Johanngeorgenstadt wuchs in der Wismutzeit von ca.
5000 Bewohnern auf ca. 45000 an. Dieser enorme Zuwachs bewirkte, das die
„Neustadt“ entstand, mit damals modernsten Gebäuden und sozialen Einrichtungen.
Die Stadt war zugleich ein eigeständiger Verwaltungskreis, neben Schwarzenberg
und Aue. Es gab auch eine eigene Ausgabe der „Volksstimme“ bzw.
der „Freien Presse“.
Beck, Walter

17.08.2007
nur indirektGO-Vorsitzender Papierfabrik Antonsthal (Franz Dziebko)
Durch eine entsprechende Traditonsarbeit und vorgenannter Aktivitäten konnte der GO der Ehrennamen „Franz Dziebko“ (1982) verliehen werden.
Herausragende Funktionäre waren bis zur Selbstauflösung der GST u.a.: Werner OPP (WKS...) Martin Krauß (u.a. Parteisekretär und GST-Mitglied seit 1952) Heinz Schlegel (Fu.Fi./Wi.) Günter Wagner (Mot).
Walter war zum o.g. Zeitpunkt leider nicht mehr persönlich ansprechbar. Er war im Pflegeheim in Breitenbrunn (?) Patient.
Die Gespräche führte ich u.a. mit Heinz Schlegel, Werner Opp ...
Einen Sohn konnte ich nicht erreichen.
Walter Beck war einer der langjährigsten und aktivsten Funktionäre unserer KO.
Die GO „F. Dziebko“ hatte eine lange und wechselhafte Entwicklung. Eine Vielzahl aktiver Mitglieder und Funktionäre führten die GO mit an die Spitze der KO. Dazu trug auch bei, daß es der GO-Vors. vestand, die Betriebsleitung, die SED-Leitung und alle gesellschaftlichen Bereiche des Betriebes, der POS, der Gemeinde einzubeziehen. In der vorm. Ausbildung der BBS-Schlema war die GO imtegrierter Bestandteil.
Im Betrieb und der POS gab es Sektionen im MMK, WKS, Motorsport und Sportschießen.Durch eine entsprechende Traditonsarbeit und vorgenannter Aktivitäten konnte der GO der Ehrennamen „Franz Dziebko“ (1982) verliehen werden.
Herausragende Funktionäre waren bis zur Selbstauflösung der GST u.a.: Werner OPP (WKS...) Martin Krauß (u.a. Parteisekretär und GST-Mitglied seit 1952) Heinz Schlegel (Fu.Fi./Wi.) Günter Wagner (Mot).
Die GO Pap. Antonsthal war meiner Erinnerung nach wohl die einzige GO, die geordnet im Frühjahr 1990 ihre Arbeit beendete. Dazu hatten sich viele der aktiven Mitglieder und Funktonäre zur abschließenden Mitgliederversammlung in der „Silberwäsche“ getroffen. Ich war seitens GST-KV anwesend.
Der seinerzeitige Wirt der genannten Gaststätte war der Genosse Manfred Schmidt, der von 1953 bis 1961 als ... Oberinstrukteur im GST-KV tätig war. Er kam von der Pap. Antonstal und ging 1961 in’s Eisenwek Erla.
Bereits wenige Jahre nach 1990 wurde die Papierfabrik Antonsthal liquidiert und abgerissen.
Die damals Beschäftigten zersreuten sich in alle Winde.
Barthel, Wolfgang
04.06.2008
Telefonisch (12.30 – 13.45 Uhr) Johanngeorgenstadt
Sekretär der BPO der SED / Wema-Johann’stadt
Wolfgang Barthel
Meine letzten Kontakte zu Wolfgang gab es 1989 in der Wema-Johannstadt. Dort war er der SED-Sekretär dieses Betriebes. Er wurde als Mitarbeiter der SED-KL (Wirtschaft) nach Johannstadt als neuer Parteisekretär delegiert und kooptiert.
Wolfgang stammt aus Grünstädtel (sein Vater war in den 1950er Jahren dort Bürgermeister).
Mit ihm verbindet mich eine lange und intensive Freundschaft. Etliche Jahre war er in der FDJ-Kreisleitung und als FDJ-Ortssekretär in Schwarzenberg tätig. Wie er in diese Tätigkeit gekommen war, ist mir leider nicht bekannt – Schade.
In dieser Zeit (ca. 1967 ff.) war ich, nach Schlosserlehre in Raschau und meiner 3-Jährigen Zeit als Ausbilder bei den Grenztruppen in Johannstadt, hauptamtlicher Funktionär im GST-KV in Schwarzenberg.
In den ersten Jahren im GST-KV betätigte ich mich recht intensiv in der FDJ im Wohnort-Neuwelt und auch im Kreis-Schwarzenberg. Mit unserer FDJ-Wohngruppe gehörten wir zur Ortsgruppe-Schwarzenberg. Dort war Wolfgang der Ortssekretär und wir hatten etliche persönliche und organisatorische Verbindungen. Ich hatte in der FDJ-Gruppe meine spätere Frau kennengelernt, und Wolfgang (ein wenig auch durch mich) war dann etwas mehr als freundschaftlich mit der Schwester meiner (späteren) Frau liiert.
Im seinerzeitigen Jugendklubhaus-Ottenstein war das Büro der FDJ-Ortsleitung.
Dort war auch der damalige Kulturhaus-Leiter (ca. 1967) Guido Golz und setzte fort, was er schon in der „Kutscher-Villa“ vor Jahren begonnen hatte. Zu dieser Zeit war ich auch schon im Fotozirkel und der Kabarettgruppe tätig (ca. 1960). Nach meiner Dienstzeit bei der NVA/GT in Johannstadt holte mich Guido wieder für den Jugendclub. Ich habe dann erneut den Fotozirkel und das Fotolabor aktiviert. Bereits während meiner Lehrzeit – zur Jugendweihe 1959 hatte ich meinen ersten Fotoapparat, eine Pouva-Start, geschenkt bekommen (heutzutage wäre es zumindest ein Moped) – habe ich mit primitivsten Mitteln begonnen, im Schuppen ein „Fotolabor“ zu betreiben. Aus einer Alu-Milchkanne und den Teilen einer alten Plattenkamera bastelte ich, mit meinem damaligen engen Freund (Günter Staneczeck), ein Vergrößerungsgerät und weitere Utensilien für das Filmentwickeln, Bilder kopieren, Fotos vergößern, entwickeln, trocknen und beschneiden. Die notwendige Handhabung brachten wir uns selbst bei, das war für uns eine spannende Zeit. Wenn wir fotografierten und die selbstentwickelten Filme betrachteten, waren wir stolz. Da ich im Pappenwerk in Raschau lernte, konnte ich im Altpapier auch Zeitungen „aus dem Westen“ finden, in denen mitunter Bilder der Stars der damaligen Zeit (Elvis, Bill Hally, Peter Krauß, Ted Herold, Conny …) abgebildet waren. Diese „Schätze“ forografierten oder kopierten wir. Im umfangreichen Bekanntenkreis gab es etliche Abnehmer für unsere „Fotos“, die man uns reisend abkaufte. Mit Günter ging ich dann ab und zu mal in die Milchbar ,z.B., und wir verjuxten unsere Einnahmen.
Die dann folgende Zeit als Soldat, Uffz./Ufw. in der Grenzausbildungseinheit in Johannstadt konnte ich wiederum nutzen, um in unserer Kompanie (für künftige Militärkraftfahrer) für den Dienstgebrauch mir ein recht komfortabeles Fotolabor einzurichten. Der „Spieß“, mein Zugführer und unser Kompaniechef gewährten mir dafür die notwendigen Freiräume. Überhaupt kann ich für mich behaupten, das meine Dienstzeit von Mai 1964 bis April 1967 (SAZ-3 Jahre) in der Grundausbildung, bei der Uffz.-Ausbildung und dabei auch die Teilname an der Militärparade 1964 in Berlin, meine Ausbildertätigkeit in der Kfz-Ausbilungskompanie und für knapp einem halben Jahr in der Grenzkompanie in Heinersgrün im Vogtland (gegenüber Hof) überwiegend kurzweilig und lehrreich für mein weiteres Berufsleben und darüber hinaus sehr nützlich war. Auch wenn man ab und zu die Nase voll hatte, diese 3 Jahre hätte ich nicht missen wollen. Diese Zeit begann z.B. damit, das mein erster Vorgesetzter Ufw. Alfredo Beitzel war. Der Hausmitbewohner auf dem Gehringsberg – Heinz Pohlheim – hatte mir angedeudet, ein Kollege aus dem Waschgerätewerk sei zur Zeit in Johannstadt und wenn ich diesen zufällig treffen würde, sollte ich diesen Kollegen Grüße von ihm ausrichten. Dieser Kollege war ein gewisser Alfredo Beitzel. Als frischgebackener Soldat, bei der „Begrüßung“ im Ausbildungsbattaillion in Johann’stadt, wurde mir mein Gruppenführer vorgestellt (bzw. ich wurde ihm zugewiesen) und dieser Ausbilder und damit erster militärischer Vorgesetzter war in sehr erfreulicher Weise der Bekannte von Heinz Pohlheim, der Unterfeldwebel Alfredo Beitzel. Damit war mir, zufalligerweise, ein Einstieg in den bis dahin sehr wichtigen und neuen Lebensabschnitt nach Maß gelungen.
Nach der obligatorischen Grundausbildung gingen einige Soldaten direkt in die jeweiligen Grenzkompanien und alle anderen Soldaten blieben in der Ausbildungseinheit und wurden Unteroffiziersschüler. Mit großem Erschrecken erhielt ich auch den Versetzungsbefehl in eine Grenzkompanie. Da ich mich für 3 Jahre verpflichtet hatte, wollte ich eigentlich auch Unteroffizier werden! Das sollte nun nicht sein. Ich war geschockt. Meine Ausbildungsergebnisse waren meiner Meinung nach prima. Schießen recht gut, Sport Klasse, die militärische Diszilin auch zackig und auch sonst war ich mir keiner Verfehlung bewusst. Dann wollte ich auch keine 3 Jahre dienen! Ich war schon recht geknickt und dabei, meine Utensilien im „Seesack“ zu verstauen. Ich konnte und wollte die Welt nicht verstehen. Plötzlich wurde ich zum Kp.-Chef befohlen. Mein Gruppenführer, Ufw. Beitzel war ebenfalls anwesend. Nun teilte mir Hauptmann Pietsch mit, das ich doch in der Uffz.-Ausbildungseinheit bleiben sollte. Also, Kommando zurück! Mit Erleichterung konnte ich mich nun auf den „Weg“ zum künftigen Unteroffizier begeben.
Johanngeorgenstadt wurde mir zunehmend heimischer. Mein Diamant-Rennrad holte ich mir in’s Ausbildungsobjekt und fuhr so oft wie möglich nach Diestschluß nach Hause und rechtzeitig zum Diest wieder hoch auf den Berg (fast bis zum Auersberg).
Im Verlaufe der Unteroffiziersschule – die keineswegs ein Zuckerlecken war - und dabei des mehrwöchigen Sommerlagers an der Ostsee wurde ersichtlich, das Ufw. Beitzel nach dem Sommerlager sich einer Operation unterziehen soll. Nach dem Rücktransport vom Sommerlager nach Johannstadt wurde ich, völlig überraschend vor der angetretenen Kompanie, zum Gruppenführer ernannt. Obwohl ich noch kein Uffz. war – ich war immer noch Uffz.-Schüler – musste ich mich in das Zimmer der Gruppenführer einquartieren. Meine bisherigen Mitschüler mussten nun „Sie“ sagen, mich militärisch grüßen und u.a. bei mir im Gruppenführerzimmer Stubendienst durchführen. Diese zwar korrekte, jedoch ungewohnte Erfahrung war mir einigermaßen unangenehm. Aber auf dem Weg zum Unteroffizier, nach erfolgreicher Prüfung, war dieser Abschnitt sehr bedeutsam und lehrreich für mich.
Gegen Ende der U-Schule wurde uns Uffz.-Schülern eine große Ehre zuteil. Wir waren ausgewählt, an der Ehrenparade am 7. Oktober 1964 – dem 15. Jahrestag der DDR – in Berlin teilzunehmen. Weniger erfreulich war dabei, das wir nicht unseren fest eingeplanten Urlaub bekommen konnten. Später bekahmen wir als Auszeichnung zusätzlichen Sonderurlaub. Die erste Station der Paradevorbereitung absolvierten wir in Plauen in der Offizierschule. Dort hatte ich auch engeren Kontakt mit Karl-Heinz Schreiber, der Offiziersschüler war und ebenfalls an der Parade teilehmen sollte. Die ehrenvolle Teilnahme an der Parade war aber auch sehr hartes Training. Täglich viele Stunden Exerzieren, Marschieren und langes Stillstehen – mit Stahlhelm und der umgehängten „Kalaschnikow“ - wurde uns bis zum Überdruss abverlangt. So hart wie diese Zeit auf dem Autobahnteil zur Pirker-Brücke und auf dem Schönefelder Rollfeld war, dennoch war es ein phantastisches Erlebnis. Unser Parade-Kommandeur war übrigens jener Hautmann Pitzsch, der mich im Mai noch von der U-Schule ausschließen wollte. Für uns U-Schüler war die Parade ein voller Erfolg und ein erhebendes Erlebnis. Schmerzlich empfanden wir jedoch, das am Vorabend der Parade der Uffz. Egon Schulz heimtückisch ermordet wurde. Vom „Westen“ euphorisch bejubelt und dem Springer-Hochhaus angefeuert, mussten wir den feigen Mord fast hautnah miterleben. Schon an den Tagen vorher, wenn wir vom Quartier mit den LKWs zum Parade-Training zum Flugphafen-Schönefeld fuhren, wurden wir permanent von Militärfahrezeugen der US-Armee begleitet, respektive überwacht. Über 30 Jahre nach der konterrevolutionären „Vereinigung“ hat der westliche Kapitalismus sich prinzipiell nicht geändert. Die DDR, für diesen-unseren friedliebenden Staat wir auch an der Grenze standen, hat nie an einem Krieg teilgenommen. Die „neue“ BRD hatte nach der Zerschlagung der sozialistischen Entwicklung und dem Warschauer Vertrag nichts eiligeres zu tun, als mit der Bundeswehr in den Krieg gegen Jugoslawien zu ziehen und an weiteren Stellen auf der Welt wieder deutsche Waffen sprechen zu lassen.
Unmittelbar nach dem langersehnten und hart verdienten Urlaub begann die Prüfung zum Abschluß der Unteroffiziersschule. Im Rückblick war die Prüfung erfolgreich. Unter anderen galt es eine Laufstrecke von 10 Kilometern zu absolvieren. Es gelang mir, diesen Querfeldein-Lauf in der Kompanie als Bester zu erreichen. Es wurde mir angedeutet, das ich demnächst an entsprechen Armeemaisterschften teilnehmen sollte. Ich war ganz aufgekratzt und sah mich schon ein wenig als Teilnehmer der olympischen Spiele. Naja, die ganze Aufregung war umsonst und alles verlief im Sande. Als frisch gebackene Unteroffiziere erfolgte unser Einsatz in Grenzkompanien des Regimentes-Plauen und in Kompanien des Ausbildungsbattalions in Johanngeorgenstadt. Als Schwarzenberger wäre ich natürlich gerne in Johannstadt geblieben. Es hatte geklappt! Ich wurde Gruppenführer in der KFZ-Ausbildungskompanie. Geeignete Soldaten wurden in speziellen Kurzlehrgängen (schon mit praktischer Erfahrung mit LKWs) in die Stabskompanie in Johannstadt, in das Grenzregiment nach Plauen und auch in Grenzkompanien versetzt. Die weiteren Soldaten absolvierten nach der Grundausbildung eine längerdauernde KFZ-und-militärische-Ausbildung, um dann nach dem ersten Halbjahr der allgemeinen Wehrdienstzeit von 18 Monaten ebenfalls in andere Dienststellen versetzt zu werden.
Unsere Aufgabe als Gruppenfüher war es vordergründig, die Soldaten unserer Gruppen (je 10) als künftige Grenzsoldaten mit allen erforderlichen körperlichen, geistigen und soldatischen Fertigkeiten auf ihren Dienst in den Grenztruppen vorzubereiten. Die militärische Ausbildung war vielgestaltig für uns jungen Uffz. Für jede Ausbildungseinheit mussten wir uns entsprechende Plankonspekte anfertigen und von den betreffenden Vorgesetzten bestätigen lassen. Die älteren Uffz. konnten da schon auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen. Meiner Erinnerung nach bildeten wir die jeweils neu eingerückten Rekruten in der Gefechtstaktik, dem Grenzdienst, medizinischen-, chemischen-, biologischen-, radioaktiven Bereichen, in der sportlichen Ertüchtigung (u.a. Kleiderschwimmen im Sommer und Schifahren im Winter), der militärischen Disziplin, vielen Dienstvorschriften, auch dem Marschgesang, dem Umgang mit Funktechnik, Sprengstoffen, umfangreich war die Schießausbildung mit der MPi, dem Maschinengewehr, der Panzerbüchse und weiteren Themen aus. Alles ist mir derzeit nicht mehr im Gedächtnis. Wichtiger Bestandteil war sowohl für die Soldaten, als auch die Uffz. die regelmäßigen Wachdienste im Bataillon in Johannstadt, dem Regiment in Plauen und im Stab der Brigade in Rudolstadt. Als praktische Vorbereitung auf den späteren Grenzdienst wurden wir vom Ausbildungsbataillon in Johannstadt in die Grenzkompanien im Vogtland –in der Regel mit einer Alarmübung verbunden- eingesetzt. Der Dienst in der NVA/den GT hatte noch eine Vielzahl an Ereignissen für mich parat. Diese möchte ich jedoch in meiner Biografie weiter ausführen.
Zum Gespräch mit Wolfgang Barthel zurückkommend, will ich vorerst zur Wema-Johannstadt noch auf einige Funktionäre der GST-GO „Max Niedermeyer“ eingehen. Der Lehrbetrieb der Wema hatte schon in meiner Lehrzeit eine größere Bedeutung. In meiner BBS-Klasse waren die meisten Mitschüler in der Wema-Lehrausbildungsstätte in der Ausbilung. Franz Kanyur und Werner Kurth sind mir insbesondere im Gedächtnis. Werner Kurth war es, der mich am Ende meiner Armee-Diestzeit persönlich für meine spätere und 23 jährige Tätigkeit im GST-KV interessierte. Werner war seinerzeit (vor und nach 1967) selbst als Oberinstrukteur im KV tätig. Der KV befand sich damals im Hinterhof von „Buch & Kunst“. Leider ging W. Kurth kurze Zeit später (ca. 1967) in das Eisenwerk Erla als Schlosser. Ich wurde dann anstelle von Werner K. Oberinstrukteur. Das Sportschießen, Waffen und Munition und weitere Bereiche kamen hinzu. Später wurde Wolfgang Böttger mein neuer Mitstreiter im KV. Er kam als Unterleutnant d. R. zu uns. Mein weiterer Weg führte dann kontinuierlich bis zum zeitweiligen amt. Kreisvorsitzenden. Diese Etappen werde ich wohl auch in meiner Biografie darstellen.
Die GST-GO „M. Niedermeyer“ der Wema-Johannstadt war in meiner hauptamtlichen Zeit fast durchgängig (1967 bis 1990) eine der aktivsten GOen. Das betraf sowohl die vormilitärische Ausbildung im Rahmen der Berufsausbildung, jedoch auch sehr aktive wehrsportliche Sektionen. Das Sportschießen war im Kreis niveaubestimmend. Joachim Smettana, der jahrelange Leiter der Berufsaubildung, war selbst aktiver und sehr guter Sportschütze. Einige Jahre war Joachim der Vorsitzende des Kreisfachausschusses des Deutschen-Schützenverbandes und somit auch Mitglied des Sekretariates des GST-KV. Auch seiner Initiative war es zu danken, das in unmittelbaren Nähe der Lehrwerkstatt ein KK-Schießstand errichtet wurde. Überwiegend von den GST-Mitgliedern selbst geschaffen, waren dadurch die Trainigs-, Wettkampf- und Ausbildungsmöglichkeiten sehr gut. Das zeigte sich z.B bei den Ergebnissen der Kreiswehrspartakiaden und allen weiteren Wettkämpfen auf allen Ebenen in der GST.
Heinz Friedrich, langjähriger GO-Vorsitzender war maßgeblicher Motor der sehr guten Tätigkeit der GST-GO. Nach seinem Tod war es Günther Dietz, ein weiterer Lehrausbilder, der die guten Leistungen der GST-GO weiterführte. Er ging später aus dem Betrieb und aus dem Kreis zu einer Dienststelle des MfS.
Hans-Joachim Hermann, ein Ingenieur aus einem anderen Bereich des Betriebes, war einige Jahre nunmehr GO-Vorsitzender. Sein Engagement in der CDU war keinesfalls weniger Erfolgreich, wie das seiner Vorgänger. Er war auch ein guter Sportschütze und als GO-Vorsitzender konnte er das Niveau der GST-GO im Kreis erhalten.
Da seine Ehefrau auch in der CDU aktiv war, konnte und wollte H.-Joachim seinen GST-Vorsitz nicht mehr aufrecht halten. Solch widersprüchliches Verhalten waren erste Vorboten der dann 1989 auftretenden polischen Verwerfungen in der DDR. Sein weiterer Weg war leider auch bezeichnend für die Zeit nach der Einverleibung der DDR in die „Sieger-BRD“. Der Herr Hermann wurde Bürgermeister in Johannstadt. Er wollte sich wohl ein Denkmal errichten und plante einen „Einkaufstempel“ auf dem Mühlberg, wo heute der Pferdegöbel und andere touristische Objekte stehen. Dementgegen wurde alsbald das sehr beliebte Kaufhaus und die sehr intensiv und gerne besuchte Gaststätte „Tourist“ abgerissen, dem Erdboden gleichgemacht. In dem herausragend gelegenen Gebäudekomplex, dem Zentrum der Mittelstadt, waren seit der Wismutzeit permanent unzählige Einwohner, Urlauber aus der gesamten DDR, und dem Ausland, Wintersportler (Schiespringer, Langläufer, Rennrodler, Freizeitsportler), Sommerurlauber in den vielen Betriebsferienheimen der Republik, die Wismut-Kumpel und auch die Armeeangehörigen der Grenztruppen, des Zolls und der Polizei Gäste im HO-Kaufhaus und den 3 separaten Gaststätten. Ein Gastraum war insbesondere für den einfachen „Imbiss“ angelegt. Dort waren anfangs die Kumpel gerne zu Gast. Für die Armeeangehörigen war diese Kneipe eher nicht gestattet. Da ging es auch manchmal recht raubeinig zu. Zu sehen in dem DEFA-Film „Sonnensucher“ und anderen Dokumentationen. Nach dem Ende der Wismutzeit wurde dieser Gastraum kaum noch genutzt.
Im Mittelteil des „Tourist“ war die allgemein und viel genutzte Speisegaststätte Anziehungspunkt vieler Gäste. Im oberen Stockwerk war die Tanzgaststätte für den gehobeneren Anspruch. Eine kleine Kapelle spielte zur Kaffeezeit am Nachmittag und Abends auch zum Tanz.
Der negative Höhepunkt in der Amtszeit des Bürgermeister Hermann war jedoch der Abriss des Kreiskulturhaus „Karl Marx“ in der Neustadt. Dieser DDR-Bau musste weg!
Wurden dort auch Jahrzehntelang tausende junge Menschen mit der Jugendweihe in die Gemeinschaft der DDR-Bürger aufgenommen. Für einen neudeutschen CDU-Bürgermeister unvertretbar!?
In den vielen Jahren der GST-GO waren jedoch einige Kameraden sehr aktiv. Dieter Richter war im Wehrkampfsport in der Kreiskommission und auch bei diversen Wettkämpfen im Einsatz. Als umtriebiger Fahrlerer war Achim Göbel (de Eich) viel auf Achse. Weiter Fahrlehrer waren Jürgen Haase, Uwe Bergauer und Kamarad Ehedy. Fast von Anfang an für den Nachrichtensport (Amateurfunk und Tastfunkausbildung) hat sich Wolfgang Bänsch engagiert.
Die letzte Phase der GST-GO war durch zunehmende Probleme in ihrer bisherigen erfolgreichen Tätigkeit geprägt. Der Sekretär der SED in der Wema (Wolfgang Barthel) bemühte sich nach Kräften, unterstützt vom Werkleiter Hans Brettschneider, die GST-GO am Laufen zu halten. Doch die dann einsetzende koterrevolutionäre Entwicklung konnte auch die Wema, und damit die GST-GO nicht retten.
Das telefonische Gespräch mit Wolfgang Barthel führte ich 2008. Da gab es die GST und die GO-Wema also schon 18 Jahre nicht mehr. Demzufolge war meine Negierde groß, was aus den vorgenannten GST-Kameraden evtl. geworden war. Leider haben wir uns zwar lange und über Vieles unterhalten, jedoch viele meiner Fragen blieben unbeantwortet.
Der folgende Text ist nicht mehr Bestandteil des obigen Beitrages!
Ich lösche den Text allerdings nicht, evtl. behalte ich ihn zur weiteren Verwendung.
Dabei traf ich Wollgang Barthel wieder, der ja im „Ottenstein“ sein Büro hatte.
Im weiteren Verlauf haben wir mit der Unterstützung der FDJ-KL und der FDJ-OL (W. Barthel) eine drei Tage dauernde Faschingsveranstaltung auf die Beine gestellt. Wir hatten gehofft, den Rheinischen-Karneval nacheifern zu können. Unsere „Fosend“ war jedoch nur für ein Jahr ein Knaller. Naja, unser Erzgebirge ist eben kein Rheinland. Für die einmalige Fete (1968) war unser Bemühen dennoch ein bombastischer Erfolg. Heute (2020) macht fast jeder Ort in unserer Region eigene Karnevalveranstaltungen. Bei allen akzeptablen Bemühungen, der Karneval in Köln etc. ist nicht zu erreichen!
Golz, Guido?
Bilder der Stars … verlinken
Personen FDJ-KL u.a. verlinken
Brettschneider, Hans

13.10.2007
persönlich – im Baumarkt getroffen
Brettschneider, Hans
Langjähriger aktiver Wehrsportler in der GO-Formenbau
Sektionsleiter Sportschießen
Werkleiter in der Wema-Johanngeorgenstadt
Nachbar von Walter Köhler in Beierfeld
Hans gehörte seit ca. der 1965er Jahre zu einem Stamm junger Ingenieure im Formenbau-Schwarzenberg (Ziegenbalg, Schreiber, Oelsner ...) die maßgeblich in dieser Zeit die GST-GO prägten. Als „Allrounder“ waren sie engagierte Sportschützen und Motorsportler. In späteren Jahren übten diese leitende Funktionen im Betrieb aus.
Die GO-Formenbau war meist eine der führenden GO im Kreis, hatte aber auch schwächere Zeiten zu bestehen. Insbesondere die Lehrwerkstatt (sowohl in Schwarzenberg, als auch in Globenstein) war Träger der GST-Arbeit. Der selbstständige Zug der VA war die erste GST-Formation im Kreis, die einen Ehrennamen errang. Ernst Schneller- der Namensgeber der AE war auch Motivation für viele Erfolge der AE. Mehrfach konnte der Zug den Sieg bei Bestenermittlungen im Bezirk K.-Marx-Stadt erringen. Höhepunkt war sicher der 3. Platz bei der zentralen Wehrspartakiade der GST in Erfurt. Langjähriger Zugführer war Horst Nestler. Aber der Erfolg war das Ergebnis der hervorragenden Arbeit aller Lehrausbilder im Formenbau. Jedoch auch der großen Unterstützung des Betriebes (Werkleitung, SED-GO, FDJ, Reservisten ...) waren diese Erfolge zu danken.
Horst Nestler war einer meiner Mentoren bei der Erarbeitung meiner Fachschul-Abschlußarbeit „Staat und Recht“ 1976. Das Thema war der sozialistische Wettbewerb in unserer GST-KO Schwarzenberg. Darin behandelte ich auch die wechelhafte Entwicklung der GST-GO Formenbau.
Leider ist der Kontakt 1990 zu Horst abgerissen.
Hans Brettschneider wurde in den 80er Jahren als Betriebsdirektor der Wema-Johann’stadt eingesetzt.
Auch dort blieb er der GST eng verbunden und unterstützte die dortige GST-GO als Werkleiter. Insbesondere mit dem Parteisekretär – Wolfgang Barthel wurde von der SED-KL zur Wema delegiert – konnten zeitweise Probleme der GST-GO „Max Niedermeyer“ geklärt werden.
Riegel, Dieter

18.04.2008
Gegen 18.00 Uhr persönliches Gespräch in der Altstadt-Schwarzenberg
Lehrer, Direktor, GST-Funktionär der EOS „B.Brecht“
Dieter Riegel
Dieter traf ich zufälligerweise in der Nähe seiner Wohnung.
Bis 1990 war er ein aktiver GST-Funktionär. Ich denke das er der Funktionär für Wirtschaft und Finanzen der GO war. Sicher war er auch Ausbilder der Ausbilungseinheit der EOS.
Er war immer ein kluger und freundlicher Genosse und Kamerad.
In den Jahren bis 1989/90 war er dabei, seinen Doktortitel zu erwerben. Der konterevolutionäre Verlauf – mit der Annektion der DDR durch die BRD – führte „zwangsläufig“ zum Abbruch der Doktorarbeit. Sein Thema für die Promotion war zudem unglücklicherweise ein FDJ-Thema. In der „alten“ BRD war und ist die FDJ verboten. Übrigens zugleich mit dem Verbot der KPD. Auch am vorgenannten ist erkennbar, in welchem freiheitlich-demokratischen Staat wir seit der Konterrevolution 1989/90 leben. Die Widersinnigkeit der kapitalistischen BRD ist auch darin erkennbar, dass auf dem Gebiet der okkupierten DDR das Verbot der FDJ nicht gilt!
Bis 1992 war Dieter noch Direktor der EOS und wurde dann von einem Lehrer, der nun besser in das „neue“ Schulsystem passte, abgelöst.
Wir unterhielten uns auch über weitere Lehrer, die zugleich GST-Funktionäre waren.
Die GST-GO „Paul Blechschmidt“ war seit 1957 in der GST verankert. Der langjährige Direktor Karl-Fritz Unger war einer der ersten GST-Mitglieder im Kreis. Auch der Chemielehrer Manfried Schulze war seit den Anfangsjahren aktives Mitglied. Bis 1989 war er Fahrlehrer für Kradfahrer. Hans Uhlig, strenger Mathe-Lehrer, war auch Ausbilder in der Vormilitärischen Ausbildung.
Hartmut Lindenau war als Englisch-Lehrer ein Motor der GST-Entwicklung im Bereich der Volksbildung und konkret an der EOS. Ich glaube, dass ich einen Anteil daran hatte, das Hartmut sich dafür eisetzte, in der GO der EOS eine Sektion-Sportschießen zu bilden und auch zu Erfolgen zu führen. So entstand auch im Dachboden der Schule ein LG-Schießstand. Einige Jahre vorher (1950/60er) war der Wehrsport weitestgehend an den Schulen eingeschlafen und musste mühsam wieder angekurbelt werden.
Viele Jahre meiner hauptamtlichen Tätigkeit kannte ich den GO-Vorsitzenden Siegfried Wurlitzer. Nach seiner Pensionierung hatte ich noch ein telefonisches Gespräch, wobei er mit gedanklichen Problemen zu tun hatte. Leider verstarb Siegfried wenig später.
Werner Winkler war auch als Lehrer einige Jahre in der GO aktiv. Ich denke, das Werner sich wohl für den MMK und die VA engagierte.
Dieter Poller war nicht allzu lange Lehrer der EOS. Für den Militärischen Mehrkampf engagierte er sich intensiv und war auch Ausbilder der VA.
Die GST-GO der EOS war einige Wahlperioden mein Verantwortungsbereich, vor allem bei den Wahlen und anderen Aktivitäten. Jeder hauptamliche Mitarbeiter im KV war laut einem Beauftragtenplan für „seine“ GO für deren Hilfe verantwortlich.
Weitere aktive GST-Funktonäre wären zu nennen.
Dieter Debitz will ich noch hervorheben. Nach seinem Lehrerstudium (Sport und Stabü) war er an der EOS insbesondere für die militärische Nachwuchsgewinnung und Betreuung aktiv. Fast logisch, dass Dieter auch der Kommandeur der GST-Ausbildungseinheit war und speziell die Bewerber für die Offiziersschulen betreute. Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden unseres Vorsitzenden des GST-KV, Walter Köhler, war ich als sein Stellvertreter für ca. zwei Jahre amtierender Vorsitzender. Ich bemühte mich, mit Unterstützung der SED-KL (dem S-Instrukteur Hans Lautner), Dieter Debitz für die Funktion des Kreisvorsitzenden zu gewinnen. Da die EOS mehrfach als Kaderschmiede für andere Bereiche und Funktionen Lehrer/innen delegierte, war unser Anliegen verständlicherweise nicht problemlos. Dieter wurde dann 1984 als neuer Vorsitzender gewählt und übte die Funktion aus, bis die sozialistischeWehrorganisation durch die Zerschlagung der DDR beseitigt wurde.
Ab und zu hatte ich auch in den Folgejahren noch Kontakte zu Dieter Riegel. Dabei hatte ich immer den Eindruck, dass er seine Ansichten nicht verändert hatte.
Alle genannten und ungenannten GST-Funktionäre, aber auch die gesellschaftlichen Kräfte der Schule und darüber hinaus waren beteiligt, dass 1974 die GO den Ehrennamen „Paul Blechschmidt“ erhielt.
Klecha, Hans

30.10.2007 und weitere bis 2008
persönlich 12.30 Uhr ... im Kreisarchiv Aue sowie Wohnungen
Lößnitz und Aue
Klecha, Hans
War von Beginn an in der GST
aktiv. Nach Kriegsende mit Modellbau in Aue Halbzeugwerk begonnen.
Später „legendärer“ Kunstflugpilot
in der GST.
Bis ins Rentenalter bei der
Interflug als Pilot, als Pilotenausbilder, in der Technischen-Flugsicherheit
und als „Meßflieger“ tätig.
Im Kreisarchiv in Aue wurde mir
Hans, der ebenfalls dort war, bekannt gemacht (Hänßchen). Hans war mehrfach bei
div. Veranstaltungen als Alleinunterhalter
mit dem Schifferklavier engagiert. Er war neben der Fliegerei ein Allroundtalent
– beruflich und privat.
Diesem ersten Kontakt schlossen
sich mehre Besuche in seinen Wohnungen in Lößnitz und Aue an. In etlichen
Stunden hat mir Hans sein Leben sehr detailiert erzählt und umfangreiche
Materialien zur Digitalisierung bereit gestellt. Ich konnte darüber hinaus
auch persönlich in seinen Wohnungen eine Vielzahl Fotos machen.
Die Person Hans Klecha hat mich
sehr fasziniert. Es bestand auch die Absicht eine Dokumentation
(Buch, Film) zu erstellen.
Unsere Beziehung war auch deshalb
so intensiv, weil Hans in den 1950er Jahren im Halbzeugwerk-Auerhammer als
Ingenieur arbeitete und in dieser Zeit mit meinem Vater engen Kontakt hatte.
Mein Vater war damals Kaderleiter des Halbzeugwerkes.
Hans erzählte div. Schnurren
dieser Zeit. So von Leipziger-Messebesuchen, wobei er als Kraftfahrer
eingesetzt war.
Eine weitere Gemeisamkeit war die
Tatsache, daß Hans in Lauter – quasi in Nachbarschaft zum Gehringsberg in
Schwarzenberg-Neuwelt (dort wurde ich geboren und habe meine Kindheit und
Jugend verbracht) – bis zur Lehrzeit bei den Junkerswerken in Dessau lebte.
Lauter war mein bevorzugter
Nachbarort, dort gingen wir Neuweltner jahrelang ins Freibad, ins Kino, zum
Tanz, in div. Gaststätten und Geschäfte bis zu persönlichen Freundschaften.
Mein Fußweg vom Gehringsberg nach
Lauter führte mich oft am Wohnhaus von Hans vorbei, ohne dies seinerzeit jedoch
zu wissen.
So hatten Hans und ich viele
Anknüpfungen in den Gesprächen. Und natürlich, daß wir beide viele Jahre in der GST (bis zu deren Auflösung 1990)
tätig waren. Prägnanter Unterschied war, daß Hans ca. 20 Jahre älter war. Zu
diesem Zeitpunkt war er 81 Jahre – jedoch immer noch aktiver Pilot. Aktuell
flog er auch ein Leichtflugzeug.
Sein gesamter Lebenslauf
ist spannend und umfangreich und hier nur einige wichtige Etappen:
-
1926 geboren; als Kind kurzzeitig zum Kreuzchor (bei
Mauersberger);
-
Lehre zum Flugzeugbauer in den Junkerswerken in Dessau;
-
Noch (1944) Pilot der Wehrmacht;
-
In Frankreich im Luftkampf abgeschossen und
US-Gefangenschaft;
-
Kraftfahrer für ein US-Lazarett;
-
Nach Heimkehr 1948 im Auerhammer erneut gelernt,
Studium, gearbeitet;
-
Mit Flugmodellbau und Segelflug in GST begonnen;
-
Motorflug in Zwickau und Fluglehrer;
-
Kunsflugstaffel der DDR (Staffelführer) bis 1972;
-
Mitglied
desGST-ZV 1964 bis 1972;
-
Pilotenausbilder bei der Interflug, Flugsicherung,
Funkmeßflieger ...;
-
Nach 1990 u.a. Fallschirmentwicklung ... ;
-
Erneute aktive Tätigkeit im Fliegerclub Zwickau;
-
Über viele Jahre ist er ein humorvoller
Alleinunterhalter;
-
Am 03.10.2014 verstirbt Hans Klecha nach einem langen
und vielgestaltigen Leben.
Gräßler, Peter

19.10.2008
persönlich ca. 10.00 - 12.00 h
Gräßler, Peter
Dozent an der Hochschule/Uni. Breitenbrunn
Vorsitzender der GST-GO „Kurt Lein“ der TH/TU Breitenbrunn
Peter war seit1969 bis zur Auflösung der GST Vorsitzender
der Studieneinrichtung in Breitenbrunn.
Meines Wissens und seiner eigenen Darstellung wohnte er
ursprünglich in Wildenau. Diesen Weg sind wir jeweils zur „Köhlerhütte“ nach
Waschleithe gelaufen.
In Breitenbrunn hatte er ein „Eigenheim“ in der Nähe des Sportplatzes gebaut. Dort
sprach ich mit Peter recht ausgiebig über seinen Lebensweg, seine Jugendzeit
und GST-Aktivitäten, seine Aktivitäten im sächsichen Schützenbund nach der
erzwungenen Auflösung der GST der DDR.
In erster Linie ging es mir darum, wo evtl. GO-Material
verblieben ist. Peter war der Auffassung, das alles von Breitenbrunn nach
Kmstd./Chemnitz verbracht wurde.
Persönlich
hatte er lediglich Auszeichnungen und Prämien des KV. Ein Breifumschlag mit
einem 50,- Markschein lag noch unberührt etwa 15 Jahre in einer Schachtel.
Schon frühzeitig wollte er aktiv den Flugsport in der GST
betreiben. Leider wurde ihm das jedoch verwehrt. Peter hatte Verwandschaft in
dern BRD. Die Regelungen in der DDR und speziell in der GST ließen den
Flugsport nicht zu. Leider kam es immer mal wieder vor, das Flugsportler die
Gelegenheit zur Republikflucht nutzten.
Einige Kameraden der „Bergschule“, der Fach-und Hochschule
waren vor Peter Gräßler Vorsitzende der GST-GO. Die Entwicklung dieser GO wäre
es Wert gewesen, eine GO-Chronik dazu niederzuschreiben. Möglicherweise wurde
das auch getan, aber dazu ist mir nichts bekannt.
Von meiner Funktion her, wäre ich dazu zuständig und
kompetent gewesen. Als Stellvertreter des Vorsitzenden des GST-KV für
Patriotische Erziehung–Organisation und Planung war ich auch für die
Traditionsforschung und –pflege verantwortlich. Dementsprechend habe ich
jahrelang auch u.a. den Kampf um Ehrennamen in unseren Org.-Einheiten recht
umfangreich organisiert. Die GO in Breitenbrunn konnte auch erfolgreich einen Ehrennamen
erringen.
Peter war maßgeblich beteiligt, die GO im Kreis zu den
leistungsstärksten Organisationen zu entwickeln. Die Sektionen waren aktiv und
erfolgreich. Eine Reihe von Aktivivitäten innerhalb der GO
und auch im Territorium belegten dies.
Die Sportschützen stellten z.B. auch Nachwuchs für die Delegierung
zu den Einrichtungen des Nachwuchsleistungssports. Im engen Zusammenwirken mit
der SED-KL und dem Rat des Kreises wurden diese Aufgaben abgestimmt und
realisiert. Selbst war ich jahrelang beim Rat des Kreises Mitglied
in der Kommission Jugend und Sport.
Im TZ-Pistole in Schwarzenberg waren Sektionsmitglieder
aktiv und erfolgreich tätig. Die Sektionsleiterin Haberland war sowohl in
Breitenbrunn, als auch im Nachwuchs- und Leistungssportzentrum im TZ-Pistole in
Schwarzenberg aktiv. Bernd Haberland war einige Zeit der Waffenverwalter der
GO. Zum Thema „Waffen“ ist noch ein weniger erfreuliches Vorkommnis zu nennen.
Etwa Anfang der 1970er Jahre wurde in die Waffenkammer der Ing.-Schule
eingebrochen. Ein KK.Gewehr und etliche Munition wurden gestohlen. In dieser
Zeit war ich im KV verantwortlicher WM-Funktionär. Nachts holte mich mein
Kreisvorsitzender – Walter Köhler – aus dem Bett, im KV musste ich die
dokumentierten Belehrungsnachweise einpacken und zum Staatsanwalt nach
Breitenbrunn eilen. Mehr oder weniger zufällig konnte ich den erforderlichen
Nachweis erbringen. Damit ging die Kalamität glimpflich für mich ab. Was aus
dem Waffendiebstahl wurde, ist mir nicht bekannt geworden. Aber bei den
Arbeitberatungen im BV bekam ich immer mal wieder dieses besondere Vorkommnis
aufs Brot geschmiert. Übrigens, der Waffenverwalter in Breitenbrunn war damals
ein NVA/GT-Mitstreiter aus Johann’stadt, Ufw. Schramm. Noch zu unserer
gemeinsamen Dienstzeit hatte er sich zum Waffenmeister qualifiziert. Mich hatte
man ebenfalls daraufhin angesprochen. Da hätte man mich allerdings versetzt,
ich wollte aber nicht weiter weg von
Schwarzenberg/Johann’stadt.
Auch die Motorsportler bildeten jahreland für die
Fahrerlaubnis-Motorrad aus. Fahrlehrer waren u.a. mehrere Dozenten der Studieneinrichtung.
An den jeweiligen Wettkämpfen in der KO, im Bezirk und auf DDR-Ebene
beteiligten sie sich intensiv.
Da die Studenten speziell in der Wehrerziehung eingebunden
waren, beteiligten sich viele Sudenten aktiv am Militärischen Mehrkampf. Schon
in den 1970er Jahren organisierten wir als GST-KV eine Kreismeisterschaft in
Breitenbrunn. Die damalige Ingenieurschule war dafür ein prima Ausrichter. Mit
der damals zur Verfügung stehenden Technik, dem Funk- und Fersprechgeräten,
auch bescheidenen Computern für die Auswertung konnte eine recht schnelle
Wettkampfauswertung arfolgen.
Die jüngste Sportart war der Wehrkampfsport, insbesondere
für die Reservisten vorgesehen. Auch dabei waren die Sektionsmitglieder der
nunmehrigen TU recht erfolgreich. Ullrich Bochmann, Mitarbeiter der TU, war der
Vorsitzende der
Kreiskommission WKS. Viele Jahre war er Chef der Berusausbildung im
Meßgerätewerk Beierfeld. Ich war seitens des GST-KV der Sekretär der KK-WKS und
arbeitete sehr eng mit Ullr. Bochmann zusammen. Mit der jew. Erarbeitung des
aktuellen Arbeitsplanes, der Organisierung der Wettkämpfe bis zur regelmäßigen
Wettbewerbesauswertung wirkten wir sehr eng zusammen.
Peter Gräßler war auch ein sehr aktiver und erfolgreicher
Sportschütze. Den Bau
des KK-Schießstandes war insbesondere durch ihn initiiert und betrieben
worden. Aber auch die Leitung der TU – der Direktor und der SED-Sekretär Lorenz
– und die staatlichen Organe des Ortes waren dabei sehr aktive Unterstützer.
Günter Lorenz war wohl noch 1992 an der Bildungsstätte tätig. Er und sein Sohn
waren für die PDS/Linke noch recht aktiv.
Der KK-Schießstand war später die Basis für den
Schützenverein, den wiederum Peter 1990 ins
Leben rief. Er war auch führend im Sächsichen Schützenbund tätig. Noch
etliche Jahre war er in mehreren Disziplien Schützenkönig.
Noch jahrelang seit 1990 erschienen Beiträge in der Freien
Presse mit den jeweiligen Ergebnissen seiner sportlichen Erfolge.
Auch weitere Sportschützen der „Breitenbrunner“ haben noch mehrere
Jahre von ihren GST-Erfahrungen von sich Reden gemacht.
Schon mit PC in TU gearbeitet.
Schon früher als „Bergschule“ GST?!
Kapelle zum Fasching in Ottenstein.
Selbst KPS in Ing,Schule absolviert.
Dr. Endert, Uwe
16.06.2008
Telefonisch - Berlin
Ltr. Presse beim ZV der GST
Dr. Uwe Endert
Zum VI. Kongreß der GST 1977 wurde ich für das Presszentrum Karl-Marx-Stadt akkreditiert.
Sehr eng arbeitete ich mit Uwe vom ZV zusammen. Er war ein sehr angenehmer Genosse und Kamerad. Nach dem Ende unserer GST habe ich mich bemüht, die Tätigkeit der Wehrorganisation Allgemein und konkret im Kreis SZB als mulimediales Projekt darzustellen.
Unter vielen anderen seinerzeitigen Mitstreitern versuchte ich auch, Uwe Endert zu kontaktieren. Ein kurzes, leider erfolgloses Telefonat, erbrachte kaum etwas informatives. Das Uwe mittlerweile Dr. Endert war, wusste ich. Bei einer Wehrerzieherischen Konferenz war er auch als Moderator beteiligt. Beim Gespräch hatte ich den Eindruck, das Uwe sich „gewendet“ hatte und seine neue Tätigkeit nicht gefährden wollte.
Aber mit dieser Entwicklung hatte ich leider noch oft zu tun.
Ich denke, das der Kamerad Fietsch noch in unserer AG war. Anfangs hatten wir recht viel Fleisarbeit zu leisten bevor der Kongreß begann. Diese Tätigkeit war mir völlig neu. Erstmals erlebte ich eine Pressekonferenz. Natürlich war ich schon mehrere Jahre als Korrespondent für die Freie Presse und auch die zentralen GST-Medien tätig. Die Tätigkeit an zentraler Stelle für das höchste Organ der GST, dem Kongreß, war schon etwas erhebendes.
Zu dieser Zeit war Uwe noch nicht in einer leitenden Funktion. Gemeinsam sollten wir sehr viele Presseberichte aus allen Bezirken der DDR, allen Kreisen und aus GO, Sektionen und allen Tätigkeitsbereichen der GST durchforsten. Es sollten herausragende Initiativen zum Kongreß herausgefiltert und für die Medien bereitgestellt werden. Von der enormen Menge und den vielgestaltigen Inhalten war unsere Tätigkeit anfangs spannend, jedoch zunehmend ermüdent. Und ich merkte wieder einmal, dass ich mit der Rechtschreibung und der Grammatik so meine Probleme hatte. Auch neben Inhalt und Stil mussten/sollten wir auch anderweitige Fehler erkennen und korrigieren. Aber die masenhaften Texte aus der gesamten Organisation waren für mich vor allem eine Fundgrube für die eigene Arbeit. Nach meinem erfolgreichen Studium zum Staatwissenschaftler 1976 hatte ich diverse Ideen im Kopf. Die enorme Menge unterschiedlichster Themen regten uns an, manche Inhalte aus allen Gebieten der DDR und der GST ggf. selbst umzusetzen.
Nach diesem Einstig wurde es richtig spannend. Die erwähnte Pressekonferenz, mit allen Verantwortlichen des GST-ZV, dem Vorsitzenden (Generalleutnant Günther Teller) und allen Stellvertretern, der Leiterin der Presseabteilung des GST-ZV (Hilde Endert) usw. machte uns erst einmal so richtig deutlich, wie so ein Kongreß vorbereitet wurde und wie er politisch und organisatorisch ablaufen sollte. Auch das Drumherum war für mich als jungen Mitarbeiter aufregend. Eine Feldbäckerei war ebenso wichtig, wie die mobile Druckerei. Dort wurden dann u.a. unsere Kongreßsplitter über Nacht für die Delegierten etc. gedruckt und am nächsten Morgen hatte sie jeder Teilnehmer in der Hand.
Vorher hatten wir die Aufgabe, in den Redaktionsbesprechungen abgestimmte Beiträge zu erstellen, viele Gespräche zu führen und die jeweiligen Rahmenveranstaltungen aufzusuchen. Das musste dann mehr oder weniger geordnet als Pressebeiträge für den Druck gestaltet werden. Immer wieder wurde in den Redaktionsbesprechungen unsere Arbeit analysiert und Hinweise besprochen.
Oft saß ich mit dem Gen. Fietsch im Foyer des Kongreßgebäudes und wir verdichteten unsere Notizen für die Beiträge. Der Gen. Fietsch, wenn mich nicht alles täuscht, war ein Stellvertreter des GST-Kreisvorsitzenden der Lutherstadt-Wittenberg Lothar Felber. Lothar war ein Neuweltner und wir waren kurzzeitig recht befreundet und beide aktiv in der FDJ-WG tätig.
Auf mich wirkte er ein, auch Kreisvorsitzender zu werden. Kurzzeitig arbeitete er im GST-KV in Schwarzenberg. Später zog Lothar mit einer Neuweltner Kindergärtnerin nach Wittenberg. Als Lehrausbilder wurde er sehr erfolgreich in der VA. Mehrfach wurde seine Ausbildungseinheit Sieger der Bestenermittlung bei den jew. Zentralen Wehrspatakiaden. Er stand gerne im Mittelpunkt. Wohl deshalb wurde er dann auch der Kreisvorsitzende in Wittenberg. Ich dagegen war diesbezüglich ein wenig Hasenfüßig. Schon ca. 1975 hätte ich in Aue Kreisvorsitzender werden sollen – als Heini Spitzner zum BV ging. Ich schob mein Studium vor um Otto, Rolf sein Angebot vorerst hinauszuschieben. Mein langjähriger „Chef“ im KV hatte mich in meinem Kaderentwicklungsplan als seinen Nachfolger bestimmt. Aber da zog ich es ebenfalls vor, Dieter Debitz von der EOS als Vorsitzenden für den KV zu gewinnen.
Uwe hatte als Berliner viele Vorteile, um in der Hauptstadt Dinge zu bekommen, die nicht überall erhältlich waren. Noch heute besitze ich ein Oberhemd, das seinerzeit attraktiv war. Er bot mir an, dieses Hemd zu besorgen. Nach dem Kongreß schickte Uwe mir es auch zu.
Dieses Hemd ist noch meine einzige Erinnerung an unsere Zusammenarbeit.
Leider sind solche positiven Erinnerungen an die GST-Tätigkeit sehr rar.
Windisch, Bianka

11.05.2007
persönliches Gespräch
T.: 761607
Windisch, Bianka
(Roede)
Erfolgreiche Leistungssportlerin im Sportschießen – Pistole
Viele Jahre Rekordhalterin einer P.-Disziplin
Lehrerin / Stv. Dir. POS Pöhla
Lehrerin in Neuwelt
Zeitweise GO-Vors. in POS-Pöhla
Trainierte von Kindheit an beim Vater – Windisch, Paul - in
TZ-Raschau .
Diese TZ hat eine besondere Geschichte, besonders bedingt
und geprägt von Paul Windisch.
Die gesamte Familie Windisch war Zeit des Bestehens des TZ
einbezogen.
Beide Söhne (Frank u. Klaus) ebenfalls erfolgreiche
Leistungssportler-Pistole.
Ehefrau von Paul war in POS-Raschau tätig. POS war Basis des
TZ.
Das TZ war lange Zeit in der DDR niveaubestimmend.
Stichpunkte: - Schießstand auf Wismut-Halde u. im
Kleingarten
-
Fahrradlenkersteuerung der Schneelfeueranlage,
-
Drama mit Safe-Transport (Schule-Schießstand)
-
Stromzähler dreht tw. rückwärts
-
Munitionstausch mit tschechischen Sportlern
-
LG-Munition (Diabolo) mit elektronisch ausgewählt
-
Munitionsabrechnung stimmte immer!
Beier, Arthur

1967 fortlaufend
Arthur Beier, Zschopau
Hauptamtlich im GST-KV 1966 bis 1990
Arthur Beier
GST: 1967 - 1990
Im Sommer 1967 hatte ich einen ersten Kontakt zu Arthur. Mit
einer Mannschaft für einen MMK/Sommer-Wettkampf (genau weiß ich das nicht mehr)
war ich seitens unseres KV in Annaberg. Jedoch von dieser Zeit an habe ich mit Arthur
bis heute (2021…) immer wieder und zunehmend intensiveren Kontakt gehabt.
Bis 1989 war Arthur in Zschopau viele Jahre Stellv. AP/OP
bzw. PE/Org.
Nach seiner Berufsausbildung zum Rinderzüchter ging er zum
GST-KV-Zschopau als hauptamtlicher Mitarbeiter. Als Instrukteur wurde er
WM-Verantwortlicher. Nicht so üblich, auch die Aufgabe „Wirtschaft und Finanzen“
wurde im übertragen. 1970 war er dann Stellvertretener Kreisvorsitzender.
Unterschiedlich war jeweils die Verteilungen für die Wehrsportarten zwischen
den KV-Mitarbeitern und auch zwischen den jew. Kreisen.
In Schwarzenberg war ich sein „Amtsbruder“ im Kreisvorstand.
„Patriotische Erziehung/Organisation und Planung“ war der umfassende Begriff
für unsere Wahlfunktion.
Etwas eigenartig war die „doppelte Unterstellung“ – so dem
Kreisvorsitzenden einerseits. Zum weiteren den Stelvertretern im BV und
indirekt im ZV jeweils für die jeweiligen Bereiche Patriotische Erziehung und
Organisation und Planung.
Die nachfolgende Darstellung in Wikipedia ist nicht vollständig
und teilweise dem Zeitgeist geschuldet, die umfangreiche Tätigkeit ist dennoch
sehr aussagekräftig. Meine eigenen Erfahrungen in über 22 Jahren hauptamtlicher
Tätig von 1967 bis 1990 im GST-Kreisvorstand im Erzgebirgskreis Schwarzenberg
bestätigen das. In den Anfangsjahren der GST-Tätigkeit war meiner Meinunung
nach die GST die demokratische
Massenorganisation. Insbesondere nach dem Wechsel von Kurt Lohberger zu Generaleutnant Günther
Teller als GST-Vorsitzender wurde mir bewusst und verständlich, das unsere
Organisation die sozialistische
Wehrorganisation war. Diese Aufgabe bestand von Anfang an. Aber die Ausrichtung
als „Schule der Soldaten von morgen“ erfolgte so klar insbesondere etwa 1968.
Gesellschaft
für Sport und Technik – Wikipedia
Zu unseren Aufgaben und Aktivitäten gäbe es vieles nennen.
Fast spiegelgleich trifft auf Arthur jedoch zu, was im vorliegenden GST-Projekt
auch sehr umfangreich –multimedial- dargestellt ist. Demzufolge werde ich mich
auf unsere weiteren Aktivitäten nach 1990 konzentrieren.
GST – dkk – Wegweiser
(Text: Arthur Beier)
Im Dezember 1989 hatte ich
erkannt, dass die GST in neuer Form keine Perspektive hat und das Jahr 1990
nicht überlebt. Zu den planmäßigen Wahlen wollte ich aus gesundheitlichen
Gründen ausscheiden. Jörg Ihle, war 1988/89 auf diese Funktion vorbereitet
wurden durch den Besuch der Bezirksparteischule. Im Frühjahr 1988 hatte ich mit
dem Direktor Kader / Bildung ein Gespräch, um als Mitarbeiter des
Betriebsschutzes in dkk Scharfenstein arbeiten zu können. Den Arbeitsvertrag
mit Termin 01.02.1990 wurde im Dezember abgeschlossen, weil keine Wahlen mehr geplant
waren.
Ab Januar 1990 waren in MZ und
dkk bereits die ersten inoffizielle Helfer aus der BRD. Im MZ waren Vertreter
von BMW, welche prüfen sollte, welche Zukunft die 4 - Takt MZ hat. Es wurden
alle Konstruktionsunterlagen kopiert. Helfer hatten viele Kopierer dabei und
Papier. Im MZ freuten sich viele Mitarbeiter. Der Direktor und wenige
Fachdirektoren waren dagegen, aber das betriebliche "Neue Forum"
setzte diese Tätigkeit durch. Fazit der Berater: diese 4 - Takt MZ hat keine
Zukunft. BMW brachte kurz darauf Motorrader in der niedrigen Hubraumklassen
heraus, welchen den von MZ ähnlich waren.
Das "Neue Forum" bei
dkk setzte durch, das Bosch den Betrieb beim Vertrieb der Kühlschrank hilft und
darum alle Vertriebsketten von dkk kopieren darf und zur Analyse erhält.
Betriebsdirektor Konrad Triemer wollte dies nicht zulassen. Ab April tauchten
bei den Kunden von dkk Vertreter von Bosch auf, schlossen Lieferverträge und
erklärten, dass dkk ab 30.06.1990 nicht mehr liefert, sondern Bosch das Werk
übernimmt und darum seien neue Verträge notwendig.
Diese Wirtschaftspionage sah
ich noch im Januar 1990. Damit war mir klar, dass meine Tätigkeit beim
Betriebsschutz zeitlich befristet ist.
Im Dezember 1989 schrieb ich
ca. 120 Orte in der BRD an, um Informationsmaterialien für Urlaubsreisen. Ich
rechnete mit etwa 25 % Antworten. Diese Orte gaben meine Briefe weiter, es
kamen über 1500 Antwortsendungen.
Im Januar 1990 begann ich
diese Materialien durch zuarbeiten, für eine Tätigkeit, welche in den
Werbeinseraten dieser Materialien war, was für mich geeignet sein konnte. Ca.
80 Bewerbungen schickte ich los. Damals stand mir noch der Kopierer im
Kreisvorstand zur Verfügung und alles wurde per Drucksache (0,05 M) verschickt.
Zur Frühjahrmesse traf ich mich mit einem Siemens - Vertreter, aber meine PC -
Kenntnisse waren ihm zu gering. Auch andere Unternehmen meldeten sich. So auch
der HWV. Nach geringen Schriftverkehr, einigten wir uns auf einen Besuch in
Buchholz, Ankunft 22.04.1990, 23/24.04.1990 Schulung (durch Hein Wolter),
25.04.1990 Rückreise.
dkk: 1990 -
?
Anfang 1990 ging Arthur vom GST-KV zum Betriebschutz des
dkk-Scharfenstein. Gleichzeitig nahm er Kontakt mit dem
„Heide-Wegweiser-Verlag“ in Buchholz i.d.Nordheide auf.
Auch mit mir hatte er Kontakt und wir besprachen eine
eventuelle gemeinsame Verlagstätigkeit.
Meine Tätigkeit im GST-KV ging absehbar zu Ende. Seit
Monaten war die konterrevolutionäre Entwicklung spürbar. Unsere KK-Waffen wurden
abgezogen. Die KK-Mpi’s für die vormilitärische Ausbildung wurden im VPKA
eingelagert und später irgendwie verramscht. Die GST benannte sich in BTSV um,
die vormilitärische Ausbildung wurde beendet und die vielgestaltigen
technischen Sportarten trennten sich von allem, was einen militärischen
Anstrich hatte.
Es lief eine offensichtliche Auflösung vieler
gesellschaftlicher Einrichtungen.
Oft gab es einen teilweisen gesetzlosen Zustand.
Im Kreisvorstand nahm ich noch an einem Fahrlehrerlehrgang
teil. Zugleich wurde ich vom Stellvertretenden Kreisvorsitzenden
umdisponiert und nannte mich dann Objektleiter. Meine Hauptaufgabe war es, alle
inventarisierten Mittel der
KO zu erfassen, zu bewerten und aktuell ihren jeweiligen Wert festzulegen.
Zugleich war ich bemüht, allen neu gebildeten Vereinen die bisherigen
GST-Materialien zu zuordnen. Dabei wurden z.B. Fahrzeuge, Sportwaffen, …
mitunter verscherbelt und verschleudert.
Die Geschäftsstelle des bisherigen BV in Kmst. wurde nach Pfaffenhain
verlegt. Der seinerzeitige GST-Flugplatz
(das Objekt) wurde zur Bezirksgeschäftsstelle.
Eberhard
Zill war der letzte Vorsitzende des GST-Bezirkvorstandes. Er übernahm diese Funktion etwa 1983 von Egon Fischer, der
vorher aus Beierfeld (wohl über die SED-KL) zum GST-BV nach Kmst. delegiert
wurde.
Eberhard Zill, vorher war er langjähriger Kaderschef in der
FDJ-BL Kmst. Insbesonere dort auch für die Gewinnung und Betreuung des
„Militärischen Berufsnachwuchses“ zuständig (BOB, BUB, SaZ, UaZ). Mit dieser
Erfahrung wurde er wohl für die Funktion (lt. Kaderentwicklungsprogramm) des
BV-Vorsitzenden der GST ausgesucht. Er brachte anfangs auch „jugendlichen“
Schwung in unseren GST-BV.
1989/90 mit der absehbaren Annexion der DDR und damit dem
Ende der GST, versuchte Zill seine Haut zu retten. Schnell wurde der bisherige
GST-BV am Schloßteich „aufgeräumt“. LKWs karrten alles nur denkbare zum Müll.
Bei unseren späteren Recherchen konnten uns einige frühere
BV-Mitarbeiter nicht mehr weiterhelfen.
Eberhard Zill suchte sein Heil, in dem er die nunmehrige
GST/BTSV-Geschäftsstelle nach Jahnsdorf umquartierte. Dort wurde aus dem
bisherigen GST-Flugplatz (dem Verwaltungsgebäude) ein Tourismusobjekt. Zill
wurde „Kneiper“. Rudi Mohr machte die Reception. Immerhin konnten wir das SFZ
noch in unserem Sachsen-Wegweiser präsentieren. Aber nicht allzu lange, dann
hieß es, dass Zill in die alten Bundesländer abgewandert wäre!?
Das GST-Flugplatzgelände ging in die Trägerschaft des
LRA-Stollberg über und wurde auch als KFZ-Zulassungsstelle genutzt.
Aber vorher musste noch unsere GST/BTSV, mit den bisherigen
Kreisorganisationen, Grundorganisationen und allem was personell,
organisatorisch und materiell dazugehörte, abgewickelt werden. Das war die
Aufgabe der Geschäftsstelle in Jahnsdorf.
Sein nunmehriger Geschäftsstellenleiter, Lothar Hartig,
plante für mich noch einen Fahrlehrerlehrgang in Ballenstedt.
Abwicklung GST
Eigenartig verlief die Zeit, wo und wie die GST/BTSV
„abgewickelt“ wurde. „Chefabwickler“ im Bezirk Karl-Marx-Stadt war Rolf
Gossler. Mit Ihm hatten Arthur und ich noch intensiven und fruchtbaren Kontakt.
Als Rolf noch unser Amtsbruder im SV in Kmst. war, hatten wir kaum nennenswerten
Kontakt. Er wurde später Vorsitzender eines Stadtvorstandes in Kmst.
Bei unseren Wegweiser-Recherchen waren wir unter anderen bei
Rolf zu Hause. Wir lernten ihn nun als netten Typ kennen. Eine Videoaufnahme
von der letzten NVA/GT-Ehrenparade gab er uns ebenso mit (daran war er mit
involviert?), wie die Filme der GO „Rote Jungfront“.
In der Zeit der Abwicklung gab es noch einiges zu erledigen.
Mehrfach war ich in der Beziksgeschäftsstelle, um meine „Kündigung“ zu klären.
Diese war ungültig, da die Kündigungsfrist nicht eingehalten war. Somit war ich
noch bis Ende 1990 beschäftigt, erhielt mein monatliches Gehalt, hatte aber
keine Arbeit zu leisten. Die Neubildungen von Vereinen und die Umverteilung der
GST-Materialien war abgeschlossen. Den Fahrlehrerschein hatte ich auch
erworben, und eine Entwicklung zum Rechtsanwalt wollte ich nicht gehen.
Aber ich hatte mich innerlich schon entschieden, mit Arthur
gemeinsam künftig für den „Heide-Wegweiser-Verlag“ in Buchholz in der Nordheide
(unmittelbar am Südrand von Hamburg) für den Tourismus in Sachsen zu arbeiten.
Noch beschäftigt bei der GST/BTSV, begann ich mich für den
Heide-Wegweiser-Verlag vorzubereiten.
Wegweiser – Start
Gemeinsam mit Arthur war ich im Sommer 1990 in einigen Orten im Erzgebirge unterwegs, um
für unseren ersten „Sachsen-Wegweiser“
Einträge unter zu aquirieren. Dabei konnte ich von Arthur für meine beginnende
Verlagsarbeit die notwendigen ersten Erfahrungen ablauschen. Das erste Objekt
war bei Geyer das „Lüftelhaus“.
Eine größere Aktion absolvierten wir dann mit einer
Sachsentour Richtung Dresden, in die Oberlausitz,
Kleinwelka, Rammenau, Löbau, Cunewalde, Zabeltitz … Beide Tage waren
anstrengend, jedoch auch vielgestaltig. Zu spüren waren oft ungeklärte
Eigentumsverhältnisse und mitunter sehr eigenartige
Einstellungen bezüglich der gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland,der RGW-Staaten und dem
Warschauer-Vertrag, der Nato und der „Wende“. Die Gespräche mit potentiellen
Wegweiser-Kunden waren vielfach eine Suche danach, inwieweit wir die Vertragsgespräche
und allgemeine Unterhaltungen führten.
Um den „Wegweiser“ organisatorisch und inhaltlich zu
erstellen, einigten wir uns darauf, das Arthur
den Osten von Sachsen aufsucht und ich den westsächsichen Raum gestalten
sollte. Arthur etwa ab Chemnitz, weiter von Dresden bis Görlitz, die Sächsische
Schweiz, die Oberlausitz und Niederschlesien und ich den Leipziger Raum bis
Torgau, ins Vogtland, dem Westerzgebige und den Chemnitzer Raum,
Diese touristischen Orte, Objekte, Einrichtungen waren zumindest
für mich überwiegend Neuland. Es war jedoch eine sehr interessante und
abwechslungsreiche Aufgabe.
In der sächsischen Staatsregierung, den Regierungspräsidien,
in allen Landratsämtern und in fast allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen
führten wir, jeweils separat, erste Gespräche. Vielfach erhielten wir dabei
konkrete Hinweise zu touristischen Zielen.
Zunehmend entstanden in dieser Zeit auch, etwas verwirrend,
viele touristische Organisationen. Teilweise existierten diese doppelt und
dreifach, kooperierten miteinander, nebeneinander und auch gegeneinander.
Mitunter vorteihaft, oft jedoch nachteilig. Jedenfalls war das für uns eine
sehr lehrreiche und spannende Zeit.
Mit den Erfahrungen der GST-Tätigkeit machte ich mich daran,
die organisatorische und inhaltliche „Wegweisertätigkeit“ zu planen.
Kein Telefon, keine Schreibmaschine und schon gar keinen
Computer! Eine Reiseschreibmaschine „Erika“ war mein erstes Hilfsmittel. So
schnell wie möglich beantragte ich bei der Post einen Telefonanschluß. War ja
im Neubau des „Hermann-Matern-Wohngebietes“ durchaus möglich und dauerte auch
nicht lange. Dazu habe ich in der Stadtverwaltung Schwarzenberg, beim
Gewerbeamt, ein Reisegewerbe erhalten. Darum bekam ich auch recht schnell den
Telefonanschluß. Rolf Horatschek im Gewerbeamt kannte ich sehr persönlich vom
FDJ-Jugendclub „Team 72“ Neuwelt’s. Als Kfz-Schlosser der PGH „Autolicht“ war
Rolf auf wundersame Wende-Weise in die „neue“ Stadtverwaltung eingerückt. Naja,
das wären auch putzige Geschichten der „Neudeutschen Geschichte“.
Zwischenzeitlich quartierte ich mich im GST-Schießstandobjekt
ein. Ein Schützenverein hatte dort die Nachfolge des Leistungszentrums im
Sportschießen-Pistole angetreten. Geleitet wurde dieses GST-Objekt seinerzeit
noch von bisherigen Mitarbeitern des GST-Kreisvorstandes.
Dort hatte sich auch unser Fahrlehrer Jürgen Höhne mit seiner
privaten Fahrschule niedergelassen. Als Untermieter des Untermieters konnte
ich, zeitlich abgestimmt, den Telefonanschluß nutzen. Mit meinen ersten Recherchen
und Informationen stellte ich diverse Kontakte zu potentialen Wegweiserkunden
her. Damit erstellte ich dann meine ersten Tourenpläne. Bei allen touristischen
Objekten meldete ich mich jeweils vorsorglich an, um unser Anliegen darzulegen.
Ziel war es jeweils, Verträge abzuschließen, um bis zum Spätherbst 1990 unseren
ersten touristischen Wegweiser für das neugeschaffene (alte) Bundesland Sachsen
zu erstellen. Der neugewählte Ministerpräsident Kurt Biedekopf hatte dazu das
Geleitwort eingebracht.
Die Zusammenstellung dieses „Wegweisers“ war spannend, hart
und lehrreich. Natürlich gab es noch keine Handys oder Routenplaner. Mit
Ausschnitten aus div. Karten und immer wieder angepassten Kopien plante ich
räumlich und zeitlich meine täglichen und ständig wechselnde Touren. Kaum die
Autobahnen nutzend, ging es vielmehr über die Landtraßen. Aber der dann extrem
zunehmende PKW- und LKW-Verkehr machte die Tourenplanung immer schwieriger.
In München konnten wir dennoch unseren ersten
„Sachsen-Wegweiser“ recht erfolgreich präsentieren.
Diese Tourismusmesse war dann auch für uns ein besonderes
Erlebnis. Arthur und ich konnten unsere gemeinsame Arbeit präsentieren. Hein Wolter
war dabei sozusagen unser Mentor. Hein war schon länger beim HWV tätig. Uns
verbanden sofort freundschaftliche Beziehungen. Seine DDR-Herkunft und seine
Einstellung entsprach viel mehr unseren Ansichten, als die der Mitarbeiter aus
den alten Bundesländern. Wir wollten etwas für die Tourismusentwicklung in
Sachsen tun. Die anderen Mitarbeiter waren eher auf Verträge um jeden Preis
aus, verbunden mit Imponiergehabe.
Hein Wolter war in jungen Jahren an der Humbolt-Universität schon
in leitenden FDJ- und SED-Funktionen tätig. Seiner spannenden Erzählung nach,
„floh“ er bei einer FDJ-Reise nach Jugoslawien in die BRD. Spekulativ lassen
sich entspechende andere Geschichten zusammenreimen. Sein gesamter Lebensweg
war dann vielgestaltig. Nach unserer Wegweiserzeit hatten wir noch jahrelang
fast familieren Kontakt. Hein zog etwa 1995 wieder in seine alte Heimat in
Mecklenburg, wo er wenig später auch verstarb. Seinen wirklichen Lebensweg
hätte ich gerne weiter verfolgt.
Nicht so spektakulär, dennoch auch beschreibenswert ist
unser Verlagschef Karl-Heinz Kulow zu bezeichnen.
Seine Mutter hatte in den 1950er Jahren den
„Heide-Wegweiser-Verlag“ gegründet. Laut Erzählung von Arthur stammte das
Kapital dazu vom Vater, der ein höherer SS-Offizier war und daher das Geld
hatte, aber auch vom BRD-Staat eine hohe Rente bezog.
Die Wegweiser entstanden für alle Regionen der BRD, jedoch
auch für mehrere Anrainer-Staaten der BRD. Diese „Wegweiser“ wurden generell
für die Reiseunternehmen erstellt. Da dies eine kostenlose Dienstleistung war,
wurden die Einträge der touristschen Objekte wie Werbeanzeigen entsprechend
berechnet. Die Spanne reichte von wenigen hundert DM bis mehreren tausend Mark.
Sogenannte PR-Einträge wurden aus unterschiedlichen Gründen jedoch mitunter
kostenlos aufgenommen. Die Staffelung ergab sich auch aus Umfang und Qualität.
Vierfarbdruck war verständlicher Weise teurer, als zwei Farben oder
schwarz-weiß-Darstellungen. Die jeweiligen Inserenten leiferten uns, bzw. dem
Verlag, die nötigen Druckvorlagen (Fotos, Grafiken, Lithos, Texte,
Gestaltungen). Die ausschließlich weiblichen Verlagsmitarbeiterinnen
gestalteten dann die Broschüren druckfertig. Jede einzelne Anzeige/Seite wurde
zusammen „gebastelt“. Das jeweilige Layout mit Bild und Text und die regionale
Einordnung war das Ergebnis der Tätigkeit von uns als Aquisiteure, den
Inserenten, der Verlagsmitarbeiter und der Druckerei. Im Verlaufe eines Jahres
jeweils waren wir (z.B. Arthur und ich) im Land auf „Achse“, suchten potentielle
Inserenten auf und brachten so dem Verlag die jeweiligen Verträge und damit die
Einnahmen.
Aber wir waren auch teilweise am redaktionellen Teil der
Inserate und der Gestaltung der Broschüren beteiligt.
Jährlich ab dem Herbst gestalteten wir für den
„Sachsen-Wegweiser“ den Umbruch. Den jeweiligen Regionen (vom Vogtland, dem
Erzgebirge, Mittelsachsen bis in’s Elbsandsteingebirge oder dem Spreewald …)
ordneten wir das jeweilige Material zu.
Kurt Biedenkopf, der seinerzeitige sächsische
Ministerpräsident, wurde in Bild und Text sozusagen unser Schirmherr.
Wir waren dann jährlich persönlich zum „Arbeitsbesuch“ bei
Karl-Heinz Kulow im Verlag. Neben Arbeitsgesprächen, persönlichen Kontakten bei
der Familie Kulow, Beratungen mit allen Mitarbeitern, kleinen Feiern, einem
Besuch in der Druckerei hatten wir insbesondere noch damit zu tun, unseren
Wegweiser-Umbruch zu präzisieren. Dies taten wir auch zusammen mit K.H. Kulow.
Die Verlagsgrünerin war ursprünlich die Mutter von
Karl-Heinz. Sie unterhielt sich auch wohl recht gerne und wissbegierig mit uns
„Ossis“. 1991 waren wir die einzigen Mitarbeiter aus der anektierten DDR. Alle
anderen kahmen aus den westdeutschen Bundesländern. Auch einen Franzosen gab
es.
Die Verlagsgründerin, Frau Kulow, zeigte sich sehr erstaunt
und erfreut über die recht ungewohnte (zumindest anfangs) Zahlungsdisziplien
unserer aquirierten Wegweiserkunden. Oft wurden seitens des Verlages Schulden
mit diversen Tauschgeschäften oder juristischen Streitigkeiten beigelegt.
Aus unserer bisherigen langjährigen GST-Tätigkeit waren wir
es gewohnt, selbstständig zu planen, zu handeln und auch Hinweise zu geben. So
war es für uns selbstverständlich, auf Verbesserungen unserer Verlagsarbeit
einzugehen.
Möglicherweise war es ein Novum, das Arthur und ich
eigenständig die Druckerei besuchten. Wir konnte dann gegenüber unseren
Inserenten auch fachlich fundierter ihre Fragen und Probleme bereden und
behandeln.
Meinerseits hatte ich mehrfach angesprochen, uns sogenannte
Magnet-Werbetafeln des Verlages für unsere PKWs bereit zustellen. Im nunmehrigen
kapitalistischen Sachsen war diese Form der Werbung ganz bescheiden erst am
Anfang. Aber das wir unser Licht und unsere Firma werbemäßig ins rechte Licht
setzen mussten, hatten wir sehr bald begriffen. Hein Wolter – schon erwähnt – gab
uns dabei einige Hilfe.
Immerhin konnten wir von Karl-Heinz Kulow neben den
Visitenkarten auch Material bekommen, um in Schwarzenberg – der
Druckerei-Ludwig – einiges an notwendigen Material ducken zu lassen.
Eine Episode war auch, der Verlag war ja der „Heide-Wegweise-Verlag“
in Buchholz in der Nordheide am Südrand von Hamburg.
Und nunmehr wurde meine Anschrift von Hermann-Matern Straße
in Schwarzenberg, dem Hermann-Matern-Wohngebiet, in Heide-Wohngebiet-dem Heideweg,
umbenant. Noch heute bekomme ich mitunter Post an den „Heide-Wegweiser-Verlag“.
Leider besteht der Verlag nicht mehr.
Erst 1992 legte ich mir einen PC zu. Damit ließ sich manches
vereinfachen. Auch der Telefonanschluß mit Anrufbeantworter half spürbar, die
täglichen Touren in Sachsen effektiver zu organisieren.
Nach all dem Vorgenannten wurden unser Sachsen-Wegweiser
gedruckt und dem Verlag ausgeliefert. Natürlich auch jeweils die „Wegweiser“
weiterer Länder und Regionen.
Tourismusmessen
Erstmals waren Arthur und ich dann November/Dezember zur
Tourismusmesse in München.
Auch in Hamburg waren wir einmal. Die folgenden Jahre
repräsentierten wir „unseren“ Verlag bis 1995 auf der Leipziger „Tourismus- und
Caravaningmesse. Wir gestalteten unseren Messestand aus (Arthur, Hein Wolter
und ich) und hatten täglich Besucherströme erlebt. Eine Vielzahl unserer
Inserenten waren unsere Gesprächspartner. Auch weitere künftige potentielle
Kunden waren am Messestand. Und ganz allgemein erreichten unsere und weitere
„Wegweiser“ somit eine große
Anzahl der Messebesucher.
In München präsentierten wir unseren ersten
„Sachsen-Wegweiser“. Es war schon ein starkes Erlebnis, das Schnuppern an der
großen-weiten Welt des Tourismis. Gerne hätte ich darauf verzichtet. Neugierig
war ich dennoch. Wir befanden uns inmitten der weltweiten Aussteller und haben
ebenso den Tourismusverlag und insbesondere unsere heimatliche Regionen
vertreten und präsentiert. Da kam schon eine ordentliche Portion Stolz auf.
Einerseits „Arbeitslos“, hatten wir doch eine umfassende,
wissenswerte Tätigkeit für das „neue“ Bundesland Sachsen geleistet. Durch
unsere bisherige vieljährige GST-Tätigkeit kannten wir unsere DDR schon recht
gut. Jedoch die speziellen und vielgestaltigen touristischen Objekte und
Gegebenheiten lernten wir nunmehr durch unsere Wegweiserrecherchen kennen,
achten und zu präsentieren.
Eine neue und bisher nicht gekannte Organisation war
vonnöten, in den sächsischen Regionen Tourismusziele zu erkennen, aufzusuchen
und für jeweilige Präsentationen zu gewinnen.
Täglich fuhren wir hunderte Kilometer mit dem PKW durch
Sachsen. Arthur und auch ich übernachteten jeweils in einer Jugendherberge.
Die avisierten Kunden/Einrichtungen suchte ich nach
schriftlichen
Anmeldungen planmäßig auf. Mittels PC und Telefon plante ich
langfristig meine Touren nach dem Winter bis zum Spätherbst. Dann erstellten
Arthur und ich den jährlichen „Sachsen Wegweiser“ um im Verlag den Druck
anzugehen. Mit K.-H. Kulow besprachen wir den jeweiligen Messeeinsatz.
Mit unserem
Mentor Hein Wolter gestalteten wir den Messestand. Ein Kumpel von
Karl-Heinz Kulow brachte die massenhaften Kataloge und weiteres Standmaterial
per Klein-LKW nach München. Der Fußbodenbelag für unseren Stand war jedoch eine
Zumutung. Irgendwann früher war ein Dieselkanister ausgelaufen und die Filze saugten
sich voll. Dieser penetrante Gestank vorfolgte uns dann auch noch die kommenden
Jahre unserer Messeeinsätze. Aber der
Kumpel von Kulow war ein Typ wie (Werner Beinhart ) lustig und nordisch.
Zum Messestart fand im Hotel in München für alle Aussteller
eine wohl übliche Abendveranstaltung mit Büffet und Show statt.
Die Anreise zum Hotel und der Messe waren auch schon ein
Erlebnis. Durch München kahmen wir am Olympiagelände, der Oktoberfestwiese und
dem Friedensengel vorbei. Im Hotel fühlte ich mich etwas unwohl. Das Hochhaus
und die ungewohnte Etikette machten mich einigermaßen unsicher.
Mit Hein
Wolter, er wohnte auch im Hotel, führten wir viele und intensive Gespräche.
Als Student und danach Funktionär an der Humboldt-Uni war er
ein „DDR-Bürger“. Da hatte Hein z.B. Kontakte mit Leuten, wie dem
Politbüromitglied Kurt Hager oder auch Wolf Biermann.
Schon in Leitungsfunktionen der FDJ und der SED war Hein
„Reisekader“.
Eine Jugendtouristreise nach Jugoslawien „nutzte“ Hein, um
sich auf abenteuerliche Weise nach Westdeutschland „abzusetzen“. Er war wohl
vor einer bevorstehenden Verhaftung gewarnt worden.
Aber ich könnte mir auch eine andere Geschichte dazu vorstellen.
Gerne hätte ich mich mit seinem Leben näher beschäftigt.
Seiner Reiselust konnte er entsprechend bei der TUI weiter
beruflich nachgehen. Gesundheitliche Probleme führten in dann zum Verlasen
seines attraktiven Postens und er heuerte beim „Heide-Wegweiser-Verlag“ an.
Er hatte wohl schon entsprechende Jahre Erfahrung und
etliche Messeeinsätze absolviert, als wir Hein im Verlag und bei den
Tourismusmessen kennen lernten.
„Rot Front“ mit erhobenen Arm und geballter Faust, so
begrüßte er uns im Verlag.
Es sollte ironisch wirken, für uns entstand jedoch ein
gewolltes Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Hein war ein gänzlich anderer Typ zu den weiteren
Außendienstlern. Unter diesen herrschte da eher das Imponiergehabe und diverse
Finanzmauscheleien vor. Inserenten wurden dabei schon einmal „über den Tisch
gezogen“. Arthur und ich wollten jedoch unseren Kunden auch später wieder für
unseren „Wegweiser“ behalten.
Wir merkten aber auch, das Hein z.B. den ganzen Messetag
Saft trank, aber am Abend war er unauffällig-angetrunken. Dieses Dilemma wurde
uns auch von Karl-Heinz erklärt.
Bei einem unserer Verlagsbesuche waren Arthur und ich bei
Hein und seiner Lebensgefährtin zu Besuch. Mit dieser Frau ist Hein einige Jahre
später von Seevetal (Hamburg) wieder nach Wismar in seine frühere Heimat
gezogen und dort später verstorben.
Nach dem ersten Messeeinsatz in München und einer
Stippvisite in Hamburg (nur Besuch) waren wir bis 1995 jährlich auf der
Leipziger Tourismus- und Caravaningmesse präsent. Etliche unserer Inserenten
trafen wir dabei im Besuchergewimmel und an unseren Stand. Schon zur Eröffnung
und täglich zum Messebeginn standen die Besucher in langen Schlangen an den
Eingängen. Wir waren noch auf den „alten“ Messe neben dem bekannten Doppel-M
und dem Sowjetischen Pavillon.
Unsere Nachbarstände waren u.a. der Brockhausverlag und die
TUI. Hein hatte Jahre dort gearbeitet. Das Touristikunternehmen machte
permanent lautstarken Spektagel. Das gehörte aber zum Fluidum dazu.
Abwechselnd gingen wir als Standbesatzung öfters durch die
Messehallen, um alle anderen Stände anzusehen und diverse Gespräche zu führen. Ein
besonderes Fluidum umgab uns, inmitten der weltweiten Aussteller. Die Messetage
waren lang und interessant, jedoch auch anstrengend. Gegen 08.00 Uhr zu den
Messehallen, den ganzen Tag präsent sein, Gespräche führen und Fragen
beantworten um dann nach 18.00 Uhr durch Leipzig „nach Hause“ zu fahren.
In Grünau wohnten wir in einem Neubaublock im Hotel.
Meist nahmen wir in der Hotelgaststätte auch das Abendbrot
ein und ließen die Messetage Revue passieren. Es kam dabei auch zu Gesprächen
mit anderen Hotelgästen. An einem der Abende hatten wir einen speziellen
Streitpartner. Bis spät am Abend ließ ich insbesondere mich auf eine verbale
Auseinandersetzung mit diesem Gast ein. Erst im Nachhinein erfuhr ich, das es Siegmar
Faust war. Er gebärdete sich als extremer DDR-Hasser. Zeitweilig war er
später bei der „Gauck-Behörde“ tätig. 1996 bis 1999 war er Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen im Freistaat Sachsen. (s. Siegmar Faust – Wikipedia)
Zu vielen Begebenheiten unserer Wegweisertätigkeit könnte
hier noch eine Unmenge benannt werden: Die Vielartigkeit der Inserenten, noch
vielmehr die insgesamt besuchten Tourismusobjekte Sachsens und tw. darüber
hinaus bis nach Thüringen / Sachsen-Anhalt und Brandenburg, viele Entwicklungen
zum Landestourismus, manche Hemmnisse durch ungeklärte politische und rechtliche
sowie wirtschaftliche Probleme, persönliche Angelegenheiten unserer eigenen
Entwicklung. Der allgemeine Verlauf erschwerte zunehmend unsere zeitweise recht
erfolgreiche Verlagstätigkeit. So wuchs die Konkurrenz. Unser „Wegweiser“ wurde
durch die digitale Entwicklung (Internet) weniger gebraucht. Wir merkten es am
Rückgang an Verträgen und damit unserer Provision.
1995 erstellten wir dann den letzten Sachsen-Wegweiser und
ich war dann schon ohne Arthur in Leipzig zur Messe.
Auf meine Bitte hin hat mich K.-H. Kulow gekündigt,
damit ich „geordnet“ in die Arbeitslosigkeit gehen konnte.
PC – Mulimedia – ITSS
Rechtzeitig bemühte ich mich beim Arbeitsamt um eine
Weiterbildung zur „Multimedia-Fachkraft“. Schon 1992 hatte ich mir einen
Computer zugelegt und die bisherigen Erfahrungen wollte ich nutzen, um
diesbezüglich damit weiter zu arbeiten. Sowohl die Verlagsarbeit als auch die
PC-Nutzung waren eine sehr interessante Zeit. Die Region Sachsen und angrenzende
Teile lernte ich sehr viel intensiver kennen. Auch etliche Probleme durch die
politische Entwicklung nach 1990 machten sich bemerkbar.
Mit dem PC tastete ich mich an dieses relativ neue Métier heran.
Beim Computerhändler schob ich einen ersten Lehrgang an, dem dann in den
folgenden Jahren Weiterbildungen zur Multimedia-Fachkraft (Aue, 1996/97) und
ITS-Spezialist (Auerbach/V., 1998/99) anschlossen.
Mit Arthur blieb ich weiterhin im engen und persönlichen
Kontakt. Neben meiner Fortbildung in Aue gestalteten wir mehrere Projekte aus
der Erfahrung der GST-Tätigkeit und Wegweisergestaltung.
Weitestgehend hatte Arthur die „Wegweiser“ neben seiner
beruflichen Beschäftigung organisiert. Als Werkschutzmann konnte er die (z.B.)
Nachtzeit zur Tourenplanung u.s.w. nutzen.
Ab 1993 absolvierte er eine Ausbildung zur
Werkschutzfachkraft in Herold. Dort trafen wir uns mehrmals, um die
Wegweisergestaltung abzusprechen.
Thea, seine Ehefrau war übrigens zeitweise als „Mitarbeitende“
im Verlag involviert.
1994 begann Arthur schon zeitgleich ein multimediales
Projekt zum Bergbau in Zschopau.
Auch dabei arbeiteten wir zusammen, um eine interaktive CD
zu erstellen.
Zu CD’s: BB ZSP verlinken und
Rauenstein
Burgen
& Schlösser
ABM-Hohndorf
Histex
Auer
Spitzen etc.
Und
so weiter und sofort, alles was da ist!
Aktivitäten Arthur Beier
und teilweise Gernot Ryter nach GST-Tätigkeit
Auflistung der Kontakte seit 1989 (Terminplanung-Arthur)
Noch nicht im Fliestext integriert!
Eingearbeiteter Inhalt lt. Auflistung
jew. Gelöscht.
1996/97 Weiterbildung zum „Hotelkaufmann“
- selbst Fortbildung
„Multimedia“ in Aue
1994 Arthur Bergbau
in Zschopau
… selbst
Weiterbildung IST in Auerbach
1998 Vorbereitungslehrgang für
ABM - Bergbau
1999/2000 ABM Bergbau
2000 Arthur Burgen
und Schlösser in MEK
- … Schloss Rauenstein
- … div.
Orte – z.B. Greifensteine, Wolkenstein, Zschopau, Waldkirchen, Pfaffroda, Scharfenstein, Waldkirchen, usw.
- … Besuch bei Hengst,
Rüdiger. Hinweise für Videos erstellen
2001- Lehrgang Video
in Chemnitz
- … HISTEX
- … CAMMAN
- … GST:
Gespräche mit ehemaligen GST-Funktionären: Dengler, Hartig, Seidl/ SMS, Butzek, Spitzner, Graubner, Klecha, Gossler, Mohr, Wendler, König, Wünsche
(NVA), Otto, Rolf; Bausch, Wolfgang; Bauer, Rudolf; Paul, Rudi; Müller, Rudi;
Bukvic, Peter; Möller/ZV, Spantik/Cottbus, Scholtke/Cottbus, Hänßchen, Endert,
Uwe; Berger/S+T, Elze.
- … weitere
Kontakte: Dr. Butter, Dr. Ullmann? , Nat. Front Schönfeld, Rolf?. Dir.
Venusberg Jankowsky, Bodemer-Nachfahre Kretschmar, Walter, Liesbeth ,
Hegewald, Peter (VIDIO) , Wetzel Liesbet, Ihle/Bm. Venusberg.
- … Arthur beginnt mit
Genealogie – ich weiter an GST-Projekt
- … SMS-Ehrenfriedersdorf
- 1999/2000 ABM-Hohndorf
- 05.06.2001 Besuch Schönfeld, Rolf – KA der Nat.
Front
- 12.06.2001 BBJ wg. Förderung Projekt „Mühlen“
- 10.08.2001 Thomas
Rolle wg. Mühlenprojekt in Rolle-Mühle aufgesucht
- 10.08.2001 Langer von Regional-TV MEK
aufgesucht
- 23.10.2001 Herbert Jankowski besucht wg.
Spinnerei
15.10.2001 Bodemer - Kretzschmar 10.00 Uhr,
1802 wurde das Gelände an der Zschopau (Flurstück 212) von Bodemer, Philipp Jacob gekauft, Verkäufer Häßler,
Speisesaal wurde 1956 gebaut,
Marke "Katzengarn" war eine Werbestrategie,
Johann Georg Bodemer studierte in Zürich, lernte vorher Schmied, erfand den Fliehkraftregler, Maschinen wurden von Schubert und Salzer hergestellt.
1802 wurde das Gelände an der Zschopau (Flurstück 212) von Bodemer, Philipp Jacob gekauft, Verkäufer Häßler,
Speisesaal wurde 1956 gebaut,
Marke "Katzengarn" war eine Werbestrategie,
Johann Georg Bodemer studierte in Zürich, lernte vorher Schmied, erfand den Fliehkraftregler, Maschinen wurden von Schubert und Salzer hergestellt.
17.10.2001 mit Gernot bei Frau Klausnitzer - Histex - 13.00 Uhr, zu den
Objekten konkrete Anschriften erhalten, wir sollten Bilder für die vier
Technologien aufnehmen,
23.10.2001 Herbert Jankowski, 13.00 Uhr,
Janko war 1958/59 Werkleiter in Zschopau (Bodemer Stammbetrieb), war dann in Verhandlung zum Verkauf den Technik mit Japan involviert, zeigte ein Buch zu historischen Spinnereien sowie der sächsischen Baumwollindustrie, Hinweis zum Verband der Sächsischen Baumwollindustrie (> Frau Ebert, Prof Rudolph), Chemnitz Schulstraße 38 war Werk 8 des VBSZ Venusberg, jetzt Staatsarchiv,
es gibt die Chronik 70 Jahre Firma Schüller Venusberg von 1908,
Chronik 100 Jahre Schüller von 1938, sowie eine Jubiläums - Zeitung;
bei Bodemer eine Chronik von 1919 - 100 Jahre Bodemer und eine Chronik von 1956, erstellt von Loose,
Betriebsteile in Zschopau an der Spinnereistraße und am Zweigwerkufer waren bis 1960 VEB Baumwollspinnerei Zschopau, ab 1961 Werk III und IV der Feinspinnerei Erzgebirge Venusberg,
Janko hat eine Dokumentation ab 1879 zur Spinnerei,
bei Frau Ebert gibt es eine Broschüre "Sächsische Baumwollspinnereien",
Scheffler, Kurt Chronist Venusberg hat eine Chronik auf dem PC,
Janko hat Aufzeichnungen zum KZ - Außenlager in Venusberg,
1873 entwickelte Georg Bodemer einen Regulator für die beiden neu installierten Wasserturbinen, die je 200 PS leisteten, und erhielt dafür 1876 ein Patent. Der Regulator wurde im gleichen Jahr auf der Weltausstellung in Philadelphia präsentiert und fand dort hohe Anerkennung.
Weitere Anlaufstellen. Herr Klaus Beyer 0371 - 5392220 (dienstags) im Industriemuseum, Strumpfmuseum Gelenau, Am Rathaus, von Alfred Bernhard + (Direktor Gelkida Gelenau) gegründet,
Betriebsarchiv ist teilweise im Gemeindearchiv, teilweise (ab 1945) im Betrieb unter Treuhandverwaltung,
in Zschopau Teilweise an Kretzschmar - Bodemer gegeben oder ans Stadtarchiv, vieles auch entsorgt, weil Erbengemeinschaft Bodemer auf schnellste besenreine Übergabe drängte,
Janko war 1958/59 Werkleiter in Zschopau (Bodemer Stammbetrieb), war dann in Verhandlung zum Verkauf den Technik mit Japan involviert, zeigte ein Buch zu historischen Spinnereien sowie der sächsischen Baumwollindustrie, Hinweis zum Verband der Sächsischen Baumwollindustrie (> Frau Ebert, Prof Rudolph), Chemnitz Schulstraße 38 war Werk 8 des VBSZ Venusberg, jetzt Staatsarchiv,
es gibt die Chronik 70 Jahre Firma Schüller Venusberg von 1908,
Chronik 100 Jahre Schüller von 1938, sowie eine Jubiläums - Zeitung;
bei Bodemer eine Chronik von 1919 - 100 Jahre Bodemer und eine Chronik von 1956, erstellt von Loose,
Betriebsteile in Zschopau an der Spinnereistraße und am Zweigwerkufer waren bis 1960 VEB Baumwollspinnerei Zschopau, ab 1961 Werk III und IV der Feinspinnerei Erzgebirge Venusberg,
Janko hat eine Dokumentation ab 1879 zur Spinnerei,
bei Frau Ebert gibt es eine Broschüre "Sächsische Baumwollspinnereien",
Scheffler, Kurt Chronist Venusberg hat eine Chronik auf dem PC,
Janko hat Aufzeichnungen zum KZ - Außenlager in Venusberg,
1873 entwickelte Georg Bodemer einen Regulator für die beiden neu installierten Wasserturbinen, die je 200 PS leisteten, und erhielt dafür 1876 ein Patent. Der Regulator wurde im gleichen Jahr auf der Weltausstellung in Philadelphia präsentiert und fand dort hohe Anerkennung.
Weitere Anlaufstellen. Herr Klaus Beyer 0371 - 5392220 (dienstags) im Industriemuseum, Strumpfmuseum Gelenau, Am Rathaus, von Alfred Bernhard + (Direktor Gelkida Gelenau) gegründet,
Betriebsarchiv ist teilweise im Gemeindearchiv, teilweise (ab 1945) im Betrieb unter Treuhandverwaltung,
in Zschopau Teilweise an Kretzschmar - Bodemer gegeben oder ans Stadtarchiv, vieles auch entsorgt, weil Erbengemeinschaft Bodemer auf schnellste besenreine Übergabe drängte,
24.10.2001 von 09.00 bis 12.00 Uhr bei Werner Lippmann (Leiter Seesport
bis 1965, Leiter Lehrlingswohnheim MZ, dann, dann in Stadtverwaltung ÖVW und
Archiv) umfangreiche Unterhaltung mit vielen GST - Anekdoten, Hinweis auf das
Buch von Forberger über die Anfänge der sächsischen Industrie,
01.11.2001 14.00 Uhr Gespräch mit Frau Klausnitzer, Darlegung bisheriger
Ergebnisse, sie deutete Änderungen an,
20.11.2001 Absprache mit Gernot
weiteren T. mit Janko vereinbaren, Fotoliste für Zschopau erstellen, Kontakt mit OPEW kommenden Dienstag 09.00 Uhr durch Gernot, Termin wegen Mühlen, Termin mit von Herder vereinbaren, Rauenstein Film erstellen, Anhaltspunkte für Zschopau auflisten,
weiteren T. mit Janko vereinbaren, Fotoliste für Zschopau erstellen, Kontakt mit OPEW kommenden Dienstag 09.00 Uhr durch Gernot, Termin wegen Mühlen, Termin mit von Herder vereinbaren, Rauenstein Film erstellen, Anhaltspunkte für Zschopau auflisten,
04.12.2001 14.00 Frau Klausnitzer, Hinweis auf Global - Annaberger
Straße 94 oder 84,
15.10.2001 Bodemer - Kretzschmar 10.00 Uhr,
1802 wurde das Gelände an der Zschopau (Flurstück 212) von Bodemer, Phillipp Jacob gekauft, Verkäufer Häßler,
Speisesaal wurde 1956 gebaut,
Marke "Katzengarn" war eine Werbestrategie,
Johann Georg Bodemer studierte in Zürich, lernte vorher Schmied, erfand den Fliehkraftregler, Maschinen wurden von Schubert und Salzer hergestellt.
1802 wurde das Gelände an der Zschopau (Flurstück 212) von Bodemer, Phillipp Jacob gekauft, Verkäufer Häßler,
Speisesaal wurde 1956 gebaut,
Marke "Katzengarn" war eine Werbestrategie,
Johann Georg Bodemer studierte in Zürich, lernte vorher Schmied, erfand den Fliehkraftregler, Maschinen wurden von Schubert und Salzer hergestellt.
17.10.2001 mit Gernot bei Frau Klausnitzer - Histex - 13.00 Uhr, zu den
Objekten konkrete Anschriften erhalten, wir sollten Bilder für die vier
Technologien aufnehmen,
23.10.2001 Herbert Jankowski, 13.00 Uhr,
Janko war 1958/59 Werkleiter in Zschopau (Bodemer Stammbetrieb), war dann in Verhandlung zum Verkauf den Technik mit Japan involviert, zeigte ein Buch zu historischen Spinnereien sowie der sächsischen Baumwollindustrie
Janko war 1958/59 Werkleiter in Zschopau (Bodemer Stammbetrieb), war dann in Verhandlung zum Verkauf den Technik mit Japan involviert, zeigte ein Buch zu historischen Spinnereien sowie der sächsischen Baumwollindustrie
18.01.2002 Industriemuseum
22.01.2002 Thomas Rolle - Mühlen
29.01.2002 Burg Scharfenstein - Weberei
31.01.2002 Herbert Jankowski
05.02.2002 bei Histex,
02.2002 mehrfach Stadtarchiv Zschopau
07.03.2002 bei Herbert Jankowski
11.03.2002 Fotografieren in Herold und
Venusberg
01.04.2002 Gernot bei Histex
08.04.2002 Bei Kurt Scheffler Venusberg,
ehemals BM
30.05.2002 Histex
03.07.2002 bei Herbert Jankowski
03.07.2002 Histex
11.09.2002 Scheffler
18.09.2002 SEAK - Video fertiggestellt Film
Scharfenstein
14.10.2002 Gemeindeverwaltung Wiesa
01.11.2002 bei Herbert Jankowski
21.11.2002 Frau Ebert - Textilverband
Nord-Ost
2003
oft Freitags getroffen, im
Wechsel bei Dir, bei mir oder anderem Ziel
09.05.2003 Greifensteine Fotografiert.
30.05.2003 Schwarzenberg, Burg und Innenstadt
besucht, Eike war mit dabei, im Museum
20.06.2003 Janko besucht
22.07.2003 SEAK - Chemnitz
25.08.2003 Dr. Woitsch - Global - Histex
28.08.2003 Treff mit Dittmann in
Schwarzenberg im Picolo
10.11.2003 Histex besucht
25.11.2003 Frau Eberth in Limbach besucht
2004
18.03.2004 Zschopau bei Kretzschmar - Bodemer
28.04.2004 bei Gernot getroffen
30.04.2004 mit Gernot
bei Inntex Chemnitz
11.05.2004 zu Dr. Butter - Textilindustrie
Witzschdorf
01.07.2004 Rauenstein
25.08.2004 Rauenstein
10.09.2004 Aue,
Hüllenhagen, Lößnitzer Straße
26.10.2004 Auerbach. Lisbeth Walther - ZK -
Mitglied
16.11.2004 Frank Beier - Auerbach - Strumpfhüllen anmelden
19.11.2004 Lisbeth Walther
07.12.2004 Frank Beier - Fotografieren
08.12.2004 Lisbeth Walther
13.12.2004 Frau Adler - Cammann
15.12.2004 Panuschke -
Rossau (etwas mit Textil) dann Cammann Oberlichtenau
22.12.2004 bei Cammann
2005
11.02.2005 Dresden HStA
25.02.2005 Dresden HStA
31.03.2005 Weberei Braunsdorf
06.04.2005 Treffen 09.00 Uhr mit Gernot,
10.00 Uhr zusammen bei Schwind
20.04.2005 09.30 UhrIndustriemuseum, 14.00
Uhr Dr. Wolfgang Ullmann
10.05.2005 13.30 Uhr Otto bei Cammann
01.06.2005 Archiv Chemnitz
15.06.2005 Industriemuseum
20.06.2005 Greifensteine
29.06.2005 Treffen mit Gernot
14.07.2005 mit Gernot in Chemnitz
18.08.2005 Rauenstein zu Herder
24.08.2005 10.00 Uhr Professor Rudolph, 13.30
Uhr Frau Ullmann Mittelschule Oederan
31.08.2005 09.00 Uhr Greifensteine -
09.09.2005 Gernot allein zu Renate Richter
Chemnitz (Außenhandel)
05.10.2005 10.30 Uhr Dr. Ullmann
2006
14.03.2006 mit Gernot in Wolkenstein
22.08.2006 Mit Gernot in Wolkenstein
25.08.2006 Gernot
30.08.2006 Gernot bei mir
05.09.2006 ohne Gernot in Rauenstein
27.09.2006 mit Gernot bei Rainer Viehweg,
geplant anschließend Rauenstein, abgesagt,
10.11.2006 mit Gernot Greifensteine
04.12.2006 mit Gernot bei Siegfried Seidl
2007
23.01.2007 16.45 Uhr Treffen mit Johannes
Dengler als Weinvertreter
01.02.2007 Gernot bei Arthur Herder zum Geburtstag angerufen
28.02.2007 Gernot bei Arthur
13.03.2007 Gernot 13.00 Uhr bei Arthur
28.03.2007 Gernot bei Arthur
04.04.2007 mit Gernot in Grorüwa
04.05.2007 beim Schwarzen Teich mit Gernot
getroffen
22.05.2007 Malter bei Dippoldiswalde bei
Herrn König
05.06.2007 Gernot bei mir
12.06.2007 Gernot bei mir
19.06.2007 Gernot bei mir
04.07.2007 Treffen bei Heinzebank
06.08.2007 Gernot kommt
13.08.2007 Gernot
03.09.2007 Ich im Kreisarchiv
17.07.2007 Gernot
15.10.2007 Gernot Marienberg
14.11.2007 mit Gernot im Archiv
2008
23.01.2008 Gernot bei mir
28.01.2008 Gernot bei mir
11.02.2008 Gernot bei mir
20.02.2008 Gernot und Benno bei mir
27.02.2008 Gernot bei mir
12.03.2008 Mit Gernot im Archiv Chemnitz
09.04.2008 Gernot bei mir
23.04.2008 Gernot bei mir
25.04.2008 Gernot bei mir
03.06.2008 Gernot kommt
17.06.2008 Gernot kommt
16.07.2008 Gernot bei mir
31.07.2008 Gernot bei mir
15.09.2008 Gernot bei mir
10.12.2008 Gernot bei mir
Ryter, Gernot

01.11.2020
Biografie
Ryter, Gernot
Erstellung meiner Biografie in Auszügen
Inhalt: Allgemeiner Überblick
Kinder des Gehringsberges 1950 - 1970
· Meine Kindheit auf dem „Berg“ 1945 - 1959
· Weitere Kinder im Ort 1950 - 1970
· Der Zaunkönig 1960 ?
· Tanzen überall 1960 - 1967
· Opel 1934 1967 - 1969
· Volkmar Fischer 1966 - 2005
· Aufwachsen auf dem Gehringsberg 1945 - 1964
· Mitschüler in der Grundschule 1951 - 1959
· Schöne-Butz 1950 - 1960
· Lauter 1950 - 1970
· Unser Schuppen 1965 - 1990
· Kanonenofen explodiert 1955 ?
· Schlosserlehre 1959 - 1964
· NVA/GT, Soldat und Ausbilder 1964 - 1967
· Grundausbildung im ABB 1964 - Mai/Jun.
· Unteroffiziersschule 1964 - Jun.-Okt.
· Ehrenparade 1964 - Spt./Okt
· Ausbilder in der Kfz-Kompanie 1964 - 1967
· Grenzer in Heinersgrün/V. 1965 – Mai-Okt.
· Wachdienst im ABB 1964 - 1967
· GST – mein „Projekt“ 1967 - 1990 (1952 – 2022 …)
· Tourismus-Wegweiser 1990 - 1995
· Weiterbildungen 1990 - 2000
· Projekte in mehreren Bereichen 1990 - 2021 …
· Kotakte seit 1950 1945 - 2021 …
· Urlaubsorte seit 1960 1960 – 2022 …
Allgemeiner chronologischer Überblick als Lebenslauf von 1945 – 2020
Kindheit auf dem Gehringsberg
Meine verwertbaren Erinnerungen setzen so ungefähr mit dem dritten Lebensjahr ein. Das es eine weniger angenehme Zeit war, hat man fast nicht mitbekommen. Nach dem Weltkrieg bis 1945 war es vor allem für die Eltern ein hartes Leben.
Mein Vater, Werner Ryter, hatte sich quasi selbst aus amerikanischer Gefangenschaft entlassen. Sein Fußmarsch führte ihn von den Rheinwiesen (irgendwo - evtl. Bad Kreuznach) letztlich in die sowjetische Besatzungszone. Er nannte mir, dass er bei Zwickau die weithin sichtbare Autobahnbrücke unterquerte, um dann nach Schwarzenberg, also nach Hause, zu laufen. Hätte er das Erzgebirge als Ziel genannt, wäre er nicht entlassen geworden.
Meine Geburt war am 19. April auf dem Gehringsberg. Nicht in einem Erdloch oder Bunker, sondern in unserer Wohnung.
Bomber der USA flogen an diesem Tag in Richtung Schneeberg und bombardierten die Kirche der Stadt.
Meine Mutter, Martha Ryter, trug die Last dieser Nachkriegzeit allein. Wann mein Vater wieder zu Hause war, weiß ich nicht. Filzstiefel und getrockneter Tabak lagen jahrelang auf unserem Boden, als einzige Zeugen dieser Nachkriegszeit. Wann, warum und wie diese dahin kamen weiß ich nicht.
Fragen kann ich nicht mehr. Beide Eltern sind 1985 (Vater) und 1996 (Mutter) verstorben.
Der furchtbare Krieg war wohl in unserer Umgebung nicht so spürbar. Aber das allgemeine Leben war, wie überall, ebenso hart.
Wir waren 3 Geschwister. Meine große Schwester, Roswitha, war 10 Jahre älter. Ich lernte sie kaum kennen. Nach ihrer Lehre als Gebrauchswerber beim KONSUM , ihr „Lehrer“ war Fritz Horbach, machte Roswitha wohl zum ersten mal Urlaub in Sitzendorf/Thüringen. Dabei lernte sie ihren späteren Mann kennen. Und schwup die wup war meine Schwester weg. Nach der Heirat hatte sie nach und nach drei Kinder. Ramona wurde von ihrer Oma annektiert, Roberto lebt heute in Brandenburg, Alf wurde Kfz-Schlosser. Leider war Roswitha schon mit 50 Jahren verstorben.
Siegrid war „nur“ 4 Jahre älter als ich. Meine zweite Schwester war schon mehr mit mir verbunden. Als eine der ersten hatte sie 1955 die Jugendheihe erhalten. Das war seinerzeit noch nicht selbstverständlich. Es war jedes Mal ein kleines Drama, wenn ihre Schwester Roswitha nach einem Besuch auf dem Gehringsberg nach Sitzendorf zurück musste. Siegrid lernte in Aue im Krankenhaus den Beruf als Krankenschwester. Das war dann auch die Zeit der Peticots, der Hulahop-Reifen und der Tanzveranstaltungen usw. Für mich waren das keine Themen. Ich hatte damit zu kämpfen, in der Grundschule als einer der jüngsten, kleinsten und schwächsten in der Klasse klar zu kommen.
Es gab kaum etwas Essbares. Meine Mutter musste, ihrer Erzählung nach, auf die so genanten Hamstertouren gehen, um Lebensmittel zu erbetteln. Wenige Habseligkeiten versuchten sie, meist bei Bauern in dörflichen Gegenden, zu tauschen, um etwa Kartoffeln, Brot und Wurst zu bekommen. Bis in die Gegenwart wurden Geschichten, Wahr oder Unwahr, zum Besten gegeben, das die Bauern ihre Ställe mit Teppichen der Städter ausgelegt gewesen wären. Es mag nicht alles stimmen, aber diese Erzählungen hatten die seinerzeitige Situation bildhaft beschrieben.
Als Kleinkinder lebten wir auf „unserem Berg“ fast wie im „Ferienlager“. Nur, das wir oft Hunger verspürten. Aber die Erwachsenen aller damals zahlreichen Kinder hatten meist etwas besorgt.
Fast jeder Haushalt hielt sich Haasen oder Hühner. Wir Kinder waren täglich mit Futtersammeln beschäftigt. Weihnachten gab es dann einen leckeren Braten und Klöße, also auch das traditionelle “Neunerlei“. Ein Drama war manchmal, wenn irgendwer und irgendwo ein mühsam gezüchteter und gehüteter Haase gestohlen wurde. Heutzutage geht man in den Supermarkt und fertig ist die Laube!
Als „Winzling“ war ich dünn und auch ernsthaft an Diphtherie erkrankt. Nach einem Krankenhausaufenthalt wurde ich dann in ein Kindererholungsheim in den Harz zur Erholung geschickt. Dennoch erinnere ich mich sehr gerne an meine Kindheit auf dem „Berg“.
Nach den schlimmen Jahren der Faschisten und dem verbrecherischen 2. Weltkrieg wurden dann wieder viele Kinder geboren. Wir waren recht viele Gleichaltrige und wir hatten sehr oft viel Spaß in dieser Zeit. Mit fast allen diesen Freunden waren wir quasi täglich mit Spielen und anderen Gemeinsamkeiten beschäftigt.
Günter Staneszceck – der „Zaunkönig“
Einer meiner engsten und dauerhaftesten Freunde war Günter Staneszceck. Auch mit seinem Bruder Edgar hatte ich jahrelang guten Kontakt. Beide wohnten in der „alten Schule“ (neben der Kirche), bevor beide heirateten und wegzogen. Einige Jahre war Günther (ca. 1960 bis 1968) fast täglich bei mir. Im Schuppen bastelten wir, waren im „Fotolabor“ tätig und besuchten die Neuweltner-Turngruppe, die Schramm/Merkel-Kneipe und die „Jähn-Hertha“ nach dem Turn-Sport.
Anfangs zu Fuß und mit dem Fahrrad, kaufte sich Günther eine gebrauchte Jawa/150 ccm (oder so ähnlich?). Damit konnte er bequemer den Gehringsberg erklimmen. Schon von weitem machte er sich vom Motorrad aus mit einem Winken auf sein Kommen aufmerksam. Einmal war er dabei nicht auf das Fahren konzentriert. Die scharfe Kurve konnte er nicht richtig ausfahren und so landete er im Gartenzaun vom Pohlheim, Heinz. Der Zaun zersplitterte und der Heinz Pohlheim schimpfte verärgert. Nach dem ersten Schreck meinte Heinz ironisch, er wäre ein „Zaunkönig“.
Ich bin dann mit meinem Kumpel Günter losgezogen, um Material für die Zaunreparatur zu ergattern. Nachdem wir den Schaden repariert hatten, konnten wir auch über den Zaunkönig schmunzeln.
Tanzen so oft wie möglich
Gemeinsam waren wir auch oft tanzen. Entweder wir beide oder der größere Trupp der sogenannten Neuweltner Überwiegend waren wir in der Lauterer „Ax“. Da hatten wir unseren Stammtisch. Aber auch in diversen weiteren Tanzsälen fühlten wir uns wohl, in Aue im „Treff“ am Altmarkt, in Beierfeld im etwas altersschwchen Albertturm, in Bernsbach im „Grünen Baum“, in der VEM in Grünhain, im Kulturhaus-Bermsgrün wo der Tanzboden ein wenig schwankte, in Breitenbrunn beim Adner mit der „Wunderkugel“, in Erlabrunn im Kulturhaus beim Gouido Golz , in Johanngeorgenstadt in der „Waldesruh“ während meiner Armeezeit und danach mit unserem Oldtimer-Opel, selten im „Wind“ in Zwönitz, das Volkshaus in Raschau war für Prügeleien verschrien, im Eisenwerk in Erla, oft in der Papierfabrik in Antonsthal, ein- oder zweimal auf dem Fichtelberg, im Festsaal zur „Annaberger KÄT“, um die wichtigsten zu nennen.
Unser Opel-Kadett – Baujahr 1934
Nach meiner Armeezeit wurde ich von mehreren Kumpels angeregt, ein Oldtimer-Auto günstig zu kaufen. Den Opel-Kadett, Baujahr 1934 mit Verdeck (Kabrio), erstanden wir von Frank Reißmann aus Tellerhäuser für 500.- Mark der DDR. Die Kaufsumme wollten meine Freunde mit berappen. Aber bei der gut gemeinten Absicht blieb es. Egal! Für uns stolze Wagenbesitzer war das erstmal ein Fest. Nun hatten wir mit unserem Prunkstück immer etwas zu tun. Ironisch angemerkt, auch gefahren sind wir ab und zu. Ich hatte die Fahrerlaubnis und konnte und musste fahren. Die anderen Mitbesitzer saßen überwiegend zum repräsentieren/angeben im Auto. Günter Staneszeck, Peter Schrecker, Jürgen Groß und ich waren die Stammbesatzung. Auch weitere Kumpels fuhren ab und zu mal mit. Michael Köhler als hilfsbereiter Autoschlosser, Michael Hellering als vornehmer Typ, Udo Lorenz, Bernd Wolf mussten dann auch mal den Spritt bezahlen, einen Ausgeben und vor allem zum Schieben und das recht oft. Zunehmend hatten wir mehr damit zu tun, etwas zu reparieren oder eben das Wägelchen zu schieben. Oft mussten wir auch Öl nachfüllen, fast so viel wie Benzin oder auch Kühlerwasser. Einen funktionierenden Vergaser hatten wir auch nicht. Mit einem so genannten „Fallkanister“ wurde die Benzinpumpe ersetzt und mit trockenen Brot mussten wir ab und an den undichten Kühler zum abdichten füttern. Es war schon eine aufregende Zeit. Dennoch machten wir auch etliche Ausfahrten um uns auch Stolz sehen zu lassen. Wenn es von Lauter nach Bernsbach den steilen Berg hoch ging, ging der Motor oft aus. Aber dabei erlernte ich, gezwungener Maßen, das Anfahren am Berg. Zum Tanz im „Grünen Baum“ waren wir aber dennoch die Größten, oder auch nicht.
In der „Waldesruh“ in Johanngeorgenstadt/Steinbach, auf dem Scheibenberg oder an der Köhlerhütte in Waschleithe bewunderte uns auch etliche Ausflügler.
In unserer Jugendzeit war es normal, das wir immer „vornehm“ mit Anzug, weißen Hemd, Krawatte und glänzenden Schuhen gekleidet waren. Aber wenn unser Oldtimer mal nicht wollte oder konnte, waren wir mitunter Ölverschmiert und verschwitzt. Das tat jedoch unserer Begeisterung für unseren Oldtimer keinen Abbruch. Gerne hätten wir uns so genannte „Hartmänner“ aufgesetzt. Leider konnten wir diese Hüte nirgends kaufen. Aus einem alten und großen Bierfaß wollten wir für den Opel einen Anhänger basteln. Das blieb jedoch ein Traum.
Auf dem Gehringsberg waren wir stets umringt von den Kindern und auch den erwachsenen Männern. Aber es gab auch Neid und Querelen. Wir suchten uns einen anderen Parkplatz. An der Kirche in Neuwelt, neben der alten Schule – dort wohnte ja mein Kumpel Günther Stanesczeck – stellten wir unseren Opel für einige Zeit ab. Später hatten wir die Gelegenheit, eine im Bau befindliche Garage fertig zu stellen. Diese konnten wir dann für unseren Oldtimer nutzen.
Unser Freund Volkmar Fischer – vom Schlosser zum Millionär
Gleich nebenan wohnte mein späterer und sehr langjähriger Freund Volkmar Fischer. Volkmar wohnte im Haus seiner Eltern. Seine Frau Roswitha und er hatten zwei Kinder – Sven und Jens. Mit der Familie waren meine spätere Frau und ich sehr eng verbunden. Gemeinsam waren wir fast jährlich im Urlaub (Markgrafenheide an der Ostsee, Berlin-Hoppegarten, zum Camping am Geyerischen Teich …) und fast jede Woche trafen wir uns abwechselnd zum „Spieleabend“ in unseren Wohnungen. Bewundernd meinte einmal „unser“ Taxifahrer-Riedel, so eine Freundschaft nach 1989 gäbe es in dieser Zeit kaum noch. Aber leider ist unsere sehr enge Beziehung dann doch entzwei gegangen. Von ca. 1970 bis etwa 2005 hatten wir sehr vieles gemeinsam gemacht und gedacht. Unsere Kinder (Roswitha und Volkmar mit Sven und Jens und meine Frau Christa und ich mit Sonja und dann Ralf) zogen wir fast gleichaltrig auf. Wir hatten die FDJ-GO im Ort geführt, waren im Elternbeirat, Volkmar war zeitweise der Chef der Stanzerei, der SED-Parteisekretär im Waschgerätewerk und anderes mehr. In gleicher Zeit war meine Frau Mitarbeiterin der FDJ-KL und ich war im GST-KV als Instrukteur und Stellvertretender Kreisvorsitzende tätig.
Nach 1990 – der Westen hatte unsere DDR konterrevolutionär (natürlich rein demokratisch!) mit allem Drum und Dran geschluckt – wurde er nach und nach der neue kapitalistische Firmenchef eines Teils seines ehemaligen Waschgerätewerkes.
Volkmar war um seine Belegschaft bemüht. Die Zahl der „Arbeitnehmer“ wuchs. Soziale Maßnahmen gab es auch. Sein Ziel seit etwa 1992… war es erklärtermaßen, Millionär zu werden. Dafür war seine „überzeugte“ DDR-Einstellung und auch sein jahrzenzentelanges Handeln jedoch nicht mehr zeitgemäß. Seine fachlichen Kenntnisse, er leitete im WGW die Stanzerei und die neue Firma fertigte wiederum Stanzteile für PKWs, und seine mehrjährigen Leitungserfahrungen nutzten ihm und nutzten vor allem seinem neuen Chef im Westen.
Mein bisher engster Freund wurde Millionär und wohl auch ein guter Kapitalist. Jahrzehnte hatten wir gemeinsam dagegen gewirkt. Nun fühlte er sich am Stammtisch der Kapitalisten zunehmend wohl und ich auf dem Arbeitsamt und bei diversen Arbeitsbeschaffungsmaßnehmen und Fortbildungen. So hatte jeder von uns seine neuen, mitunter aber durchaus nützlichen Erfahrungen.
Das traurige an diesem Weg war leider, das mein ehemaliger Freund im Geiste und der Tat, wohl auf der Jagd nach den Millionen zu sorglos mit seiner Gesundheit umging. Bezeichnend empfand ich, als ich mit ihm zufälligerweise im Krankenhaus in Erlabrunn lag; wir lagen beide im gleichen Zimmer. Volkmar hatte quasi permanent telefonischen Kontakt zu „seinem“ Betrieb, überwachte die Abläufe und dirigierte seinen Betrieb.
Volkmar verstarb in den Jahren um 2010 an einer Herzkrankheit. Seine Belegschaft hatte ihm ein ehrliches, dankbares und ehrendes Gedenken bereitet. Meine Erinnerung an Volkmar wollte ich behalten. Seine Beisetzung erlebte ich nicht persönlich. Meine Frau Christel war dabei und überbrachte unser Beileid. Schon die Schulzeit in der POS-Neuwelt erlebten beide gemeinsam in der selben Klasse.
Mit Roswitha, Volkmar und den Jungs Sven und Jans hatten wir viele Jahre vieles Gemeinsames erlebt. Auch mit unseren Kindern Sonja und Ralf und den Fischers waren wir merfach im Urlaub, feierten Geburtstage, zogen unsere Kinder auf, erlebten Schulanfänge und Jugendweihen, begrüßten zu Silvester das neue Jahr, viele nette und auch traurige Geschehnisse hatten unsere Familien fest verbunden.
Im Wohnhaus der Großeltern Volkmars und seiner Eltern leben jetzt seine Frau und der Sohn Sven mit Familie. Sehr oft waren wir als seine engen Freunde dort. Leider seit etwa 2006 beginnt die Erinnerung an diese beachtliche Freundschaft zu verblassen.
Das Leben und Aufwachsen auf dem Gehringsberg
Fußball auf unserem „Platz“ war eine unserer Haupbeschäftigungen. Dort gab es auch einen Felsen, ein stillgelegter Steinbruch für den Bau unserer Wohnhäuser, wo wir halsbrecherische Klettereien vollführten. Unser „Fußballplatz“ diente auch als Zirkusarena. Wir waren, in aller Bescheidenheit, die Artisten. Die Eltern hatten wir als unser Publikum eingeladen. Ein wenig Stolz waren wir auf die sehr bescheidenen Leistungen. Dieser einmalige „Zirkus“ firmierte unter dem Namen „BeRytRes“. Beate Musil, Ryter Siegrid und Gernot und die Res-Renate waren die Namensgeber. Weitere Akteure gab es sicherlich auch noch. Genauer kann ich mich leider nicht erinnern.
Täglich fußballspielen, am Felsen klettern, jährlich evt. Waldbrände löschen, Hexenfeuer klauen, Räuber und Schanzer spielen, Laubhütten bauen, Höhlen graben, Deiche anlegen und vieles andere kam aber erst später.
Bevor ich ein Schulkind wurde, mit 6 Jahren, gingen fast alle Kinder meiner späteren Schulklasse erst einmal in den Kindergarten. Ich leider nicht. Scheu, ängstlich und unterernährt wurde ich bemuttert. Als Schulkind fehlte mir dann der vorherige Kontakt zu meinen Mitschülern. Am ersten Schultag bin ich noch vor dem Schulgebäude wieder umgekehrt und nach Hause gegangen. Meine Mutti musste meine Angst mühevoll erst wieder ausmerzen. Die Jahre der Grundschule in Neuwelt habe ich nicht so erfreulich in Erinnerung. Aber diese Zeit möchte ich im Nachhinein auch differenzierter betrachten.
Mehr Mitschüler fallen mir momentan nicht ein. Aber es sind ja schon viele Kinder für eine Klasse. Manche Kinder hatten die Klassenstufe schon einmal absolviert. Andere Schüler kamen von anderen Schulen hinzu. Wahrscheinlich sind auch einige nicht auf dem Foto anwesend.
Eine Reihenfolge als Wertung will ich nicht vornehmen. Mein Klassenfoto aus der 2.-4. Klasse zeigt, welcher Schüler/in wo saß.
Etwas später (nach 50 Jahren), zum Klassentreffen, sind die Mitschüler im Treppenhaus unserer Grundschule zu sehen.
Einige Klassenkameraden/innen waren nicht anwesend. Ich selbst war urlaubsbedingt verhindert.
Leider sind schon andere nicht mehr unter uns.
Eine Betrachtung meiner Mitschüler will ich dennoch versuchen, immerhin waren wir alle 8 Jahre gemeinsam verbunden. Unsere Schule war und ist ein schönes Gebäude. Neben dem Lernen haben wir schöne Stunden während der Ferien und den Ferienspielen erlebt.
Die Grundschulzeit ist allerdings undenkbar, ohne unsere Lehrerinnen und Lehrer zu nennen.
Seinerzeit haben wir Kinder gegenüber den Lehrern eine hohe Achtung und einen natürlichen Respekt empfunden. Undenkbar, einen Lehrer im Dorf zu begegnen und diesen nicht nicht höflich zu Grüßen. Die gegenwärtige Art im Umgang, besser dem Nichtumgang der Schüler mit ihren Lehrern, von positiven Ausnahmen abgesehen, ist mitunter haarsträubend. Möglicherweise betrachte ich das als etwas übertrieben. Unsere Kindheit in den 1950er Jahren und der Gegenwart und den aktuellen gesellschaftlichen Umständen ist nicht vergleichbar. Bei einer ABM in der SV-Schwarzenberg (2012/13) hatte ich erleben müssen, wie Lernverweigerer zwanghaft und unter Polizeiaufsicht zum „Unterricht“ gebracht wurden.
Unsere Lehrer/innnen waren eigentlich alle nett. Die Respektsperson im Schulhaus, natürlich neben der Direktorin, war sicherlich der Hausmeister Max Stöltzel.
Frau Gertrud Beier war in unserer Schulzeit die Direktorin und auch als Lehrerin in der 1. Klasse wichtigster Kontakt.
In späteren Jahren war dann unser Klassenlehrer Bruno Rothe. Er war ein älteres Semester, ihn hatte man wohl schon aus dem Ruhestand, nach 1945, wieder für den Schuldiest reaktiviert. Er war ein ruhiger und ausgeglichener Typ. Wenn er Mathe unterrichtete und wir zur Leistungskontrolle am Lehrerpult und an der Tafel nicht weiter wussten, musste der Schüler nur einen Satz Falsch aussprechen, dann sprang unser Klassenlehrer sofort zum korrigieren ein. Dann wurde aus Mathe ganz schnell Deutsch und ratz-batz war die Schulstunde rum und der Schüler, der eigentlich zur Leistungskontrolle dran war, von seiner „Pein“ erlöst. Ab und zu schickte unser Lehrer, der Rothe-Bruno, einen Schüler in den Konsum zum Zigaretten holen.
Frau Hübschmann war unsere Russisch-Lehrerin. Den größeren Jungs war sie sehr zugetan. Oft hat sie im Unterricht aus Büchern vorgelesen. Meist spannende Romane aus der Sowjetunion, z.B „Menschenjagd im Pamir“ oder „Timur und sein Trupp“. In der 5. Klasse, da begann der Russisch-Unterricht, waren meine Zensuren noch in Ordnung. Vokabeln lernen klappte ganz gut. Bis zur 8. Klasse wurden die Leistungen immer schwächer. Aber am Ende der Grundschulzeit hat es gerade noch so gereicht.
Frau Hübschmann war später im Kreis die Chefin für die Jugendweihe. In meiner GST-Funktion hatte ich ab und zu bei diversen Anlässen mit ihr Kontakt.
Herr Gebhard war wohl für alle Schüler gleich sympathisch. Als Biologie-, Physik- und Chemielehrer ist er mir noch sehr positiv in Erinnerung. Ich weiß noch, wie die ganze Klasse über mich lachte. Wahrscheinlich war ich gedanklich im Unterricht etwas „weggetreten“. Herr Gebhard sprach mich unerwartet an, ich erschrak. Er sagte dann zu mir, ich solle zur Schulsekretärin gehen, um mich dort auf dem Sofa auszuruhen. Ich hatte die Anspielung auf meine Verträumtheit nicht verstanden und war wirklich im Begriff zu gehen. Als dann die Klasse johlte, fiel bei mir „der Groschen“. Viele Jahre später, Herr Gebhard war sicher schon in Rente, hat er mich im Wald in Lauter, dort wohnte er, mit meinem Motorrad gestellt. Gesetzeswidrig war ich auf gesperrten Waldwegen gefahren und wollte Pilze sammeln. Seiner Art entsprechend hat er mich freundlich aber bestimmt lediglich belehrt. Ich denke, Herr Gebhard hatte mich als Erwachsener und mit Motoradkluft nicht mehr als seinen ehemaligen Schüler erkannt.
Er war evtl., als ehemaliger Bio-Lehrer, für den Naturschutz unterwegs. Wie die Sache mit dem „Sofa“ war auch diese Episode im Wald für mich lehrreich.
Werner Rosam, unser Musiklehrer und auch für Heimat- und Erdkunde, wohnte ebenfalls in Lauter. Mit seinen „Knickebogerhosen“ und immer Vornehm gekleidet, sehe ich ihn auch heute noch vor mir.
Musik war eines meiner Lieblingsfächer. Gesungen habe ich recht gerne, Besonders gerne sang ich „Spaniens Himmel“.
In seiner Freizeit, was mir erst später bewusst wurde, hat er (im Waldhaus in Lauter) in eine Combo Tanz- und Unterhaltungsmusik gemacht. Ich weiß nicht, ob er Klavier oder Bassgeige oder ein anderes Instrument spielte. Im Unterricht spielte er jedenfalls Klavier. Sein Sohn ist (etwa seit 1990 bis jetzt 2020) in der Schwarzenberger Stadtverwaltung für Kultur (!) und Tourismus verantworlich. 2012/13 habe ich in Schwarzenberg für einen deutschlandweiten Wandertag im Org.-Büro gearbeitet. Im Rahmen einer ABM war ich insbesondere für den abschließenden Festumzug verantwortlich. Dazu musste ich die Marschstrecke mit aussuchen und alles damit im Zusammenhang stehende vorbereiten. So hatte ich für den Wandertag eine Karte zu erstellen, aus der dann alle notwenigen Informationen für die Teilnehmer der Wandergruppen ersichtlich waren. Eine enge Zusammenarbeit pflegte ich dabei auch mit Rosam jr. Er hat dann auch jahrelang meine Karte als Grundlage für mehrere Gelegenheiten weitergenutzt. Heute ist meine, am Computer erstellte Karte, an mehreren Stellen in der Stadt präsent. Auch für div. Veranstaltungen (Tag der Sachsen, Weihnachtsmärkte, Altstadtfeste …) wird diese Karte angepasst und für ihre Besucher verwendet. In der Stadtinformation wird diese Info-Karte allen Touristen gegeben, wenn diese das wollen. Im Stadtgebiet gibt es den historischen Pfad zur „Unbesetzten Zone – 1945“. An den unterschiedlichen Standorten befinden sich Hinweistafeln mit den historischen Fakten und der genannten Info-Karte.
Neben dem Lehrer Rosam gab es kurzzeitig noch einen Musiklehrer, der wohl aus Sachsenfeld nach Neuwelt kam. Dieser ältere Lehrer war konträr zu dem freundlichen und adretten Herrn Rosam. Wahrscheinlich war dieser Lehrer auch reaktviert worden. Er verkörperte nach meinem Empfinden frühere Gepflogenheiten. Da flog schon mal das Liederbuch quer durch das Klassenzimmer, und das Lineal wurde als Rohrstock verwendet. Unbeherrscht und Ungerecht verhielt er sich gegenüber ihm ungehörigen Schülern.
Frau Wiesenhütter war in den ersten Schuljahren unsere Sportlehrerin. Als solche ist sie mir weniger in Erinnerung. Sportlich war ich in der Grundschule keine Leuchte.
Manche Mitschüler waren prima, andere waren (s.o.) arrogant und boshaft.
Die Grundschulzeit blieb für mich nicht allzu gut in Erinnerung. Die Kindheit auf dem „Berg“ verlief hingegen angenehm.
Die Stunden nach dem Unterricht fand ich oft spannend und lustig. Unter den anderen Spielkameraden auf dem „Berg“, ob Mädchen oder Jungs, fühlte ich mich sehr viel wohler, als in der Schule.
Dor Schöne, Karl-Heinz (Butz)
Karl-Heinz Schöne war einer meiner nächsten Nachbarjungs. Die Schöne, Fanny und der Schöne, Richard hatten mit den ersten Fernseher auf dem oberen Gehringsberg. Meine Eltern und wir Kinder gingen fast täglich zum Fersehen und gehörten fast schon zu den Schöne’s. Mit Karl-Heinz, er war etwas älter als ich, habe ich täglich einen Großteil unserer Freizeit verbracht. Gerne „kampelten“ wir uns und dabei war er eigentlich immer der stärkere. Im Winter machten wir so etwas wie eine Eisfläche und mit gekrümmten Wanderstöcken spielten wir „Eishokey“. Einer gegen den Anderen. Es hat trotzdem Spaß gemacht. Aber wir machten auch alles das mit, was die anderen Kinder so veranstalteten.
Eine längere Zeit war das „Fischlefieber“ ausgebrochen. Fast jeder der Jungs legte sich ein Aquarium zu: klein, groß, selbst gebastelt oder gekauft, gut ausgestattet oder ganz primitiv. Die Fische besorgten wir uns von allen möglichen Anbietern. Kaufen oder tauschen, egal wie.
Karl-Heinz wollte sich eine Aquarium-Heizung selbst herstellen. Auch mehrere andere Jungs machten das. Dazu besorgten wir uns U-förmige Glasröhrchen, vom Chemie-Unterricht beim Gebhard-Leherer abgelauscht. Das Röhrchen wurde mit Salzwasser gefüllt und an beiden Enden wurden von Flachbatterien die Kohlestäbchen mit Gummiestöpsel eigepaßt. Aber nun musste das Konstrukt noch mit normalen Wechselstrom (220 Volt) versorgt werden. Gewusst – getan! Strom angeschlossen, Schalter dazwischen geschaltet, das Salzwasser erhitzte sich und damit das Fischglas. Prima! Aber Karl-Heinz hatten nicht bedacht, das elektrischer Strom auch einen Stromschlag verursachen kann. Wir Ryters waren zum Fersehgucken im Wohnzimmer und Karl-Heinz fummelte an der Fischwasserheizung in der Küche. Schmerzhafte Schreie von Nebenan ließen mich aufschrecken. Da ich anfangs an der Bastelei beteiligt war, wusste ich sofort, was der Schmerzensschrei bedeutete. In der stockfinsteren Küche tastete ich mich mit meinen Händen an der Wand lang, um den Stecker aus der Steckdose zu ziehen. Aber der Kurzschluß hatte an der klitschnassen Hand von Karl-Heinz schon zu Verbrennungen geführt. Er hatte den blanken Klingeldraht an die Kohlestäbchen verzierbelt, jedoch den Stecker aus der Steckdose nicht rausgezogen. Die Drähte hatte sich in die Hand einbebrannt und wochenlang Wunden hinterlassen.
Der Schöne-Rich, der Vater von Karl-Heinz, war ein Typ wie Fernandel. Derb und gemütlich. Er arbeitete in der „Schmidt-Fabrik“ in Neuwelt. Ich glaubte, er war ein ausgeprägter „Hutzengänger“.
Er ging fast zu allen Familien in die Wohnung, um einen Schwatz zu machen. Einen Zweiten dieser Art habe ich so nicht wieder erlebt. Er ging einfach so zu Hinz & Kunz und niemand verwehrte ihm den Einlaß. Nicht alle jedoch wollten diese Aufdringlichkeit, aber in keiner der Familien wurde er hinausgeschmissen.
Fanny, die Mutter von Karl-Heinz, war eine ewig häckelnde Frau. Meine Mutti hat etliche Jahre gemeinsam mit Fanny geholfen, die Häkeldecken zu „spannen“ (auf dem Kuchenbrett) und zu verkaufen. Beide waren sehr oft unterwegs, mit Bus oder Bahn, um im weiten Umkreis bei Verwanden und Bekannten die Häkelware hinzubringen. Wie diese Tätigkeit zustande kam, ist mir nicht bekannt. Das hing wohl auch mit der Nachkriegszeit zusammen, wo fast Jeder sehen musste, wie die Familien über die Runden kam. Die Schönes hatten, wie erwähnt, als erste auf dem Gehringsberg einen Fernseher. Ich denke, das sie im „Fußball-Toto“ gewonnen hatten. Zu dieser Zeit waren fast alle Männer verrückt danach, im Toto die richtigen Spielergebnisse anzukreuzen. Mit wissenschaftlicher Akribie wurde getüftelt und geraten, um einen Gewinn einzuheimsen.
Lauter, unser bevorzugtes Ziel
Karl-Heinz und ich gingen oft nach Lauter. Durch den angrenzenden Wald hinter dem Haus beim Schöne-Butz paar Meter bergab, am „Schiff“ vorbei Richtung Schutt (das so genannte Schiff war ein großer Stein, und diesen Spielplatz kannten nur wir Gehringsberger), am Schwarzwasser und der Eisenbahn lang ging es am Fuße des Gehringsberges nach Lauter. Am Pappenwerk-Landmann vorbei sind wir zum Kino gegangen oder auch zum Freibad und etlichen anderen Zielen gelaufen. Im Kino waren wir oft und regelmäßig. Der Kultursaal der Schwerteramille, genannt die Ax, war erst später unser Ziel zum Tanzen . Zum Tanzen waren wir sehr oft und gern. Unsere Neuweltner Truppe war Stammgast mit eigenen Tisch.
Lauter war für uns Gehringsberger das bevorzugte Ziel. Nach Schwarzenberg gingen wir seltener. Aber mit den „Lauterern“ hatten wir ein eher gespanntes Verhältnis. Die damals größeren Jungs lieferten sich sogenannte Steinschlachten. Auch und vor allem weil die Neuweltner mitunter die aufgeschichteten „Hexenfeur“ klauten! In späteren Jahren hatten wir dann allerdings einige gute Freunde unter den Lautereren. Es gab ein paar junge Männer, die gingen nur zum tanzen, um nach dem nötigen Quantum Alkohohl eine Runde zu schlafen. Andere waren eher darauf aus, Mädchen zu erobern, was ja auch wohl so üblich war. Aber es gab auch andere Experten, denen es nur Darum ging zu stänkern und sich zu prügeln. Nun bin ich schon etwas in der Zeit vorausgeeilt.
In jüngeren Jahren war ich an unterschiedlichen Orten in Lauter.
Einer meiner Onkel, der Kleinhempel, Arno hatte ein Bauerngut. Da bin ich ein paar Mal gewesen um das Bauernleben zu beschnarschen. War schon interessant, aber das begeisterte mich nicht. Wenn mein Onkel Arno zu Pferde auf den Gehringsberg geritten kam, fand ich das schon gut. Weniger angenehm empfand ich dann, wenn der „Arn“ nach geselligen Stunden, mühsam auf’s Pferd krabbelte und es dann selstständig wieder nach Lauter in seinen Stall trabte.
Heute (2020) ist neben dem Bauernhof vom Kleinhempel eine Autowerkstatt. Jahrelang war meine Frau dort mit ihren PKWs Kunde.
Beim Elektro-Weiß war ich des öfteren. Noch als Kind kaufte ich mir einmal einen „Hirschfänger“. Damit schnitzte ich meist im Wald. Stolz präsentierte ich die Errungenschaft in meiner „Lederhose“ aus Kunstleder.
Als Jugendlicher begann ich mit dem Radiobasteln. Notwendige Radioröhren und später Röhren für unseren Fernseher konnte ich beim Weiß erhalten. Der Inhaber hatte den notwendigen Sachverstand und auch ein recht beachtliches Angebot.
Es gab den „Franzewitsch“, eine Schmiede war neben dem Laden und ich beobachtete des Beschlagen von Pferden, Dort konnte ich mir verdrilltes Kupferkabel kaufen. Dies hatte ich später als Spannseil und mit einem Stromkabel vom Haus zum Schuppen gezogen.
Unser Schuppen: Werkstatt, Fotolabor und Hasenstall
Im Schuppen hatte ich dann E-Anschluß mit Zähler und Sichrungskasten und richtete mir ein sehr bescheidenes aber voll funktionsfähiges Fotolabor ein. Auch das Basteln am Fahrrad, dem Rennrad, dem Moped-Spatz, der 150erES und dem Oldtimer „Opel-Kadett“ war sehr gut möglich. Ein Hasenstall neben dem Schuppen war wichtig für die Weihnachsbraten. Ich denke, das ich den Stall wohl fast komplett allein gezimmert hatte. Anfangs hatte mein Vater zu helfen versucht. Dann aber mich allein werkeln lassen.
Unser Schuppen war einer von all den anderen. Gegenüber unseren Wohnhäusern hatte bestimmt jede Familie ebenfalls ihren eigenen maßgeschneiderten Schuppen, Stall, Werkstatt, Taubenverschlag stehen. Anfangs einfache Bretterbuden, mauserten sich später einige davon zu massiven und ansehnlichen „Bauwerken.
„Meinen“ Schuppen baute mein Schwager Gerhard weitestgehend allein. Ich habe mich auch ein wenig beteiligt.
Ursprünglich war da lediglich ein recht einfacher Haasenstall.
Als „Schutträuber“ brachte ich irgendwann einen Elektromotor mit. Als angehender Schlosser bastelte ich eine Schleifscheibe an den Motor. Schalter ein – rumms! Ein Loch im Schuppenfenster! Der Motor war viel zu schnell und durch die Fliehkraft zerplatzte die Schleifscheibe. Der Schreck ging mir durch alle Glieder. Aber „nur“ die Scheibe musste repariert werden.
Ein anderes Mal schleppte ich einen Kurbelinduktur an (zum Strom erzeugen, wie er für den Weidezaun genutzt wurde) und drehte wie ein Verrückter daran. Bis aus den Häusern mehrere Männer schimpfend angerannt kamen. Der Pohlheim, Heinz gab mir zu verstehen, das sie kaum noch irgendein wichtiges (?) Fußballspiel durch mein Kurbeln ansehen konnten. Die Fernsehmattscheibe war nur verzerrt zu sehen. Aber alles verlief friedlich. Auf unserem Berg hatten wir (fast) alle ein prima Verhältnis zueinander.
Der Kanonenofen explodiert
Einige Jahre früher kam es zu einem ernsteren Zwischenfall. An einem schönen Sommertag aalte ich mich im Garten. Meine Schwester Siegrid war wohl auch dabei. Wir lagen auf der Wiese und dösten. Ringsum schien alles ruhig zu sein. Urplötzlich krachte es mächtig-gewaltig und eine deckige Wolke stieg in den Sommerhimmel.
Natürlich flitzten alle, die den Rums gehört hatten, in die Richtung der vermutlichen Unglücksstelle.
Zwischen den Häusern vom Mittelbach und Mothes war ein sogenannter Kanonenofen in die Luft geflogen.
Erich und Manfred Mittelbach wollten ausprobieren, ob der genannte Ofen noch verwendet werden könnte. Der alte und lange ungenutzte Ofen stand in ihrem Schuppen herum. Von oben zu füllen, stopften die Männer alles mögliche und brennbare in die runde Röhre. Scheinbar hatten sie nicht nachgesehen, was sich alles in dieser Röhre schon befand. Genauer kann ich das Geschehen nicht mehr beschreiben. Zu Vermuten war, das noch aus den Kriegstagen Spengstoff im Ofen war. Jedenfalls wurde das Feuer entfacht und nach kurzer Zeit, das Feuer lummerte, explodierte der Sprengstoff. Wer welche Verletzungen erlitt, weiß ich nicht.
Fernsehabende auf dem Hof und die „wilde“ Wismutzeit
Neben der Familie Schöne hatte die Familie Günnel auch einen Fernseher. Der Martin Günnel und Hans Schattenberg waren Bergmänner bei der WISMUT. In den 1950er Jahren hatten sehr viele Familien jeweils mindestes einen speziellen Mitbewohner, eben einen Wismut-Kumpel. Diese Bergleute arbeiteten im Uran-Bergbau und halfen somit, das die Sowjetunion das Atombomben-Monopol der USA brechen konnte.
Die Arbeit in den Schächten und Gruben war sehr hart und vor allem Gesundheitsschädlich. In den folgenden Jahren und Jahrzenten erkrankten und starben viele Kumpel an den Folgen der Strahlenkrakheit und somit auch an der sogenannten „Staublunge“. Die Bergleute wurden aus allen Gebieten der DDR zum Uranabbau gewonnen und auch verpflichtet. Für diese meist enormen Belastunge erhielten die Bergleute einen sehr guten Lohn, weit mehr als alle anderen Werktätigen in der DDR. Zusätzlich hatten die Kumpel noch weitere Vergünstigungen. Die Lebensmittelkarten, Bekleidung, der Wimutschnaps, Sonderangebote in den sogenannten „Russenmagazinen“, Motorräder und erste PKWs um die gängisten Dinge zu nennen. Auch Fernseher konnten sich die Kumpel leisten.
Für entsprechende Bergleute gab es zum eigentlichen Lohn noch das „Erzgeld“. Für die meisten Menschen ist heutzutage kaum noch nach zu vollziehen, wie diese „wilden“ Wismutjahre abliefen.
Die Günnels stellten ihren Fernseher ab und zu an das Hoffenster im Erdgeschoß und jeder der wollte, konnte vom Hof aus das Fernsehen verfolgen. Natürlich hatten sich die meisten eine Sitzgelegenheit, was zu trinken und futtern mitgebracht. Nach und nach ging diese Gemeinsamkeit verloren, nachdem später fast jeder seine eigene Fernsehantenne – mit viel Tamm-Tamm – aufgestellt und den Fernseher angeschlossen hatte. Heute hat „jeder“ seinen „Fernseher“ in der Hosentasche oder wo auch immer.
Seinerzeit war es für uns Kinder ein tolles Gefühl, noch am Abend und nach dem Essen, mit den Freunden und auch den Eltern Fernsehen zu geniesen.
· Links setzen wo Material vorhanden. Wenn sinnvoll zum Internet verbinden (Wikipedia, Youtube …)
· Absturz von Überschlagschaukel bei Meinhold mit Reich, Walter & Wegzug zum Freitaggut
· Hausgemeinschftsfest mit Reitschule
· Die Bartsch-Schwestern
· Der Wolf, Bernd und sein Hut, sein Moped und seine Panonia
· das vergrabene Motorrad beim Liebelt
· die „Fichtel & Sachs“ bei Weigel, Herbert im Garten
· Groß, Jürgen und Regina (am Fenster)
· Gerd Pfeiffer und die Torte auf dem Klo
· Hexenfeuer auf der Kepp und unten auf dem Hof
· Essigwasser, Stein mit H-Kreuz
· Höhle gebuddelt, Erich uns „gerettet“, auf Bäume geklettert und lange ausgeharrt
· Claims abgesteckt, Teich angestaut und Feld „überflutet“
· Blumenkohl, Möhren, … „geerndet. ABV zu Hause
· Weinachtsrundgang mit Siegrid
· vom Klo in die Wohnung
· Katze im Karboleum
· Eisenkugel mit Ball verwechselt
· Zergiebel vermiest uns das Ruschelln
· Helene Fritsch: bekannte Nichte, Heumachen …
· jährlichen Einkellerungs-Kartoffeln-Aktionen auf dem Berg
· Jauchenschöpfer und Klöhe im heißen Sommer
· Absatzreiser als Schlittschuhe
· Schiespringen auf dem Berg und Rodeln vom Berg bis zur Schwarzwasserbrücke
· Altpapier in der Preschbahn durchwühlen
· Schrebergärten der Reich-Oma und Schulanfang im Gartenheim
-Fußball-WM Ungarn – BRD
-der Lauterer-Felsen und mehr
· Absturz beim Felsen-Klettern
· Waldbrände mit Meinhold Werner und am Bahngelände (qualmende Kreppschuhe von Toni Pohlheim)
· Reich, Walter und Weihnachtsbaum, Wohnungsbrand verhindert
· Ryter-Oma: meine Besuche, Elektroinstalation, ihre Milliarden-Billion-Trillion-Geldscheine, Berta, Gertraute/Robert
- viele Brüder meines Vaters, u.a. die Kiontkes (auch Rainer) und Brüder (?) in Jugoslawien und USA
- Jäger, Schulfreund meines Vaters, schlachtete bei uns Haasen
· Müller, Lutz: Postkartenausstellung und das Vergrößerungsglas
· Essigwasser
Lehre als Betriebsschlosser und als Geselle im Pappenwerk-Raschau (1959-1964)
Am ersten September 1959 war mein erster Arbeits- bzw. Lehrlingstag im VEB Pappen- und Katronagenwerk Raschau. Ich wollte nach der Grundschule den Beruf eines „Betriebsschlossers“ erlernen. Da mein Vater den seinerzeitigen Werkleiter Hans Bohring kannte, wurde ich scheinbar problemlos als Lehrling angenommen. Allerdings wollte der Schlossermeister Wolfgang Fritzsch eigentlich keinen weiteren Lehrling ausbilden. Er wurde wohl überzeugt, für mich eine Ausnahme zu machen. Dieser Umstand wurde mir jedoch erst Jahre später bekannt.
Die Umstellung von der Kindheit und der Grundschule in das „Berufsleben“ war für mich sehr ungewohnt, aber auch spannend. Prima fand ich die fast nagelneue Schlosserei. Auch das Kollektiv der Schlosserei, die älteren Gesellen, die Junggesellen und zwei weitere Lehrlinge macht mir die ersten Lehrstunden in meinem neuen Lebesabschitt recht leicht. Ich hatte das Gefühl, die Schlosser, Schmiede, Werkzeugmacher und auch die Elektriker, Klempner und Zimmerleute waren wie eine große Familie. Überhaupt waren die „Pappenwerker“ so etwas wie ein Familienbetrieb.
Das Foto von den Schlossern zeigt fast alle seinerzeitigen Kollegen aus meiner Lehrlingszeit ca. 1960. Die Aufnahme entstand am großen und neuen Bohrwerk und an der recht langen Drehmaschine und der Betriebsfotograf war Heinz Blei.
In der vorderen Reihe sitzen die Altgesellen:
Hellmrich, Kurt - mit ihm arbeitete ich beim Heizungsbau,
Einige Zeit war ich mit ihm in’s Werk III abgestellt. Wir hatten umfangreiche Heizungsinstallation vorzunehmen. Einmal wöchentlich nahm er an einem Schweißerlehrgang teil und ich musste mir dann die Zeit vertreiben, da ich nicht schweißen konnte. Kurt erzählte mir viel aus seiner Wismut-Zeit. Auch wenn evtl. nicht alles wahr war, die Wismutära muss schon sehr wild gewesen sein. Er arbeitete als Schlosser unter Tage. Bildhaft erzählte er mir, welche Rauhbeine die Bergleute waren und wie z.B. die Zugfahrten zur Schicht und zum Feierabend abliefen.
Alle anderen Schlosser machten gerne tw. üble Scherze mit ihm, weil er auch gerne ausrastet. Eines Tages hing (scheinbar) sein SR1-Moped an einem Riesenkran und Kurt tobte. Aber es war nur ein gleiches Gefährt. Die „Werkstatt“ lachte und Kurt war kaum wieder zu beruhigen. Naja, solche Streiche gehörten halt dazu.
Oeser, Arthur - ältester Schlosser,
Mit ihm hatte ich nur geringen Kontakt. Anfangs war ich für ihn als Lehrjunge nur zum Wehrkstattkehren da. Aber er war ein erfahrener Dreher. Manchen Kniff konnte ich mir mit den Augen abluxen. Nicht alles wurde mir von meinem Lehrmeister erklärt. Und ich musste mir manches von den älteren Gesellen abschauen.
Haferkorn, Erwin - sehr geruhsamer Kollege und ein „Schraubstocknachbar“.
Da er neben mir seinen Schraubstock und seinen Werkzeugkasten hatte, haben wir uns auch desöftern unterhalten. Er war ein sehr angenehmer und bedächtiger Kollege. Sein Sohn wollte „Diplomat“ werden. Leider habe ich nicht mehr dessen Werdegang verfolgt. Aber ich hätte wohl auch so etwas machen wollen.
Die mittlere Reihe ebenfalls von links nach rechts:
Bach, Rudi - in seiner Werkzeugausgabe gab es , was jeder Schlosser nicht im Werkzeugkasten hatte,
Rudi war auch ein ausgeglichener Mensch. Er hatte gegenüber der Meisterstube einen kleinen Raum, der vollgestopft war mit diversen Werkzeugen. Immer wenn ein Schlosser für seine Arbeit z.B. Bohrer … benötigte, ging er in’s Lager zu Rudi, gab seine spezielle Blechmarke ab und konnte seine Tätigkeit weiterführen. Die „Nummer“ wurde in der Werkzeugausgabe bei dem ausgeliehenen Werkzeug hingehängt, bis der betreffende Kollege das Werkzeug retour brechte.
Wohl ein „Kriegsleiden“ war bei Rudi der Fakt, das er in seinen Händen kein Schmerzempfinden hatte. Wenn in der Elektrowerkstatt ein Elektriker ein Weidezaungerät an der Stahlkante anschloß, konnte in der Schlosserei unser Rudi dort sich an einem Schraubstock sich ohne Stromschlag festhalten und jeder der ihm die Hand gab, bekam einen kleinen-feinen Stromschlag ab.
Andere Neckereien waren auch gängig, insbesondere den Lehrlingen gegenüber.
Die Brotbüchse wurde an der Werkbank angenagelt. Altgesellen schickten den Lehrling zum Rudi, um „Amboßfett“ oder Gewichte für die Wasserwaage zu holen. Als Lehrjunge musste ich anfangs sehr viel feilen. Da wurde ich schon mal geschickt, um die legendäre Schwungradfeile zu holen. Aber diese Scherze mussten wohl viele Anfänger erdulden.
Eggert, Ernst - war nicht aus der Ruhe zu bringen an seiner superlangen Drehbank.
Das spannendste an Ernst war seine spezielle Drehbank. Die Funktion war ählich wie die anderen Drehmaschinen. Wenn Ernst wieder eine entsprechende Walze der Pappenmaschine bearbeitete, musste mit einem Flaschenzug die Walze zur Drehbank gehoben und „eingefädelt“ werden. Meist sollte die abgenutzte Oberfläche regeneriert werden. Wenn die notwendigen Einstellungen getätigt waren, konnte sich Ernst neben die Maschine setzen und zusehen, wie die Bearbeitung dann ablief.
Riedel, Karl-Heinz - mein Mitlehrling (ein Jahr vorher) und bis heute sehr enger Freund.
Als meine Lehrzeit begann, war „Kalle“ für mich schon ein „alter“ Lehrling.
Ein Jahr vorher (1958) war er in die Schlosserei gekommen. Wir wurden sofort Freunde und sind es bis heute (2021) geblieben. Ein weiterer Lehrling hat kurz nach meinen Lehrbeginn seine Ausbildung „geschmissen“. Zu Karl-Heinz habe ich an anderer Stelle schon etliches geschrieben und möchte es dabei belassen.
Fritzsch, Wolfgang - unser Chef der Schlosserei und mein Lehrmeister.
Wolfgang war auch der Meister der Schlosserei. Leider habe ich nie den Zugang zu ihm gefunden, wie all die anderen Schlosser. Der Meister war immer für mich die
Respektsperson. Ich war als Lehrling wahrscheinlich anfangs etwas unbeholfen und auch gehemmt. Noch heute träume ich mitunter, das ich mich nicht zum Meister getraute, um mir eine neue Arbeit geben zu lassen. Im Traum bin ich dann ewig tatenlos.
Wolfgang Fritsch war nebenbei auch der Chef der Betriebsfeuerwehr. Er hatte wohl als einziger Schlosser seinerzeit einen Skoda-Oktavia, den er intensiv hegte und plegte. Nur wenn der Meister nicht in der Werstatt war, packten mehrere Altgesellen ihre Pfusch-Arbeiten aus um daran zu werkeln. Nur der Meister durfte unbehelligt an seinem Skoda hantieren. Aber es hat ihm wohl auch keiner geneidet.
Lang, Roland - einer der Lang-Brüder, zu dem mir nichts wissenswertes einfällt. Er war bestimmt ein
guter Schlosser, aber hatte keine Marotten oder ähliches.
Lang, Rudi - als Schmied neben der Schlosserei tätig. Als Schmied habe ich bei ihm gerne zugesehen,
und auch manches abgeschaut.
Weißflog, Kurt - unser Brigadier und sehr freundlich.
Neben dem Meister war Kurt als Brigadier der erste Ansprechpartner der Schlosser. Fast immer freundlich und auch hilfsbereit. Meist arbeitete Kurt an „seiner“ neuen und damals modernen Drehbank. An dieser Maschine habe ich überwiegend mein Gesellenstück hergestellt. Kurt wechselte etwa 1963 von der Schlosserei in eine neugeschaffene Abteilung, um gemeinsam mit dem Elektriker Schramm Automatisierungsprojekte zu realisieren.
Ott, Jürgen - ich hielt ihn für den geschicktesten Schlosser.
Zwei Dinge sind mir im Gedächtnis geblieben. Jürgen hatte wohl als erster Schlosser ein Motorrad – eine funkelnagelneue Jawa. Rotglänzend und tw. Hochglanz-poliert war sie ein Schmuckstück. Aber Jürgen, noch recht jung, war vor allem ein sehr geschickter Handwerker. Quasi eine „Meisterleistung“ war der von ihm erdachte und gefertigte Autogen-Schweißbrenner. Damit konnten die Schweißer mit wenigen Handgriffen die Brennerdüsen umstellen.
Panian, Rudi - im Krieg U-Boot-Matrose und sehr unterhaltsamer Kollege.
In Gesprächen hat er mitunter seine tw. Lebensgefährlichen Erlebnisse als U-Bootfahrer im II. Weltkrieg erzählt. Wenn ihr Boot nicht auftauchen konnte, oder Wasserbomben explodierten. Als Schlosser war Rudi auch ein guter Kumpel.
Später, ich war dann bei der GST tätig, hatte ich intensiven Kontakt mit seinem Sohn. Dieser war aktiver Sportschütze in der GST-GO Eisenwerk Erla. Er wurde dann VP-Angehöriger der Kriminalpolizei der KTU.
Mit der Ehefrau Rudis hatte ich Jahre später telefonischen Kontakt. Rudi selbst lebte nicht mehr.
Ryter, Gernot - als neuer Lehrling der jüngste in der Schlosserei.
Das Foto zeigt, das ich während meiner Lehrzeit noch ein „Hungerhaken“ war. Erst nach meiner Armeezeit habe ich „Normalmaß“ angenommen. Zu meiner Person muß ich hier nichts bemerken. Das vorliegende Projekt ist dazu umfangreich genug.
Oben von links auf der Drehmaschine sitzend:
Lein Erhard - noch junger „Altgeselle“ und freundlicher „Schweißer“.
Erhard war relativ unauffällig und als Schlosser ebenso ein netter Kollege.
Illig, Heinz - umgänglicher Kollege und fast noch jugendlicher Freund.
Heinz hatte auch (~1962) ein Motorrad, eine MZ-ES 175 und pflegte diese ebenso wie Jürgen Ott aufwendig.
Im positiven Sinne war Heinz der Junggeselle, der auf mich den besten Eindruck machte.
Nach meiner Lehr- und Gesellenzeit im Pappenwerk war ich bei der NVA/GT.
Wenn es mir möglich war, besuchte ich „meinen“ Betrieb und insbesondere meinen
Freund Kalle. Heinz Illig war dann der Gewerkschaftschef im Pappennwerk.
Oeser, Werner - als Werkzeugmacher peniebler Altgeselle.
Anfangs war mir gar nicht bewusst, das wir neben den Betriebsschlossern auch Werkzeugmacher hatten. Er war mir nicht besonders symphatisch. Mit ihm habe ich mich kaum unterhalten, bzw. Werner hat sich kaum mit mir abgegeben.
Stanzwerkzeuge waren überwiegend sein Betätigungsfeld. Die „Schuhsohlen“ mussten wieder zum Stanzen aufbereitet werden, wenn diese nicht mehr sauber schnitten. Dann wurde der Stanzstempel ausgeglüht, mit einem Speziellen Meisel gestaucht, wieder passend gefeilt oder geschliffen und abschließend wieder gehärtet.
Falk, Hans - mein Werkbanknachbar und sehr geschickt und erfinderisch.
Hans war (meiner Meinung nach) Taubstumm. Als mein Nebenmann an der Werkbank habe ich mich gerne und viel mit ihm unterhalten. Dabei musste ich ihm immer auf den Mund schauen, damit er mich „verstehen“ konnte. Er hörte nichts, hatte aber das „Reden“ wieder erlernt. Im Neurerwesen war er sehr aktiv, klug und geschickt. Privat hatte er sich, seiner Erzählung nach, eine Kleinbildkamera gebastelt. Im Betrieb hat er einige große Rationalisierungsobjekte erdacht, gemacht und zur Funktion gebracht.
Wenn Hans ab und zu nicht pünktlich zur Arbeit kam, war er um Ausreden nie verlegen. Meist war das Fahrrad schuld. Aber Übel nahm ihm das kaum jemand.
Nur war Hans fast jährlich der „Pfingstochse“.
Weitere Kollegen, nicht auf dem Bild, kamen später zu uns oder hatten ihren Arbeitsplatz in anderen Betriebsteilen:
Becher, Gerhard - Werkzeugmacher und GST-Seglflieger in Pöhla.
Gerhard kam erst später zu uns. Warum wusste ich damals nicht. Er war auch ein netter Kollege. Er war dann die Verstärkung für Werner Oeser als Werkzeugmacher. Sein Arbeitsplatz an der Werkbank war am anderen Ende der Schlosserei. Leider haben wir uns kaum unterhalten. Erst ca. 40 Jahre später brachte mich dieses GST-Projekt mit ihm in Kontakt. Meine Recherchen in Pöhla, zum GST-Segelfligen, machten mich in der Ortschronik-Pöhla auf den Hanggleitplatz und auch auf den jungen Hang-Flug-Piloten Becher aufmerksam. Mein Besuch bei Gerhard war sehr wissenswert. Im Gespräch und etlichen Bildern und Dokumenten konnte ich viel zum Hanggleiten in Pöhla und den
Lebensweg von Gerhard erfahren. Leider ist Gerhard kurz danach verstorben. Gerhard war Polizist, und hatte illegal eine Waffe besessen und wurde auch mit Gefängnis bestraft. Das war wohl auch ein Grund, das er dann bei uns in der Schlosserei landete.
Fritzsch, Hans? - als Schweißer tätig, und seine Tätigkeit war kaum für mich bemerkbar.
Kesselschmiede - nur zeitweise im Betrieb tätig. Es machten ordentlich Krach, wenn
die Kollegen, die wohl von einer entsrechenden Firma delgiert waren, die Kessel reparierten. Es mussten Teile ausgewechselt und wieder mühsam vernietet werden.
Einer dieser Schmiede blieb wohl später in Raschau.
Eng verbunden waren wir Schlosser insbesondere mit den Elektrikern, unmittelbar neben der Schlosserei:
Bock, Gotthard - Elektro-Meister und Kampfgruppenkommandeur.
Frenzel, Günter - sein Vater war der Chef der „Stromerzeugung“,
Illig, Werner - Bruder von Heinz. Im Gegensatz zu Heinz, der schwarzhaarig und kräftig war, hatte er
strohblonde Haare und ich empfand ihn etwas überheblich.
Schramm, ? - später mit eigener Abteilung. In dieser Zeit begannen sehr bescheidene Vorhaben, die
Betriebsabläufe elektonisch zu steuern. Unser Brigadier der Schlosserei – Kurt Weißflog - hat gemeinsam mit dem Elektriker Schramm dort gearbeitet. Die weitere Entwicklung der dann sprunghaften Nutzung der Elektronik und Computertechnik ist mir leider nicht bekannt. In einem Fest-Video zur „Pappenfabrik“ ist auch zu sehen, dass die Pappenproduktion und Verarbeitung schon computergestützt erfolgt.
Weitere Kollegen, mit denen wir auch Kontakte hatten:
Die Zimmerleute hatten ihre Werkstatt in der Nähe der Schlosserei, auf dem Gang zum Wasch- und Umkleideraum. (wurden Matzeln zugeschitten, einer war aktiver GSTer)
Die Klempner hatten ihre Werkstatt im „Werk III“. Dort wurden die Pappen überwiegend von Frauen zu entspechenden Produkten weiter verarbeitet. (Chef war Musiker)
Ein Schlosser war permanent zur Wartung der Maschinen im Werk III vor Ort.
Eine Malertruppe gab es auch.
Eine Technische Zeichnerin war im oberen Stock, wo sich auch der Speiseraum, eine Kantine und die Essenausgabe befand.
Der Hauptmechaniker des Betriebes hatte sein Büro auch im Kopier-Raum bei der Zeichnerin.
Das Labor war täglich mit der Qualitätskontrolle der Pappenherstellung beschäftigt.
Die Pappenherstellung erfolgte in den weiteren Gebäuden im Werk II. Von dort ging das „Halbfabrikat“ zur Herstellung von Schachteln und Einlegesohlen u.a. in das Werk III. Dort befand sich auch der Gleisanschluß für den Versand per Eisenbahn zu den Verbrauchern.
Das Kesselhaus war primär notwendig. Dort wurde der Dampf für die Pappenmaschine und zugleich mit dem Generator der Strom für das Werk mit seinen Gebäuden erzeugt.
Die Kollergänge wurden mit Altpapier „gefüttert“ und zu einer grauen Masse zermahlen.
Die Turbolöser waren später für die Auflösung des Altpapiers im Einsatz. (CD von 150 Jahre Pappe)
Die Schleiferei war neben dem Altpapier ein weiterer wichtiger Lieferant für die Pappenerzeugung. Holzstämme wurde auf eine bestimmte Länge zersägt, im Holzkocher gedämpft und im Schleifer zu Holzfassern zerrieben.
Der Holländer war ein großer Behläter mit dem flüssigen Gemisch aus Altpapier, Zellstoff, Holzschliff und weiteren Bemischungen welches direkt auf die Pappenmaschine aufgebracht wurde.
Die Pappenmaschine war das „Herz“ der Pappenproduktion. Ununterbrochen drehten sich die Rundsiebe und Walzen, um über die Naßpartie, die Trockenpatie und die Glättwalzen am Ende die ferigen Pappen zu beschneiden und zum Abtransport zu stapeln.
Die Hofkolonne bestand aus einer Reihe von Kollegen, die für Transportaufgaben und Beräumung im Gelände des Pappenwerkes tätig waren.
Die neue Betriebs-Berufsschule „Ernst Scheffler“ auf dem Hofgarten
Erst nach der Grundschule wurde ich in vielem Selbstbewusster. Das lernen machte mehr Spaß. Mitschülern in der Berufsschule konnte ich helfen. In meiner Klasse wurde mir der Spitzname „Elvis“ verpaßt. Ich war und bin ein Elvis-Fan. Möglicherweise hatte ich ab und zu versucht, Elvis und Bill Haley zu imitieren. Im Altpapier meines Lehrbetriebes, dem Pappen- und Kartonagenwerk in Raschau, fand ich „Westzeitungen“ mit Abbildungen etlicher Schlagerstars und konnte damit die Mitschüler begeistern. Auch sportlich war ich nicht mehr die Niete, wie bis zur 8. Klasse. In der Schulmannschaft der BBS spielte ich Hallenhandball. In Langenberg war ich mit meinem Freund Karl-Heinz Riedel, er lernte ein Jahr eher auch Betriebsschlosser im Pappenwerk in Raschau, regelmäßig zum Leichtatletiktraining. 1000-Meter-Lauf, Hoch-und Weitsprung, Speer- und Diskuswerfen, Kugelstoßen waren diese Disziplinen, die wir im Sportverein trainierten und an die ich mich erinnern kann. Als Schlossergeselle leistete ich mir alsbald ein tolles Diamant-Straßenrennrad. Damit fuhr ich dann täglich nach Raschau zur Arbeit und zum Leichtatletiktraining über Schwarzenberg-Aue-Bernsbach-Grünhain-Waschleithe nach Langenberg.
Zu Beginn meiner Lehre zum Betriebsschlosser im Pappenwerk in Raschau bin ich anfangs täglich noch zu Fuß vom Gehringsberg in Neuwelt, zur sehr schönen und fast funkelnagelneuen Berufsschule im Schwarzenberger-Hofgarten, gelaufen. Naja, mitunter bin ich auch mit der dampfenden Eisenbahn gefahren. Die wenigen Minuten Zugfahrt nutzten wir, so oft wie möglich, zum Skat spielen.
Zwei andere Mitschüler hatten sich, als künftige Schlosser, ein Tandem zusammengebastelt. Das löste ein bewunderndes Erstaunen an der BBS aus. Für mich die Anregung, aus diversen Schrott-Teilen ein eigenes Straßenrad herzustellen. Mein ganzer Stolz dabei war ein ergatterter Vorbaulenker; also nicht den seit Urzeiten üblichen „Gesundheitslenker“. Natürlich fuhr ich dann mit meiner Errungenschaft zur „Pappenbude“ in Raschau und zur BBS auf den Hofgarten.
Das eigene Rennrad und die Friedensfahrt
Nach der Lehre, schon erwähnt, kaufte ich mir von den ersten Lohnzahlungen als Schlossergeselle ein funkelndes, spitzenmäßges, mehrgang-Diamant-Straßenrennrad. Das war auch die Hoch-Zeit der Friedensfahrt und vieler Erfolge von Gustav-Adolf Schur und vieler weiter DDR-Radsportler. Einmal waren die Friedensfahrer vieler Länder Europas auch auf der Durchfahrt in Schwarzenberg. Passend konnte ich den Friedensfahrt-Beleton miterleben, als ich nach der Arbeit von Raschau nach Neuwelt zu Fuß unterwegs war. Ich glaube, es war am Waschgerätewerk, als die über 100 Radsportler mit ihren surrenden Rennräder an mir vorbeisauste. An der gesamten Rennstrecke gab es keinen freien Platz. Unsere Menschen, im allgemeinen, waren begeistert und feuerten die Rennsportler an. Überwiegend wurde der massenhafte Ruf „Täve, Täve“ laut.
Im Sommer meines ersten Lehrjahres (1960) waren wir drei Lehrlinge der Schlosserei des Pappenwerkes gemeinsam im ersten Jahresurlaub. Kalle Riedel, Amme und ich machten zwei Wochen Urlaub in der Jugendherberge in Neudorf. Dieser Ort befindet sich am Fuße des Fichtelberges an der „Himmelsleiter“.
GST, FDJ, Ottenstein und Fasching
In dieser Zeit (ca. 1967 ff.) war ich, nach Schlosserlehre in Raschau und meiner 3-Jährigen Zeit als Ausbilder bei den Grenztruppen in Johannstadt, hauptamtlicher Funktionär im GST-KV in Schwarzenberg.
In den ersten Jahren im GST-KV betätigte ich mich recht intensiv in der FDJ im Wohnort-Neuwelt und auch im Kreis-Schwarzenberg. Mit unserer FDJ-Wohngruppe gehörten wir zur Ortsgruppe-Schwarzenberg. Dort war Wolfgang der Ortssekretär und wir hatten etliche persönliche und organisatorische Verbindungen. Ich hatte in der FDJ-Gruppe meine spätere Frau kennengelernt, und Wolfgang (ein wenig auch durch mich) war dann etwas mehr als freundschaftlich mit der Schwester meiner (späteren) Frau liiert.
Im seinerzeitigen Jugendklubhaus-Ottenstein war das Büro der FDJ-Ortsleitung.
Dort war auch der damalige Kulturhaus-Leiter (ca. 1967) Guido Golz und setzte fort, was er schon in der „Kutscher-Villa“ vor Jahren begonnen hatte. Zu dieser Zeit war ich auch schon im Fotozirkel und der Kabarettgruppe tätig (ca. 1960). Nach meiner Dienstzeit bei der NVA/GT in Johannstadt holte mich Guido wieder für den Jugendclub. Ich habe dann erneut den Fotozirkel und das Fotolabor aktiviert. Bereits während meiner Lehrzeit – zur Jugendweihe 1959 hatte ich meinen ersten Fotoapparat, eine Pouva-Start, geschenkt bekommen (heutzutage wäre es zumindest ein Moped) – habe ich mit primitivsten Mitteln begonnen, im Schuppen ein „Fotolabor“ zu betreiben. Aus einer Alu-Milchkanne und den Teilen einer alten Plattenkamera bastelte ich, mit meinem damaligen engen Freund (Günter Staneczeck), ein Vergrößerungsgerät und weitere Utensilien für das Filmentwickeln, Bilder kopieren, Fotos vergößern, entwickeln, trocknen und beschneiden. Die notwendige Handhabung brachten wir uns selbst bei, das war für uns eine spannende Zeit. Wenn wir fotografierten und die selbstentwickelten Filme betrachteten, waren wir stolz. Da ich im Pappenwerk in Raschau lernte, konnte ich im Altpapier auch Zeitungen „aus dem Westen“ finden, in denen mitunter Bilder der Stars der damaligen Zeit (Elvis, Bill Hally, Peter Krauß, Ted Herold, Conny …) abgebildet waren. Diese „Schätze“ forografierten oder kopierten wir. Im umfangreichen Bekanntenkreis gab es etliche Abnehmer für unsere „Fotos“, die man uns reisend abkaufte. Mit Günter ging ich dann ab und zu mal in die Milchbar ,z.B., und wir verjuxten unsere Einnahmen.
Dienst in der NVA bzw. den Grenztruppen der DDR
Grenztruppen der DDR – Wikipedia
Die dann folgende Zeit als Soldat, Uffz./Ufw. in der Grenzausbildungseinheit in Johannstadt konnte ich wiederum nutzen, um in unserer Kompanie (für künftige Militärkraftfahrer) für den Dienstgebrauch mir ein recht komfortabeles Fotolabor einzurichten. Der „Spieß“, mein Zugführer und unser Kompaniechef gewährten mir dafür die notwendigen Freiräume. Überhaupt kann ich für mich behaupten, das meine Dienstzeit von Mai 1964 bis April 1967 (SAZ-3 Jahre) in der Grundausbildung, bei der Uffz.-Ausbildung und dabei auch die Teilname an der Militärparade 1964 in Berlin, meine Ausbildertätigkeit in der Kfz-Ausbilungskompanie und für knapp einem halben Jahr in der Grenzkompanie in Heinersgrün im Vogtland (gegenüber Hof) überwiegend kurzweilig und lehrreich für mein weiteres Berufsleben und darüber hinaus sehr nützlich war. Auch wenn man ab und zu die Nase voll hatte, diese 3 Jahre hätte ich nicht missen wollen. Diese Zeit begann z.B. damit, das mein erster Vorgesetzter Ufw. Alfredo Beitzel war. Der Hausmitbewohner auf dem Gehringsberg – Heinz Pohlheim – hatte mir angedeudet, ein Kollege aus dem Waschgerätewerk sei zur Zeit in Johannstadt und wenn ich diesen zufällig treffen würde, sollte ich diesen Kollegen Grüße von ihm ausrichten. Dieser Kollege war ein gewisser Alfredo Beitzel.
Grundausbildung im Grenzausbildungsbataillon-Johanngeorgenstadt (Mai 1964)
Als frischgebackener Soldat, bei der „Begrüßung“ im Ausbildungsbattaillion in Johann’stadt, wurde mir mein Gruppenführer vorgestellt (bzw. ich wurde ihm zugewiesen) und dieser Ausbilder und damit erster direckter militärischer Vorgesetzter war in sehr erfreulicher Weise der Bekannte von Heinz Pohlheim, der Unterfeldwebel Alfredo Beitzel. Damit war mir, zufalligerweise, ein Einstieg in den bis dahin sehr wichtigen und neuen Lebensabschnitt nach Maß gelungen.
Diese nun folgenden ca. 4 Wochen waren sehr gewöhnungsbedürftig. Als jugendlicher Zivilist mussten wir uns an die militärischen Gepflogenheiten extrem schnell und intensiv gewöhnen. Anfangs ständiger „Maskeball“, um alle Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände kennen- und benutzen zu können. Im 10-Bett-Zimmer unserer Gruppe alles in den schmalem Spind unterzubringen und dabei die militärische Ordnung zu respektieren war für die meisten Soldaten nicht leicht. Wenn dann am Abend der U.v.D. (Unteroffizier vom Dienst) – oder auch der Hauptfeldwebel/“Spieß“ - zum Stubendurchgang erschien, hoffte jeder Soldat, das sein Spind nicht beanstandet wurde. Es konnte schon mal passieren, das der Vorgesetzte den Spindinhalt „gleichmäßig“ in der Schlafstube verstreute. Die Nützlichkeit deses Vorgehens zeigte sich jedoch dann, wenn bei der oftmaligen Alarmauslösung jeder Soldat in schnellstmöglicher Zeit alles Notwendige finden musste. Dann musste jeder Soldat in kürzester Zeit, am richtigen Ort und mit der jeweils befohlenen Ausrüstung stehen.
Als künftige Unteroffiziere waren diese Tätigkeiten schon gewisse Lehrbeispiele. Diese Abläufe, auch die negativen Beisiele, gewöhnten wir uns unterschwellig schon mal für später an.
Sowohl in der militärischen Ausbildung und auch im „Innendienst“ war der allgegenwärtige „Drill“ zwar verhaßt, aber eine effektive Methode, um das Soldatenleben in seiner Vielfalt zu begreifen, zu beherrschen und so gut wie möglich anzuwenden. Die militärische Disziplin, die Anstrengungen der Ausbildung, die hohen sportlichen Leistungen und die theoretische Schulung in allen Bereichen des alttäglichen militärischen Lebens waren für uns ungewöhnlich aber auch interessant.
Anstrengend in der Vorbereitung und emotional in der Durchführung war zum Abschluß der Grundausbildung die Vereidigung der „neuen“ Soldaten
Nach der obligatorischen Grundausbildung gingen einige Soldaten direkt in die jeweiligen Grenzkompanien und alle anderen Soldaten blieben in der Ausbildungseinheit und wurden Unteroffiziersschüler. Mit großem Erschrecken erhielt ich auch den Versetzungsbefehl in eine Grenzkompanie. Da ich mich für 3 Jahre verpflichtet hatte, wollte ich eigentlich auch Unteroffizier werden! Das sollte nun nicht sein. Ich war geschockt. Meine Ausbildungsergebnisse waren meiner Meinung nach prima. Schießen recht gut, Sport Klasse, die militärische Disziplin auch zackig und auch sonst war ich mir keiner Verfehlung bewusst. Dann wollte ich auch keine 3 Jahre dienen! Ich war schon recht geknickt und dabei, meine Utensilien im „Seesack“ zu verstauen. Ich konnte und wollte die Welt nicht verstehen. Plötzlich wurde ich zum Kp.-Chef befohlen. Mein Gruppenführer, Ufw. Beitzel war ebenfalls anwesend. Nun teilte mir Hauptmann Pietsch mit, das ich doch in der Uffz.-Ausbildungseinheit bleiben sollte. Also, Kommando zurück! Mit Erleichterung konnte ich mich nun auf den „Weg“ zum künftigen Unteroffizier begeben.
Johanngeorgenstadt wurde mir zunehmend heimischer. Mein Diamant-Rennrad holte ich mir in’s Ausbildungsobjekt und fuhr so oft wie möglich nach Diestschluß nach Hause und rechtzeitig zum Diest wieder hoch auf den Berg (fast bis zum Auersberg).
Die Absolvierung der Unteroffiziersschule im Objekt in der Mittelstadt (Juni bis Oktober 1964)
Im Verlaufe der Unteroffiziersschule – die keineswegs ein Zuckerlecken war - und dabei des mehrwöchigen Sommerlagers an der Ostsee wurde ersichtlich, das Ufw. Beitzel nach dem Sommerlager sich einer Operation unterziehen soll. Nach dem Rücktransport vom Sommerlager nach Johannstadt wurde ich, völlig überraschend vor der angetretenen Kompanie, zum Gruppenführer ernannt. Obwohl ich noch kein Uffz. war – ich war immer noch Uffz.-Schüler – musste ich mich in das Zimmer der Gruppenführer einquartieren. Meine bisherigen Mitschüler mussten nun „Sie“ sagen, mich militärisch grüßen und u.a. bei mir im Gruppenführerzimmer Stubendienst durchführen. Diese zwar korrekte, jedoch ungewohnte Erfahrung war mir einigermaßen unangenehm. Aber auf dem Weg zum Unteroffizier, nach erfolgreicher Prüfung, war dieser Abschnitt sehr bedeutsam und lehrreich für mich.
Ehrenparade in Berlin – 15. Jahrestag der DDR
Gegen Ende der U-Schule wurde uns Uffz.-Schülern eine große Ehre zuteil. Wir waren ausgewählt, an der Ehrenparade am 7. Oktober 1964 – dem 15. Jahrestag der DDR – in Berlin teilzunehmen. Weniger erfreulich war dabei, das wir nicht unseren fest eingeplanten Urlaub bekommen konnten. Später bekahmen wir als Auszeichnung zusätzlichen Sonderurlaub. Die erste Station der Paradevorbereitung absolvierten wir in Plauen in der Offizierschule. Dort hatte ich auch engeren Kontakt mit Karl-Heinz Schreiber, der Offiziersschüler war und ebenfalls an der Parade teilehmen sollte. Die ehrenvolle Teilnahme an der Parade war aber auch sehr hartes Training. Täglich viele Stunden Exerzieren, Marschieren und langes Stillstehen – mit Stahlhelm und der umgehängten „Kalaschnikow“ - wurde uns bis zum Überdruss abverlangt. So hart wie diese Zeit auf dem Autobahnteil zur Pirker-Brücke und auf dem Schönefelder Rollfeld war, dennoch war es ein phantastisches Erlebnis. Unser Parade-Kommandeur war übrigens jener Hautmann Pitzsch, der mich im Mai noch von der U-Schule ausschließen wollte. Für uns U-Schüler war die Parade ein voller Erfolg und ein erhebendes Erlebnis. Schmerzlich empfanden wir jedoch, das am Vorabend der Parade der Uffz. Egon Schulz heimtückisch ermordet wurde. Vom „Westen“ euphorisch bejubelt und dem Springer-Hochhaus angefeuert, mussten wir den feigen Mord fast hautnah miterleben. Schon an den Tagen vorher, wenn wir vom Quartier mit den LKWs zum Parade-Training zum Flugphafen-Schönefeld fuhren, wurden wir permanent von Militärfahrezeugen der US-Armee begleitet, respektive überwacht. Über 30 Jahre nach der konterrevolutionären „Vereinigung“ hat der westliche Kapitalismus sich prinzipiell nicht geändert. Die DDR, für diesen-unseren friedliebenden Staat wir auch an der Grenze standen, hat nie an einem Krieg teilgenommen. Die „neue“ BRD hatte nach der Zerschlagung der sozialistischen Entwicklung und dem Warschauer Vertrag nichts eiligeres zu tun, als mit der Bundeswehr in den Krieg gegen Jugoslawien zu ziehen und an weiteren Stellen auf der Welt wieder deutsche Waffen sprechen zu lassen.
Unmittelbar nach dem langersehnten und hart verdienten Urlaub begann die Prüfung zum Abschluß der Unteroffiziersschule. Im Rückblick war die Prüfung erfolgreich. Unter anderen galt es eine Laufstrecke von 10 Kilometern zu absolvieren. Es gelang mir, diesen Querfeldein-Lauf in der Kompanie als Bester zu erreichen. Es wurde mir angedeutet, das ich demnächst an entsprechen Armeemeisterschften teilnehmen sollte. Ich war ganz aufgekratzt und sah mich schon ein wenig als Teilnehmer der olympischen Spiele. Naja, die ganze Aufregung war umsonst und alles verlief im Sande. Als frisch gebackene Unteroffiziere erfolgte unser Einsatz in Grenzkompanien des Regimentes-Plauen und in Kompanien des Ausbildungsbattalions in Johanngeorgenstadt. Als Schwarzenberger wäre ich natürlich gerne in Johannstadt geblieben.
Ausbilder in der Kfz-Kompanie in Johanngeorgenstadt
Es hatte geklappt! Ich wurde Gruppenführer in der KFZ-Ausbildungskompanie. Geeignete Soldaten wurden in speziellen Kurzlehrgängen (schon mit praktischer Erfahrung mit LKWs) in die Stabskompanie in Johannstadt, in das Grenzregiment nach Plauen und auch in Grenzkompanien versetzt. Die weiteren Soldaten absolvierten nach der Grundausbildung eine längerdauernde KFZ-und-militärische-Ausbildung, um dann nach dem ersten Halbjahr der allgemeinen Wehrdienstzeit von 18 Monaten ebenfalls in andere Dienststellen versetzt zu werden.
Unsere Aufgabe als Gruppenfüher war es vordergründig, die Soldaten unserer Gruppen (je 10) als künftige Grenzsoldaten mit allen erforderlichen körperlichen, geistigen und soldatischen Fertigkeiten auf ihren Dienst in den Grenztruppen vorzubereiten. Die militärische Ausbildung war vielgestaltig für uns jungen Uffz. Für jede Ausbildungseinheit mussten wir uns entsprechende Plankonspekte anfertigen und von den betreffenden Vorgesetzten bestätigen lassen. Die älteren Uffz. konnten da schon auf entsprechende Erfahrungen zurückgreifen. Meine Erinnerung nach bildeten wir die jeweils neu eingerückten Rekruten in der Gefechtstaktik, dem Grenzdienst, medizinischen-, chemischen-, biologischen-, radioaktiven Bereichen, in der sportlichen Ertüchtigung (u.a. Kleiderschwimmen im Sommer und Schifahren im Winter), der militärischen Disziplin, vielen Dienstvorschriften, auch dem Marschgesang, dem Umgang mit Funktechnik, Sprengstoffen, umfangreich war die Schießausbildung mit der MPi, dem Leichten-Maschinengewehr, der Panzerbüchse und weiteren Themen aus. Alles ist mir derzeit nicht mehr im Gedächtnis.
Neben der militärischen Ausbildung war es ebenso wichtig, die Soldaten als Militärkraftfahrer für den Grenzdienst, die Stäbe und weiteren Diensten auszubilden.
Nach der Versetzung in diese Kompanie zogen wir aus der Mittelstadt, zwischenzeitlich, nach Oberjugel um. Das Gebäude war ein neoklassizistisches Gebäude, wie es diese wohl etliche im gesamten Gebiet der DDR gab.
Auch das Hauptgebäude im Bataillonsstab (Nähe Sportstätte „Franz Mehring“) und das gegenwärtige Rathaus in der Mittelstadt sind identisch.
Heinersgrün im Vogtland
Nachdem ich mich als junger Unteroffizier in unserer Kfz-Ausbildungskompanie recht gut eingelebt hatte, wurde ich 1965, etwa im Juni, in die Grenzkompanie Heinersgrün/Vogtl. versetzt. Natürlich war ich schokiert. Aber ganz unerwartet geschah das nicht. Mit den Ausbildungshalbjahr im Mai 1965 kam ein neuer Zugführer, Leutnat Liepe, und wollte sich wohl in der Einheit „beliebt“ machen. Zu dieser Zeit war ich noch nicht SED-Mitglied. Um die Statistik passend zu halten, wurde ich versetzt und ein anderer Uffz. nahm meine Stelle ein.
Bereits auf dem Weg zur Grenzkompanie Heinersgrün schrieb ich an den Regimentskommandeur - Oberstleutnant Nußmann - mein Versetzungsgesuch. Darin erläutere ich, das ich als SaZ meinen Dienst in Johanngeorgenstadt leisten wollte.
Eigentlich widersprüchlich. Schon als noch Kind wollte ich mal ein Grenzer werden. Da gab es Filme die das Grenzerleben darstellten. In meiner Lehrzeit verpflichtete ich mich, für 3 Jahre zu den Grenzern zu gehen.
Aber als die Zeit heran war, hatte ich keine „Lust“ mehr, überhaupt zur „Fahne“ zu gehen. Das hing jedoch mit den natürlichen Umständen eines heranwachsenden Jugendlichen zusammen. Naja, dann wollte ich auch kein Feigling sein und das WKK machte mir schmackhaft, als Uffz. in Johanngeorgenstadt zu dienen. Nun wollte und musste ich mit der Realität klarkommen.
Schon beim Ankommen in der Grenzkompanie wurde mir klar, wie gravierend der Unterschied zum Ausbildungsbataillon war. Die gewohnte Disziplin und die Achtung vor dem Vorgesetzten war an der „Linie“ anders. Meine Bitte an einen Soldaten, mein militärisches Marschgebäck (den Seesack) zur Unterkunft zu bringen wurde nur belächelt (Mach Deinen Dreck alleine“). Die Soldaten etc. trugen kaum ihre Kopfbedeckung. Die Grußerweisung gegenüber den vorgesetzten Dienstgraden wurde kaum vorgenommen. Soldaten und Gefreite schlurften mit den Händen in den Taschen grußlos an Ufz. und Offz. vorbei. In den Grenzkompanien hatte sich das so eingebürgert. Die unterschiedlichen Dienstzeiten verlangten untereinander respekt. Für allzu exakte Formalitäten lt. Diensvorschrift hatten die meisten Grenzer keine Muße.
Naja, die Grenzer waren die Alten und ich war ein Frischling vom ABB. Wenn man die Gegebenheiten kannte und akzeptierte, wurde man auch respektiert.
Bei den ersten Einsätzen als Gruppenführer, bei der Kontrolle der Postenpaare im entsprechenden Abschnitt wurde ich von den erfahreneren Grenzern unterstützt.
Aber diese altgedienten Füchse machten sich auch einen Spaß mit den Frischlingen. Bei dem Ablaufen des Grenzverlaufes in der Nacht erzählten die „Alten“ gruselige Schnurren. Und an den passenden Stellen im Dickicht und holbrigen Wegen konnte sich ein Neuling schon fürchten. Später machte man das ebenfalls zur eigenen Erheiterung.
Nun hatte ich, wie alle Anderen der Grenzkompanie, einen mehr oder weniger regelmäßigen Schichtdienst. Meist war klar, wann ich als Gruppenführer Postenkontrollen vorzunehmen hatte und wie der Kontakt mit dem Führungspunkt abläuft. Ungeplant verlief der Dienst, wenn Grenzalarm ausgelöst wurde. Oft erfolgte die Alarmierung durch abgefeuerte Leuchtpistolen oder Meldungen über das Grenzmeldenetz. An Handys war in den 1960er Jahren nicht mal im Traum zu denken. Aber auch vom Führungspunkt der Kompanie, dem Bataillon, seitens des Regimentes usw. konnte die Alarmierung erfolgen.
Genau weiß ich nicht mehr, wie der Dienst ablief. Jedoch begann der Grenzdienst mit dem Waffenempfang und dem jeweiligen technischen Geräten. Meist waren dies das Grenzmeldenetz-Besteck, Ferngläser, Nachtsichtgeräte, Leuchtpistolen, Funkgeräte.
Ganz wichtig war die Postenverpflegung, die an der Küche ausgegeben wurde. Meist waren auch Südfrüchte und Schokolade dabei. An Getränke kann ich mich nicht mehr erinnern.
Für das Infrarot-Nachtsichtgerät musste der betreffende Grenzer jede Minute der Nutzung in einer Kladde nachweisen. Für einen jungen Grenzer war dieses Gerät schon etwas besonderes. In stockdunkler Nacht konnte man recht gut erkennen (mehrere 100 Meter) wo sich etwas bewegte.
Ich denke, das immer ein Zug der Kompanie zur Grenzsicherung eigesetzt war. Zusätzlich hatte eine andere Gruppe für den Alarmfall in Bereitschaft zu sein. Also mitunter konnte der normale Acht-Stunden-Dienst sich ganz schön in die Länge ziehen.
Vergatterung – (Wikipedia)
Wenn alle persönlichen und materiellen Vorbereitungen i.O. waren, befahl der Diensthabende Offz. die aufziehenden Grenzer zur Vergatterung. Das heißt, die diensttuenden Grenzer wurden für die „Dienstschicht“
In ihre Aufgaben eingewiesen. Dabei wurde als Befehl der Grenzabschnitt, die Aufgaben der Grenzsicherung, das Verhalten bei Vorkommnissen und der Umgang mit den Waffen befohlen.
Alle vorgesehenen Grenzer besiegen den bereitstehenden LKW oder jeweils andere Fahrzeuge und wurden an die zugewiesenen Postenpunkte gebracht. Ich denke, das die Gruppenführer des Wachzuges auch an jeweilige Stellen ihre Postenpaare mit einwiesen. Diese Kontrollposten wussten dann exakt, wo ihre Postenpaare ihre Aufgaben zu erfüllen hatten. Zudem wurden jeweils aktuelle Dokumente erstellt und im Führungspunkt der Dientverlauf dokumentiert.
Ein Postenpaar bestand in der Regel aus einem Gefreiten und einen Soldaten. Es erfolgte von Dienst zu Dienst meist eine veränderte Zusammenstellung der Paare.
Der Grenzwolf
Mein Zugführer war in Heinersgrün der Oltn. Wolf. Ein altgedienter Offizier und wohl schon sehr erfahren. In unserer Kompanie wurde er nur der „Grenzwolf“ genannt. Die genaue Struktur einer Grenzeinheit ist mir nicht mehr geläufig.
Alles was mit meinem Grenzeinsatz zusammen hing, hatte mich auch nicht sehr interessiert, da ich so bald als möglich wieder nach Johann’stadt zurück wollte.
Meine etwas abweisende Stimmung ist wohl auch meinen Vorgesetzten aufgefallen. Der „Grenzwolf“ hatte mich etwas auf dem Kieker“. Nach einiger Zeit in der Kompanie erhielt ich Jahresurlaub. Aber der Grenzwolf entzog mir meinen Urlausschein, weil ich „zu lange Haare“ hatte. Ich weiß nicht mehr warum, aber ich durfte dann doch noch meinen Urlaub antreten. Allerdings hatte ich den Befehl erhalten, noch vor der Heimfahrt auf dem Bahnhof in Plauen zum Frisör zu gehen. Somit ließ ich mir meine Beatlesfrisur militärisch stutzen. Schon eigenartig: Bevor ich eingezogen wurde, hatte ich einen sehr kurzen Haarschnitt. Mir gefiel damals der Schauspieler Peter van Eyck. Aber dann als Soldat ließ ich mir nach und nach die Haare nach dem Vorbild der Beatles sprießen.
Den Urlaub hatte ich sehr genossen! Viel mit meinen Kumpels aus Neuwelt unternommen. Sommer im Freibad, Tanz auf möglichst allen Sälen in der Umgebung …
Ziemlich abrupt ging diese Zeit jedoch zu Ende. Nicht alarmmäßg – schon regulär. Aber mein Hauptfeldwebel holte mich höchstpersönlich und überraschend vom Bahnhof in Pirk mit der B-Krad der Kompanie ab und ich „durfte“ dann direkt vom Zug zum Grenzdienst marschieren. Aber solche Erlebnisse hatten sicher etliche Grenzer.
Gut war es, wenn man Kumpels hatte, die eine gelegentliche depressive Stimmung aufhellten. Im Zimmer im „Schloß“ war ich mit einem etwas älteren Ufw. aus dem Harz zusammen. Er war ein lustiger Typ und machte nebenbei in einer Kapelle Musik. Da ich mich schon immer mich für Dialekte begeisterte, fand ich seinen Harzer (Halle …) Tonfall sehr nett.
Apropos Schloß. Neben dem normalen Treppenhaus hatte das Schloß noch einen seitlichen Aufgang mit einer Wendeltreppe. Dort konnte man von den Etagen ebenfalls, über einen Hinterausgang, das Gebäude betreten und verlassen. Das war gut, wenn man einen Vorgesetzten aus dem Weg gehen wollte.
Meine Dienstzeit in der Kompanie in Heinersgrün war im Nachhinein betrachtet nicht allzu lang. Nachdem im Mai 1965 die neuen Soldaten im ABB in Johann’stadt in „meiner“ Kfz-Kompanie eingegliedert waren und die Grundausbildung beendet war, wurde ich wie schon erwähnt in eine Grenzkompanie versetzt. Dann war ich bis zu meiner Rückversetzung bis Sept./Okt. 1965 in Heinersgrün. Dort hatte ich das wohl angenehmste Objekt im Heinersgrüner Schloß. Naja, vom ungeliebten Grenzdienst „fern der Heimat“ abgesehen. Jeder andere Soldat wäre evtl. froh gewesen, dort seinen Dienst ableisten zu können.
Hundeführer
In der Herbstzeit war es früh oft schon recht kalt und ungemütlich. Den Grenzabschnitt jeweils abzulaufen, wenn der Rauhreif die Uniform bis zum Bauchnabel durchnässte war sehr unangenehm. Im Laufe des Vormittages konnte die Sonne mitunter die Bekleidung trocknen, aber das Gefühl der brodelnden Dämpfe war dann auch nicht sehr berauschend. Heilfroh war man dann, wenn die Schicht gegen Mittag zu Ende war. Bei der Grenz - und Postenkontrolle war es manchmal recht angenehm, sich bei einem Postenpaar mit Hund aufzuwähren, sich den Hund auf die Beine legen zu können. Neben diesen Hundeführern gab es aber noch andere Diensthunde, denen man besser nicht zu Nahe kahm. Die sehr scharfen Hunde waren speziell abgerichtet und liefen „frei“ am Stahlseil ihren Grenzabschnitt ab. Da diese Abschnitte oft wechselten, musste man höllisch aufpassen, um nicht solch einem Tier in die Quere zu kommen. Dann half nur die Flucht auf einen nahe stehenden Bau.
Da jedes Postenpaar zumindest ein mal pro Schicht kontrolliert wurde, hatten diese den Ehrgeiz, die Kontrollen in die „Hundefallen“ zu locken. Das war dann immer so ein Katz-und-Maus-Spiel der Posten und den Kontrollen.
Nach dem Ende der Grentruppen 1990 wurden diese Tiere nicht mehr benötigt. Was mit ihnen geschah?!
Die Jeweiligen Arbeiten im Grenzbereich wurden geschützt. Im Sprachgebrauch hieß das „Sicherung“. Meist waren das Feldarbeiten oder auch Reparaturen der Grenzanlagen.
Für mich war es eine Sicherung im Forstbereich. Dabei kamen bei mir heimatliche Gefühle auf. Die Forstarbeiter waren aus Schwarzenberg. Und diese im „fernen“ Vogtland anzutreffen war für mich schon ein besonderes heimatliches Gefühl. Den Leiter dieser Forsttruppe kannte ich und bis heute treffe ich den Förster ab und zu. Mittlerweile ist er (2020) längst Rentner. Er trägt immer noch, zumindest teilweise, im Alltag die „Försteruniform“. So wie Armeeangehörige, Postmitarbeiter, Eisenbahner, Feuerwehr, GST-Funktionäre z.B. erhielten diese Personengruppen über Jahre hinweg immer wieder neue persönliche Ausstattung. Und „mein“ Förster trug seine Bekleidung immer noch mit Stolz und besimmt auch aus Gewohnheit. Auch jetzt noch erinnert mich sein Anblick an diese Begebenheit meiner Grenzerzeit in Heinersgrün vor 56 Jahren.
Technik im Grenzdienst
Der Umfang unserer Technik beim Grenzdienst war überschaubar (~1965). Der Großteil spielte sich per Pedes an. Viele Postenpaare gingen zu Fuß in ihren jeweiligen Abschnitt als Posten und Postenführer. Permanent wechselten die Postenpaare in ihrer Zusammensetzung. Der Postenführer war eigentlich immer ein erfahrener Grenzer, mit jüngeren Solaten ergänzt. Natürlich spielte auch eine Rolle, das die Grenzer nicht allzu sehr sich absprechen sollten, mögliche Fahnenfluchten zu planen. Leider geschah so etwas hin und wieder. Aber diese Handlungen blieben generell Ausnahmen.
Die MPi trug im Allgemeinen jeder Grenzer. Pistolen „Makarow“ hatten die Offiziere.
Zur Normaustattung gehörten auch das LMG und die Panzerbüchse. Im normalen Grenzdienst wurden diese Waffen jedoch nicht eigesetzt.
Ein Fernglas war je Postenpaar die Regel, ebenso eine Leuchtpistole. Zumindest in meiner Dienstzeit wurde mit der jeweiligen Munition (z.B. ein Stern Rot …) dem Kompanie-Führungspunkt ein entspr. Vorkommnis im jeweiligen Grenzabschnitt sichtbar gemacht. Je nach dem rückte dann eine Alarmgruppe aus.
Auch sehr wichtiger Teil der Grenzsicherung war ein „Telefonhörer“ für das GMN (Grenzmeldenetz). An etlichen Stellen im Grenzbereich gab es Anschlüsse, an denen die Posten dann Sprechverbindung mit dem Führungspunkt aufnehmen konnten oder sollten. Der Diensthabende konnte schon sehen, welches Postenpaar sich spontan oder planmäßig meldete.
Ein ungewollter Nebeneffekt war allerdings, mit einem kleinen Trick, konnte der Posten über die GMN-Leitung z.B. RIAS oder den BR „empfangen“. So saß mancher Posten im Dienst am Hörer und vernahm die „Schlager der Woche“ … Dies war jedoch schon ein ernstes Wachvergehen!
Der LKW spielte eine große Rolle. Die meißten Grenzer wurden jeweils in ihren Grenzbereich gebracht oder abgeholt. Für mich persönlich besonders bedeutsam, ich war ja militärischer Ausbilder in der Kfz-Kompanie gewesen (und später wieder). Und weitestgehend waren alle Kraftfahrer in unserer Kompanie in Johanngeorgenstadt ausgebildet worden. In späteren Jahren (ca. 1970 bis 1990) kahmen die meisten Militärkraftfahrer schon gut ausgebildet von „meiner“ GST (Gesellschaft für Sport und Technik). Wir, als GST, bildeten sehr viele Jugendliche und über Jahrzehnte nach der VGA (Vormilitärische Grundausbilung) in den Speziallaufbahnen eben auch als Militärkraftfahrer aus. Zur Zeit meines Dienstes in den Grenztruppen gab es diese zielgerichteten Ausbilungszweige nur in sehr bescheidenen Anfängen.
Auch Kräder waren umfangreif im Einsatz. In den 1950er Jahren waren es überwiegend Motorräder aus der Sowjetunion. Wohl schon im II.Weltkrieg gab es die „Molotow“. Ein Seitenwagengespann. Sehr robust. Auch im GST-KV hatten wir eines dieser Fahrzeuge (Enders, Pepp und Hirschmann, Rainer).
Ab den 1960ern wurden dann zunehmend die NVA/GT mit ES aus Zschopau ausgestattet. Im Grenzdienst konnte damit effektiver die Grenzkontrollstreien abgefahren oder absolviert werden.
Ab ca. 1970 hatte ich als Oberinstrukteur im GST-KV eine neue 175er ES als Dienstfahrzeug. Später hatte jeder KV zumindest einen Kübel-Trabant, scherzhaft „Stoffhund“ oder „Rheuma de Lux“ genannt.
Neben dem GMN und den Leuchtpistolen waren die Kompanien mit unterschiedlichen Funkgeräten ausgestattet.
Schon im ABB bildeten wir unsere Soldaten an mehren Typen aus, die dann auch an der Grenze zum Einsatz kamen. Seinerzeit waren die Funkgeräte recht unhandlich. Die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten waren noch in weiter Ferne.
Ein modernes Nachtsichtgerät war auch für mich 1965 so ziemlich das spannendste. Vor allem, wenn es stockdunkel war, konnte man recht gut und weit sehen. Allerdings musste man sparsam und pfleglich mit der Technik umgehen. Vor dem Dienst wurde der Akku vom „Waffenwart“ geladen. In einer Kladde mußte jede Minute notiert werden, damit nicht an der spannendsten Stelle das Infrarotgerät versagte. Leider habe ich wohl nur ein einziges Mal damit im Dienst gearbeitet. Auch in der Ausbildung hatten wir das NSG nicht. Am Blosenberg, glaube ich, konnte ich während einer Nachtschicht Richtung Hof die Umgebung beobachten. Was es da zu Sehen gab, weiß ich nicht mehr.
Dienst im Führungspunkt
Aber was ich noch in Erinnerung habe, war ein einziger Dienst im Führungspunkt. Ich hatte Befehl, die Grenzsicherung unserer Kompanie zu führen. Eigentlich war das die Aufgabe des OvD, also jedenfalls eines Offiziers. Warum ich als sehr junger Uffz. dort Dienst machen durfte, ist mit nicht geläufig. Jedenfalls hatte mich der „Grenzwolf“ dazu befohlen. Spannend war für mich der Führungspunkt allemal. Die Verbindungsstelle zum GMN beschäftigte mich recht permanent. Ständig meldeten sich die Postenpaare, um ihre Meldungen abzusetzen. „Keine besonderen Vorkommnisse“ war am angenehmsten. Dann brauchte ich keine Maßnahmen einzuleiten. Ich hätte kaum gewusst, was ich hätte machen sollen.
Auch die Alarmdokumente musste der jew. Diensthabende kennen. Zumal diese Mappen in festgelegten Abständen geändert wurden. Geheimhaltung dabei war das höchste Gebot.
Klasse fand ich, per Radio im Führungspunkt, das Schlagerstudio nebenbei anzuhören. Die damals gängigen Schlager, zu denen wir auch oft tanzten, hörte ich somit ziemlich aktuell. Auch heute noch kommen mir dazu die Erinnerungen, wenn ich Schlager dieser Zeit höre.
Die Schlager des Jahres 1965 - YouTube
Aber irgendwie konnte das nicht gut gehen. Plötzlich stand der Bataillonskommandeur (Spitzname: Don Flätscher) im Führungspunkt. Und da saß ein ihm unbekannter, junger Uffz. und maßte sich an, den Grenzabschnitt der Kompanie zu führen.
Den genauen Vorgang weiß ich nun nicht mehr. Jedenfalls musste ich umgehend den diensthabenden Offizier zum Führungspunkte „bitten“. Mein Dienst war damit beendet. Allemal war das für mich eine interessante Begebenheit.
Aussprache beim Regimentskommandeur
Im Spätsommer oder schon zum Herbstbeginn erhielt ich den Befehl, zur Aussprache beim Regimentskommandeur, Oberst Nußmann anzutanzen. Mein ursprüngliches Rückversetzungsgesuch war der Anlas dieser Aussprache. Mir ging, bei aller Vorfreude, ganz ordentlich die Muffe. Welches Dienstvergehen konnte ich eventuell begangen haben?
Die zeitlichen Abläufe in Heinersgrün sind mir nicht mehr geläufig.
Viele Jahre habe ich als Fotoamateur zugebracht. Schon während der Zeit in Johann’stadt hatte ich mir ein Fotolabor eingerichtet. Im Kompanieobjekt durfte ich einen Raum dafür nutzen. Interessant, Heute ist dieses Gebäude, seit einigen Jahren, das Rathaus von Johanngeorgenstadt. Und der Raum meines seinerzeitigen Fotolabors war 2002 mein ABM-Büro für touristische Entwicklung der Bergstadt. Während meiner Dienstzeit war ich da schon Soldat, U-Schüler und Ausbilder in der Kfz-Kompanie. Nunmehr soll das heutige Rathaus verschwinden. Bis ca. 1990 war dort auch zeitweise ein Ferienobjekt der NVA/GT. Wo wir Gruppenführer und Zugführer unsere Quartiere hatten, oberhalb der Küche und der Speiseräume, ist derzeit eine Jugendeinrichtung. Es ist zwar alles beim Alten, aber alles Anders.
Nun in der Grenzkompanie riskierte ich, im Grenzabschnitt zu fotografieren – was sicher streng verboten war! Wie und was ich für Bilder aufgenommen hatte, kann ich nur noch Ahnen. Den einen Film (s/w) wollte ich irgendwann entwickeln und dann Papierbilder anfertigen. Den belichteten und entwickelten Film hatte ich. Aber als ich später die Papiervergrößerungen anfertigen wollte, war der Film nicht mehr auffindbar. Alle möglichen Gedanken schossen mir durch den Kopf. Der Befehl des Regimentskommandeurs löste auch bezüglich des Negativfilms in mir Ängste aus.
Erfreulicherweise ging das Gespräch jedoch „nur“ um mein Versetzungsgesuch.
Wie das Gespräch verlief weiß ich kaum noch. Ich hatte als Argument, mehr oder weniger glaubhaft, nur ins Feld geführt, das ich meinen Eltern auf dem Gehringsberg unter die Arme greifen müsste. Mein Vater war nicht mehr der Gesündeste (Herz, Zucker …) und die Kriegszeit und der Aufbau einer neuen Gesellschaft nach dem II. Weltkrieg und der DDR forderten ihre Tribut.
Der „Regimenter“ hatte so seine Bedenken, aber scheinbar mit mir ein Einsehen.
Jedenfalls wurde ich rechtzeitig vor Beginn des II. Ausbildungshalbjahres 1965 wieder in meine vorherige Kfz-Ausbildungskompanie nach Johann’stadt versetzt.
Ein wenig Strafe musste sein. In der Grenzkompanie wurde ich noch nicht zum Ufw befördert. Regulär wäre das nach 18 Monaten gewesen – also Oktober 1965. Und zurück im Ausbildungsbattaillon wurden die üblichen Befördeungen leider auch noch ohne mich durchgeführt. Ich war schon ein wenig traurig. Alles in Allem hatte ich ja in der gesamten Dienstzeit alle Aufgaben recht gut erfüllt. Natürlich hing da auch ein höherer Wehrsold dran. Nach einiger Zeit und passender Gelegenheit (?) wurde ich jedoch noch in allen Ehren zum Unterfeldwebel gekührt.
Nach meiner Zeit als SaZ wurde ich hauptamtlicher Funktionär des GST-Kreisvorstandes in Schwarzenberg.
1967 bis 1990 wurde ich währenddessen vom Wehrkreiskommando noch zum Feldwebel und Oberfeldwebel befördert. Ich fand das zwar Ehrenvoll, nach der schmählichen Abdankung „meiner“ DDR verlor das und vieles Andere seine Bedeutung.
Wachdienst im ABB
Wieder in Johann’stadt fühlte ich mich wie zu Hause. Nach Dienst konnte ich wieder recht oft nach Neuwelt fahren, mich mit den Freunden treffen, am Wochenende tanzen gehen und manches andere mehr. Ein KKR-Spatz hatte ich dann auch. Recht intensiv betätigte ich mich in unserer FDJ-Wohngruppe. Mit meinem engsten Freund Günter Staneszeck war ich wie vorher viel auf Achse. Seinen Namen kann ich leider auch jetzt noch nicht richtig schreiben – Egal. Aber Günther war ein wenig in die falsche Gesellschaft geraten. Früher trank er belächelt meist nur Limo, jetzt war er unter die Biertrinker geraten. Nach meiner Armeezeit verlor sich das. Wir wurden erwachsener und hatten Freundinnen und schworen uns nie zu heiraten. Jedoch ein unhaltbares Versprechen. Doch diese Zeit beleuchte ich an anderer Stelle – eventuell.
Meine Ausbilderzeit ging dann fast nahtlos weiter, wie vor der Heinersgrüner Grenzerzeit.
In unserer Kompanie gab es mittlerweile auch andere Ausbilder, mit denen generell ein guten Auskommen war.
Insbesondere Ufw Schimmel und Ufw Ladig sind mir noch im Gedächtnis. Egon Banse kahm als „neuer“ Hfw hinzu. Egon war mit mir gleichzeitig auf der U-Schule. Ursprünglich ein unscheinbarer Typ, der sich später etwas putzig und dienstgeil entwickelte. Seine Längerverpflichtung macht ihn zu Fw und er wurde dann Hauptfeldwebell in einer Nachbarkompanie. Aber da wollte er ein „Bestimmer“ sein und kannte kaum noch seiene ehemaligen und gleichrangigen Mitkämpfer.
Wichtiger Bestandteil war sowohl für die Soldaten, als auch die Uffz. die regelmäßigen Wachdienste im Bataillon in Johannstadt, dem Regiment in Plauen und im Stab der Brigade in Rudolstadt. Als praktische Vorbereitung auf den späteren Grenzdienst wurden wir vom Ausbildungsbataillon in Johannstadt in die Grenzkompanien im Vogtland –in der Regel mit einer Alarmübung verbunden- eingesetzt.
Extrem unangenehm ist mir ein Wachdienst im Batallion in Johanngeorgenstadt in Erinnerung. Dabei kam es zu einem tragischen Todesfall und ich musste als Wachhabender vor dem Militärstaatsanwalt aussagen. Der Einsatz- bzw. Alarmfahrer hatte Befehl, einige Soldaten zu notwendigen Punkten zu fahren, wo diese in ihre Aufgaben für einen Alarmfall eingewiesen werden sollten. Der Einsatzfahrer verursachte einen LKW-Unfall, bei dem ein Soldat tödlich verunglückte.
Dieser junge Fahrer, er war noch kurz vorher in unserer Kompanie in der Ausbildung gewesen und in den Bataillonstab versetzt worden. Vor dem Einsatz hatte er, entgegen dem Befehl, Alkohohl getrunken und hätte nicht mehr fahren dürfen. Bei der Ausfahrt mit dem LKW aus dem Dienstgelände ließ er sich nicht vom Torposten meiner Wachgruppe kontrollieren. Dieser junge Soldat meldete leider nicht sein verhängnisvolles Wachvergehen. Erst nach dem schweren Unfall wurde dieses falsche und schlimme Vergehen bekannt.
Als sein Wachvorgesetzter wurde ich demzufolge befragt.
Der Unfallfahrer wurde später verurteilt. Ich fühlte mich als junger Unteroffizier und Wachhabender mitschuldig.
Das militärische Zeremoniell der „Wachablösung“
Wache im Regiment in Plauen/Schöppsdreh (Major „Eisbein“) mit Theaterbesuchen und Silvesterfeier
Mit Blick zur Heideksbur. Brigadestab in Rudolstadt
Hauptamtliche Tätigkeit im GST-Kreisvorstand im Altkreis-Schwarzenberg
Die GST, als sozialistische Wehrorganisation, übenahm zunehmend die Aufgabe, entsprechende junge Menschen für den Dienst in der NVA, den Grenztruppen, der Volksmarine, der Luftverteidigung, den Raketentruppen, der Infanterie, den Panzertruppen und allen weiteren Teilen der militärischen Verteidigung vorzubereiten.
Diese Entwicklung hatte auch ich persönlich mitgestaltet.
Seitdem ich nach meiner Dienstzeit als Unterfeldwebel im GST-KV in Schwarzenberg hauptamtlich tätig war, war auch ich in verschiedenen Funktionen an der Entwicklung der GST – der „Schule der Soldaten von morgen“, beteiligt. In dieser intensiven Tätigkeit wurde ich mehrfach befördert (vom Ufw. zum Feldwebel und Ofw.) und erhielt einige Auszeichnungen vom Staat, der Nationalen Front, der FDJ, der GST u.s.w.
1967 begann meine hauptamtliche Tätigkeit. Obwohl die GST schon als Wehrorganisation gegründet wurde, war diese in meinen Augen in erster Linie eine demokratische Massenorganisation für technische Sportarten. Junge Leute konnten Motorsort betreiben und entsprechende Fahrerlaubnisse erlangen. Das Sportschießen wurde zum Massensport. Im Leistungssport waren unsere Sportschützen Weltmeister und Olympiasieger. Piloten im Flugsport und Kunstflug standen auch auf den Siegertreppchen. Ähnliches konnte auch von den weiteren GST-Sportarten gesagt werden. Das betraf den Seesport, Modellbau, den Funksport.
In dieser Vielzahl aller Sportarten konnten sich ungezählte weibliche und männliche Mitglieder fast aller Altersstufen in ihren Sektionen, in den Grundorganisationen im Kreis, Bezirk, der DDR und international im Wettkampf messen. Das vorliegende Projekt „GST“ soll diese vielgestaltige Tätigkeit darstellen.
Es gibt etliche Darstellungen in allen Medien zum Vorgenannten. Mein Projekt versucht meine eigenen Erfahrungen – seit ca. 1959 (Lehrbeginn) bis 1990 (Auflösung der GST) - aus dem Altkreis Schwarzenberg, dem weiteren Umfeld, dem Bezirk Karl-Marx-Stadt und den Bezirken der DDR darzustellen.
- 59 – 64 Pappenwerk: GST-Broschüre
- 63 LKW-Fahrschule (Rößner, Schkranz) und DDR-Rundfahrt
- 64 – 67 ABB-Johannstadt: Kfz-AB-Kompanie und FEL-Kl. 1
- 67 Arbeitsbeginn 1.5.1967!
- 67 Kurth, Werner, Sommer im Freibad
- 67 – 68 Opel-Kadett
- 67 Wieder in Joh.stadt mit Wettkampf
- 67 – 70 Unterwegs mit der Schießbude u.a. Veranstaltungen
- 67 Lehrgang in Schönhagen
- 69 Hochzeit und Glowe
- 67 15. Jahrestag der GST / Schneeberg mit weiteren KO
-
- … Fallschirmsringen am Freitaggut – Eintritt=Beitrag
- 68 Fallschirmspr. Kmst.-Flugplatz
- 68 CSSR-Konterrevolution / KK-Schießen am Gehringsberg
- 69 Bulgarien
- 69 Kreiseröffnungsappell
- 69 zentraler Milit. Lehrgang an der Ostsee
- 69 BM-MMK/Wi. Schöneck
- 67 – 70 Sportschießen im Kreis organisiert – Langenberg, Ottenstein, II.POS …
- 67 – 70 MMK-Wettkämpfe
- 1969 Vogelschießen in Aue / Orgbüro im KV-Aue /
- 96 – 97 SED-Kandidat / KPS
- 70 80. Geb. E. Schneller
- 70 – 72 Abendschule 10. Klasse
- 70 Material gesammelt für KK-Stand am Sportplatz
- 71 1. KWS u. BWS in Kmst. u. Kreisappell VA
- 72 Instr.-Oberinstr. – Stellv. PE/ORG u. AP/OP
- 72 20. Jahrestag GST noch im alten KV / FV im Arbeiterheim (Knatzsch mit Hückstädt)
- 72 – 76 Studium Staat und Recht
- 73 !. Trad. Marsch Joh.st
- 74 Neuer KV am Haltepunkt
- 74 Signal DDR 25
- 74 … Böttger und Enders ziehen in neuen KV
- 74 … Pilzaktionen in Pöhla, Waschleithe und am KV
- 74 … LO des KV wird gestohlen
- 74 Frühschoppen mit SVARZAM
- 74 Weihnachtsfeier KV-Mitarbeiter
- … VA in Schiergiswalde: mit Böttger hingefahren
- 75 Kreisdelegiertenkonferenz im Saal des KAZ
- 75 KWS mit Kranzniederlegung u. Siegerehrung im KAZ
- 76 PWK-WKS in Lauter
- 76 Jahrestag NVA
- 76 KM-LG im KAZ
- 77 Ausbildungsbasis KO
- 77 Drehtage Schneller-Film
- 77 ZWS-Halle
- 77 Traditionsmarsch Joh.st.
- 77 GST-Kongreß Kmst.
- 77 25. Jt. GST in Pap. Anth.
- 78 Forum MODESTA
- 79 GST-Meisterschaft Joh.st.
- 80 BWS-Freiberg
- 80 Schnellerehrung in SZB
- 81 ZWS-Erfurt
- 81 Schützenfest in Breitenbrunn
- 81 Übergabe KK-Stand SZB
- 82 KDK
- 82 BDK im „8.Mai“ Kmst.
- 82 PWK-AMS
- 82 Ehrennamen „Fr. Dziebko“
- 82 Garten gestalten im KV-Gelände
- 83 Lager Erholung und Arbeit am KK-Stand, mit poln. Jugendlichen
- 83 BM-Lauf Motorr. Patroul. im KAZ
- 84 BWS in Auerbach
- 84 Festveranstaltung 35. Jt. DDR im „Roten Löwen“
- 84 Ehrennamen an WGW/BBS
- 85 Schneller-Ehrung
- 86 BWS in Zwickau
- 87 BDK-Zwickau
- 87 Kongreß Kmst.
- 87 Ehrennamen „Th. Mümzer“ / PSW
- 87 35. Jt. GST in „Krone“
- 87 Traditionsberatung BO in „Krone“
- 88 Vogelschießen in Grünstädtel
- 89 Ehrennamen an GO Rehab.-Erlabrunn
- 89 KK-Mpi werden abgegeben im VPKA
- 89 KK-WKS Beratung im WKK
- 90 erster und einziger Besuch im ZV der GST in Neuenhagen
- 90 GST wird zum BTSV
Heide-Wegweiser-Verlag
Mehrehre Jahre „Sachsen Wegweiser“ für den Tourismus
1990 bis 1995
Ich hatte mich innerlich entschieden, mit Arthur gemeinsam künftig für den „Heide-Wegweiser-Verlag“ in Buchholz in der Nordheide (unmittelbar am Südrand von Hamburg) für den Tourismus in Sachsen zu arbeiten.
Noch beschäftigt bei der GST/BTSV, begann ich mich für den Heide-Wegweiser-Verlag vorzubereiten.
Gemeinsam war ich im Sommer 1990 mit Arthur in einigen Orten im Erzgebirge unterwegs, um für unseren ersten „Sachsen-Wegweiser“ Einträge unter Vertrag zu nehmen. Dabei konnte ich von Arthur für meine weitere Verlagsarbeit die notwendigen ersten Erfahrungen ablauschen. Das erste Objekt war bei Geyer das „Lüftelhaus“.
Eine größere Aktion absolvierten wir dann mit einer Sachsentour Richtung Dresden, in die Oberlausitz, Kleinwelka, Rammenau, Löbau, Cunewalde, Zabeltitz … Beide Tage waren anstrengend, jedoch auch vielgestaltig. Zu spüren waren oft ungeklärte Eigentumsverhältnisse und mitunter sehr eigenartige Einstellungen bezüglich der gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland,der RGW-Staaten und dem Warschauer-Vertrag, der Nato und der „Wende“. Die Gespräche mit potentiellen Wegweiser-Kunden waren vielfach eine Suche danach, inwieweit wir die Vertragsgespräche und allgemeine Unterhaltungen führten.
Um den „Wegweiser“ organisatorisch und inhaltlich zu erstellen, einigten wir uns darauf, das Arthur den Osten von Sachsen aufsucht und ich den westsächsichen Raum gestalten sollte. Arthur etwa ab Chemnitz, weiter von Dresden bis Görlitz, die Sächsische Schweiz, die Oberlausitz und Niederschlesien und ich den Leipziger Raum bis Torgau, ins Vogtland, dem Westerzgebige und den Chemnitzer Raum,
Diese touristischen Orte, Objekte, Einrichtungen waren zumindest für mich Neuland. Es war jedoch eine sehr interessante und abwechslungsreiche Aufgabe.
In der sächsischen Staatsregierung, den Regierungspräsidien, in allen Landratsämtern und in fast allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen führten wir, jeweils separat, erste Gespräche. Vielfach erhielten wir dabei konkrete Hinweise zu touristischen Zielen.
Zunehmend entstanden in dieser Zeit auch, etwas verwirrend, viele touristische Organisationen. Teilweise existierten diese doppelt und dreifach, kooperierten miteinander, nebeneinander und mitunter auch gegeneinander. Mitunter vorteihaft, oft jedoch nachteilig. Jedenfalls war das für uns eine sehr lehrreiche und spannende Zeit.
Mit den Erfahrungen der GST-Tätigkeit machte ich mich daran, die organisatorische und inhaltliche „Wegweisertätigkeit“ zu planen.
Kein Telefon, keine Schreibmaschine und schon gar keinen Computer! Eine Reiseschreibmaschine „Erika“ war mein erstes Hilfsmittel. So schnell wie möglich beantragte ich bei der Post einen Telefonanschluß. War ja im Neubau des „Hermann-Matern-Wohngebietes“ durchaus möglich und dauerte auch nicht lange. Dazu habe ich in der Stadtverwaltung Schwarzenberg, beim Gewerbeamt, ein Reisegewerbe erhalten. Darum bekam ich auch recht schnell den Telefonanschluß. Rolf Horatschek im Gewerbeamt kannte ich sehr persönlich vom FDJ-Jugendclub „Team 72“ Neuwelts. Als Kfz-Schlosser der PGH „Autolicht“ war Rolf auf wundersame Wend-Weise in die „neue“ Stadtverwaltung aufgerückt. Naja, das wären auch putzige Geschichten der Neudeutschen Geschichte.
Zwischenzeitlich quartierte ich mich im Schießstandobjekt ein. Ein Schützenverein hatte dort die Nachfolge des Leistungszentrums im Sportschießen-Pistole angetreten. Geleitet wurde dieses GST-Objekt seinerzeit noch bisherigen Mitarbeitern des GST-Kreisvorstandes.
Dort hatte sich auch unser Fahrlehrer Jürgen Höhne mit seiner privaten Fahrschule niedergelassen. Als Untermieter des Untermieters konnte ich, zeitlich abgestimmt, den Telefonanschluß nutzen. Mit meinen ersten Recherchen und Informationen stellte ich diverse Kontakte zu potentialen Wegweiserkunden her. Damit erstellte ich dann meine ersten Tourenpläne. Bei allen touristischen Objekten meldete ich mich jeweils vorsorglich an, um unser Anliegen darzulegen. Ziel war es jeweils, Verträge abzuschließe, um bis zum Spätherst 1990 unseren ersten touristischen Wegweiser für das neugeschaffene (alte) Bundesland Sachsen zu erstellen. Der neugewählte Ministerpräsident Kurt Biedekopf hatte dazu das Geleitwort eingebracht.
Die Zusammenstellung dieses „Wegweisers“ war spannend, hart und lehrreich. Natürlich gab es noch keine Handys oder Routenplaner. Mit Ausschnitten aus div. Karten und immer wieder angepassten Kopien plante ich räumlich und zeitlich meine täglichen und ständig wechselnde Touren. Kaum die Autobahnen nutzend, ging es vielmehr über die Landtraßen. Aber der dann extrem zunehmende PKW- und LKW-Verkehr machte die Tourenplanung immer schwieriger.
In München konnten wir dennoch unseren ersten „Sachsen-Wegweiser“ recht erfolgreich präsentieren.
Diese Tourismusmesse war dann auch für uns ein besonderes Erlebnis. Arthur und ich konnten unsere gemeinsame Arbeit präsentieren. Hein Wolter war dabei sozusagen unser Mentor. Hein war schon länger beim HWV tätig. Uns verbanden sofort freundschaftliche Beziehungen. Seine DDR-Herkunft und seine Einstellung entsprach viel mehr unseren Ansichten, als die der Mitarbeiter aus den alten Bundesländern. Wir wollten etwas für die Tourismusentwicklung in Sachsen tun. Die anderen Mitarbeiter waren eher auf Verträge um jeden Preis aus, verbunden mit Imponiergehabe.
Hein Wolter war in jungen Jahren an der Humbolt-Universität schon in leitenden FDJ- und SED-Funktionen tätig. Seiner spannenden Erzählung nach, „floh“ er über eine FDJ-Reise nach Jugoslawien in die BRD. Spekulativ lassen sich entspechende andere Geschichten zusammenreimen. Sein gesamter Lebensweg war dann vielgestaltig. Nach unserer Wegweiserzeit hatten wir noch jahrelang fast familieren Kontakt. Hein zog etwa 1995 wieder in seine alte Heimat in Mecklenburg, wo er wenig später auch verstarb. Seinen wirklichen Lebensweg hätte ich gerne weiter verfolgt.
Nicht so spektakulär, dennoch auch beschreibenswert ist unser Verlagschef Karl-Heinz Kulow zu bezeichnen.
Übersicht zu Kontakten
Übersicht zu zahlenmäßigen Kontakten seit meiner Kindheit. Bei den (unvollständig) aufgeführten Anlässen sind grob geschätzt die Anzahl der Kontakte mit Personen dargestellt. Im jeweils weiteren Umfeld ist ersichtlich, mit welchen Personen Kontakt möglich gewesen wäre.